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eine Geschichte, die an's Herz geht ...


Gast am 04 Mai 2009 19:18:54

Beim Lesen dieser Geschichte musste ich doch ganz schön schlucken ... :cry:
Traurig, dass so etwas immer noch aktuell ist.


Die Geschichte von Lea

Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.

Als sie mich meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht.

Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir, ihnen auf die Nerven ginge.

So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst.

Niemand kam, um uns zu trösten.

All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen "oh, sind die süß, ich will eines ", aber dann gehen die Leute wieder fort.

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körper gewichen ist. Ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als meine kleine Schwester weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wir alles gut. Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für mich entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen.

Ich heisse jetzt Lea

Ich darf meine neue Familie auch abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts schöneres als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Ausserdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will, Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und " man kann nichts machen". Ich möchte draussen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und jäh. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.

Die tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten ! Ich kann nicht einmal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken, aber wenigstens erreiche ich ihre Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich......Gott sei dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.

Ein Traum: Ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer grossen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie "Auf Wiedersehen" auf die einzig mir mögliche Weise: Mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.

Viele glückliche Jahre wollte ich mit euch verbringen, es wollte nicht sein. Statt dessen habe ich euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.

Lea

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GoldenAisha am 04 Mai 2009 23:36:28

Ja, eine traurige Geschichte, aber leider Gottes immer wieder wahr. Solange es nicht gelingt, diesen Vermehrerfarmen bei uns und im Ausland den Hahn abzudrehen, wird es diese "kleinen Lea's" immer geben.

Wir haben selbst seit ungefähr 2 Wochen so eine Vermehrerzuchthündin bei uns aufgenommen; sie kam total verdreckt und verängstigt vor einigen Wochen in Deutschland an und wurde durch eine Pflegestelle erst einmal etwas aufgepäppelt, nun ist sie bei uns und versucht sich einzugewöhnen und Spass am Leben und an der Freiheit zu haben.

Es wird noch ein langer Weg werden, ihr zu zeigen, dass man uns Menschen auch vertrauen kann.

Gast am 05 Mai 2009 14:02:04

@Fredl
das liest sich sooooo traurig :cry: :cry: :cry:
da merke ich mal wieder wie gut es Lotte hat.

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Gast am 05 Mai 2009 15:10:04

GoldenAisha hat geschrieben:Solange es nicht gelingt, diesen Vermehrerfarmen bei uns und im Ausland den Hahn abzudrehen


Was ist eine "Vermehrerfarm"?

Tipsel am 05 Mai 2009 15:34:11

Damit sind wohl die illegalen Züchter gemeint, die aus reiner Profitgier wahllos züchten und die Tiere mitunter aus dem Kofferraum heraus und auf Märkten verkaufen.

pilote600 am 05 Mai 2009 15:52:54

Hallo,
ja "vermehrfarmen" sind orte an denen Hündinne ohne ende werfen sollen, so oft es eben die natur zulässt werde sie gedeckt und die welpen dann verramscht.

Ob das illegal ist, in D vieleicht, aber im Ausland???? Es ist auf alle Fälle zu verachten, und auf keinen Fall sollte, nein darf man aus Mitleid solche Welpen kaufen, um wenigsten den zu retten, den damit schafft man Platz für den nächsten Wurf, und Anreiz an diese Menschen immer weiter so zu machen.

Ein Apell an alle:
Kauft entweder bei ordentlichen Züchtern, die nur 1 Rasse züchten, und sich auf dieser auch auskennen, oder nehmt Rückläufer (böses WOrt, gemeint sind Hunde die aus Allergiegründen, Überforderung oder ähnlichem abgegeben worden sind) aus dem Tierheim. Auch sind Tierschutzorganisationen imho nicht vorbehaltslos zu empfehlen, denn die holen oft durch Aufkäufe Hunde aus solchen Zuchtstationen, um eben wenigsten diese zu retten, doch das ergebniss .... s.o.

Gast am 05 Mai 2009 16:11:06

Scheinbar gibt es nichts, aus dem entmenschte Gestalten nicht doch noch einen Cent machen.

Seien es Subprime-Kredite oder Welpen.

Widerlich.

GoldenAisha am 06 Mai 2009 21:43:02

Tipsel hat geschrieben:Damit sind wohl die illegalen Züchter gemeint, die aus reiner Profitgier wahllos züchten und die Tiere mitunter aus dem Kofferraum heraus und auf Märkten verkaufen.


Ja Christel, so ähnlich geht das da ab. Rümie, unsere Cocker-Hündin, die wir für unsere Mutter geholt haben, hat 3 1/2 Jahre lang nichts anderes gesehen, als einen Verschlag und wenig Tageslicht. Eigentlich hat sie noch Glück gehabt, manche Hündinnen müssen 9 oder 10 Jahre in solchen Verschlägen leben, bevor man sie vom Zuchthündinnendasein erlöst.

GoldenAisha am 06 Mai 2009 21:46:52

aldebaran hat geschrieben:Scheinbar gibt es nichts, aus dem entmenschte Gestalten nicht doch noch einen Cent machen.

Seien es Subprime-Kredite oder Welpen.

Widerlich.
:zustimm: :zustimm: . Die Hunde aus solchen Vermehrerfarmen kosten bedeutend weniger, deshalb werden sie gerne gekauft und der Markt weiter angekurbelt.

GoldenAisha am 06 Mai 2009 21:48:05

Uuuups, Signatur vergessen!

aldi68 am 07 Mai 2009 00:00:50

Ich bin schockiert.
Auch ich kannte diese "Vermehrfarmen" nicht. Der Mensch ist schlecht und grausam......schon schlimm zu lesen, dass es Leute gibt, die es vor dem eigenen Gewissen verantworten können, solche Tiere zu kaufen und somit diesen Handel noch ankurbeln.
Andererseits......ist es den Käufern immer bewußt, woher diese Tiere kommen???

Tipsel am 07 Mai 2009 00:08:43

Nein, genau wie du sind die nicht informiert. Aber billig sind die Tiere allemal. Also geiz ist geil.

tiiger am 07 Mai 2009 00:54:55

*tränewegwisch*

Solange es Menschen gibt, die billige Rassehundewelpen kaufen, egal wo diese herkommen, wird es leider diese "Vermehrer" geben.

Auch wenn es schmerzt, man sollte niemals aus Mitleid einen Welpen aus einer dieser sogenannten Zuchten kaufen.

Die Hunde werden grausam gehalten, die Welpen viel zu früh von der Mutter getrennt, medizinisch nicht betreut und auf Krankheiten getestet...
Prägung ist für diese Leute ein Fremdwort und diese Hunde haben neben körperlichen Beschwerden und Krankheiten meistens auch einen psychischen Schaden.

Leider informieren sich Kaufinteressenten oftmals nicht und fallen auf diese grausamen Hundehändler rein.

Habe übrigens schonmal eine Internetseite gesehen, wo man sich per Post seinen Welpen bestellen kann.... einfach grausam !

Also.... AUGEN AUF BEIM HUNDEKAUF !!!


susan

Gast am 07 Mai 2009 06:35:32

Ich hatte schon lange keine Tränen mehr in den Augen aber eben war es soweit :cry: :cry: :cry: :cry:
Traurig :cry: da es ja eine wahre Geschichte ist.

Ich hatte mal eine Diskusion mitbekommen wo ein Hundehalter sein Gegenüber fragte ob er keine Tiere mag :?:
Die Antwort hatte mir die blanke Wut hoch getrieben :argue:

Die Antwort war"Doch natürlich mag ich Tiere,wenn sie gut gebraten auf dem Teller liegen" Sorry da fehlen mir die Worte :explodieren:

FrankundMone am 07 Mai 2009 08:11:36

Ein Bekannter von uns hat auch unwissentlich so einen Hund gekauft. Kam vom Bauernhof, hört sich ja gut an. Aber was in den Ställen los war, sah ja vorn auf dem Bauernhof niemand. Die Kleine war total verdreckt, verfloht und vermilbt. Er hat sie aus Mitleid mitgenommen. Es geht ihr jetzt wunderbar und sie ist physisch gesund - allerdings hat sie wohl psychisch einen Knax weg. Sie hat wahnsinnige Panik vor Menschen.

@ solveig: deine Signatur ist ja sooooooooo wahr!!!!!

Fee am 12 Mai 2009 10:35:13

In Wuppertal oder Umgebung gibt es auch so einen "Vermehrerhof"
Ganz viele Rassen und Mixe in Pferdeställen. Insider sagen dass der Hofbesitzer die Hunde aus Polen holt. Einfach schrecklich.
Diese Hunde sind nicht sozialisiert, nicht geprägt, werden ihrer Mutter viel zu früh weggenommen (vor der 8. Woche) Es wurden weder Untersuchungen noch Impfungen etc durchgeführt. Das ist wirklich tragisch.
Aber solange es Menschen gibt die so wenig wie möglich Geld für ein Tier zahlen wollen, wird es immer so weiter gehen.
Wobei diese Menschen nicht weiter denken....die Folgekosten z.b. hohe Tierarztkosten werden nicht bedacht. Man braucht nur die Tierärzte in Wuppertal und Umgebung fragen. Diese Hunde und deren Besitzer sind dort Stammgäste und lassen viel Geld da.

aljosa am 12 Mai 2009 12:32:12

Von diesen Händlern habe ich schon einiges geslesen. Zum Glück konnte ich noch keinen betreffen. Ich glauben, würde mir so ein Ar...och ein Welpen anbieten oder ich würde dies mitbekommen, müsste man mich mit einer überdimensionalen Zeckenzange von ihm lösen.

Cattle-Mobil am 12 Mai 2009 12:44:49

Hallo Aljosa,

Wenn Du so etwas erleben willst, fahr doch einfach mal an Polnischen

Grenze. Auf fast allen polenmärkten findest Du Hunde/Katzenverkäufer.

Oder lies am Samstag die Zeitung, unter Tiermarkt findest Hundeverkäufer

die 3 bis 4 Arten verkaufen wollen.

Wie hier schon geschrieben, Geiz ist geil, leider auf Kosten der Tiere

GoldenAisha am 14 Mai 2009 22:45:38

Heute über unsere Tierschutzorga bekannt geworden, für die ich aktiv bin:

"19 Welpen auf der A3 beschlagnahmt

--------------------------------------------------------------------------------

Stand heute bei uns in der Zeitung.

Die armen Welpen waren auf dem Weg von Ungarn in die Niederlande bei Würzburg von der Polizei entdeckt worden. Da sie nicht gechipt waren, konnten sie beschlagnahmt werden.

Sie werden jetzt im Würzburger TH aufgepäppelt. Hoffentlich überstehen
alle diese wahnsinnige Reise."

Da kann man nur mit dem Kopf schütteln und hoffen, dass noch mehr von diesen illegalen Transporten auffliegen!

GoldenAisha am 14 Mai 2009 22:50:10

Cattle-Mobil hat geschrieben:Hallo Aljosa,

Wenn Du so etwas erleben willst, fahr doch einfach mal an Polnischen

Grenze. Auf fast allen polenmärkten findest Du Hunde/Katzenverkäufer.

Oder lies am Samstag die Zeitung, unter Tiermarkt findest Hundeverkäufer

die 3 bis 4 Arten verkaufen wollen.

Wie hier schon geschrieben, Geiz ist geil, leider auf Kosten der Tiere


Ja, mittlerweile werden sie schon auf Parkplätzen bei deutschen Discountern verhökert. Ich hab leider noch keinen Verkauf gesehen, höre es immer nur. Falls ich einen sehen sollte, bräuche ich wohl einen Rechtsanwalt, der mich vertritt, in Sachen Körperverletzung.

Bergbewohner1 am 15 Mai 2009 20:09:53

Traurig aber wahr, es wird noch besser werden, die Amtstierärzte schauen doch auch gern drüber weg.

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