So, wir sind zurück aus Holland. Hier mein Bericht!
Frühlingsurlaub am Veluwenmeer und Ijsselmeer
Anreisetag - Bad Hoophuizen
Wir waren schon viel mit dem Wohnmobil unterwegs und haben bereits an vielen Plätzen gestanden, aber hier fanden wir den eindeutig schönsten Stellplatz vor, den wir bisher hatten.
Mitten auf einer winzigen Landzunge, umringt vom Veluwenmeer und Schilf lag der für Wohnmobile ausgewiesene Teil des Cps. Ein traumhafter Ausblick und da wir in der Vorsaison dort waren, hatten wir die ganze „Halbinsel“ für uns alleine.
Aber irgendwo musste ja der Haken sein! Und wir entdeckten ihn auch bald- Besser gesagt: SIE – Mücken , oder wie wir uns von einem erfahrenen Camper erklären ließen, Fliegen (sahen aber aus wie Mücken, stachen aber zum Glück nicht!!!)!!!Nicht zehn, nicht hundert, nein – Tausende in riesigen Schwärmen belagerten uns und unser Mobil, so dass wir uns bald fragten, welche Farbe wohl unsere Markise hatte...
Als Alternative blieb nur eine Wahl: Am Ende der Landzunge in den Wind stellen. Die Mücken hatten wir durch dieses geschickte Manöver erfolgreich abgehängt. Denen war es nämlich zu windig. Dem Salat leider auch, der konnte den Windgeschwindigkeiten auf der Gabel leider nicht standhalten... So verbrachten wir den zweiten Abend im Mobil.
Tag 1 Bad Hoophuizen-Nunspeet
Der CP verfügt zwr eigentlich über einen Supermarkt, ein Restaurant, en Café etc, aber in der Nebensaison war alles noch geschlossen. Also kombinierten wir das Angenehme mit dem Nützlichen und machten eine Fahrradtour in das 6 km entfernte Nunspeet. Der Weg führte uns durch eine malerische Landschaft mit extrem gepflegten und liebevoll restaurierten Bauernhäusern mit wunderschönen Reetdächern und Weiden mit allen Tieren, die man sich auf dem Lande so vorstellen kann. Für unsere Tochter ein echtes Highlight.
In Nunspeet erwartete uns ein etwas größerer aber trotzdem gemütlicher Ort mit einer kleinen Fußgängerzone mit allerlei Geschäften, Cafés und Bistros. Dort kehrten wir erst mal ein um den obligatorischen Pannekoeken zu verzehren.Nach einem kurzen Geschäftebummel und Enkauf der wichtigsten Lebensmittel fuhren wir zum CP zurück, um dort den starken Wind zum Drachensteigen zu nutzen.
Tag 2 Bad Hoophuizen – Harderwijk
Heute machten wir einen Ausflug in das 10 km entfernte Harderwijk. Dort wollten wir das Dolfinarium besuchen, wohl das größte Meeressäugeraquarium Europas.WIr waren sehr gespannt und hatten bei 25 Euro Eintritt p/P auch hohe Erwartungen. Der Park war ähnlich wie ein Zoo angelegt. Die Gehege waren über ein großes Areal verteilt, verschiedene Wege führten durch die Anlage immer wieder gesäumt von Spielplätzen, Sitzgelegenheiten, Imbissbuden etc. Die meisten Gehege hatten sowohl einen Wasserbecken- als auch einen Landteil und waren allesamt sehr großzügig angelegt und auch Tiere und Wasser machten einen gesunden Eindruck. Es gab eine große Halle mit einer Kuppeldecke, in der mehrmals täglich eine Delfinshow stattfand.
So was ist vielleicht geschmackssache, aber wir fanden die Show total beeindruckend und professionell. Wahnsinn, was Tiere und Trainer dort leisteten!
Aber auch an den anderen Tiergehegen (Seehunde, Seelöwen, Walrosse, Haie und Rochen) fanden über den Tag verteilt jeweils mehrere Vorführungen statt bei denen die Tiere kleinere und größere Kunststücke zeigten. Besonders witzig war die Show der Walrosse.
Darüber hinaus gab es aber auch genug Gelegenheiten, die Tiere in ihrem „natürlichen“ Verhalten zu beobachten. Im Unterwassercafé erhielt man durch dicke Glaswände einen tollen Einblick in das Schwimmverhalten von Delfinen und Walrossen.
Tag 4 Bad Hoophuizen – Lemmer- Workum
Nach einem ganz entspannten Tag nur am Strand wollten wir nun zum Ijsselmeer weiterfahren. Als Ziel peilten wir das Hafenstädtchen Lemmer an, das wir noch von früheren Ijsselmeersegeltörns
kannten. Hier konnten wir Leonie die großen Flachbodebsegelschiffe zeigen, durch Geschäfte bummeln und an einem kleinen Fischstand stärken.
Das reichte dann auch wieder an kulturellen Eindrücken und wir fuhren weiter nach Workum zum CP „It Soal“. Leonie brauchte Sand, Wasser und einen Spielplatz zu ihrem Glück und all das gab es hier genügend. Unser Platz wurde gesäumt vom Ijsselmeer auf der einen Seite und vom Kanal der die Schiffe ins Ijsselmeer führte. Es war toll, vom Wohnmobil aus Boote u Schiffe aller Größen zu beobachten.
Mit den Fahrrad gelangten wir in zehn Minuten in den Ortskern von Workum. Ein wunderschöner kleiner alter Ort erstreckte sich vor uns, toll restaurierte alte Häuserfassaden säumten die Straßen und Gassen. Ein Platz mit Cafés, viele kleine Läden, ein Supermarkt.... alles vorhanden was man als Urlauber braucht.
Für Leonie am beeindruckendsten: Die Schleuse, in der gerade ein großes Flachbodenschiff eingekeilt war.
Tag 6 Workum – Arnhem
Da wir ja eigentlich unser neues Boot in diesem Urlaub mal mit voller Besatzung ausprobieren wollten, traten wir heute schon die erste Etappe der Heimreise an, um dies noch einen Tag lang in Arnhem an einem ehemaligen Baggersee zu versuchen. Doch Wetter und Platzverhältnisse spielten leider nicht mit und so kann ich auch nur jedem raten, diesen CP nur dann auszuwählen, wenn man dort konkrete Wassersportpläne hat, denn sonst war dort nichts! Eine völlig chaotische, zusammengewürfelte Ansammlung von Festcampern, ein Sanitärhaus am Eingang, den Begriff Spielplatz hat die Anhäufung dreier verrosteter Kletterbögen auf einer Wiese auch nicht verdient....
DAS einzige Tolle an dem Platz war ein kleines Tiergehege, in dem ein Pony, ein Lama, drei zwei Ziegen und Rehe und Enten und Gänse lebten.
Bilder gibt es hier! --> Link

