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hallo
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reisebericht peloponnes


901red am 21 Jun 2009 20:31:22

hallo,
unser reise bericht ist nun fertig.

habe nun 3x versucht den text hier einzukopieren, jedoch kommt jedes mal eine unverständliche fehlermeldung.

schade.

wer mag kann den gesamten bericht inkl. aller fotos, videos und links die hier so oder so den rahmen sprengen würden mit einem klick auf den button SITE (siehe unten) lesen.

viel spass, und ein großes danke an meine frau für die vielen stunden der arbeit und ihre mühe 8)

o.

ps: falls jemand weiss wie man zu mindest den text hier herein kopieren kann ohne fehlermeldung, der möge sich doch bitte melden.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Tipsel am 21 Jun 2009 20:35:59

Vielleicht musst du nicht den ganzen Text auf einmal reinkopieren, sondern nur Abschnitte, und dann die Bilder anhängen.

Ich versuch mal zum Test:

ETAPPE 1: Der Hinweg
(Düsseldorf, Lago Maggiore, Fano, Ancona)



Mittwoch abend, 20.5.

Es geht los. Und zwar mit Stau. Was auch sonst, vor dem langen Wochenende. Die ersten 100km legen wir quasi im Schneckentempo zurück, danach geht es dann Gott sei dank zügig weiter. Diesmal sind wir ordentlich beladen: inkl. Roller und Schlauchboot liegt unser sonst eigentlich keilförmig nach vorne geneigter Großer nun gerade auf der Straße. Mal schauen wie sich das so an den steilen griechischen Straßen verhält.

(Das Thema Roller hat uns die letzten Wochen vor dem Urlaub ohnehin mehr als gewünscht beschäftigt, mehr hier ->

Wir haben uns für den Weg durch die Schweiz (d.h. über Basel) entschieden, dies ist nicht nur schneller für uns sondern mit einem zGG 4,5 Tonnen Tandemachser auch erheblich günstiger als Beispielsweise der Weg über Österreich mit der Go-Box.

An der Schweizergrenze heißt es also erst mal Schwerlastabgabe (32CHF) entrichten. Die Formalitäten sind in 5 Minuten erledigt und es geht direkt weiter.

Unser Ziel für heute: wir wollen runter bis zum Lago Maggiore, genauer gesagt bis Locarno.

Ein heres Ziel (immerhin 780 km) wie wir merken, denn ab der Schweizer Grenze setzt die Müdigkeit ein. Es ist mittlerweile 2 Uhr, und die Strecke zieht sich wie Kaugummi. Endlich kommen wir in Locarno an, den Stellplatz finden wir dank guter Beschreibung aus dem Internet sofort. Der eigentliche Platz ist leider schon voll, aber (wie auch im Netz beschrieben) es gibt am Straßenrand noch eine Reihe von Plätzen. Todmüde fallen wir nach ca. 9 Stunden fahrt ins Bett.

Erkenntnis des Tages: 9 Stunden Fahrt sind das absolute Maximum, zumindest in der Dunkelheit.

901red am 21 Jun 2009 20:54:42

Donnerstag / 21.5.

Obwohl eine kleine eher unscheinbare Straße, so werden wir dennoch durch eine Reihe vorbeirasender Autos geweckt, später kommt noch eine unüberhörbare Lautsprecherdurchsage dazu. Wie wir später feststellen, liegt ein großes Stadion in direkter Nachbarschaft.

Ein erster Blick auf den Stellplatz: wir stehen direkt an einem großen Park, in dem es einige Bänke und einen öffentlichen Grillplatz gibt. Auf der anderen Seite wie erwähnt eine Durchgangsstraße (dadurch ordentlicher Geräuschpegel), daneben einige Wohnhäuser. Kein Highlight, aber ganz ok. Selbst ein WC das zur Entsorgung genutzt wird, ist keine 50 Meter weiter. Gezahlt wird am Automaten (ca. EUR 7 für 24 Stunden)


Blick auf den Stellplatz


Unser Womo am Straßenrand



Wir überlegen ob wir zum nahegelegenen CP Delta fahren, und machen eine kurze Visite: der gesamte Strandabschnitt ist mit einem Bauzaun abgesperrt, ansonsten scheint der Platz sehr nett, aber: sage und schreibe 50 CHF wollen sie haben! Das ist es uns nicht wert, so entschließen wir auf dem SP zu bleiben. Erstmal einen frischen Kaffee. Danach geht es zu Fuß auf Erkundungstour nach Locarno. Der Weg führt am See entlang, und bietet so einen ersten Ausblick auf das traumhafte Bergpanorama. Der Lago Maggiore ist wirklich ein schönes Fleckchen Erde. Noch ist es etwas diesig und bewölkt, aber bereits angenehm warm und mild.


Oli am See, im Hintergrund Locarno

Ca. 10 min später sind wir im Zentrum angekommen. Die Altstadt ist sehr ansehnlich: viele alte Häuser, kleine und größere Gassen, viele Cafes und Restaurants. Heute ist – wie jeden Donnerstag - Markt, der quer durch die Altstadt geht. Nachdem wir ein bisschen über den Markt und durch die Gassen gebummelt sind, gibt es noch einen Kaffee am Piazza Grande.


Markt in Locarno


Das Castello Visconteo am Rande der Altstadt


Cafe am schönen Piazza Grande



Später entdecken wir in einer Seitenstraße die sog. Standseilbahn die hoch hinauf führt – für so was bin ich ja immer zu haben (Oli muss mit ). Ca 12 CHF für 2 Personen (Hin und Rück) und los geht’s.

Oben angekommen bietet sich ein weiter Blick über den See. Von hier aus kann man noch höher fahren, jedoch wird es ab hier richtig teuer. Deshalb machen wir uns auf zur Kirche Madonna del Sasso, und entschließen, den Abstieg per pedes zu bewältigen. Ein gut ausgebauter, wenngleich stellenweise schmaler Weg führt hinab ins Tal, durch eine grüne Oase, mit unzähligen Bäumen und einem kleinen Bach mittendrin.


Madonna des Sasso von oben


Der Fußweg runter


Madonna des Sasso von unten



Unten angekommen geht es noch an die Strandpromenade von Locarno. Diese besteht eigentlich nur aus einem langen asphaltierten Weg am Ufer entlang. Hier und da reihen sich einige Straßenhändler aneinander, verkaufen Crepes oder selbstgemachte Köstlichkeiten. Viele Leute genießen das angenehme Wetter, liegen auf den angrenzenden Wiesen, im Park, oder auf den großen Steinen am Ufer in der Sonne. Wieder bietet sich ein atemberaubendes Bergpanorama. Der letzte Schnee liegt noch auf den Bergspitzen.


Ufer in Locarno

Doch etwas müde von der anstrengenden Nacht geht es zurück zum Womo.

Nach einer kleinen „Mittagspause“ werden die Räder startklar gemacht, denn Ascona wartet auf uns (laut div. Führer ein kleines, sehenswertes Örtchen). Nur etwa 10 bis 15 min sind es bis dort. Wieder bietet sich der Blick auf die Berge, dieses Mal auf der anderen Seite (ohne See), nicht minder schön, da sehr grün, mit vielen kleinen Bergdörfern.

Ascona ist – mit einem Wort gesagt – beeindruckend. Ein wahres Bilderbuch-Dorf. Malerisch durch und durch. Eine perfekte Promenade, eine schattenspendende Baumallee, kleine Häuser, viele farbenfroh, kleine bunte Fensterläden, nette Cafes und Restaurants, mit kleinen Terrassen, und Blick auf den See. Beeindruckend auch die wirklich unzähligen Gassen, in jeder kleine Läden und Boutiquen, viele Passagen mit erneut kleinen Geschäften, schmale Hinterhöfe mit niedlichen Cafes. Der Ort ist insgesamt deutlich schicker als Locarno, sowohl die Aufmachung als auch die Leute. Authentischer ist da sicher Locarno.


Uferpanorama in Ascona


Asconas Promenade



Wir genießen den Blick auf die Berge. Mittlerweile hat sich die Sonne durchgesetzt, und es wird richtig warm - obwohl erst Mai ist. Insgesamt ist schon ordentlich was los, trotz Nebensaison (könnte allerdings auch am langen WE liegen).

Mit dem Rad geht es dann wieder zurück zum Womo. Es ist nun richtig heiß, geradezu drückend. Da es draußen nun kaum mehr auszuhalten ist (und Oli Hummeln im Hintern hat, und naja, der SP zwar ok, aber eben nicht am Wasser ist) entschließen wir, aufzubrechen.

Als zweites Ziel für den Hinweg haben wir uns Fano in Italien ausgeguckt, da es hier auch Stellplätze am Meer geben soll. Wie erwartet gibt es etwas Stau um Milano, sonst kommen wir gut voran, die ca. 500 km schaffen wir in ca. 5,5 Stunden (mit einer Maut von ca. 26 EUR). Um ca. 22:30 Uhr kommen wir am SP an. Der liegt direkt am Meer (nur durch eine Straße getrennt), ein offenes Gelände, auf dem wir noch einen Platz in erster Reihe ergattern. Der Platz ist insgesamt nicht wirklich voll (10-15 Mobile, drauf passen bestimmt 50-60).


Stellplatz in Fano

Erkenntnis des Tages: es geht nichts über einen Stellplatz am Meer!



Freitag / 22.5.

Aufwachen und Blick auf‘s Meer – schöööön! Der nicht zu unterschätzende Lärmpegel (Straße von vorne und Bahnlinie von hinten) hat uns wider erwartend beim Schlafen nicht gestört (vielleicht war es das Adrenalin durch die Freude über einen Meerplatz )

Der Platz ist insgesamt nett, wenn auch einfach. Die Fläche besteht aus Schotter und Rasen. Die Gebühr von EUR 7,- wird einfach in einen kleinen Schlitz am Häuschen eingeworfen. Dafür gibt es keinen Strom, keine Entsorgung, aber zumindest Wasser und Außendusche. WC-Entsorgung kann (sofern keine Chemie) auf den öffentlichen WC-Häuschen direkt neben dem Platz vorgenommen werden. Auffällig: es ist wirklich deutlich wärmer als am Lago Maggiore, man könnte auch sagen: richtig heiß, und das schon morgens. Also: erstmal ins Meer. Dieser hat „nur“ Kiesstrand zu bieten, aber im Wasser gibt es dafür feinen Sand.


Oli im Meer; neben ihm: sein Schuh


Stellplatz von der Straße aus


Das Kassier-Häuschen, links daneben gibt es Frischwasser



(für optimale Darstellung einfach “HQ” im Videofenster unten rechts aktivieren)



Später geht es dann nach Fano. Wie wir merken ist der Stellplatz schön zentral – bis zur Promenade sind es gerade mal 5 min, bis ins Zentrum ca. 10. Die Promenade ist bestückt mit unzähligen Cafes, Bars, Restaurants, eins nach dem anderen. Dazu eine Reihe von Hotels. An den Schirmreihen am Strand erkennt man schnell, was hier zu Hauptsaison los sein muss. Die Saison hat noch nicht begonnen, so werden noch diverse Vorbereitungen getroffen (Mülleimer aufgestellt, Schirme in Reih und Glied gebracht, neuer Kies angeschüttet).


Die Strandpromenade



Die Promenade ist ansonsten eher durchschnittlich, so dass wir uns ins Zentrum durchschlagen. Das „Centro“, die Altstadt, hingegen, ist ein echtes Highlight, und will so gar nicht zu dem touristischem Strandteil des Städtchens passen. Man läuft durch die alten Gassen, vorbei an unzähligen restaurierten Häusern, viele Läden, hier und da ein kleiner Platz, auf einem ist heute Markt. Insgesamt ist es hier fast gar nicht touristisch, man trifft hauptsächlich Einheimische. In einer der Seitengassen erspähen wir einen Supermarkt dem wir natürlich einen Besuch abstatten.


Im Zentrum der Altstadt


Oli schwer beladen :)

Danach geht es zurück zum Womo. Mittlerweile ist es wirklich unsagbar heiß, geschätzte 35 Grad – und das um 11 Uhr morgens!! So kann man es eigentlich tagsüber nur im Wasser aushalten. Selbst der Schatten verschafft aufgrund des fönartigen Windes keine Abkühlung. Das Meer ist übrigens erstaunlich warm für diese Jahreszeit (unser neues Wasser-Thermometer misst stolze 22 Grad)


Am Land Kies, im Wasser aber Sand



So verbringen wir den Rest des Tages mit Plantschen. Gegen Nachmittag wird der Roller von der Bühne geholt. Wir fahren bis zum nördlichen Ende von Fano, wo sich die Armada von Hotels, Restaurants und Sonnenschirmparks fortsetzt. Am Zentrumsrand entdecken wir einen weiteren Womo-SP (der eine komplette V/E-Station bietet). Zudem besuchen wir auch den zweiten Stellplatz am Meer, der weiter südlich liegt. Er gefällt uns weniger, da mitten in einem Wohngebiet und zudem deutlich weiter weg vom Zentrum. (Einziger Vorteil: keine Hauptstraße zwischen Platz und Meer; die Bahn hört man hier aber genauso). Noch weiter südlich entdecken wir ein „Auchan“ Schild Ein großer Supermarkt, dazu noch klimatisiert – genau das richtige für uns!

Gegen Abend wird der Platz plötzlich voller: unzählige Italiener quartieren sich ein, die sich offensichtlich fast alle kennen, und sich viel zu erzählen haben. Auch die Dame vom SP ist nun da, und stimmt fröhlich in die Unterhaltungen mit ein. Langsam wird es etwas kühler und Wind kommt auf. Endlich.

Erkenntnis des Tages: An solch eine extreme Hitze muss man sich erst gewöhnen!

Und: Italiener haben sich irgendwie immer was zu erzählen!



Samstag / 23.5.

Noch ist es bewölkt, man merkt aber, dass es schon wieder heiß wird. Also, ab ins Meer. Nach einem weiteren kleinen Spaziergang in den Ort (zwecks aktueller Bild-Zeitung & Baguette) werden so langsam die Sachen gepackt. Wasser füllen wir am SP auf, für die Entsorgung fahren wir noch einmal zu dem SP am Zentrumsrand.


Entsorgungsstation



Statt über die Autobahn entschließen wir, die Küstenstraße nach Ancona zu fahren. Auf dem Weg reiht sich ein Hotel an das nächste, ergänzt durch diverse Campingplätze. Und: natürlich allesamt an der wohl bekannten Bahnlinie.

Ca. 70km später kommen wir zum Hafen von Ancona. Die Stadt ist schon groß, sieht aber recht nett aus: viele alte, kleine bis mittelgroße Häuser. Der „Porto“ ist gut beschildert, wenn gleich man zuerst zum Ticket Check-in muss (was wir natürlich prompt falsch gemacht haben) und erst danach zum Gate. Immer noch ist es unglaublich heiß.


Einreihen im Fährhafen


Unser Schiff (Olympia Palace)



(für optimale Darstellung einfach “HQ” im Videofenster unten rechts aktivieren)



Blick auf Ancona

Gott sei dank müssen wir nicht lange warten, die Einfahrt erfolgt zügig und ohne Probleme. Wir hatten es gehofft, und haben tatsächlich Glück: wir bekommen einen Platz mit „Meerblick“, denn wir stehen zumindest in 2. Reihe, d.h. wir können seitlich zwischen den Mobilen der 1. Reihe durchschauen und dem vorbeirauschenden Wasser zugucken (was auch zur Folge hat, dass man was von dem Wind abbekommt). Ruck zuck wird der Strom angeschlossen, und ab aufs Deck. Das Schiff macht insgesamt einen ordentlichen Eindruck (entgegen unserer Erfahrungen auf der Fähre nach Sardinien). An Deck gibt es eine nette Bar und einen Pool.


Das Sonnendeck



(für optimale Darstellung einfach “HQ” im Videofenster unten rechts aktivieren)


An Deck gönnen wir uns dann auch Bier und Cola und die erste unbekannte griechische Spezialität, ein „haariges“ Etwas, was auf den Namen KANTAIFI (oder so ähnlich) hört. Eine verdammt süße Nachspeise, aber sehr lecker!


Gestatten: Kantaifi (kurz vor seiner Vernichtung)

Später testen wir das Self-Service-Restaurant an – wie gewohnt ist es nicht billig und das Essen ist, naja, ok. Auch hier wird es griechisch – eine große Portion Tsatsiki, der tatsächlich verdammt lecker ist! (wohl aufgrund des hohen Knoblauch-Anteils).

Die Hitze fordert wieder mal ihren Tribut, so geht es früh ins Bett. Leider kommt weniger Wind im Womo an als vermutet, so dass man es kaum aushält. An Schlafen ist erst viel später in der Nacht zu denken!


Das Womo auf dem Campingdeck


Ja, es ist warm!



(für optimale Darstellung einfach “HQ” im Videofenster unten rechts aktivieren)



Erkenntnis des Tages: Die zweite Reihe ist halt nicht die Erste!

Und: Am griechisches Tsatsiki hat man lange Spaß...





ETAPPE 2: Der Westen

Sonntag / 24.5.

Die Hitze bleibt, die Nacht ist kurz. Gegen 9 Uhr erfolgt der Zwischenstop in Igoumenitsa. Ein Teil der Fahrzeuge musste auf der Rampe stehen, und muss nun rückwärts ausfahren! Wie gut dass wir rechtzeitig da waren. Das Schiff leert sich deutlich, und ehe man sich versieht haben wir auch schon wieder abgelegt.


Das Deck nach Igoumenitsa - fast leer

Die griechische Küste verläuft nun parallel, so erhält man einen ersten Eindruck von Griechenland. Noch ist es leicht diesig, dennoch erkennt man die steilen Küsten, schroffe Berghänge, grüne Landstriche. Und unter uns das tiefblaue Meer. So lässt es sich aushalten! Mittags geht es wieder ins Self-Service Restaurant.


Griechenlands Küste



Wir nähern uns Patras – groß ist es, mit vielen mehrgeschössigen Wohnhäusern.


Blick auf Patras



(für optimale Darstellung einfach “HQ” im Videofenster unten rechts aktivieren)



Pünktlich um 15 Uhr geht es zügig von Board. Wir tanken (0,89 EUR/l), und schon sind wir auf der Schnellstraße Richtung Westen. Die Hitze setzt sich wie erwartet fort, wenn auch es nicht ganz so schwül ist wie in Italien.

Schnell merken wir, dass das befürchtete Griechisch kein größeres Problem darstellt: alle wichtigen Schilder sind auch in Englisch. Dennoch ist es gewöhnungsbedürftig, die meisten Worte nicht lesen zu können.

Es geht an eine der schönsten Küsten Peloponnes, die von Kalogria (nur ca. 50 Km von Patras entfernt). Ab Lapas fahren wir querfeld ein, durch ein paar Dörfer. Die Gegend ist teils karg, teils grün, und erinnert ein wenig an Spanien. Die Straßen sind überraschend gut, so kommen wir zügig voran. Wir haben uns den SP unterhalb von Kalogria ausgesucht. Kurz vorher beginnt der schöne Pinienwald, im Hintergrund ragen die kargen Felswände der angrenzenden Berge in die Höhe.

Am Strand angekommen das Entsetzen: es ist Sonntag, was bedeutet das wohl halb Peloponnes die Strände aufsucht. Parkplatz und Strand sind rappelvoll! Kein Wunder, ist doch Sonntag und die Einwohner genießen Ihre freie Zeit am Stand. Wir finden noch einen Stellplatz in der letzten Reihe. Die Hitze ist mittlerweile wieder kaum auszuhalten, so geht es erstmal ins Wasser. Das Wasser ist hier spürbar wärmer als in Italien. Unschön: hier wimmelt es von riesigen „Stechfliegen“ (bei uns würde man sie wohl „Bremsen“ nennen), die echt hartnäckig sind, und sofort stechen. Nachdem Oli bereits den dritten, riesigen Buckel auf seinem Rücken zählt (er reagiert allergisch auf Stiche aller Art), gehen wir zurück zum Womo.
Der Parkplatz bietet keinerlei Schatten, und ist zudem eine staubige Schotterfläche. Das Meer ist nur „entfernt“ zu sehen, und die Bucht ist riesig. Wir suchen doch eher nach einem gemütlichen Platz an einer kleinen netten Bucht. Das heißt: weiter geht’s.


Parkplatz in Kalogria (dieses und folgende)



Uns zwar Richtung Killini. Es sind ca. 45 Minuten bis zum Ziel. Nachdem wir die Hauptstraße verlassen haben, ändert sich die Landschaft. Wo es zuvor nur plattes Land gab, wird es nun zunehmend hügeliger und grüner. Links und rechts der Straße reihen sich Olivenbäume. Dazwischen immer wieder Felder, und Zypressen die herausragen. Es geht durch Kastro (welches wir später noch besichtigen), von dort wieder bergrunter. Die Fahrt wird langsamer, die Serpentinen etwas enger, aber nicht wirklich eng. Wir nähern uns dem Meer, Eine traumhaft schöne Gegend.

Wir wählen den SP zwischen den beiden Campingplätzen (Melissa & Fournia) und werden nicht enttäuscht: ein Traum von einem Platz. Direkt an einer kleinen Bucht, mit feinsten Sandstrand. Man steht auf Schotter, und wir direkt in erster Reihe – bis zum Meer sind es, sagen wir 20 Meter! Das WC Häuschen ist leider verschlossen, genauso wie die Strandbar (die aber mehr an einen Baucontainer erinnert). Dafür gibt es einen Wasserhahn und Duschen. Hier bleiben wir! Gegenüber erkennt man die Inseln Kefalonia und Zakynthos. Die Sonne geht unter, und es wird kühler. Vom Bett ein letzter Blick auf das Meer. Mit dem Meeresrauschen schlafen wir ein.


Stellplatz Killini



Erkenntnis des Tages: Manchmal lohnt es sich doch, noch weiter nach einem SP zu suchen.



Montag / 25.5.

Wieder scheint die Sonne, und wieder geht es direkt ins Wasser. Der Untergrund ist toll, nichts außer Sand, und man kann einige Meter weit ins Meer laufen. Das Wasser ist klar und von einer tollen türkis-blauen Farbe.


Die ehemalige Taverne, rechts daneben Duschen und Wasserhahn



(für optimale Darstellung einfach “HQ” im Videofenster unten rechts aktivieren)



Mit dem Roller geht es nun auf Erkundungstour. Etwas südlich liegt der weitere SP am Meer, der jedoch keinen direkten Blick auf das Meer hat (aufgrund der Dünen zwischen Parkplatz und Meer), doch auch dieser ist mit WoMos gut frequentiert.

Wir fahren bis Gastouni (eigentlich primär aufgrund eines in meinem Finger verbliebenen Glasstückes was ich mir vor dem Urlaub blöderweise in den Finger gerammt hatte und welches wir nun wo es doch noch feststeckte entfernen lassen wollten – in Gastouni gibt es zwar ein Medical Center jedoch mit nur einer engl. sprechenden Dame die eher Krankenschwester als Arzt ist - so zumindest unser Eindruck - denn machen konnte sie nichts sondern uns nur nach Pirgos schicken denn dort könne man behandeln. Da uns dies aber zu weit war, bleibt das Glas einfach wo es ist, und wird nach dem Urlaub „behandelt“).
In Vartholomio gibt es einen (für griechische Verhältnisse großen) Supermarkt, in dem wir uns eindecken.

Auf dem Weg zurück entdecken wir unzählige Felder mit Gestrüpp. Später entdecken wir dann die dazugehörigen Früchte: Melonen. Es scheint, als wechseln sich Melonenfelder und Olivenbäume ab. Dazwischen mischen Orangen- und Zitronenbäume. Immer wieder eröffnen sich weite Ausblicke auf die grünen Berge und Hügel.

Den Rest des Tages verbringen wir im Schatten und im Wasser. Gegen Nachmittag frischt der Wind auf, so das Oli zumindest kurz zum Kiten kommt. Leider ist dieser aber sehr böig und teilweise zu schwach.


Oli allein auf dem Wasser

Später wollen wir noch Zatziki kaufen, und fahren nach Kastro. In einem kleinen Laden gibt es zwar keinen Zatziki, dafür einen netten Griechen mit gutem Englisch, der kurzerhand erklärt wie man Zatziki selbst macht und verkauft die entsprechenden Zutaten. Darüber hinaus dreht er mir noch eine Flasche selbstgemachten Wein an (angeblich ohne Zucker, deshalb keine Kopfschmerzen, so behauptet er).

Der Zatziki wird doch erst morgen gemacht und der Abend klingt ruhig mit dem selbst gemachten Wein aus.

Erkenntnis des Tages: Zatziki machen ist scheinbar ganz einfach (zumindest laut den Griechen)

Und: Medical Center bedeutet noch nicht das einem geholfen wird.



Dienstag / 26.5.

Hach, an diese Aussicht könnte man sich gewöhnen. Noch bevor es heiß wird, wollen wir mit dem Roller nach Killini, eher gesagt Port Killini, ca. 20 km entfernt im Norden der Landzunge. Dort angekommen, drehen wir nur eine kleine Runde durch den Ort, denn er scheint ziemlich unaufregend: ein paar Tavernen und Geschäfte, und der große Fährhafen, mit Fährschiffen zur Überfahrt auf die beiden Inseln.

Auf dem Rückweg halten wir in Kastro und besichtigen die auf dem Berg trohnende Festung Chlemoutsi. 6 EUR ärmer, betreten wir die riesige Burganlage und sind beeindruckt von der Größe der Mauern. Nach einen zügigen Runde durch die Anlagen, geht es zurück ans Meer.


Eingang Castle Chlemoutsi



Gegen Nachmittag machen wir noch einen Strandspaziergang. An dem langen Strand gibt es nichts außer ein paar Schirmen (gehören zu den wenigen Appartments) und einige wenige Bars (gehören zum großen Hotel). Direkt in der Nähe des SP befindet sich eine Taverne am Strand - hier liegt auch der Campingplatz Melissa - die wir heute abend besuchen wollen.

Die Strandbar heißt Polos (gehört zur Appartmentanlage Polos) und der Wirt ist wirklich nett – und spricht sogar deutsch. Das Essen finden wir recht gut (leckerer griech. Salat und Zatziki, als Hauptgericht Lamm und Hähnchen, anschließend zwei Ouzo aufs Haus) – EUR 35,- (i.V. zu deutschen Preisen) nicht viel. Wir genießen die wundervolle Aussicht aufs Meer und die letzten Sonnenstrahlen.


In der Taverne ...



(für optimale Darstellung einfach “HQ” im Videofenster unten rechts aktivieren)


Einige griechische Biere und Ouzo später wandern wir am Strand zurück zum SP und fallen ins Bett.





ETAPPE 3: Der Südwesten

Mittwoch / 27.5.

Heute geht es früh los. Noch schnell Wasser „getankt“ und schon finden wir uns auf der Hauptstraße Richtung Pyrgos wieder. Die Gegend bleibt grün, teils flach, teils von Berghängen umlagert. Unser Ziel: der erste Finger des Peloponnes. Wir machen einen kleinen Stop an der Navarino Bucht. Ruhig ist es hier. Und leider auch extrem heiß (liegt wohl daran dass aufgrund der vorgelagerten Inseln eigentlich kein Wind in der Bucht ankommt).

Wir fahren bis Pilos, am Ende der Bucht, und machen einen kleinen Bummel durch den Ort. Parken kann man bequem am Hafen, und von dort durch die Stadt laufen. Diese bietet ein paar Läden, einen schönen, schattigen Platz direkt vorne im Zentrum der mit einigen Cafes und Restaurants zum Pausieren einlädt. Der Ort ist schnell erkundet. Eine richtige Einkaufsstraße gibt es nicht, dafür viele kleine verstreute Läden - für alles und jeden einen eigenen Laden: Bettwäsche/Handtücher, Malereibedarf, Haushaltswaren, Gardinen, Hüte/Mützen u.ä., und natürlich einige Souveniergeschäfte.


Hafen von Pilos


Unser Womo im Hafen


Blick auf die Hafenbucht und die alten Fischerboote


Der kleine Platz im Zentrum

Die Hitze ist ohne Wind wirklich nicht zu ertragen, so dass wir entschließen noch etwas weiter zu fahren.

Methoni liegt nur etwa 12 Kilometer entfernt. Wir fahren die Umgehungsstraße und steuern einen SP in der Nähe an (laut Schulz) – der existiert aber nicht mehr (man sieht nur eine Schranke). Da die Gegend auch nicht wirklich einladend ist, fahren wir bis Finikounda, und quartieren uns hier auf dem Campingplatz Loutsa ein. Von hier aus bietet sich ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge nach Methoni und Koroni – welche wir beide unbedingt sehen wollen.

Der Campingplatz Loutsa liegt etwas außerhalb von Finikounda, an einem Sand- + Kiesstrand. Der Platz ist verhältnismäßig klein, überschaubar, insgesamt einfach und nett. Der Boden bildet eine Mischung aus Rasen, Kies, Schotter und Unkraut. Unzählige Bäume spenden Schatten. Außer uns sind nur ca. 10-12 Mobile hier, was ganz angenehm ist. Leider ist natürlich die erste Reihe belegt, aber auch von der 2. hat man einen Blick aufs Wasser. Die Sanitäranlagen sind herausragend sauber. Immerhin 20 EUR (pro Nacht) lassen wir hier für eine Nacht, dafür mit Strom. Naja morgen geht es ohnehin weiter.


Unser Platz auf dem Campingplatz Loutsa


Strandansicht vom Campingplatz, im Hintergrund Finikounda

Finikounda selbst durchfahren wir nur kurz, schaut aber klein und gemütlich aus, mit einigen Cafes an der Promenade. Auf dem Weg durchs Zentrum kommt uns ein alter Mann auf einem Esel entgegen und grüßt freundlich.

Exkurs Freundlichkeit der Griechen
Wir sind wirklich begeistert von der Freundlichkeit der Griechen ggü. Fremden. In diversen Orten sind wir von einem alten Griechen oder einer Griechin freundlich gegrüßt worden (winkend) obwohl wir nur durchgefahren sind (natürlich weiß man nicht warum sie das tun: aus reiner Freundlichkeit, weil sie froh sind, in ihrem entlegenen Nest überhaupt mal eine Nase zu Gesicht zu bekommen, oder weil sie doch irgendwelche Absichten hegen, z.b. auf den Besuch ihres Geschäftes, ihrer Taverne oder was auch immer hoffen.) Egal. Nett ist es trotzdem. Punkt.

Schnell ist der Roller „abgeschnallt“ und schon geht es nach Methoni. Über den Hafen gelangen wir in das kleine Städtchen. Trotzdem Camping-Verboten-Schildern stehen hier 2/3 Womos. Direkt am Hafen gibt es einen kleinen Platz, mit einigen Tavernen und Restaurants. Von hier hat man auch einen schönen Blick auf den Festungsturm (Bourtsi). Der Ort bietet sonst noch ein paar wenige Geschäfte (vorrang. Souveniers), das war‘s.
Wir steuern geradewegs auf die Burg zu. Die riesige Festungsanlage konnte man schon von weiten erahnen. Der Eintritt ist frei (nur in der Nebensaison?), und die Anlage beeindruckend. Ist man erst einmal aus den Außenmauern raus, ergibt sich ein Blick und ein Pfad bis zum äußersten Turm (Bourtsi, wie oben erwähnt). Bis dahin sind es etliche Meter durch die sengende Sonne, vorbei an den alten Mauerresten, quer durch zugewucherte Landschaft.


Eingang zum Methoni Castle


Weg zum äußersten Turm


Lustigaussehende Pflanzen


Der Bourtsi



Später geht es dann in die andere Richtung, nach Koroni. An dieser Stelle

Exkurs: Straßenführung & -schilder
Wir haben uns extra die angeblich beste Straßenkarte für Peloponnes besorgt, und sie scheint auch in den ersten Tagen wirklich gute Dienste zu leisten. In den letzten Tagen aber merken wir vermehrt dass Kreuzungen falsch einzeichnet sind, oder fehlen, oder der Maßstab so klein ist, dass manche Straßen auf der Karte gänzlich anders verlaufen und aussehen als in der Realität. Auch fehlen manche Orte. Das wäre ja kein Problem, wenn die Straßenschilder einen ausreichend führen. Und da sind wir beim zweiten Problem: mit den Straßenschildern geht der Grieche an sich wohl nicht wirklich großzügig um. Oft fehlen sie komplett, oder sie sind nur von einer Seite (meist nicht die aus der man selbst kommt!) lesbar. Das einzig Vorteilhafte: oft gibt es nur eine oder zwei Straßen in der Gegend! Manchmal aber ist eine falsche Abfahrt dann doch schnell passiert und dann doch sehr ärgerlich.

So kam es denn auch, dass wir die Hauptstraße nach Koroni nicht fanden, was an dieser Stelle nicht tragisch war da wir ohnehin einen kleinen Abstecher über Vasilitsi – und einen angeblichen SP – machen wollten. Ob es wieder mal an der miserablen Schilderführung oder an der schlechten Beschreibung des Womoführers lag, keine Ahnung, auf jeden Fall fanden wir die Abfahrt nicht. So ging es dann direkt weiter nach Koroni. Das kleine Städtchen wirkt ein wenig verschlafen, die vielen Tavernen an der kleinen Promenade lassen jedoch darauf schließen, was im Sommer hier los ist. Parallel zur Promenade gibt es noch eine Straße mit ein paar Läden.


Koroni mit Blick auf die alte Festungsanlage


Strandpromenade von Koroni


Blütenpracht in den kleinen Gassen



Bei der Ausfahrt halten wir noch an dem größeren Supermarkt, und kaufen ein für das Abendessen. Auf der Rückfahrt ein neuer Versucht, den SP zu finden, und siehe da: zwar anders als im Führer beschrieben aber dennoch gefunden. Dass der Platz so weit ab liegt, hätten wir nicht gedacht. Nach etlichen Minuten „Bergetappe“ stehen wir im „Nirgendwo“, nichts außer der kleinen Bucht mit ein paar Parkmöglichkeiten. Hier haben sich auch schon einige Womos eingefunden. Wir sind froh, uns nicht die Mühe gemacht zu haben, mit dem Womo hier runter zu gondeln. Hier fällt uns wieder mal auf: warum fahren Menschen 1000e von Kilometer, an die schönsten Strände, und machen was als erstes: die Sat-Schüssel ausfahren!? Wer will wirklich das gewohnte, schlechte Fernsehprogramm gucken, wenn man im Urlaub einfach mal aufs Wasser schauen (oder zur Not auch ein gutes Buch lesen) kann? Keine Ahnung.

(Vielleicht der Grund: oftmals funktioniert das Ausfahren der SAT-Schüssel – wie bei uns auch - nur wenn die Boardspannung maximal ist, also z.B. direkt nach dem Fahren. D.h. vielleicht schauen sie gar nicht und haben nur ausgefahren? Wer weiß…)

Zurück an unserem Platz heißt es, den Abend ausklingen zu lassen.

Erkenntnis des Tages:
Straßenführung und Schilder sind hier eine echte Herausforderung!





***

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901red am 21 Jun 2009 20:57:33

ETAPPE 4: Der Mittelfinger



Donnerstag / 28.5.

Heute starten wir eine große Etappe, es geht in die Mani, den Mittelfinger des Peloponnes, die kargste Seite dieser Halbinsel. Wir sind gespannt! Wir wählen den Weg an der Ostküste entlang; nach einiger Zeit an der Küste geht es in die Berge. Wir durchqueren einige Dörfer, u.a. Petalidi, dass uns beim Durchfahren sehr nett erscheint (nicht zu groß, nicht zu klein, ein paar Geschäfte, ein netter Hafen).

Erstes Ziel (noch vor der eigentlichen Mani) ist Kalamata, bzw. ein SP davor (bei Velika), um mit dem Roller nach Kalamata zu fahren. Wir ärgern uns wieder über den Womoführer, da die Zufahrtsbeschreibung lückenhaft ist (statt links fahren wir geradeaus, und stehen plötzlich vor einem Bach). Wir drehen um (trotz unseres „Schiffes“ Gott sei dank möglich) und finden dann den richtigen Weg. Leider ist der SP nicht wirklich vorhanden (stattdessen gibt es einige Planierraupen die hier offensichtlich alles neu machen). Wieder einmal stimmten die Angaben im Führer nicht. Etwas genervt entschließen wir, nach Kalamata zu fahren und uns dort – sofern uns die Stadt auf den ersten Blick zusagt – einen CP zu suchen.

In Kalamata geht wieder einmal das Straßensuchspiel los, denn Straßenschilder hat man hier mal wieder vergessen auszustellen. Nach einer längeren Tour durch die kleinsten Gassen von Kalamata (meist reicht es ja, an einer Stelle falsch abgebogen zu sein, und schwups, findet man den Weg nicht mehr) schaffen wir es wieder raus. Wir erhaschen dabei einen Blick auf die Altstadt die sehr beschaulich wirkt, dafür dass die Stadt insgesamt recht laut und groß ist.

Ein kurzer Stop bei Lidl (irgendwas braucht man ja immer, und wenn es nur Brot ist), und schon geht es weiter. Wir überlegen noch, ob wir nun auf einen der CP hinter Kalamata fahren beschliessen aber dann doch weiterzufahren, denn schließlich sollte es ja noch in die Mani gehen. Ziel: Pirgos Dirou samt der berühmten Seehöhlen. Die Strecke dorthin zieht sich wie erwartet denn nun geht es rauf und runter in die Bergwelt der Mani.


Der kurvenreiche Wege durch die Berge

Bei Kardamyli geht es wieder am Meer entlang. Kardamyli selbst wirkt zumindest im Vorbeifahren wie ein nettes, kleines Fischerörtchen. Die Landschaft wird langsam karger, wenn auch sie immer noch grüner ist als gedacht. Olivenbäume kann man offensichtlich nie genug haben (wir fragen uns ob Griechenland wohl der größte Olivenexporteur der Welt ist? Falls nicht, müssen die Griechen ganz schön viele Oliven essen). Wir durchfahren wieder unzählige Bergdörfer, manche ziemlich klein und einsam, manche sehr beschaulich und rausgeputzt. Langada und Thalames wirken klein und nett.

Umso mehr man sich Aeropoli (in dieser Richtung fahren wir die ganze Zeit) nähert, um so mehr ändert sich die Architektur: statt der kleinen einfachen weißen Häuser die wir im Westen gesehen haben, gibt es hier fast nur noch die bekannten „Steinhäuser“, d.h. gemauerte meist quadratische Türme und Häuser die sich alle sehr ähneln. Zudem verteilen sie sich über die Landschaft, d.h. es gibt nichts außer hier und da ein einsames Haus. Auffällig wie viel hier gebaut wird. Wer möchte hier ein Haus, wo wirklich gar nichts mehr ist? Wieder durchqueren wir einige Orte, die meist nur aus ein paar wenigen Häusern bestehen. Die Bucht bei Neo Itylo wirkt malerisch, aber auch extrem einsam. Ohnehin wirken hier 2/3 der Häuser verlassen, was vermutlich gar nicht so ist.


Bucht von Neo Itilo


Neo Itilo



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Dann rollen wir automatisch auf Pyrgos Dirou zu. Das Schild mit „Diros Caves“ ist nicht zu übersehen. Wir fahren auf den Womo-SP „Sauriereierstrand“. Oli hat bedenken, dass wir die Straße (zumindest mit dem Rollerballast auf der Bühne) nicht wieder raufkommen. Das werden wir später sehen. Der SP macht seinem Namen alle Ehre, die Steine sind beeindruckend weiß und groß. Nur zum Baden eine nicht so schöne Angelegenheit, denn bis man im Wasser ist hat man sich schon fast die Beine gebrochen. Dafür steht man direkt am Wasser.


Unser Womo am Sauriereierstrand



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Kurz vor drei. Vielleicht haben die Höhlen ja noch auf (lt. Womoführer bis 17 Uhr – mal schauen ob das auch für die Vorsaison gilt). Wir wählen den „Kletterweg“ über den Hügel. Eine Dame im Womo nebenan warnt noch dass es Schlangen dort gibt und man den „Stein-Männchen“ einfach folgen soll. Schlangen? Das macht Mut. Der Weg ist anstrengend in der Wärme, aber wenn man den Steinmännchen folgt ist man tatsächlich in ca. 10 min am Eingang der Höhle. Wichtig: Erst die Tickets kaufen – hierzu die Strasse rauflaufen. Danach erst die Strasse runter zum Eingang der Höhlen laufen.

Die Tickets sind nicht ohne (24 EUR für 2 Personen), aber das würden wir uns nicht entgehen lassen.


Eingang zu den Höhlen

Zunächst heißt es, Schwimmwesten an, und schon geht es los, mit dem Bötchen in die Unterwelt. Wir sind beeindruckt. Von der wirklich phantastischen Tropfsteinwelt. Aber auch von dem Griechenbootsführer der uns gekonnt durch die noch so schmalen Tunnel lediglich „bewaffnet mit einem Stock) schifft (teilweise gerade so breit wir das Boot und so flach das man den kopf einziehen muss). Es müssen Tausende von Kalksteintropfen sein, die wie dünne Fäden, aber auch dicke Äste von den Decken hängen. Wirklich sehenswert! Und groß – man hat das Gefühl die schmalen Tunnel nehmen gar kein Ende! Nach ca. 30 Minuten geht es noch einige Meter zu Fuß durch die Höhlen.


Im Inneren der Höhlen


Ausgang aus der Höhle, ganz links der Stellplatz


Der Stellplatz aus der Ferne



Wir kehren zurück zum Stellplatz. Weiter fahren oder nicht, das ist hier die Frage. Da sich der Strand nur bedingt zum Baden eignet, wollen wir noch die letzte Etappe bis in den Süden wagen. Bei der Ausfahrt vom SP behindert noch eine Herde von Schafen den Weg (Schafen und Ziegen laufen hier ohnehin einfach so herum), und los geht’s. Unser WoMo schafft die Steigung widererwarten gut, und schon geht es weiter Richtung Süden, genauer gesagt nach Porto Kagio. Von dort aus wollen wir dann noch kleine Touren mit dem Roller unternehmen.

Die Landschaft wird nun noch karger. Insgesamt wirkt die Gegend verlassen, was wohl an den vielen unfertigen Häusern liegt.


Dörfer der Mani

Langsam nähern wir uns Vathia, welches wir eigentlich mit dem Roller erkunden wollten, aber wenn wir jetzt direkt durchfahren, können wir auch jetzt einen Stop einlegen. Die Gegend hier im äußersten Süden ist extrem felsig, große Grünflächen gibt es kaum noch. Die vielen Mani-Türme in den kleinen Orten sind fast alle neu gebaut oder restauriert. Schade, wir dachten es gäbe noch ein paar wirklich alte Türme. Vathia ist kleiner als gedacht, und die Türme unspannender als vermutet. Viele sind restauriert, viele aber auch einfach verfallen.


Vathia (dieses und folgende Bilder)

Die drei Gassen sind schnell erkundet und so geht es weiter in das nicht mehr weit entfernte Porto Kagio.


Porto Kagio soll ein nettes, verschlafenes Nest sein, laut div. Führern und Reiseberichten offensichtlich einen Abstecher wert. Zudem soll es einen kleinen Stellplatz geben. Wieder geht es einen steilen Berghang herunter, und diesmal hat nicht nur Oli die Befürchtung das die Auffahrt für unser WoMo-Schiff schwierig werden könnte. Unten angekommen sind wir mehr als erstaunt: wir hatten einen Ort erwartet (wenn auch klein), aber das Porto Kagio tatsächlich nur eine Bucht mit 3 Tavernen und einem kleinen Hotel/Appartements ist, hat keiner erwähnt. Man sollte diesen Ort noch nicht mal „Ort“ nennen. Puh, und das nach der langen Anfahrt. Zudem kommen uns schon fröhlich die unübersehbaren „Camping-Verboten“Schilder entgegen.


Die Bucht von Porto Kagio

Verzweiflung macht sich breit, als der Wirt der Taverne fröhlich winkt, mit dem Hinweis dass wir bei ihm Parken können. Wir wissen was kommt, entscheiden aber, heute einfach hier zu bleiben und uns den „Fängen“ des Wirts hinzugeben. Der nette Mann spricht gebrochen deutsch, und weist uns einen Platz auf seinem Parkplatz zu. Den erreicht man übrigens nur, wenn man direkt über den Kiesstrandfährt. Ob man bei unruhiger See hier auch wieder zurückkommt, mag bezweifelt werden. Wir können so lange bleiben wie wir wollen. Natürlich „sollen“ wir dafür, wenn wir denn Essen gehen sollten, in seiner Taverne essen kommen (die Appartments gehören ihm übrigens auch, man könnte meinem der ganze Ort gehört ihm…). Kein Problem denken wir, der muss ja auch sein Geld verdienen. Zudem ist der Platz nett, mit Blick auf die kleine Bucht. Entspannung macht sich breit. Später kommen noch ein paar Womos.


Unser Parkplatz am Ende des “Ortes”


Der Strand von Porto Kagio, zugleich Straße


Ein paar Boote in der Bucht

Der sog. SP (der aufgrund der Verbotsschilder mal wieder nicht mehr existent ist) befindet sich direkt unten am Anfang des „Ortes“ und fasst gerade mal 2-3 Womos.


Der verbotene Stellplatz

Nach ein paar Bier und einem Bad im kühlen Nass suchen wir die Taverne „Porto“ auf. Die Kellnerin (=Tochter des Wirts?) spricht englisch, so lassen wir uns ein leckeres Schweinekotelett schmecken. Wieder begeistert sind wir von dem echt leckeren stark knoblauchhaltigen Tsatsiki und den lecker-eingelegten Oliven. Das können die Griechen wirklich!


Auf der Terrasse der Taverne

Auffällig hier: die unzähligen, schnorrenden Katzen (was wohl auch daran liegt, dass die netten Gäste immer ein paar Reste über die Mauer werfen, während die Kellnerin versucht, sie zu verjagen).


Die Schnorrer

An dieser Stelle vielleicht ein

Exkurs „Große Tiere“
Hunde und Katzen gibt es wirklich viele, und alle irgendwie herrenlos. Ziegen und Schafen finden sich auch in den meisten Bergregionen, mal ohne, mal mit Besitzer. Katzen sind deutlich in der Überzahl, und leben offensichtlich davon, unwissende Touris anzuschnorren. Hunde gibt es ebenfalls genug, in der Regel anhänglich und sehr lieb. Und oftmals auch abgemagert und zerzaust. Als deutscher kann man ja nur schlecht nachvollziehen, wie diese Tiere (über)leben, bzw. auch nur schwer daran vorbei gehen. Aber wollte man jede Katze und jeden Hund füttern und sich kümmern, wäre man den ganzen Urlaub damit beschäftigt. Wir unterlassen dies also gänzlich (auch wenn’s manchmal echt schwer fällt), auch damit wir nicht ständig von den netten Vierbeinern umzingelt sind.



Der Abend klingt gemütlich aus: mit einem griech. Rotwein auf der Terrasse der Taverne, mit Blick auf die kleine Bucht und die steilen Berghänge. Die Bucht ist wirklich schön, aber auch wirklich einsam und abgelegen. Wir fühlen uns wie am Ende der Welt, rundherum nichts außer Berge. Und wir in dieser Taverne. Mh. Irgendwie dann doch sehr sehr nett. Muss man gemacht haben!

(P.S. EUR 41 fanden wir nicht günstig aber ok für das Abendessen)



Erkenntnis des Tages:
Die Griechen sind clevere, geschäftstüchtige Menschen (vor allem der Tavernenbesitzer).

Und:
auch am Ar*** der Welt kann man sich sau wohl fühlen.



Freitag / 29.5.

Einen weiteren Tag in dieser Einsamkeit ist uns jedoch zu viel, deshalb geht es morgens wieder los.


Der Blick vom Womo auf die Bucht

Nach dem Oli kurz ins Meer gesprungen ist, geht es vorbei an der Taverne (dieser „Ort“ hat wie gesagt, keine Straße sondern nur einen Weg der zugleich der Strand ist, sprich man fährt eigentlich auf dem Strand an den Häusern vorbei).


Oli nach dem morgendlichen Bad im Meer

Am Ende nun der besagte steile Berg mit der Straße die eine Herausforderung wird. Beim ersten Anlauf drehen die Räder leicht durch und plötzlich knarrt es laut – wir haben aufgesetzt! Gott sei dank nur mit dem Abschlepphaken der sich unter der Rollerbühne befindet und zugegebenermaßen recht tief liegt. Schleifend rollen wir etwas zurück um Anlauf zu nehmen. Wenn das nicht klappt, muss der Roller eben runter. Oli gibt Gas, und – mit auf dem Asphalt schleifender „Bühne“ ackert unser Schiff den Hang doch noch recht flüssig hoch. Doch nur jetzt nicht stehen bleiben! Die ersten Meter sind bald geschafft, die ersten beiden kritischen Kurven auch. Puh! 3 Kreuze. Lob an das Womo. Lob an den Fahrer. Ein letzter Blick auf das kleine Nest.


Blick auf die Bucht & Porto Kagio



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Damit wir nicht den gleichen Weg zurück fahren, wollen wir an der Ostküste entlang. Die ersten Meter belehren uns aber eines besseren. Die Kurven sind relativ schmal, aber vor allem insgesamt sehr steil, so dass das erste und einzige Mal Zweifel haben ob dieser Weg für uns bzw. unser Womo auf Dauer machbar ist. Nachdem die Bühne noch 2 x auf der Straße aufsetzt, und der Motor innerhalb von wenigen Minuten recht heiß wird, entschließen wir: umdrehen! Das ist nichts für uns, bzw. für unser Schiff (zumindest nicht so voll beladen wie wir sind).

An dieser Stelle ein kurzer

Exkurs: Straßentauglichkeit für Womos
Wir haben uns im Vorfeld viele Gedanken (und auch Sorgen) über die Fahrbarkeit unseres doch recht großen Womos auf Griechenlands Straßen gemacht. Kommen wir überall hoch, rauf, durch? Ist die Rollerlast hinten zu hoch, werden wir so viele Ecken nicht erkunden können? Die Sorgen waren (bis jetzt) weitestgehend unbegründet. Die Straßen sind in der Regel in Ordnung (asphaltiert) und auch breit genug. Die vielen Geschichten über „hoffentlich kommt uns jetzt keiner entgegen“ haben wir bislang nicht erlebt bzw. die Sorgen nicht teilen können. Natürlich fahren wir vorausschauend, Mini-Gassen und Feldwege meiden wir selbstverständlich (sollte man wohl sowieso mit einem Womo). Außerdem machen wir einige Touren mit dem Roller, was eine perfekte Lösung ist um erst gar nicht in den engen Gassen der Orte hängen zu bleiben. Die o.g. Strecke war die erste auf der wir – zugegebenermaßen freiwillig – aufgegeben haben. Wir lieben unser Womo dann doch zu sehr um es zu großen Belastungen auszusetzen. Soll ja schließlich noch eine Weile halten! Die Mani war bisher die „anstrengendste“ Strecke, viele Kurven, viele Höhenmeter, da hofft man schon manchmal dass die Bremsen noch ein wenig mitspielen. Aber insgesamt – alles kein Problem. Mit der Tatsache des „Aufsetzens“ muss man eher selten rechnen, bei uns ja auch eher dadurch bedingt dass wir mit dem 110 kg Roller noch mehr Gewicht auf die Hinterachse bringen. „Normal“ beladene Womos hätten hier vermutlich keine Probleme.



So geht es nun wieder an der Westseite der Mani an der Küste entlang gen Norden. Wieder passieren wir Pirgos Dirou und bald darauf biegen wir landeinwärts Richtung Osten ab. Unser Ziel für heute: Gythio, das Surf- und Kite-Paradies.

Die Strecke ist wenig steil und zügig erreichen wir die Ostküste. Obwohl diese Gegend noch zu den Ausläufern der Mani gehört, ist die Vegetation wieder üppig grün. Wir schlängeln uns durch grüne Hügel, vorbei (wieder einmal) an unzähligen Oliven- und Orangenbäumen. Alle x-hundert Meter werden an der Straße Säcke mit Orangen angeboten. Fix kaufen auch wir einen (für 5,-EUR) und weiter geht’s.

Erneut wollen wir uns auf die Suche nach einem Stellplatz machen, den von Kamares. Nach dem wir uns geschätzte 1000 Meter durch einen Olivenhain gequält haben, immer noch kein Ende in Sicht, und die Olivenbüsche langsam aber sicher am Womo vorbei schrammen, drehen wir um. Uns ist es einfach nicht wert, an einem (hoffentlich) schönen Platz zu stehen, wenn wir dafür eine so beschwerliche Anfahrt haben (und dabei womöglich noch das Womo vermacken). Also fahren wir den oftmals empfohlenen Campingplatz unterhalb von Githio (CP Gythio Bay) an.

Wir werden nett empfangen, die Dame an der Rezeption spricht (fast) perfektes Deutsch (wir denken sie ist Holländerin), und ist sehr zuvorkommend, entspannt und freundlich. 14 EUR pro Nacht finden wir günstig (wenn man an die Campingplatz-Preise in Holland gewöhnt ist). Es gibt keine Stellplatznummern, und auch keine Reservierungen. Man bleibt so lang man will, und zahlt einfach bei der Ausfahrt. Alles sehr locker hier. Der Platz ist wirklich schön: ein langes Grundstück, sehr naturbelassen (als würde man in einem Wald stehen), mit vielen großen und kleinen Bäumen (viele Orangenbäume für den täglichen Obstbedarf).


Der Hauptweg durch den Campingplatz

Zum Ende (Meer) hin, dann eine freie Fläche, mit einigen Plätzen direkt am Strand. Vorne sind fast alle Plätze frei (liegt wohl daran dass es hier keinerlei Schatten gibt), so quartieren wir uns mit Blick aufs Meer ein. Der Platz ist gut besucht, aber immer noch relativ leer. Man merkt dass noch Vorsaison ist: der Platz ist noch etwas verwildert (viel Wildwuchs, Unkraut, ungepflegte Rasenflächen etc.) was uns nicht weiter stört - lieber freie Natur als mit der Nagelschere getrimmte Parzellen. Im Strandbereich befindet sich auch der „Animationsbereich“ (Restaurants, Bars, Volleyballfeld, Spielplatz etc.), allerdings alles noch außer Betrieb. Lediglich der Minimarkt hat schon geöffnet, allerdings mit einem Sparprogramm. Die Sanitäreinrichtungen sind einfach und zweckmäßig. Für die Surfer gibt es einen überdachten Bereich zum Lagern des Materials, und auch Abspülmöglichkeiten vom Salzwasser.

Es gefällt uns hier, deshalb werden wir (mind.) 2 Tage bleiben.


Unser Stellplatz mit Blick aufs Meer


Noch geschlossenen: Bar & Restaurant


Ebenfalls außer Betrieb: Volleyball- & Basketballfeld


Weg zum Strand


Im Hintergrund: das Bergpanorama


Campingplatz & unser Womo vom Wasser aus


Oli bei den Vorbereitungen zum Orangenpressen

Der Wind frischt an diesen Tag enorm auf, so weit dass es wirklich stürmig wird. Wir wollen heute erstmalig im Urlaub das Boot antesten. Immer wieder erstaunt sind wir, dass es doch recht fix geht, das motorisierte Schlauchboot aufzubauen.

Der einzige Haken: wir kriegen wir das Ding über den Strand. Die Transporträder sind eher für ebene Flächen gemacht. Nun denn. Einer schiebt, der andere drückt. Puh! Auch wenn es nur 20 Meter durch den Sand zum Wasser sind kommen wir K.o. samt Boot am Wasser an. Der Sand war tiefer als gedacht, aber zu zweit ging es dann doch. Wir sind gespannt (und etwas skeptisch) ob das kleine 5-PS Bötchen den mittlerweile starken Wellen gewachsen ist. Und sind überrascht: das Boot nimmt die Wellen ohne Probleme. Mit dem Resultat, dass wir innerhalb von 2 Minuten komplett durchgenässt sind. Bei dem Wetter ja eher positiv! Nach einer kleinen Runde, entscheiden wir, morgen noch einmal eine größere Tour zu machen (morgens ist der Wind noch schwach, und das Wasser glatter).


Captain Oli auf stürmischer See

Die Windverhältnisse folgen wie wir später und an den folgenden Tagen merken einer Gesetzmäßigkeit: morgens quasi kein Wind, zunehmend bis mittags (auflandig), ab späten Mittag dreht der Wind sideshore von Süd und wird stark, mit teils extremen Böen. Nachmittags fegt der Wind dann richtig, so dass es leider auch den ganzen Sand und Staub durch die Gegend bläst. Folge: innerhalb von 30 Minuten ist das Womo, samt Innenraum von einer dünnen Staubschicht überzogen. Super!

Viele Surfer sind nun draußen, zum Kiten ist es uns einfach zu böig – von 10 auf 24 Knoten in einer Sekunde ist nichts für uns.

Am Nachmittag geht es mit dem Roller nach Gythio. Durch die grünen Hügel, vorbei an (wieder einmal Hunderten von) Olivenbäumen und Orangenbäumen. Von Githio sind wir sehr angetan: das kleine lebendige Hafenstädtchen besticht durch eine angenehme Größe, viele kleine Häuschen die am Hang „kleben“, dazu unzählige Restaurants an der Promenade, und einen kleinen Hafen. Hier und da baumelt die Spezialität Githios in der Sonne, Oktopus. Igitt, nichts für mich! Laut Oli sieht es schlimmer aus als es schmeckt. Wie in den meisten Städtchen gibt es einen kleinen offenen Platz, den sich die umliegenden Tavernen mit ihren Terrassen aufteilen. Wir bummeln die Hafenpromenade entlang, kaufen hier und da etwas „Touri-Kitsch“ (gehört ja irgendwie dazu). Es herrscht gelassenes Treiben in den Straßen und Cafes.


Hafenpromenade von Gythio


Hinterhöfe in Gythio


Kleiner Platz am Hafen


Die alten Griechen beim Plausch. Darüber: Oktopus


Abends lässt der Wind ein wenig nach, damit kommen aber auch leider die Mücken. An dieser Stelle mal ein

Exkurs: „Kleintiere“
Viehzeug gibt es hier zu Hauf, leider alles etwas überdimensioniert: riesige Käfer, riesige Wespen, riesige fliegende Brummer (klingen schon wie eine kleine Propellermaschine). Vor allem im Westen die schon erwähnten großen „Stechfliegen“ (keine Ahnung wie die richtig heißen) die wirklich penetrant sind. Dazu kommen noch riesige Heuschrecken. Eigentlich auch große Spinnen (Gott sei dank bisher nicht persönlich kennen gelernt *klopf auf holz*) und Schlangen (dito nicht kennen gelernt, nur tot auf der Straße liegend). Ob es die andauernde Sonne ist die die Viecher so wachsen lässt? Fakt ist, es nervt ganz schön, vor allem wenn man abends draußen sitzt oder schläft, und man nichtsahnend von Mücken oder anderen stechenden Übeltätern attackiert wird. Auf all das Viehzeug könnte man getrost verzichten, aber so ist das nun mal, andere Länder, andere „Viecher“.

901red am 21 Jun 2009 21:04:11

Samstag / 30.5.

Wir nutzen den frühen morgen, und damit das flache Wasser, für eine ausgiebige Bootstour. Wir fahren bis zu der Kamares Bucht. Dort sehen wir die Womos die sich offensichtlich durch das Olivenbaumfeld gequält haben.


Stellplatz Kamares vom Wasser aus



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Danach geht es in die andere Richtung, nach Githio. Die Perspektive ist spannend, weil eine ganz andere als von Land aus.


Der Leuchtturm von Gythio



Pünktlich gegen Mittag dreht der Wind und frischt wieder deutlich auf. Rechtzeitig werden alle Fenster geschlossen um einen erneuten „Sandschaden“ zu vermeiden. Wir hoffen auf Wind zum Kiten jedoch ist es wieder mal extrem böig. So wird das leider nix. Oli muss sogar noch einen Surfer mit dem Boot „retten“ weil dieser nicht mehr an Land kommt. Wozu so ein Boot alles gut sein kann. Praktisch ist auch dass es einen Platz mit Schlauch und Wasser gibt wo das Surfzeug (und auch unser Boot) abgespritzt werden kann.


Der Strand am Campingplatz


Oli in der “Palmendusche”

Am Abend wollen wir die nahegelegene Taverne Takis antesten, nur etwa 100 Meter am Strand entlang. Schon gestern haben wir viele Leute des Campingplatzes dort rüber laufen sehen. Laute Musik tönt uns entgegen. Etwas skeptisch suchen wir uns einen Platz. Gott sei Dank beschallt die Musik primär den vorderen Bar-Bereich und weniger die hinteren Plätze. Wieder mal denken wir „Gott sei dank sind wir nicht in der Hauptsaison hier“. Wie zu erwarten gibt es keine Menükarte oder ähnliches, die junge Dame bietet uns einfach mündlich eine Reihe von Vorspeisen an. Wie gewohnt freuen wir uns auf Oliven, Tsatsiki und Salat. Für die Hauptspeise gehen wir in die Küche, dort zeigt uns die Köchin ihre Köstlichkeiten in großen Pfannen, allesamt schon fertig im Ofen. 2 Minuten später landen die leckere Schweinefleischpfanne mit Bohnen und das Kotelette schon auf unserem Teller. Sofort aufgefallen ist uns der Wirt, der doch allen ernstes ein „St. Pauli“ T-Shirt trägt. Zum schreien! Als Absacker gibt es wie gewohnt je ein Ouzo, und noch mal einen extra vom Wirt bezahlt haben wir nur 27 EUR. So wenig haben wir in Deutschland schon lange nicht mehr bezahlt.

Zufrieden und satt und ein bisschen angetrunken (Bier und Ouzo haben dann doch gereicht) geht es die paar Schritte zurück zum Womo. Leider gibt es heute keinerlei Wind. Also unzählige Mücken. Draußen ist es nicht auszuhalten, also verbringen wir den Rest des Abends im Womo.


Terrasse der Taverne


Galgen vor der Taverne





ETAPPE 5: Der Osten

Sonntag / 31.5.

Heute ist Aufbruch angesagt. Wir wollen los, bevor die Hitze aufkommt. Schnell noch Wasser nachgetankt, und schon geht’s los. Ach ja, noch zahlen. 2 Nächte = EUR 30,- (inkl. Strom) (eigentlich 14,- pro Nacht plus Strom = 17,- EUR. Aber dank Acsi-Card nur 15 EUR).

Eigentlich sollte es noch in den letzten Finger gehen (vor allem Monemvassia), da dies aber das einzige wirkliche Ziel in dieser Gegend ist, entschließen wir, diesen Bereich auszulassen. Stattdessen geht es schnurrstraks Richtung Osten nach Nafplio. Die Gegend soll deutlich touristischer sein, aber nach den vielen ruhigen Tagen vielleicht auch ganz ok. Die Fahrt verläuft zügig. Schön ist es, mal wieder auf einer Autobahn schnell voranzukommen. Die Bebauung nimmt zu, das Grün wird weniger. Wir fahren den Stellplatz direkt unterhalb von Nauplia (Strand Karathona) an, und finden diesen sofort.

Wie zu erwarten – es ist Sonntag und dies ist der „Hausstrand“ von Nafplio – ist viel los. Die Bucht ist dennoch groß genug dass sich die Menschenmassen verteilen. Und: es gibt ausreichend Parkmöglichkeiten auf dem teils mit Bäumen bewachsenen Wiese/Schotter-Platz direkt am Strand. So suchen auch wir uns, wie schon ein paar andere, vorrangig griechische Womos, eine Platz im Schatten, und legen uns ein wenig an den Strand.


Parkplatz am Strand (mittig unser Womo)


Viel Trubel am Strand



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Schnell merkt man, dass es vor allem DER Strand der Jugend von Nafplio ist: alle 5 Minuten donnert ein Auto mit lauter Musik vorbei. Man trifft sich an der schicken Bar (=Disco?) im hinteren Teil der Bucht, oder fährt einfach mehrmals – weil es cool ist – die Bucht auf und ab. „Unterhaltung“ gibt es einige: diverse Cafes, Jetski Verleih, Surfen, Bananen-Reiten, Boot fahren etc. Wir wollen einfach nur Strand und Meer

Gegen Nachmittag machen wir einen Abstecher zum CP Lido, weil wir vermuten dass es doch etwas laut werden könnte in der Nacht. Der CP sagt uns aber gar nicht zu, scheint relativ eng, und durch eine Straße mit dem Meer getrennt. Also geht es wieder zurück zum SP am Strand.

Langsam leert es sich am Strand. Allerdings bekommt der Strand nicht nur Beschallung durch die Disco, sondern wird von den Jugendlichen auch als netter Treffpunkt genutzt, sprich egal wo man sich hinstellt, irgendwo stehen immer einige Teens mit ihren Autos und aufgedrehter Musik. Na das kann ja was werden! Wir werden später eines besseren belehrt, dass dies nicht unser Hauptproblem sein wird.

Gegen Abend senkt sich der Geräuschpegel (nachdem wir ca. 4 Stunden einer griechischen Gruppe, offensichtlich Familie und Freunde, beim netten Geklimper auf dem Akordeon plus Trommel zugehört haben, was anfänglich sehr nett, aber nach 4 Stunden nur noch nervig ist). Der Wind fällt nun gänzlich aus, wir vermuten schon jetzt das es warm wird.

Aber auch das wird nicht das Hauptproblem, sondern nur eins: die Mücken. Schon in den vergangenen Nächten hatten wir immer wieder ein paar der unliebsamen Bewohner im Womo, diese Nacht sprengt aber unsere Vorstellungen (in diesem Zuge wollen wir dringend einmal recherchieren, durch welche Lücken diese Biester eigentlich ihren Weg finden, wenn doch alle Dachluken und Fenster mit Fliegengitter verschlossen sind? Es muss hier einen geheimen „Mücken-Trick“ geben!). Eigentlich kann man im 5 Minuten-Takt eine zerschlagen (offensichtlich haben sie schön ordentlich eine Reihe gebildet). Nach mehreren Stunden schlafloser Mücken-Jagd, ist es dann vermeintlich auch egal, Oli steht auf und macht die Tür auf um wenigstens etwas Luft reinzulassen. Binnen 10 Minuten haben sich ungelogen sicher 15-20 Mücken im Womo verirrt. Man könnte sagen auf jedem Schrank sitzt eine. Wir sind gut und gerne 10 Minuten beschäftigt das Womo Mückenfrei zu kriegen (auf der späteren Fahrt kommt immer wieder noch eine aus ihrem Loch, so dass die ersten Meter nur Stop-and-Klatsch-and-Go sind.

Das reicht. Es ist ca. halb 7 und die Nacht schon lange vorbei. Also weg hier.


Parkplatz am nächsten Morgen

Erkenntnis der Nacht:
Mücken können einem echt alles verderben!



Wir fahren zum SP Nea Kios. Auch um den Kitespot zu betrachten. Der Ort (zumindest das wir von der Straße aus gesehen hatten) ist nichtssagend und der Strand leider (ggf. aufgrund Ebbe?) eher ein Tümpel. Strand kann man es kaum nennen, es erinnert eher an Brackwasser, irgendwie grün und braun. Trotzdem gibt es einige Parkplätze direkt an der Straße bzw. Hafenbucht. Ein idyllisches Plätzchen sieht anders aus.

Also geht es zurück nach Nauplio, wo wir schon vor der Ausfahrt ausreichend Platz am Hafen gesehen haben. Dort standen auch schon einige Womos, und so gesellen wir uns dazu. Von hier sind es nur ein paar Meter zur schönen Altstadt – und man hat einen schönen Blick auf den Bourtsi. Unser Tip: einfach beim nächsten Mal direkt hier bleiben (zwar kein Strand aber dafür vermutlich keine Mücken und direkt in der Stadt)

Nach einem Kaffee geht es zu Fuß in die autofreie Altstadt. Man vermutet es nicht, wenn man so durch die Straßen der Stadt fährt, aber die Altstadt ist wirklich eine Wucht. Traumhafte Gassen (komplett autofrei), mit unmengen an kleinen Geschäften, seien es kleine Souveniergeschäfte, aber auch Kioske, Bäcker, Kleidung; zudem einen wunderschönen Platz (der Platia Syntagma) mit Cafes und Restaurants. (erstaunlich auch immer wie viele Griechen morgens und bis in den Vormittag hinein in den Cafes sitzen? Offensichtlich andere Arbeitszeiten als unsereins). Dazu die tollsten Farben unterschiedlicher Blumen. Wirklich sehenswert. Und on top: ein beeindruckendes Panorama im Hintergrund, die beiden Burgen Palamidi und Akronauplia. Da die Hitze langsam aber sicher zunimmt, ersparen wir uns beide Aufstiege.





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901red am 21 Jun 2009 21:05:53

Gegen Mittag geht es weiter landeinwärts.
Und zwar zum Theater Epidaurus. Ein bisschen Kultur muss schließlich sein!

Bei der Ortsausfahrt entdecken wir einen „Carrefour“ – welch Freude! Natürlich decken wir uns mit Sinnvollem (und ein wenig Unsinnigen) ein! Überraschung: wir treffen die netten Holländer (mit ihrem Hymer) wieder, die mit uns auf der Fähre waren, und wir dann zwischendurch + in Gythio auf dem CP getroffen haben. Manchmal fragt man sich, wie klein diese Halbinsel ist. Überhaupt trifft man viele die man andern Orts gesehen hat, irgendwie immer wieder auf dem Weg.

Die Strecke zum Theatro ist gut, wenig steil - so schlängeln wir uns zügig durch die Berge zum Theatro. Auf dem Weg wieder unzählige Blumen, auf einmal Unmengen von Ginster, der intensiven Duft versprüht.

Je näher wir kommen umso mehr Reisebusse kommen uns entgegen. Hier müssen wir richtig sein. Der Parkplatz ist riesig und lässt (wiedermal) erahnen was hier im Sommer los sein muss. Wir finden einen schönen Platz unter ein paar Bäumen, und schaffen es so gerade, vor der nächste Busladung am Eingang zu sein. EUR 6 x 2 und schon sind wir innerhalb von 2 Minuten beim Theater. Beeindruckend! Diese Größe! Wie die anderen Touris stapfen wir die vielen Reihen bis nach oben, und genießen die Akustik (ein Meisterwerk der Akustik dieses Theater, so hört man doch ein Streichholz oder eine Münze von ganz unten) und den Ausblick (hier sitzt man so hoch dass man Blick auf die umliegende Bergwelt hat).



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ETAPPE 6: Der Norden

Später geht es weiter Richtung Norden, wir nehmen die Landstraße im Osten am Meer entlang. Wir sind ganz froh die trubelige Gegend um Nauplia verlassen zu haben, hier ist alles wieder ruhiger, beschaulicher, grüner. Immer bieten sich schöne Ausblicke auf das Meer und die kleinen Dörfer.

Je mehr wir uns Korinth nähern, umso mehr nimmt die Bebauung zu. Ein SP bei Loutro Elenis bleibt mal wieder unentdeckt (die Beschreibung aus dem Schulz sind aber manchmal wirklich schwach) und da wir nicht die Zeit mit endlosen Suchen verbringen wollen (zumal man mit dem Womo eh kaum drehen kann), geht’s weiter Richtung Korinth, und natürlich zum Kanal von Korinth. Schon beeindruckend wie tief diese schmale Schlucht hinab geht.





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Nach dem wir uns das Schauspiel angeschaut haben, fahren wir weiter in Richtung Nordwesten.

Die Gegend um Korinth gefällt uns weniger: viel Verkehr, es ist laut, die Küste komplett verbaut. So geht es heute zu unserem dritten Etappenziel: Diakofto – natürlich primär aufgrund der legendären Zahnradbahn die einen in und durch die Vouraikos Schlucht bringt. Nach einem kurzen Irrweg finden wir den SP am Meer. Ein schöner Platz: zwar Kiesstrand, aber: so nah standen wir wohl noch nie am Meer (geschätzt keine 4 Meter)! Es gibt eine Dusche und Wasserhahn. Perfekt für einen schönen Tagesausklang am Meer!





Mit den Rädern geht es dann noch in den Ort (geschätzte 1,5 Kilometer). Wir sind überrascht: das kleine Dorf, das wir sehr touristisch vermutet hatten (nicht zuletzt aufgrund der o.g. Attraktion), ist fast überhaupt nicht touristisch, ganz im Gegenteil: man fühlt sich fast als Fremder unter den ganzen Einheimischen, die gemütlich in ihren Cafes sitzen. Wir fahren an einer Schule, einem „Fitnessstudio“ und diversen Geschäften vorbei. Am Ende des Ortes entdecken wir dann noch ein kleines Restaurant mit netter Terrasse. Wie nun schon bekannt, werfen wir in der Küche einen Blick in die Töpfe und werden natürlich fündig. Mit vollen Bäuchen geht es radelnd zurück zum Platz.

Erkenntnis des Tages: Lieber klein und ruhig als groß und Touri-Trubel!

901red am 21 Jun 2009 21:07:22

Dienstag / 2.6.

Was für eine grandiose Nacht! Keine einzige Mücke! Nur das Rauschen des Meeres! Hach…



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Wir haben gestern noch die Abfahrtszeiten der Bahn gecheckt, und erfahren dass heute und in den nächsten Tagen die Bahn nur einmal hoch und runter fährt. D.h. man fährt hoch und kann nur direkt wieder runterfahren (es sei denn man möchte 5 Stunden runter laufen). Nun gut, wir haben keine Wahl. So stehen wir pünktlich um 8:54 Uhr am Bahnhof, haben zwei Tickets (ca. EUR 14,- für 2 Personen) gelöst und sehen die einfahrende Bahn. Irgendwie hatten wir uns diese anders vorgestellt: halt alt, wie eine Dampflok o.ä. Aber offensichtlich (hatten wir auch irgendwo gelesen) wird der Fuhrpark erneuert. Also steigen wir in die moderne, klimatisierte Bahn ein, und los geht die Fahrt.



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Es geht durch die Schlucht, bestehend aus Bäumen und viel Grün, aber gleichzeitig aus Bergen und riesige Gesteinswände, begleitet durch einen sich die Schlucht herunterschlängelnden Fluss. Manchmal ist die Schneise gerade so breit wie die Bahn.

Insgesamt müssen wir sagen, dass wir uns die Fahrt deutlich spektakulärer vorgestellt hatten. Es gab zwar steile Stellen und tiefe Abgründe, aber insgesamt hielt sich alles im (unaufregenden) Rahmen.

Nach guten 2 Stunden kommen wir wieder unten im Ort an. Wir nutzen den Supermarkt für ein paar Einkäufe und verbringen den Rest des Tages am Meer. Langsam gewöhnen wir uns an den Kies – kein Wunder wenn man dafür wirklich direkt am Wasser stehen kann. Und ein Vorteil: kein Sand im Womo oder gar im Essen (sofern man draußen isst). Das Boot wird aufgebaut und es geht die Bucht entlang. Es bietet sich noch einmal ein toller Ausblick auf die Schlucht. Eine schöne Gegend, spärliche Bebauung, ein paar wenige kleine Hotels, im Hintergrund die riesigen grünen Bergwände.

901red am 21 Jun 2009 21:08:40

Plötzlich gegen Nachmittag kommt unerwartet richtig Wind auf. Und unsere kleine harmlose Bucht verwandelt sich in ein tosendes Meer. Einige Surfer riggen auf. Und verdammt noch mal, wiedermal gibt es extreme Böen – zwischen 8 und 30 Knoten innerhalb von Sekunden. Da geben auch die Surfer schnell auf, und wir wissen, dass das wieder mal nichts zum Kiten ist, zumindest nichts was Spaß machen könnte. Schade! Dann eben: Prost!

Erkenntnis des Tages: Auch Sandstrandfanatiker können sich an Kies gewöhnen.

Und: Peloponnes kann Wind nur in Böen.





ETAPPE 7: Der Westen Teil 2

Mittwoch / 3.6.

Der Wind wurde gestern noch so stark dass wir uns dann doch weiter nach hinten gestellt haben. Sicher ist sicher. (Wer weiß wie hoch das Wasser kommt!)

Schweren Herzens verlassen wir den Platz. Er hat uns doch sehr gut gefallen. Aber schließlich ist noch etwas Zeit und wir wollen noch ein wenig weiter. Schnell sind wir wieder auf der Autobahn Richtung Patras. Wir wollen noch einmal in den Westen der Insel, da dieser uns mit am Besten gefallen hat. An der Küste entlang rollen wir mit entspannten 110 km/h Patras entgegen. Die Landschaft und der Ausblick ist hier wirklich schön: Dörfer am Meer, umgeben von Grün, direkt dahinter die hohen Berge. Und wir (auf der Autobahn) mittendrin.

Wir wollen den Küstenstreifen unterhalb von Killini erkunden, und schauen ob wir hier noch einen netten Womo-Platz finden.

1. Versuch: CP bei Palouki. Der CP ist gut ausgeschildert. Die Straße endet an einem winzigen Hafen (eher Bootsanlegeplatz), direkt daneben der Campingplatz. Der Platz hat kaum Stellplätze am Meer, und die Bucht ist nicht wirklich schön (die Gegend wirkt etwas verlassen), obwohl es einen breiten Sandstrand gibt. Ja, ja, man wird anspruchsvoller.

2. Versuch: Savalia. Den Platz finden wir direkt (einfach bis zum Meer fahren). Der Parkrund ist allerdings wenig einladend. Es gibt links und rechts einige Container, Barraken, „verfallene“ Wohnwagen so dass es nicht wirklich nach Wohlfühlen aussieht. Vor dem Parkrund links ab geht (wie u.a. im Womoführer beschrieben) eine Schotterpiste durch den Pinienwald. Die Straße lässt sich gut (wenn auch sehr langsam) fahren. Plötzlich erspähen wir mitten im Wald einen Haufen Müll und darin: einen jungen Hund. Wir sind verwirrt. Was macht er da, allein mittem im Wald? Normalerweise rennen die wilden Hunde doch immer durch die Gegend und schnorren jeden an der kommt. Er aber liegt nur da. Ist er verletzt? Ist er angekettet? Ok, da können wir jetzt nicht vorbeifahren. Also anhalten, und durch den Wald zum Hund. Unglaublich scheu das Tier. Selbst als ich mich nähere, verkriecht er sich weiter unter einer Zeitung. Angekettet ist er nicht. Mh. Nun denn, Plastikschüsseln raus, Wasser in die eine, Leberwurst in die Zweite (wer hätte gedacht das unser „extra-für-grillen-am-strand“ Plastikgeschirr für diesen Zweck seine erste Anwendung findet!). Der kleine Wurm trinkt und futtert wie wild. Ok, Soll erfüllt. Weiter geht’s.

Am Ende der Straße dann der Strand. Leider sehr vermüllt. Und ganz so nah kann man aufgrund des sandigen Untergrundes nicht fahren. Wie auf dem Bild im Führer sieht es mal wieder nicht aus. Naja. Wir haben die Vermutung das aufgrund des Pinienwaldes viele Mücken auf uns warten und da der Strand nicht schön ist, fahren wir zurück.

3. Versuch: Paleohori. Zuerst durchqueren wir den Ort, der ziemlich klein und ziemlich runtergekommen wirkt, viele Häuser scheinen leer oder sind komplett verschlossen. Nach weiteren ca. 2 Kilometern erreichen wir den Strand. Es gibt ein oder zwei Tavernen, zudem eine Reihe von undefinierbaren Hütten, Mobilheimen, Ferienhäusern, ebenfalls alles etwas heruntergekommen und verlassen (vielleicht ist dies zur Saison anders). Die Straße am Strand führt über eine Metallbrücke und endet dann an einem großen Schotterplatz mit Taverne. Auch hier ist es leider wenig einladend. Die Taverne scheint zwar geöffnet zu haben, dahinter wieder einige Container. Der Strand ist schön und hier hätten wir sicher unsere Ruhe, aber die Gegend begeistert uns einfach nicht. Diese ganzen Barraken und verlassenen Hütten schaffen einfach kein Wohlgefühl.

Gut. Genug geschaut.

Dann ziehen wir eben ein Ziel vor, was wir ggf. noch für später angesteuert hätten: Olympia. Die Geburtsstätte der Olympischen Spiele. Die Stadt von Zeus. Von Pyrgos aus ein Katzensprung: gerade mal ca. 25 km landeinwärts. Die Straße ist gut, und ohne größere Steigungen. Wir passieren den kleinen Ort „Olympia“ – Touristenörtchen pur - und sind erstaunt, das es so wenige Parkplätze gibt (die Busse quetschen sich schon die Seitenstraße hinauf). Wir lassen unser Womo in einer Seitenstraße. Später sehen wir dass es noch einen größeren, offiziellen Parkplatz gegeben hätte.

901red am 21 Jun 2009 21:11:03

rest auf unser site, klick unten auf site, da das kopieren des textes doch immer wieder fehler meldungen produziert.
viele grüße
o

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