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Unterirdischer Aufbau einer Entsorgungsanlage


Ausderasche am 30 Nov 2008 16:04:24

Hi,

der Thread "Fester Fäkalientank" hat bei mir eine schon lange existierende Frage (Hier schon mal in einem Thread gestellt, aber nie beantwortet) aufgeworfen. Wie sehen eigentlich die diversen Entsorgungsanlagen "unterirdisch" also kanalbaumäßig aus?

Wird das (häufig) mit Chemie belastete Toilettenwasser in einem separaten Tank aufgefangen? Und das in Bodeneinlässen entsorgte Grau und Schwarzwasser in den Abwasserkanal (nicht Regenwasserkanal) eingeleitet ? Oder wird zwar "oben" getrennt eingeleitet, aber unterirdisch fließt alles im Abwasserkanal zusammen?

Also wer weiß, wie die verschiedenen Entsorgungsstationen aufgebaut sind?


Frank

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Roman am 30 Nov 2008 16:22:15

Ausderasche hat geschrieben:Oder wird zwar "oben" getrennt eingeleitet, aber unterirdisch fließt alles im Abwasserkanal zusammen?


So ist es.

Die Trennung "oben" ist je nach Hersteller rein konstruktiv, hat aber mit der Entsorgung nichts zu tun.



Roman

abo1 am 30 Nov 2008 20:18:24

Ausderasche hat geschrieben:...aufgeworfen. Wie sehen eigentlich die diversen Entsorgungsanlagen "unterirdisch" also kanalbaumäßig aus?

Wird das (häufig) mit Chemie belastete Toilettenwasser in einem separaten Tank aufgefangen? ...


hallo

chemietoiletten sollten nicht in eine öffentliche kläranlagen entsorgt werden

diese koennen nämlich nur dann mit diesen chemikalien zurechtkommen wenn es sich um relativ grosse anlagen (also für mehr als 10.000 einwohneräquivalente) handelt

lg
g

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Advantage am 30 Nov 2008 20:41:33

Hallo,

ich habe mich bereits mehrmals bei den Betreibern erkundigt:


Bisher immer die gleiche Anwort: Läuft alles in den Kanal.

Eine gesonderte Entsorgung für Chemie hat nicht stattgefunden.

Scout am 30 Nov 2008 21:14:28

Hallo!

… chemietoiletten sollten nicht in eine öffentliche kläranlagen entsorgt werden..


Selbst wenn man dies immer wieder behauptet wird, ist und bleibt es falsch.

Die häufigsten, grünen Sanitärflüssigkeiten sind mit dem blauen Engel ausgezeichnet und biologisch gut abbaubar. Die schaden dem biologischen Prozess in einer biologischen Kläranlage überhaupt nicht.

Es gibt keinen anderen Entsorgungsweg als über eine Kläranlage, auch für die blauen Sanitärflüssigkeiten.


Wolfgang

Ausderasche am 30 Nov 2008 21:38:12

Ich glaube Dir das schon, Wolfgang, denn Du bist ja vom Fach!

Es verblüfft mich nur, weil auf CPs oder SPs dann großartig steht "Für Chemietoiletten" und die Möglichkeit, Chemietoiletten zu leeren, wird z.B. in CP-führern extra ausgewiesen. Aber in Wirklichkeit ist es egal, wo das Zeug reingekippt wird, wenn es doch in eine Grube oder einen Kanal läuft?

Wie werden denn die DIXI Klos entsorgt, wo ja oft Kesselwagen zum Einsammeln herumfahren? Geht das dann hinten im Klärwerk doch wieder einen gemeinsamen Gang? Warum darf man dann (z.B. beim Bauen) die Entsorgung eines DIXI Klos teuer bezahlen? Ist das auch alles nur Geldschneiderei?

Oder warum berichtete Kmertie schon öfter, dass er Festtanks und Kassetten in Kläranlagen entsorgen durfte, aber nur wenn keine Chemie enthalten war?

Also bisher hatte ich eine Vorstellung, dass chemisch behandelte Fäkalien auch separat entsorgt würden. Scheint dann aber doch nicht so zu sein.

Neulich standen wir bei einem Winzer, der auch eine Entsorgung gebaut hatte. Auf die Frage, wie er denn die Genehmigung erhalten hätte wg. dem blauen Toilettenzeug, kam die Antwort, dass das überhaupt kein Thema war, weil in einem landwirtschaftlichen Betrieb noch ganz andere Sachen durch die Kanalisation gingen.


Frank

abo1 am 30 Nov 2008 21:52:02

Scout hat geschrieben:Hallo!

… chemietoiletten sollten nicht in eine öffentliche kläranlagen entsorgt werden..


Selbst wenn man dies immer wieder behauptet wird, ist und bleibt es falsch....


hallo

wie wäre es dann mal mit quellen statt quatschen?

such zb auf google unter "entsorgung chemietoilette" und du findest auf den ersten sagen wir mal 50 seiten jede menge amtliche dokumente, informationen und verfahrensprotokolle ect wo es um entsorgung von chemietoiletten geht.

da ist immer wieder von diesen mind. 10.000 EWA die rede unter denen die kläranlage das simpel nicht abkann ...

ich selbst bin nicht aus dem fach, aber wenn ich immer wieder dieselben behördlichen dokumente aus den ländern und kommunen auf google finde, dann koennen wir uns evt drüber unterhalten dass das was da vorgeschrieben ist alles sinnlos ist, das mag sein, aber untersagt scheint es ja zu sein.

abwasser aus chemietoiletten wird - was man da rausliest - in abkippstationen entsorgt. ob das dann in die normale kanalisation fliesset oder nicht weiss ich nicht

lg
g

lg
g

womowitsch am 30 Nov 2008 22:42:13

Hallo, der Begriff Chemietoilette ist einfach nicht passend, aber, es zeigt den Campern wo die Möglichkit besteht seine Toilette zu entleeren. Ich finde, das der Abwassertank ebenso ein "Chemiecoctail" ist. Was da alles reingeht, Spüli, Zahnpasta,Waschpulver,div. Reinigungsmittel, Kosmetika und so weiter.Da könnte man noch viel mehr diskutieren.
Womowitsch

Roman am 01 Dez 2008 00:46:38

Ausderasche hat geschrieben:Es verblüfft mich nur, weil auf CPs oder SPs dann großartig steht "Für Chemietoiletten" und die Möglichkeit, Chemietoiletten zu leeren, wird z.B. in CP-führern extra ausgewiesen. Aber in Wirklichkeit ist es egal, wo das Zeug reingekippt wird, wenn es doch in eine Grube oder einen Kanal läuft?


So ist es.

Die Ausschilderung auf den Campingplätzen ist etwas irreführend. Damit soll, wenn ein spezieller Platz / Ausguss für die Cassettentoilette vorhanden ist vermieden werden, dass jemand auf die Idee kommt, in eine normale Kloschüssel zu entsorgen.
"Unten" läuft dann alles wieder einträchtig zusammen :D .

Wie oben schon geschrieben wurde, gibt es KEINE speziellen Entsorgungsstationen für Chemietoiletten. Selbst die großen Anbieter wie DIXI oder ToiToi entsorgen in Kläranlagen. Diese haben in der Tat bestimmte Größen, damit die Biologie nicht außer Tritt kommt.

Nun sind auch die oben genannten 10.000 Einwohnergleichwerte (EGW) nicht wirklich viel. Darunter kann man bereits von einer Kleinkläranlage sprechen. Die meisten KA´s bewegen sich jenseits der 30- 50.000 EGW.
Diese verkraften den Inhalt unserer Kassetten problemlos.

Die meisten kleineren Kommunen in Deutschland sind durch sog. Sammler (Kanäle) miteinander verbunden. Diese Sammelkanäle führen das Schmutzwasser großen KA´s zu.

Nur wenn Orte sehr weit auseinander liegen, kann sich auch eine dezentrale Lösung bis hin zur Schilfkläranlage rechnen. Diese würden dann die chemische Keule wiederum übelnehmen.

Daher kann ich immer wieder nur für eine chemiefreie Womotoilette werben. Da es technische Möglichkeiten gibt, die uns das ermöglichen, ist der Einsatz von Chemie wirklich nicht nötig.

Und wir können ohne schlechtes Gewissen immer und überall entsorgen. (Natürlich nicht mit dem Klappspaten :wink: )



Roman

Tipsel am 01 Dez 2008 00:50:41

An der Mosel hab ich mal die Auskunft erhalten, dass die gesammelte Gülle quasi häppchenweise der Kläranlage zugeführt wird - da ist wohl ein Schieber am Kanalrohr.

Scout am 01 Dez 2008 01:28:22

Hallo Frank!
..steht "Für Chemietoiletten"..

Das wundert mich auch immer! Ich sehe das wie Womowitsch, als Hinweis für die Entleerungsmöglichkeit der Kassette.
.Wie werden denn die DIXI Klos entsorgt ..

Die leiten ihre Fäkalwässer in eine Kläranlage ein.
Kleinere Kläranlagen brauchen einen Tank in dem sie die Fäkalien speichern und dann kontinuierlich in die Kläranlage einleiten. Nicht nur wegen der Sanitärflüssigkeit, sondern auch wegen der Belastungsstöße die die Abbauwirkung beinträchtigen.
Bei großen Kläranlagen können größere Mengen ohne Zwischenspeicherung direkt in die Anlage, oder den Kanal eingeleitet werden.
..dass chemisch behandelte Fäkalien auch separat entsorgt würden ..

Es gibt keine andere Möglichkeit das Zeug vernünftig zu entsorgen und es ist auch nicht notwendig.
Soweit ich den Überblick habe gibt es eine blaue und grüne Sanitärflüssigkeit. Die Grüne ist mit dem blauen Umweltengel ausgezeichnet und beeinträchtigt den biologischen Abbauprozess sowieso nicht. Die blaue Sanitärflüssigkeit enthält Substanzen, die in hoher Konzentration den biologischen Abbauprozess beeinträchtigen, was im Fäkaltank ja gewollt ist. Die Substanzen (z.B. Formaldehyd) selbst sind biologisch abbaubar und werden bei entsprechender Verdünnung von den Abwasserbakterien abgebaut. Um eine Kläranlage damit aufs Kreuz zu legen, müssten schon sehr viele Womofahrer ihre Kassetten gleichzeitig entleeren.

Die Winzer haben damit ganz andere Probleme. Bei der Weinherstellung fallen Abwässer an, die zwar abbaubar aber sehr konzentriert sind. In Kommunen mit vielen Winzern sind dann die Kläranlagen stark überlastet. Die Wirkung auf die Bakterien ist dann so ähnlich, als ob wir zwei ein Buffet für 10 Personen in kurzer Zeit vertilgen müssten.


Wolfgang

Ausderasche am 01 Dez 2008 02:03:56

Danke, Roman, für Deine umfassende Antwort!

Du hast mir einerseits etwas von meiner Illusion hinsichtlich der separaten Entsorgung des "Blauen" genommen. Andererseits hast Du mich hinsichtlich des Einbaus einer SOG (in meinem alten WOMO) und jetzt der Nutzung eines Festtanks ohne Chemie im neuen wieder aufgebaut. Auch wenn denn die großen Kläranlagen das "Blaue" aus unseren WOMOs locker schlucken.

@Christel

Mosel ging mir auch die ganze Zeit hier durch den Kopf. Und zwar z.B. der recht schöne, relativ natur belassene Stellplatz in K. Da läuft scheinbar alles fast auf Moselhöhenniveau in eine Grube. Dass da noch viel per natürlichem Kanalgefälle zu einer Kläranlage transportiert kann, ist fast nicht vorstellbar. Oder überhaupt ein Kanal vorhanden wäre! Und das ist auch an anderen Stellplätzen so, deren Abwassersammler fast auf Flusshöhe liegen. Bei Hochwasser wird da hoffentlich schnell ein Grubenwagen kommen. (Hoffentlich!!!). Und eigentlich taucht für mich hier schon die nächste Frage auf: WOMO-Stellplatz und z.B. 3-Kammerklärgrube ist das zulässig?

Grund der Frage: Genau wie Du hatte ich ein Gespräch mit einem Stellplatzeigner an der Mosel. Er behauptete, über 10 Jahre gebraucht zu haben, bis er die Zulassung zur Errichtung des SP hatte, weil er die Mühle durch alle landes- und wasserrechtlichen Vorschriften gegangen sei. Die meisten SPs an der Mosel seien nur von den Gemeinden genehmigt und eigentlich illegal. Eigentlich nicht vorstellbar.....nicht nur an der Mosel, sondern auch an anderen Flüssen. CPs und SPs sind immer am dichtesten dran.


Frank

Ausderasche am 01 Dez 2008 02:07:30

Danke auch, Wolfgang! Habe schon viel gelernt heute Abend!


Frank

Scout am 01 Dez 2008 02:13:10

Hallo!

abo1 hat geschrieben:… wie wäre es dann mal mit quellen statt quatschen? ..

Zuerst stünde es wohl dir zu, deine Behauptung,
… chemietoiletten sollten nicht in eine öffentliche kläranlagen entsorgt werden..
zu belegen.

Ich habe oben folgendes geschrieben:
… Die häufigsten, grünen Sanitärflüssigkeiten sind mit dem blauen Engel ausgezeichnet und biologisch gut abbaubar. Die schaden dem biologischen Prozess in einer biologischen Kläranlage überhaupt nicht. ..

Also, ich schreibe hier von der grünen Sanitärflüssigkeit.

Die grünen Sanitärflüssigkeiten sind vom Umweltbundesamt mit dem Blauen Engel, dem Gütesiegel für besonders umweltschonende Produkte, ausgezeichnet. Und das bedeutet letztendlich, dass sie sie in eine biologische Kläranlage eingeleitet werden können.

Die Definition für den blauen Umweltengel findest du hier.

Zitat aus dem Umweltlexikon-online.de
Das deutsche Umweltzeichen (Blauer siehe Umweltzeichen.Umweltengel) ist aus einer Initiative der Umweltminister von Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.Bund und Ländern vor mehr als 25 Jahren mit dem Ziel der Förderung und Kennzeichnung umweltfreundlicher Produkte entstanden.

Zitat aus Wikipedia
…Prüfsiegel/Gütesiegel für besonders umweltschonende Produkte
….wo herkömmliche Produkte die Umwelt belasten, umweltfreundliche Entwicklungen und Alternativen erkennbar machen….


abo1 hat geschrieben:… such zb auf google unter "entsorgung chemietoilette" und du findest auf den ersten sagen wir mal 50 seiten jede menge amtliche dokumente, informationen und verfahrensprotokolle ect wo es um entsorgung von chemietoiletten geht.


Wenn Du dir dann noch die Mühe machst auch zu verstehen was geschrieben steht, findest Du das da!
--> Link

Wolfgang

Ausderasche am 01 Dez 2008 02:25:25

@Wolfgang

..und das Winzerbeispiel ist bei Verspeisen eines Pfälzer Buffets mit Fleischknepp in Meerrettichsosse, Saumagen und Schiefem Sack auch gut nachvollziehbar :D


Frank

Tipsel am 01 Dez 2008 02:32:29

Und wenn wir nachgucken, wieviel Unkrautvernichter als Oberflächenwasser in den Gullis an der Mosel nach Starkregen landen.....

Ausderasche am 01 Dez 2008 02:43:08

Also wenn ich Wolfgangs Quellenangabe richtig verstanden habe:

"Als Faustregel kann von folgendem Zusammenhang ausgegangen werden: wenn die Kläranlage auf die Mitbehandlung von 20 m³ Fäkalschlamm je Tag und 10.000 EW gemäß A123 ausgelegt ist, sollten nicht mehr als etwa 2 m³ Chemietoiletteninhalte je Tag und 10.000 EW mitbehandelt werden."
heißt das, maximal 10% der Fäkalien dürfen aus Chemietoiletten stammen...das wäre ja doch (relativ) sehr viel. Hätte ich nicht gedacht.

@Christel

nicht Fingerpointing machen....die Pestizide bauen wir beim Weintrinken ab ..daher die Kopfschmerzen am nächsten Morgen :D ...die blauen Chemikalien schütten WIR ins Wasser...daher schmecken die Moselfische nicht!


Frank

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