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Wasser im Frankia


Bodenseenessie am 20 Jun 2009 22:51:02

Hallo zusammen,

ich bin mal wieder bei meiner Lieblingsbeschäftigung, meinen alten Frankia abdichten. Es ist ein Frankia, integriert, TR630 von ca. 1990; EZ 1992. Diesmal ist es die rechte obere Seite am Übergang zwischen Frontschale und Seitenwand. Ich habe die Nahtstelle vor 3 Jahren mit reichlich Sikaflex, dem UV beständigen abgedichtet. Das Wasser war aber schon drin und kam leider auch nicht mehr raus. Nun habe ich wieder eine Möglichkeit (Platz und Zeit) das ganze richtig zu machen.

Leider ist das Blech (ALU Waffel) bereits so stark angegriffen, dass es von innen stark frisst und aufbricht. Ich habe jetzt von innen geöffnet, so schlimm sieht es gar nicht aus. Das Holz ist weitgehend trocken, die Innenverkleidung war fest. Aber direkt unter dem Alu ist es von oben her nass. Sieht man auf dem Bild, wo das ALU dunkel ist. Das Holz drüber ist aber noch so gut, dass ich es drin lassen möchte. Scheint auch kein normales Holz zu sein, sondern schichtverleimtes. Da ist aber auch das Hubbett aufgehängt. Mein Plan ist nun, innen die Verkleidung sauber abzumachen, das EPS gegen XPS zu tauschen, dann das Blech außen abzumachen im vorderen Bereich und neues Blech (hab ich) wieder drüber zu kleben.

Fragen an Euch: Wie kriege ich das Blech sauber abgeschnitten? Ich würde dann das neue Blech ca. 6-8 cm überlappen und mit 2-4 kleinen Schrauben den Stoß gegen erneutes Öffnen sichern. Wie kriege ich das alte Blech unter dem Stoß zur GFK Frontschale raus?
Schwierig war der Abbau des Hubbettes. Immerhin sind da 2 Gasfedern mit je 110 kg Druck verbaut. Aktuell sind die noch in dem Gestell eingespannt aber ganz ausgefahren. Wie krieg ich das Ganze wieder zusammen?
Noch ein paar Bilder (hoffe dass es klappt)

Schon mal vielen Dank
Uwe

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turbokurtla am 21 Jun 2009 10:50:57

Tag
Ich gehe davon aus, dass du nur dieses dreieckige Blech rausmachen willst. So wie es ausschaut ist da doch auch senkrecht ein Blechstoß unter dem Sika.
O.K., mach die darunterliegende Leiste ab. Das Blech müsste eigentlich da drunter eine Überlappung zum unteren haben. Dann machste das dreieckige Teil raus. Eine neues Blech mit Blechschere genau zuschneiden. Unten muss es wieder überstehen. Dann mit Caravankleber draufkleben.
Keine Schrauben !
Ja, senkrecht und oben kommt dan wieder eine Sika naht und unten die Leiste über den Stoss.
Deine innen reparierte Fläche muss aber größer sein, also so einen Versatz nach hinten z.B., sonst hält das ganze nicht. Lieber etwas mehr Holz mit Verbindung zur restlichen Wand einbauen.
Kurt

Bodenseenessie am 21 Jun 2009 12:18:30

Hallo Kurt,

schönen Dank dass Du Dich meldest, Deine Erfahrung macht alles viel leichter.
Die gesamte Seitenwand ist mit 3 Blechstreifen aufgebaut, die oberste, die aktuell betroffen ist ist leider von vorne bis hinten durchgehend. Da ich nicht alles abmachen möchte, will ich eben nur das betroffene Teilstück abmachen. Stoß will ich in Verlängerung der Frontschürze machen.
Mit welchem Werkzeug würdest Du das alte Blech schneiden?? Wie puhlst Du das alte Blech unter dem Stoß zur Frontschürze raus oder soll ichs drin lassen?. Klar die Leiste über dem Fenster deckt den Stoß zum nächsten Blech nach unten ab, die Leiste mach ich ab und bau Sie wieder sauber ein.

Vielleicht ahst Du noch nen guten Tipp für die Gasfeder zum Hubbett, vor den 110 kg Druckkraft hab ich guten Respekt.

Die Stelle scheint übrigens ne generelle Schwachstelle zu sein, auf der anderen Seite war schon mal dasselbe, wurde vor 8 Jahren von einem "Profi" repariert.

Vielen Dank
Uwe

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Bodenseenessie am 21 Jun 2009 21:37:08

Ich habe jetzt das Blech abgeschnitten, es ging ganz gut mit dem Cuttermesser und einer starken Klinge. Selbst das Blech unter dem GFK ging recht problemlos rauszuziehen. Der Grund dafür war aber leider, dass es da nass ist. Damit habe ich auch die Ursache für den Wassereinbruch gefunden. Oben auf dem Dach ist eine normale Abdeckleiste, die den Übergang zwischen Dach (Alu) und GFK Frontschürze abdeckt. Die ist undicht. Dann läuft es an dem oberen Holz entlang bis es an der A-Säule runterläuft. Leider ist an dem oberen Holz auch das Hubbett verschraubt und das wurde so langsam instabil.
Zu dumm, dass ich gerade beim verkleinern das Bild vom geöffneten Aufbau zerschossen habe.
Ganz gut ist das obere massive Holzstück, in dem das Hubbett verschraubt ist. Das ist schichtverleimtes Sperrholz. Dem hat das Wasser kaum was geschadet, nur da wo das Blech stark korrodiert war ist die 1. SChicht nass und löst ab. Alles andere ist fest und trocken. Ich werde noch 3 Verstärkungen einbauen und das Fenster ausbauen und diel Leisten nach weiter unten begutachten. Hatte aber schin mit schlimmerem gerechnet.

Bitte, wenn Ihr einen Tipp habt, wie die Gasfeder wieder gespannt werden kann, gebt mir einen Rat.

Vielen Dank
Uwe

turbokurtla am 22 Jun 2009 09:51:25

Ja, ja,
schneid ich auch nur mit dem Cuttermesser. Geht ganz einfach.
Neues Blech mit ganz kleinem Spalt seitlich und oben zuschneiden und so reinkleben. Diesen Spalt abkleben und mit weißem Sika bündig ausfüllen. Also keine Wulst draufmachen.
Deine Feder kannste ev. mit einer Schraubzwinge sichern, oder falls schon entspannt ausgebaut, damit die Spannung wieder herstellen.
Kurt

Bodenseenessie am 30 Jun 2009 09:03:18

Hallo Kurt,

unser steirischer Juni Monsun hat die Arbeiten leider ziemlich verzögert, das Fzg. steht im Freien und ich kann nur dran arbeiten, wenn ich zu Hause bin und es mal nicht regnet.

Das tragende Holzgerüst habe ich wieder reingeklebt, so gut es geht die Verbindungen ausgeklinkt und überlappt verklebt. Vorne an der A-Säule sind inzwischen "Knotenhölzer" zur Verstärkung dazu gekommen.

Kurt, zum neuen Blech. Ich würde eher das neue Blech ca. 10 cm über das alte Blech drüberkleben, um eine möglichst große Überlappung zu bekommen und damit eine sicher dichte Verklebung zu erhalten. Blech auf Blech mit ICEMA verkleben und die letzten 2 cm mit einem Streifen Sikaflex 222 UV kleben. Dann nochmal anschließend eine kleine Wulst Sikaflex 222 UV drüber, damit es auch wirklich dicht ist.

Deine Lösung ergibt sicher die bessere Optik, spricht bzgl. Dichtheit irgendetwas gegen den Vorschlag mit Überlappung?

Das Sika 222 UV ist recht schwierig zu bekommen, lokaö sogar bei der Sika Niederlassung gar nicht (1 Palette würden die bestellen!) übers Netz kriege ich jetzt 3 Kartuschen als min. Menge. Mit dem normalen 221 weiß habe ich wg. UV Verträglichkeit schlechte Erfahrungen, nach ca. 3 Jahren im Freien wird das spröde und bekommt Risse. Mit 251 UV sieht es nach 3 Jahren noch aus wie gestern gemacht und war absolut dicht und flexibel.

Schönen Dank
Uwe

turbokurtla am 30 Jun 2009 10:17:55

Nein Uwe.
Was drüber, noch was drüber und dann noch was drüber !
Das schaut ja dann aus wie bei Hempels unterm Sofa !
Wenn man seitlich entlang schaut wird dann Beule neben Beule sein !
Machs so wie ich gesagt hab, und ich versprech Dir, es ist 100 % dicht. Wenn Du sauber und plan arbeitest siehst gar nix mehr.
Grundsätzlich läuft an Seitenwänden schon mal fast gar nix rein, weil sie senkrecht ( läuft sehr schnell ab ) sind und nur so hinwehender Regen rankommt.
Das ist was ganz anderes als Bug/Heck und Dach. Da läuft alles was über die komplette Fläche draufregnet daran ab. Selbst Tau. Und meist immer an den gleichen Stellen.
Kannst es mir wirklich glauben, ich hab schon sehr viele seitliche Bleche so gestückelt.
Kurt

Bodenseenessie am 11 Jul 2009 23:31:45

So es ist nicht gerade prachtvoll aber immerhin vollbracht.

Der mitteleuropäische Monsun hat das ganze leider etwas verzögert aber jetzt ist alles wieder dicht.
Ich habe das Blech doch ca. 10 cm überlappt, damit ist die Fuge die direkte Verlängerung der Frontschürze. Das doppelte Blech ist nicht zu erkennen. Die Stelle, an der das Blech direkt auf Holz und XPS geklebt ist ist etwas wellig, aber das ist bei dem 19 Jahre alten Womo nicht weiter schlimm.
Innen sollte man erst den Himmel kleben, dann das Hochbett einbauen und erst am SChluss das Fenster einbauen. Der Kleber zum kleben das Himmels gast gewaltig, man steht immer in Lösungsmitteldämpfen. Da ist es besser wenn kein Fenster drin ist, gibt besseren Durchzug. Dann das sperrige Hochbett, ist beim Drehen schon ziemlich schwierig. AUßerdem können die Segerringe zur Sicherung einfacher gesetzt werden. Erst am Schluss das Fenster rein. Ich habe leider zuerst das Fenster eingebaut, da die Reparatur im Freien stattfand und es fast jeden Tag regnete und das sehr heftig.
Innen sieht man kaum etwas, da ich fast alle Stöße unter Leisten und Abdeckungen legen konnte.

Nach dem Urlaub kommt dann die andere Seite dran, die ist hoffentlich nur unten nass.
Der Caravankleber ist genial, er schäumt ein wenig auf und läßt sich auch nach Tagen noch gut aus der Tube verspritzen, wenn das oberste Ende herausgepult wurde.

Vielen Dank für die kompetente Unterstützung Kurt, so habe ich das Ganze doch deutlich zielstrebiger abarbeiten können. Ist einfach beruhigend, wenn man weiss, dass es richtig ist, was man tut.
hier noch ein paar Bilder

Beduin am 12 Jul 2009 07:11:54

Sauber geschafft, sieht gut aus :daumen2:

Gast am 12 Jul 2009 09:43:13

Jawohl sieht gut aus, aber wie hast du denn jetzt die Gasdruckdämpfer wieder gespannt?

Bodenseenessie am 12 Jul 2009 10:57:33

Hallo Ina,

wenn ich gescheite Fugen machen könnte würds besser aussehen, aber das schaff ich einfach nicht. Sieht bei mir immer aus wie Hund, trotz abkleben und Profi Glättmittel, ich kann das einfach nicht.

Die Feder hängt in einem Gestell, das lose Ende an einem Arm, an dem das bett hängt. Wenn das Gestell fest eingespannt ist, kann man an dem Arm die Feder spannen. Problem war, dass das feste Ende an der Wand verschraubt werden musste, das freie Ende in entspanntem Zustand aber nicht unter die Decke passte. Ich hab das freie Ende ausgehängt, 1 schraube rein, dann eine 2. Schraube mit 6Kantkopf genommen, die ebefalls halb eingedreht, die 2. war hinter der Feder versteckt und konnte mit Kreuzschlitz nicht gegriffen werden. Dann mit ziemlich würgen und halb verdrehen die Feder in den Arm eingehängt, Frau vorsichtig am freien Ende ein wenig gespannt, ich die Schrauben ganz reingedreht, weitere SChrauben rein und am Ende die Feder runtergespannt und alle Schrauben rein.
Mit Schraubzwinge keine Chance, man kann die Feder nicht packen.

Bodenseenessie am 12 Jul 2009 11:00:30

Hoppala, da war ich zu schnell.

Hoffe, die Erklärung ist ausreichend, Ernesto, am lebenden Objekt wirds klar.

Vielen Dank nochmal an Kurt, mit seinen Tipps ist das einfach klasse.

aus der sonnigen Steiermark

Uwe

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