karlfried am 11 Mai 2008 16:56:36 Hallo zusammen,
ich will nun mal endlich mit meinem Reisebericht an die Mosel beginnen.
Da wir ja fast 7 Wochen weg waren, davon 5 Wochen an der Mosel, gibts den Bericht nur in Fortsetzungen.
Hier der 1. Teil:
Begonnen haben wir in Remagen am Rhein, mit unserer jährlichen ACV-Caravan-Rallye. Ausgerichtet und gesponsert wird sie vom ACV ( Automobil-Club-Verkehr ), wir sind dabei im Helferteam und haben somit einiges an Arbeit.
Wir sind eine Woche vor Beginn der Rallye, am 14.März angekommen und haben mit den Vorbereitungen begonnen, es wurden immerhin über 60 Wohnwagengespanne und Wohnmobile mit mehr als 130 Personen erwartet. Die eigentlichen Vorbereitungen begannen aber schon ca. ein Jahr vorher und wurden von unserem Rallyeleiter und seinem Stellvertreter geplant und durchgeführt.
Die ganze Veranstaltung war vom 21. bis 29. März auf dem Campingplatz " Goldene Meile" in Remagen.
Um das ganze etwas abzukürzen hier der Veranstaltungskalender:
Am 21. März, Beginn der Rallye mit Begrüßungsabend und einem Essen.
22. März, Wohnwagenturnier, Fahrradturnier.
23. März, Ostersonntag, Ausgabe der Ostergeschenke mit Dartturnier
24. März, Ostermontag, Skatturnier und Basteln für die Kinder.
25. März Busfahrt ( 3 Busse ) nach Koblenz und Cochem
26. März, zur freien Verfügung, wir haben gegrillt, gut gegessen und viiiel und ordentlich getrunken, untermalt wurde das alles von einem Drehorgelmann.
27. März, Abschiedsabend ( findet immer 2 Tage vorher statt um den Nachhauseweg gut ausgeschlafen und alkoholfrei antreten zu können ) mit einem klasse Büfett und einer top Kapelle, das Ende des Abends ist mir nicht mehr bekannt.
28. März, ausschlafen, zusammensitzen, usw.
29. März, es gibt ein kleines Abschiedsessen, gegen Mittag fahren dann die Meisten los, einige bleiben aber auch noch.
30 März, wir erholen uns noch zusammen mit Rallyeleitung von dem ganzen Zinnober und gehen abends noch einmal zusammen in Remagen Essen.
Fazit: Unsere Rallye war einmal wieder gut gelungen, was uns von den Teilnehmern oft bestätigt wurde, nur das Wetter war ganz einfach besch...., seeeeehr oft geregnet und geschneit.
Am 31. März beginnen wir mit unserer Moseltour und fahren dazu nach Kobern Gondorf.
Weiter gehts in den nächsten Tagen.
karlfried am 11 Mai 2008 17:02:16 2. Teil meines Reiseberichtes.
Wir haben den 31. März und sind in Kobern Gondorf, das liegt im unteren Bereich der Mosel ca. 20 Km von Koblenz.
Gestern haben wir uns von unseren restlichen Freunden verabschiedet und sind von jetzt ab erst einmal alleine unterwegs.
Wir sind hier in einem schönen kleinen Weindörfchen und stehen auf einem guten Stellplatz direkt an der Mosel, die ein klein wenig Hochwasser führt. Heute besichtigen wir noch das kleine mittelalterliche Dörfchen und morgen am 1. April wandern wir zur Niederburg eine verfallene Ruine oberhalb von Kobern, von dort aus geht es weiter über einen Kreuzweg zur St. Mattias Kapelle und zur Oberburg.
2. April.
Wir fahren weiter nach Ernst dort soll es einen schönen Stellplatz geben, zuvor machen wir aber einen Abstecher zur Burg Eltz eine der bekanntesten Burgen Deutschlands, sie war übrigens früher auf dem Zehnmarkschein zu sehen.
Gegen 14 Uhr sind wir dann in Ernst, auch ein mittelalterliches Dorf, von denen wir noch einige sehen werden und überall wo wir waren haben wir haben wir einen Dorfbummel gemacht. Leider waren die meisten Strausenwirtschaften noch zu, aber wir haben hier und da doch die eine oder andere kleine Straussen- oder Weinstube offen gefunden und dort den herrlichen Moselwein getrunken, dazu leckere Hausmannskost gegessen und nette und durch den genossenen Wein auch lustige Leute kennen gelernt.
Der Stellplatz in Ernst ist wirklich sehr gut ausgestattet, genauso wie die meisten Plätze links und rechts der Mosel, fast jedes Dorf hat einen Stellplatz, fast alle mit Strom, einige sogar mit WC und Dusche, die Plätze sind entweder geschottert oder sogar mit Verbundsteinen gepflastert und liegen meist direkt an der Mosel mit herrlicher Sicht auf die Weinberge und die Mosel mit ihrem Schiffsverkehr. Die Stellplatzsituation an der Mosel ist von Feinsten, auf einigen sind sogar Wohnwagen zugelassen, wir haben hier sozusagen ein Paradies für Wohnmobilisten vorgefunden.
3. April
Heute fahren mit den Fahrädern wieder etwas zurück nach Cochem zur Besichtigung der Reichsburg, die wir leider bei unsere Busfart vor einigen Tagen wegen Zeitmangel nicht Besichtigen konnten. Auch die Reichsburg ist eine der schönsten und bestens erhaltenen Burgen von Deutschland und ist eine Besichtigung allemal wert, zumal der Weg nach oben zur Burg leichter ist als es von unten den Anschein hat.
4. April
Wir fahren weiter nach St. Aldegund, der Stellplatz ist wieder direkt an der Mosel, über die Ausstattung werde ich ab jetzt nur noch berichten wenn sie sich von den guten Plätzen die wir immer vorgefunden haben, noch einmal abheben.
In St. Aldegund haben wir noch einmal Freunde von Rallye getroffen mit denen wir noch einmal 2 Tage zusammen waren. Wir sind dann am Mittag mit den Fahrrädern nach Zell gefahren, haben die Stadt besichtigt und dann ist es uns wirklich gelungen in einer Straussenwirtschaft einzukehren, leider waren wir mit den Radeln da und da konnten wir uns nicht so richtig austoben, dass sollte uns aber am nächsten Tag gelingen.
Fortsetzung folgt
karlfried am 11 Mai 2008 17:04:28 3. Teil meines Reiseberichtes.
5. April
Es geht weiter, nicht nur mit meinem Bericht, auch wir wollen mit unseren Freunden weiterfahren und zwar nach Minnheim mit einem Zwischenstopp in Bernkastel-Kues. Die kleine Stadt wird in unserem Reiseführer als Schmuckkästchen an der Mosel beschrieben und das können wir nur bestätigen. Da wir hier keinen Stellplatz gefunden haben sind wir nach einem Stadtbummel und einem Besuch einer kleinen Straußenwirtschaft in einem Gewölbekeller weiter nach Minnheim gefahren.
Minnheim hat einen besonders schönen Stellplatz für 90 Reisemobile direkt an der Mosel. Der Weinort bietet wieder einige Straußenwirtschaften an und eine ist auch offen und da sind wir 19 Uhr rein und um 0,30 Uhr raus, es war einfach prima, wir haben einige der guten Weine probiert, wir haben auch einige der guten Weine getrunken, wir haben hervorragend gegessen und wir haben noch einige der guten Weine getrunken und dann haben wir uns noch ein paar Flaschen einpacken lassen und sind dann beschwingt zu unseren Womos gelauf…, geschwankt.
6. April
9,30 Uhr, ich habe den Rolladen rauf gemacht und schnell wieder zu gemacht, draußen war alles Weiß und es schneite immer noch und das ziemlich kräftig. Wir hatten unsere Freunde zum Kaffee eingeladen und bei denen waren die Rolläden schon alle hoch, denn sie wollten heute Morgen wieder nach Hause. Meine Frau hat schnell den Tisch gedeckt und den Kaffe gekocht, ich habe die Betten gemacht und da waren sie auch schon da, gewaschen haben wir uns nach dem Frühstück. Wir wollten sie überreden noch einen Tag länger zu bleiben wegen dem vielen Schnee aber sie hatten am nächsten Tag einen wichtigen Termin und sind dann so gegen 11 Uhr gefahren, sie haben uns abends angerufen es war alles gut gegangen. Wir haben den ganzen Tag die Beine hoch gelegt, ein wenig gelesen, Ferngesehen, mit einem Wort gegammelt.
8. April
Wir fahren weiter nach Neumagen-Dhron, auch dieser Stellplatz für 100 Reisemobile ist wieder schön direkt an der Mosel gelegen, übrigens für mich einer der schönsten an der Mosel, dieser Stellplatz hatte alles zu bieten was man an eine Stellplatz verlangen kann, Ver- und Entsorgung, Strom, gepflasterte Plätze, auf einem alten Schiff sogar WC, Duschen und Waschmaschinen, alles für 7 €, plus 1,50 € für Dusche und WC.
Neumagen-Dhron ist der älteste Weinort von Deutschland und einstmals Sommerresidenz von Kaiser Konstantin. Hier hat auch vor einiger Zeit ein römisches Weinschiff gefunden und das hat man originalgetreu nachgebaut, ab Mai kann man mit dem Schiff auf der Mosel rumschippern. Hier halten wir uns zwei Tage auf und es regnet immer wieder wie eigentlich schon die ganzen letzten Wochen, gut hier und da haben wir auch mal einen Tag ohne Regen, das Wetter ist das einzige was uns etwas stört.
10. April
Nun sind wir in Trittenheim, das Wetter wird etwas besser, dass bedeutet aber nicht, dass es überhaupt nicht mehr regnet, es kommt aber doch ab und zu mal die Sonne durch. Hier haben wir nun unsere Wanderungen durch die Weinberge begonnen, es hat uns immer wieder begeistert
karlfried am 11 Mai 2008 17:06:37 4. Teil, Mosel rauf und runter
11. April
Um 11 Uhr sind wir in Trier angekommen, der Stellplatz befindet direkt neben dem Messepark, auch wieder ein schöner Platz an der Mosel.
Wir machen uns so gleich mit dem Bus auf den Weg in die Altstadt und steigen bei der Porta Nigra aus, die Porta Nigra ist ein altes römisches Stadttor, die meisten von euch werden es schon einmal auf irgend einem Bild oder Original gesehen haben. Wir machen einen ausgedehnten Bummel durch die Altstadt von Trier und besichtigen dabei den Dom, den Marktplatz, die römischen Thermen und noch vieles mehr. --> Link
Am nächsten Tag wollte ich gerne auf die Erotikmesse, die direkt nebenan auf dem Messegelände stattfand aber meine Frau hat sich strikt geweigert, ach ja die Frauen mit ihrer komischen unangemessenen Prüderie, so bin ich halt brav neben ihr her noch einmal nach Trier hinein gestiefelt aber innerlich hats mich gewurmt, weil ich gesehen habe, dass einige Wohnmobilisten Richtung Messe gelaufen sind, nicht nur junge sondern auch viele Ältere, ich bin immer noch am grübeln was ich da alles verpasst habe.
Ab Trier sind wir wieder Moselabwärts gefahren und haben dabei die Orte angefahren die Moselaufwärts ausgelassen haben.
12. April gegen Abend
Nach meinem mehr oder weniger freiwilligen Triertrip , sind wir dann weiter wieder Moselabwärts nach Mehring gefahren und auch hier wieder ein Stellplatz direkt an der Mosel über den man nicht meckern kann, es war alles vorhanden Ver- und Entsorgung, Strom, Dusche und WC für 4,50 €, Strom und Dusche kosten extra.
In Mehring konnten wir wegen des schlechten Wetters nicht allzuviel unternehmen, wir haben nur einen Spaziergang nach dem ca. 3 Km entfernten Pölich gemacht und ansonsten wieder mal ein Gammeltag eingelegt.
14. April
Wir fahren weiter nach Ensch auch hier gab es nur eine Ortsbesichtigung wegen dem schlechten Wetter, verdammt noch mal es könnte jetzt wirklich mal wieder besser werden.
15. April
Wir sind in Klüsserath, auch hier wieder ein klasse Stellplatz, es ist der gleiche Betreiber wie in Minnheim, hier dürfen wir wegen dem vielen Regen zwar nur auf den Wegen stehen aber das war in Ordnung weil sie sehr breit und fein geschottert waren .
Klüsserath ist ein sehr schöner Ort mit schönen Wanderwegen in den Weinbergen und die haben wir dann auch zwei Tage ausgiebig genutzt, denn das Wetter wurde wieder besser, unserm lieben Herrgott seis getrommelt und gepfiffen.
Am zweiten Abend dann das Wunder, ein Mann ging über den Stellplatz und teilte Zettel aus, auf denen stand, dass seine Straußenwirtschaft ab sofort geöffnet sei. Wir waren die ersten, wirklich, wir waren aber auch fast die letzten, jemand hat ja mal gesagt: „Die ersten werden die letzten sein“ , schee ( schön ) wars.
18. April
Wir fahren weiter nach Ürzig, besichtigen den Ort und wandern wieder durch die Weinberge ab jetzt unsere Lieblingsbeschäftigung, denn das Wetter wurde immer besser.
Weiter geht es nach Enkirch, davon aber demnächst.
Gast am 11 Mai 2008 17:11:41 Hallo Karlfried,
bin schon gespannt wies weitergeht, Mosel bei uns auch für dieses Jahr geplant.
Leider kann ich Dein Bild nicht sehen.
karlfried am 11 Mai 2008 17:13:17 5. Teil meines Reiseberichtes
19., 20., 21., April
Nun sind wir in Enkirch, auch hier wieder ein klasse Stellplatz, ihr seht, lest, ich wiederhole mich.
Enkirch führt zu Recht den Titel eines Musterbeispieles moselländischer Fachwerkbaukunst. Es ist ein Genuss durch das Dorf zu schlendern und die schönen Fachwerkbauten zu bestaunen. Auch die Wanderwege in die Weinberge sind bestens ausgebaut und beschildert, dass haben wir natürlich genutzt und hatten einen anstrengenden aber schönen Wandertag
Nach Traben-Trarbach sind es nur wenige Km und wir sind mit den Fahrädern in diese schöne Stadt gefahren. Traben-Trarbach ist eine Kur- und Badestadt an beiden Seiten der Mosel und wurde nach einigen Großbränden im 19 Jh. wieder aufgebaut und ist heute ein bedeutender Weinhandelsplatz.
Erwähnen möchte ich noch, dass wir in Enkirch den seltsamsten und makabersten Campinganhänger gesehen haben, siehe Bild.
22. April
Wir sind für einen Tag in Reil eigentlich wollten wir gleich nach Neef aber das Dörfchen hat uns so gut gefallen, so sind wir für eine Nacht hier geblieben.
23. bis 27 April
Neef ist ein kleines Dörfchen, eher unscheinbar wenn man es mit den anderen Dörfern an der Mosel vergleicht, für mich persönlich ist die Lage des Stellplatzes aber eine der schönsten an der ganzen Mosel, das einzige Manko des Stellplatzes ist der Eisenbahnverkehr direkt hinter dem Platz aber nach einigen Tagen hat man sich daran gewönt.
Vom Stellplatz schaut man über die die Mosel nach Bremm auf den steilsten Weinberg der Welt, so der Marco Polo Reiseführer, die Gemeinde hat mit Leitern, Handläufen und Seilen einen fast alpinen Klettersteig durch den Calmont wie der Weinberg heißt angelegt. Wir sind den Weg auf dem Klettersteig über der Mosel ein Stück gelaufen, dass war für uns zum Teil schon ganz schön schwierig, als dann die Kräfte Verliesen sind wir umgekehrt, vor 10, 15 Jahren noch undenkbar. Der Blick vom Klettersteig auf die Mosel ist aber einmalig, man schaut hinunter auf die Moselschleife mit der Klosterruine Stuben auf der anderen Seite der Mosel, unter uns befindet sich der schöne Weinort Bremm und schräg gegenüber ist Neef mit seinem Stellplatz, blickt man Moselabwärts kann man noch Ediger-Ellersehen, also ein unglaublicher ausblick.
Vom Stellplatz in Neef aus kann man eine Wnderung auf den Petersberg machen, der führt erst ein Stück an der Mosel entlang zur Klosterruine Stuben, von da aus geht es mit einigen Kehren auf den Petersberg, mit dem einzigen noch benutzten Friedhof an der Mosel. Auch von hier aus hat man wiederum einen herrlichen ausblick auf den Calmont mit seinem Klettersteig und auf Neef.
Hier wären wir gerne noch einige Tage länger geblieben, weil es eine einmalig schöne Gegend ist aber so langsam mussten wir an die Heimreise denken. Wir haben hier noch ein paar Kisten Wein gekauft und uns dann auf den Weg nach Bacharach gemacht.
28. April
Bacharach ist unsere letzte Station auf unserer Moselrundfahrt, wir haben uns hier noch etwas umgesehen und dann vom Stellplatz aus Schiffe geguckt.
29 April, wir fahren nach Hause.
So ich habe fertig.
PS. Ich hoffe mein Bericht wird vom Publikum wohlwollend aufgenommen
vom Karlfried
Gast am 17 Mai 2008 17:26:34 Hallo Karlfried
danke für den ausführlichen Bericht, sehr gut
ich kenn Bacharach auch. An der Mosel waren wir 2007 lang. Oben das Bild ist leider nicht zu sehen ?
bitte guck mal nach, danke
Administrator am 17 Mai 2008 18:51:52 schöner Bericht!
PS: das Bild ist nicht vorhanden (0 Byte groß)
sutje am 18 Mai 2008 15:35:33 Moin Karlfried,-
Dein Bericht törnt an!
Sutje
karlfried am 23 Mai 2008 12:42:05 Hallo zusammen,
leider klappt es mit den Bildern noch nicht so recht aber das werde ich auch noch hinbekommen.
Karlfried
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