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Frankreich Juni / Juli 1991 am Tarn und in der Provence
Wieder einmal hat es mich erwischt. Als ich am gestrigen Freitag, bei gemütlichem Kaffeetrinken, auf der Terrasse vom plötzlichen Regen vertrieben wurde, nahm ich dies zum Anlaß, mal wieder in einem meiner Fotoalben zu blättern. Bilder und Erinnerungen aus längst vergangenen Zeiten Ich nahm das Fotoalbum aus dem Jahre 1991 zu Hand. Nicht wahllos, sondern bewußt, da ich in einem meiner Berichte erwähnt hatte, aus längst vergangenen Zeiten zu berichten. Ein weiter Grund war natürlich, dass ich mal vor Monaten im Forum nachgeforscht hatte, ob ein User über die Region Tarn schon einmal berichtet hatte. Ich habe schon einmal einen kleineren Bericht ( Frankreich 2001 ) geschrieben. Im Jahre 2007 waren wir ebenfalls dort. Wollte unbedingt mir den Viaduc de Millau in natura anschauen. Unseren ersten Urlaub in Frankreich, mit einem WOMO, war bereits 1990, als wir eine größere Frankreichfahrt unternommen hatten. Dort, in Ispagnac am Tarn, waren wir nur kurz geblieben. Seinerzeit hatten wir eine nochmalige Fahrt zum Tarn geplant und dies dann auch 1991 verwirklicht. Aus diesem Grunde möchte ich davon berichten. Bilder von anderen Usern habe ich bisher noch nicht gesehen. Ich denke mir aber, dass doch schon einige Forenmitglieder dort gewesen, zumindest in Millau, nach der Fertigstellung des Viaduktes, sind. Aber über einen Urlaub am Tarn ist wohl noch nicht berichtet worden. Vielleicht weckt mein Bericht das verlangen, dort einmal einen Urlaub zu verbringen. Uns hat es dort immer sehr gut gefallen. Aber genug der Einleitung zum Thema: Urlaub am Tarn Am 30.06.1991 ging es endlich los. Monate vorher hatte ich meinem Peugeot einen neuen Anstrich verpaßt. Nicht lackiert, nein, das wäre zu teuer geworden. Eine Neulackierung hätte in keinem Verhältnis zum Wert des Fahrzeuges gestanden, wenn man es realistsich betrachtet hätte. Für uns war aber der alte Peugeot J 7 ans Herz gewachsen und unverkäuflich und nicht bezahlbar.gewesen. Hört sich vielleicht doof an, aber war so. Habe des Wagen ja selbst ausgebaut und dann hängt man auch daran. Erst 1996 „trennte“ uns der TÜV vom 1. WOMO. Könnte unter „Jammerordner“ hierzu etwas schreiben und ein Bild dazu einstellen. Mache ich aber nicht, weil es etwas makaber wäre. Jetzt überlegt manch ein Leser, was ich damit wohl gemeint habe. Aber für Freunde des „schwarzen“ englischen Humors werde ich es in einem Teilabschnitt meines Berichtes machen. Aber bitte nicht allzu ernsthaft betrachten. Bin einmal auf die Reaktionen gespannt ! :D Also, jetzt geht es los. Dazu kommen jetzt erst einmal 2 Bilder von meinem Peugeot ( vorher, und nachher in „frischem“ Outfit ). Danach folgt der Bericht. mk9 ( Manfred ) Frankreich 1991
Wie bereits im 1. Teil erwähnt , begann unsere Urlaubsfahrt am 30.06.1991. Frühmorgens, in aller Hergottsfrühe, ging es los. Über die A 61 Richtung Süden. In diesem Jahr sollte es über die Schweiz nach Frankreich gehen. Unser Peugeot war mit einem Satz neuer Reifen versehen. Kostete damals für 4 Reifen mit Schläuchen knapp über 1.000,00 DM. Vor der ersten Raststätte auf der A 61 bemerkte ich ein mir bis dahin nicht bekanntes Geräusch, das ich trotz des Motorgeräusches am linken Vorderrad wahrnehmen konnte. Also langsam bis zum Rastplatz gefahren und die Fehlerursache / Geräusch gesucht. Ursache: lose Radmuttern am linken Vorderrad. Wäre ein kurzer Ausflug geworden. Heutzutage wird man bei Reifenmontage entsprechend hingewiesen, dass nach einer gewissen Laufstrecke eine Nachkontrolle sinnvoll ist. Aber wir waren gerade mal 100 km, seit der Reifenmontage, gefahren. Aber was soll`s. Selbst ist der Mann, hatte ja einen Drehmomentschlüssel dabei und dann an allen 4 Reifen die Radmuttern angezogen. Manchmal ist es gut, wenn man „ das Gras wachsen hört „. War mir eine Lehre geworden. Nach längeren Tagestouren habe ich, bis auf den heutigen Tag, immer die Reifenkontrolle vorgenommen. Nach dem Schreck ging es dann weiter. Mal sehen, was jetzt noch kommt. Es ging aber bis Basel ohne weitere Probleme weiter. In Basel eine Vignette gekauft, getankt, Pause mit Mittagessen im Restaurant und weiter geht`s Richtung Genfer – See. Aber dann passierte es gegen Abend. An einer Steigung fiel die Geschwindigkeit immer mehr ab. Was war denn jetzt wieder los, konnte nur am Motor ein Problem sein. Kamen mit Müh und Not bis zu einer Tankstelle mit Raststätte. Die Steigung hatten wir mit ca. 30 bis 40 km/h dennoch geschafft. Es war mittlerweile schon 21.00 Uhr. Zeit zum Abendessen und anschließend Nachtruhe. Auf die Frage meiner Frau, wie soll es jetzt weitergehen, konnte ich nur beruhigend sagen, dass es sicherlich nur ein Zündproblem sei und das ich am nächsten Morgen überprüfen werde. An dem heißen Motor wollte ich nicht ran, war auch zu müde dazu. Es waren ja auch schon ca. 700 km , die wir seitdem gefahren waren. „ Nächster Morgen, keine Sorgen“, mit diesem Optimismus sollte man den neuen Tag beginnen und wie sagte eine damalige Fernsehmoderatorin: „ Es wird alles wieder gut „. Oder wie sagt der Kölner: ett iss, wie ett is, ett kütt, wie ett kütt und ett hätt noch immer joot jejange. Anmerkung: ( Kölner Forenmitglieder: ist das so richtig geschrieben ? ). Sö ähnlich schreiben wir es am linken Niederrhein –je nach Städten unterschiedliche Dialekte-. Nach einer geruhsamen Nacht und einem ausgiebigem Frühstück konnte ich den Fehler lokalisieren und beheben. Vor dem schlafen gehen hatte ich aber auch Überlegungen angestellt, was die Ursache sein könnte. Mein Gefühl hatte mich nicht getäuscht: es war ein defekter Zündkerzenstecker am 4. Zylinder. Mit dünnem Kupferdraht und Isolierband wurde der Fehler behoben. Irgendwann werde ich in Frankreich einen neuen Kabel- stecker besorgen. Motor lief wieder einwandfrei. Also ging es weiter nach Genf. Dann auf die A 41 Richtung Grenoble. Die Mautgebühr ( Kategorie 3 eingestuft ) hat 33 FF gekostet. Beleg ist noch vorhanden. Von Grenoble ging es weiter auf der N 92 Richtung Valence, über Romans s. Isère auf der RN 532 . War aber nicht so vorgesehen. wollte direkt von Grenoble auf der A 49 nach Valence fahren. Habe nicht auf meine Frau hören wollen, :) Resultat: längere Fahrdauer, aber Maut gespart. Andersherum wäre besser gewesen. Aber das war kein Beinbruch. Haben auf dieser Strecke sicherlich mehr gesehen, als nur auf der Autobahn zu fahren. Jetzt will ich es kurz fassen, sollen ja Bilder kommen. Also von Valence bis Montelimar auf der Autobahn und dann in le Teil in die Ardeche nach Villeneuve-de-Berg auf den Campingplatz.. Dort sind wir vom 1. bis 3.7. geblieben. Am 3.7. ging es dann weiter. Aber davon später mk9 ( Manfred ) Ganz klasse und wegen mir musst dich nicht so kurz fassen :)
:top: Janz jenau rischitsch!!!! :lol: :daumen2: :dance2: Schön Dein Bericht, ich finde auch, fass Dich ruhig laaaang, gerade die kleinen Begebenheiten so am Rande machen die Sache erst richtig lebendig! Ich lese auch fleissig mit.... Hallo Manfred,
bitte nicht kurzfassen, Deine Berichte sind sooo herrlich. Und hast Recht.......früher hörte man öftermal eine Durchsage im Radio, dass vom PKW mit dem Kennzeichen XY die Radmuttern nicht richtig angezogen wurden (ich erinnere mich noch gut an die Durchsagen), heute liegen meist andere Räder auf der Autobahn (meist die von den unsachgemäß befestigten Fahrradträgern) :wink:. Aber Du warst ja aufmerksam und hast die Gefahr gebannt, ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung ! An anderer Stelle hatte ich ja schon mal geschrieben, dass wir uns in Deinen Reisezeiträumen in den 80/90er Jahren auch oft in F aufgehalten haben, Deine Berichte sind für mich immer so eine Art Revival Tour.................besten Dank dafür..............und dann immer diese(s) stilechte(n) Reisemobile!!!. 1991 war ich übrigens das erste Mal auf Korsika...... Hallo an Beduin, kompakt und MichaelW,
ich kannes halt nicht sein lassen, Berichte sind immer so lange. Sehe es immer dann erst wenn ich geschrieben habe. Für ich ist das wie ein Tagebuch, aus dem ich abschreibe. Tatsächlich sind es nur kurze Hinweise, stichwörtartig, wie Zündaussetzte, Radmutter, Ehepaar aus Maastricht usw usw. Aber das steht dann im Album und kann mich dann wieder gut erinnern, wenn ich die Bilder und Kommentare lese. Mir macht es dann auch Spaß, dies alles zu scheiben. Ich bzw. meine Frau und ich haben es erlebt, warum sollen wir es nicht auch mitteilen. Ist und war Vergangenheit, die ich für mich persönlich wieder aufleben lasse. Irgendwann kann ich nichts mehr berichten und lese dann nur noch die Reiseberichte der anderen Forenmitglieder. Aber ich blättere immer wieder unter der Rubrik FRANKREICH zurück und lese dann auch die Berichte von Usern mit Vergnügen und erfreue mich an Bildern aus Gegenden / Orten, die ich nicht kenne. Und das ist für mich eine visuelle Reise. Manfred Frankreich 1991
1. Juli bis 3. Juli Auf dem terrassenförig angelegten Campingplatz hatte man eine schönen Ausblick. Neben uns standen Mit ihrem Wohnwagen ein älteres Ehepaar aus Holland. Außer ein paar Höflichkeitsfloskeln beherrsche ich nicht die holländische Sprache. Meine Frau dagegen konnte der Unterhaltung einwandfrei folgen. Ab und zu mußte ich mich dann bei meiner Frau entsprechend kundig machen. Das haben dann auch die Niederländer mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen und danach mit uns auf deutsch parliert :D ( kleiner Scherz von mir, natürlich mit uns auf deutsch gesprochen ). Es stellte sich dann heraus, dass sie aus Maastricht waren. Und viele Maastrichter sprechen deutsch. Es waren 2 schöne unterhaltsame Tage mit dem Ehepaar. Den Tarn, wo wir hinwollten kannten sie natürlich. Ist ja auch schön, wenn man seinen Wohnwagen abstellen und dann mit dem PKW die Umgebung aufsuchen und erkunden kann. Manchmal wünschte ich mir, dies auch machen zu können. Aber mit dem Rangieren eines Wohnwagens käme ich nie zu recht. Theoretisch habe ich keine Probleme damit, aber in der Praxis wäre ich eine Niete. Kann damit ja auch leben, habe ja ein kleines Wohnmobil, meinen/unseren Peugeot. Abreise am 3.7. Richtung Tarn. Von Villeneuve auf der N 102 Richtung Aubenas und von dort Richtung Mende. Aber bis dahin war noch ein lange Strecke zu bewältigen. Da unsere Abreise rechtzeitig vonstatten ging, wurde eine Nebenstrecke über les Vans nach Villefort gewählt. Zunächst bis les Vans üblicher Straßenverkehr. Dann Aber, auf der D 901 hatte man das Gefühl, daß keiner unterwegs war. Ab und zu mal ein PKW. Zumindest von Villefort bis kurz vor der N 88 , die von Toulouse nach St. Etienne bei Lyon führt, hatte ich den Eindruck, dass wir alleine unterwegs sind. Kilometerlange, aber relativ geringe Steigungen durch Wäld und Freiflächen erwarteten uns auf unserer Fahrt. Tankstellen gab es keine. Wir hatten aber rechtzeitig getankt. Unendliche Weite, kein Ort, kein Verkehr nur wir alleine. Hätte man jetzt eine Panne, so wäre man aufgeschmissen. Zu Fuß zum nächsten Ort, aber das wäre nur le Bleymard gewesen. Aber 15 km bis dahin oder zurück nach Villefort. Und es kam, wie es kommen mußte, wieder Zündaussetzer. Durch die Motorhitze hatte sich das Isolierband gelöst und der Kerzenstecker hatte keinen festen Halt mehr. Also Zwangspause und abwarten. Zeit für eine kleine Mahlzeit an einem schattigen Platz. Danach erneute, provis. Reparatur. Mußte doch irgendwo ein Ersatzteil kaufen. Wenn wir in Mende sind, werde ich mich darum kümmern. In mende auf dem CP erst einmal ausgiebig gegessen. CP war damals recht einfach, große Wiese mit Baumbestand, einfache aber saubere Sanitäranlagen. Außer uns nur einige Wohnwagen und viele Zigeuner,soll nicht abwertend klingen, also sage ich einfach statt dessen Roma oder Sinti. Mit großen Luxusschlitten und mit neuesten Transportern mit Teppichen und was weiß ich sonst noch. Sehr freundliche Leute, dass muß ich schon sagen. Nach einem kleinen Imbiss wurde erst einmal geduscht. Haare trockneten an der Luft, es war schon noch sehr warm an diesem Nachmittag. Beim CP – Betreiber habe ich mich nach einer Peugeot-Werkstatt erkundigt. Die ich dann auch am nächsten Tag aufgesucht habe. Ersatzteil kostete 15,54 FF. Die kleine Reparatur habe ich dann auf dem Werkstattgelände ausgeführt, bevor die letzte Etappe zum Tarn begann. Kleine Anmerkung zu Villefort und Mende. Villefort, ein Wintersportzentrum und im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für Wassersportler. Der Stausee ist zum Teil für Segler andere Teile für Wasserskifans und Motorbottfahren abgeteilt, damals zumindest. Westl. von Villefort beginnt aicj der Regionalpark der Cevennen mit dem Mont Lozère. Bekannt Flüsse entspringen in diesem Gebiet: Tarn, Lot, Allier, Chassezac sowie Altier. Die Quellen der Flüsse wissen nicht welchen Hang sie wählen sollen, mal südlich, nördlich oder östlich. Und was gibt’s über Mende zu sagen: es ist die Hauptstadt der Lozère. Die Geschichte ist mit Mende nicht gerade sanft verfahren, zerstört von den Hugenotten des berüchtigten Capitaine Mathieu Merle während der Revolution als kirchliches Fürstentum verwüstet und schließlich bei Kämpfen der Résisttance im II WK. Aber vieles läßt sich ja auch im Internet nachsehen, für denjenigen, der sich für Mende interessiert. Was ich jetzt geschrieben habe, ist Artikeln entnommen, die ich im Album eingeklebt habe. Das zur Info. Genug der Buchstaben, jetzt die Bilder. mk9 ( Manfred ) Sollte mit den Bildern weitergehen.
Das Bild von der Kapelle irgendwo zwischen Villeneuve und Villefort. Bilder ohne Kommentar sind von der Fahrt zwischen Villefort und Mende. Manfred Noch ein kleine Mitteilung zu dem Bild ( Einmündung auf die N 88 ):
Aller guten Dinge sind, normalerweise, DREI. Aber es kommt noch ein 4. Ereignis hinzu. Keine technische Panne, nein, der Kühlschrank, vielmehr das Tiefkühlfach tat des Guten zuviel. Hatte eine, blödsinnigerweise, Glasflasche mit Wasser deponiert. Bei der Pause an der N 88 wollten wir diese trinken. War aber nicht möglich. War ein Eisklumpen geworden und war natürlich geplatzt. War nix mit Wasser. Hatten wohl Eis mit Glas (splitter ). Also Verzicht auf eine Abkühlung. :D Manfred PS 12-Volt Kühlung kann auch nicht immer das Gelbe vom Ei sein. :) Frankreich 1991
F 48000 Mende, 04. Juli 1991 Abfahrt vom CP, zum Peugeot-Händler, Ersatzteil gekauft und eingebaut. Jetzt kann es weiter gehen. Ziel ist Les Vignes am Tarn. Wir haben 3 Möglichkeiten. Zwei Möglichkeiten auf breiteren Straßen, entweder auf der N 106 über Ispagnac ( waren 1990 dort ) oder über Millau und dann zum Tarn nach Les Vignes (in 2001 und 2007 diese Strecke genommen), aber das kannten wir damals noch nicht. Die dritte Möglichkeit wurde gewählt. Sie führte uns über die Causse de Sauveterre direkt nach Ste. Enemie und dann nach les Vignes. Also nehmen wir die D 986, die auf 2/3 der Strecke als landschaftlich schön eingezeichnet war. Von Balsièges ca. 4 bis 5 km langer Anstieg, schätze mal 5 bis 6% Steigung, durch einen Forst zum Hochplateau hinauf. Dann kam zunächst nur Heidelandschaft, die auch ihre Reize hat. Kurze Pause an der Abzweigung nach Chanac. Danach Weiter Richtung Ste. Enemie. Wir sahen schon den Ort im Tal liegen. Habe nur gedacht, auf was ich mich da eingelassen habe. Am Straßenbelag und Gestaltung der Abfahrtsstrecke wird sich wohl nichts geändert haben. Habe nur an die Bremsen gedacht, und was noch auf uns zukommt. Vonwegen befestigter Seitenstreifen. Damals zumindest nicht. Aber wer fährt denn da auch mit einem Wohnmobil. War eine Departementstr. ( D 936 ) und in der Legende im Atlas als Hauptverkehrsstraße bezeichnet, stimmt zwar, weil es eben keine andere Straße nach Ste. Enemie gab. Gut, war auch mit dem Peugeot zu befahren. Die Straße führte also von A nach B und für uns wohl auch kein Problem. Tief durchatmen und weiter. Habe immer die Straßenseite genommen, wo meine Frau vom Seitenfenster noch den Straßenbelag sehen konnte. Fühlte mich so, als ob ich auf Englandsstraßen mich bewegte, und auch die Straßenmitte genommen. Kam je keiner uns entgegen oder befand sich hinter uns. Habe es zumindest nicht bemerkt. Wäre mir auch egal gewesen. Aufatmen, als wir in den Ort kamen. Dann war es auch nicht mehr soweit bis Les Vignes. Auch diese Aussage ist relativ. Kurven um Kurven, manche einsehbar, viele nicht. Aber mit dem Peugeot fährt man ja auch nicht schnell, zumal man immer mit Gegenverkehr rechnen mußte, was auch der Fall war. Schon einmal den Gegenverkehr vorbei gelassen. Kein Kräftemessen, bringt ja auch nichts, nur Aufregung. Wir haben ja Zeit und stehen nicht unter einem Zeitdruck. In Les Vignes, die Reception befand sich direkt an der Straße, der Campingplatz über eine Abfahrt direkt am Tarn. An der Reception nach einem freien Platz mit Stromanschluß gefragt und für den nächsten Morgen ein Baguette und Croissants bestellt. Angenehm war auch, dass ein kleiner Lebensmittelladen neben der Reception vorhanden war. ( 2007 war das aber schon wieder anders ). Wir auf den Platz gefahren, direkt am Tarn war kein Platz mehr frei. Wir waren da, keine Zwischenfälle und alles einwandfrei verlaufen. Ein schattiges Plätzchen gefunden, unsere Nachbarn waren mehrere belgische Camper mit Wohnwagen und einem separaten Hänger mit Kanus. Als unser Wagen stand und wir eine Kaffeepause eingelegt hatten, haben wir die Belgier, die direkt neben uns standen begrüßt. Hatten Spaß an unserem Peugeot und wollten wissen, ob wir zum Kanufahren an den Tarn gekommen sind. Das war natürlich nicht unsere Absict gewesen, aber warum nicht. Unsere Nachbarn waren Wallonen, also aus dem franzosisch sprechenden Teil Belgiens. Sprachen aber auch Deutsch. Vielleicht waren sie auch aus dem Raum Eupen, War auch egal. Es gab somit keine Probleme um eine Unterhaltung zu führen. Im anderen Falle hätte ich Probleme gehabt, außer kleinen Höflichkeitsworten war Ende im Schacht, kann man so sagen. Erkenntnis des Tages. Unter Campern gibt es keine, oder fast keine Probleme bzgl. Sprachbarrieren. Jetzt ein paar Bilder von der Causse de Sauveterre und von unserem Platz in Les Vignes. Bilder sind nicht so berauschend. Habe kein Programm um die Bilder ein bißchen aufzumotzen, oder in bin dazu nicht in der Lage. Vielleicht lerne ich das auch noch, aber auch nur vielleicht. mk9 ( Manfred ) Ps Bilder kommen noch. Jetzt erst einmal Abendessen :D wie versprochen: Bilder von der Fahrt über die Causse Sauveterre nach Ste. Enemie und vom CP in Les Vignes / Tarn.
Schönen Sonntag wünscht mk9 Frankreich 1991
Urlaubstage ab 04.07.1991 in Les Vignes auf dem Campingplatz Unsere Vorräte gingen zur Neige. Mal sehen, was es in Les Vignes, also im Ort zu sehen gab. Also mit den Fahrräder zum Ort gefahren und dort eingekauft. Obst und Gemüse und natürlich auch einige Spirituosen, bin ja schließlich im Urlaub und brauche die nächsten Tage kein Fahrzeug. Er, der Peugeot, braucht ja auch mal eine kleine Verschnaufpause bevor er uns noch in die Provence bringt. Aber zunächst sind wir ja am Tarn. Ein Prospekt, dass auf Kanutouren hinwies haben wir an der Reception gesehen. Wäre ja auch mal ein Urlaubserlebnis der besonderen Art, jedenfalls für uns, die noch nie in einem Kanu gesessen haben. Wäre doch auch einmal was für uns. Den Tipp: Kanufahrt auf dem Tarn hatten wir von einem Bekannten erhalten und uns neugierig gemacht. Ich, als Nichtschwimmer, hatte zunächst doch ein wenig Bedenken für eine solche Fahrt. Aber mit Schwimmweste, die vorgeschrieben war. dürfte wohl bei einem solchen Unternehmen wohl nichts schief laufen, zumal der Tarn nicht gerade Hochwasser führt. Dies war auch nicht der Fall und auch nicht zu erwarten. Also im Dorf einmal nachgefragt, wann die nächste Tour vorgesehen war. Da für den folgenden Tag schon Anmeldungen vorlagen, haben wir uns ebenfalls angemeldet und die Kanutour bezahlt. Es gab 2 Teilstrecken, einmal von St. Chely du Tarn bis La Malene 9km, bzw. La Malene bis Cirque des Baumes 8km.. Man hätte noch von Ste. Enemie bis Cirque des Baumes fahren können, aber das wären dann schon 23 km gewesen. Nur nicht übertreiben, also die Tour von St. Chely bis Cirque des Baumes gebucht und dafür 200 FF bezahlt. Am nächsten Morgen mit dem Fahrrad nach Les Vignes. Dort wurden wir in einem VW Bulli verfrachtet. Waren jetzt zu 6 Personen, die anderen Teilnehmer waren mit PKW`s schon in St. Chely. Am VW war schon der Anhänger mit den Kanus. Wir waren dem Fahrer jetzt auf der kurvenreichen Strecke nach St. Chely gnadenlos ausgeliefert. Mann oh Mann, auf was hatten wir uns da eingelassen. Es war ja die Hausstrecke des Fahrers, aber so schnell brauchte es nicht zu sein. Bin in früheren Jahren auch sehr zügig mit dem Pkw gefahren. Aber es ist ja schon ein Unterschied, ob man gefahren wird oder selbst fährt. Nicht, dass ich Angst hatte. Aber du sitzt da im Wagen und die Landschaft rauscht an dir vorbei, vielleicht etwas übertriebene Schilderung von mir. Kann aber nur der nachvollziehen, der diese Strecke ( D 907 BIS ) kennt. In St. Chely hatten wir wieder festen Boden unter den Füßen. Die Kanus wurden abgeladen, Schwimmwesten verteilt, kurze Unterweisung –haben nichts verstanden- :D jedes Boot / Kanu erhielt noch eine Tonne, die einen Deckel erhielt, um dort Utensilien ( Kamera, Verpflegung , Kleidung usw usw ) zu verstauen. Jetzt die Schwimmwesten an und auf geht`s. Vom linken Tarnufer mit einem großen Sandstrand, Steinstrand wäre wohl richtiger gewesen das Boot auf den Fluß geschoben. Eingestiegen, Paddel zur Hand und versucht in die Strömung des Tarn zu kommen. Wir waren die ersten aus der Gruppe, Anfänger wie die anderen Teilnehmer. Unser Manöver klappte auf Anhieb. Sahen für die Nachfolgenden wie Profis aus. Ohne Scherz, die hatten mehrere Versuche bis sie zur Flußmitte gelangten. Zunächst brauchten wir, als wir in der Flußmitte waren nur zu steueren. Danach mußten wir aber doch entsprechend die Paddel benutzen. Weiß nicht, ob das die richtige Formulierung ist. Ist ja auch egal. Es klappte wunderbar. An der nächsten Flußbiegung haben wir dann das Ufer Angesteuert und auf die anderen gewartet und ein kleines Sonnenbad genossen. Einfach herrlich. Wir ließen die anderen Teilnehmer erst einmal vorbeiziehen, wir hatten ja bis 18.00 Uhr Zeit, und es war ja gerade mal kurz nach 9.00 Uhr. Damit es nicht zu langweilig wird, kommen jetzt ein paar Bilder. Später geht es weiter mit der Kanutour auf dem Tarn mit Bildern bis zum Cirque des Baumes ( Endstation ). Danach ist der Tarn nicht mehr befahrbar –für ein kurzes Stück –; ab Les Vignes ( Campingplatz ) kann man noch zig km den Tarn Richtung Millau fahren. A bientôt mes amis mk9 ( Manfred ) Frankreich 1991
Kanutour auf dem Tarn Zwischendurch wurden mehrere kleine Pausen gemacht, bevor die Tour weiterging. Teils tiefe Stellen, teils flaches Wasser. Da mußte man schon aufpassen, dass das Kanu nicht auf einem Felsbrocken im Wasser aufsetzte. Das passierte man aber nur auf dem Teilstück ab La Malene. Bis dahin ging es um mehrere Flußbiegungen. Die Strömung war stellenweise sehr stark und man mußte schon diese Flußbiegung an richtiger Stelle ansteuern. Es passierte für uns Nichterfahrene mehrmals, dass wir auf den steinigen Strand getrieben wurden. Damit es nicht so aussah, dass das unfreiwillig geschah haben wir dann wieder einmal eine Pause gemacht. Mittlerweile spürte man auch den Allerwertesten, wir saßen ja in dem Kanu. Dafür waren ja auch die Sitze da, oder steuert man doch ein Kanu indem man sich dort hinkniet ???? Wir haben gesessen und eine Lektion erteilt bekommen. In La Malene mußte man eine Reuse überwinden. Aber wie ? Einfach hinunterfahren oder aussteigen. Da war das Wasser für mich zu tief. Aber halt, da gab es ja an der linken Flußseite eine Art Rutsche. Sah schon einladend aus und die haben wir dann auch genommen. Wären doch besser ausgestiegen. So hatten wir doch einiges Wasser im Boot. Also wieder ans Land, das Kanu umgekippt und alles war wieder paletti. Zunächst ging es dann zügig weiter, Wasser strömte stellenweise sehr schnell. An einer nach links verlaufenden Biegung mit anschließender Rechtskurve geschah es dann. Kanu steuerte unaufhaltsam auf einen Felshang zu, vor uns hatten andere Kanufahrer ebenfalls große Probleme, dem Felsen auszuweichen, aber ohne Erfolg. Uns geschah es ebenfalls, daß wir mit voller Wucht gegen den Felsbrocken fuhren. Aber die Boote hatten wohl alle ihre Blessuren an diesem Felsvorsprung davon getragen. Aus dem Wasserstrudel herauszukommen war doch nicht so einfach, wie wir uns das vorgestellt hatten. Danach verlief die Weiterfahrt aber ohne Probleme. Zweimal Mußte ich aus dem Kanu steigen, weil wir auf einem Felsbrocken festsaßen, Keine Handvoll unter dem Kiel, wie man so sagt. Diese Brocken im Wasser sah man oft nicht früh genug, und so saß man halt mal fest. War schon eine lustige Tour. Für Diejenigen die sich nicht abrackern wollten, gab es flache Boote, die von einem Einheimischen gesteuert wurden .und konnten in La Malene gemietet werden Aber das machte ja nicht so großen Spaß. Gegen 17.30 Uhr kamen wir dann am Ende der zu befahrenen Strecke, Pas de Souci, an. Danach ist der Tarn nicht mehr befahrbar. Erst wieder ab dem Campingplatz. Nachdem die restlichen Kanufahrer eingetroffen waren ging es mit dem VW Bulli und den Kanus wieder zurück nach Les Vignes. Mit dem Fahrrad ging es dann wieder zurück zum Campingplatz. Auf dieser Rückfahrt hätte ich mir einen gaaaanz weichen Sattel gewünscht. :) Aber diese Tour hat uns Beiden sehr viel Spaß gemacht . Von dem Felsen, den wir berührt haben habe ich noch ein Foto aus einem anderen Jahr, fotografiert von der Straße oberhalb des Tarn. Das suche ich noch heraus. Muß mal nachsehen, in welchem Jahr das war. Foto kommt aber noch. Nun noch einige Bilder von dieser Fahrt. Manfred ( mk9 ) Ich denke mal, dass ich das angekündigte Bild habe.
Weiß es aber nicht mehr ganz genau, war in jedem Fall auf dem letzten Streckenabschnitt von La Malene bis zum Cirque des Baumes. Links unten am Felsen waren starke Wirbel. Das Boot das man sieht, ist eines, was man mit einem Führer mieten kann. Der kennt die Stellen, die gefährlich sein können. Kennt sich ja gut aus. Manfred Hey Manfred,
Dein Bericht bringt schreckliches Fernweh, denn meine Fahrt durch die Chevennen mit meinem L300/Dethleffs 2007 war eine der schönsten und interessantesten Reisen bisher. Und viele Ziele, die Du angesteuert hast, habe ich auch gesehen. Und unser beider Vorteil war sicher die Größe/Ausmaße unserer Fahrzeuge. Die kleinste Straße konnte ich sogar befahren, nur wenn einer entgegenkam, gab es nichts als Rückwärtsgang und eine Ausweichbucht finden. Vielleicht bringt mir die Winterzeit genügend Freiraum und ich krame meine digitalen Fotos mal aus und die dazugehörige Landkarte und schaffe es einen kleinen Bericht oder zumindest Fotos hier einzustellen. Hallo Mary,
ich würde mich freuen, wenn Du auch Deine Bilder mal zeigen würdest. Vielleicht erkenne ich dann auch einige gemeinsame Bilder aus der Region CEVENNEN. 2007 waren wir ebenfalls noch einmal am Tarn, wollten unbedingt über den Viaduc de Millau fahren, auf der Hinfahrt ohnehin. Und weil es so schön war haben wir auf der Rückfahrt nochmals die Brücke befahren. Habe es noch vor, von dem Urlaub 2007 zu berichten. Es stimmt, was Du sagst. Mit Fahrzeugen, die nicht so groß sind, hat man auch gewisse Vorteile, wenn man kleinere Straßen in wenig befahrenen Regionen nimmt. Mit liebem mk9 ( Manfred ) Jetzt geht es weiter mit meinem Berich von:
Frankreich 1991 ....... der Tag danach ( 07. Juli 1991 ) Noch am nächsten Tag spürten wir noch die Folgen der Kanufahrt. „Wo wir am vorigen Tag waren“, fragten uns unsere belg. Nachbarn. „Kanutour“, war unsere Antwort. „Welche Strecke habt ihr denn genommen“, lautete die nächste Frage. Jetzt haben wir von unserer Tour ausführlich berichtet. „ Für Anfänger war dies viel zu lange“ bekamen wir zu hören. Aus der Kurzinformation wurde ein längeres Gespräch. Gut, dass unsere Nachbarn mit uns in deutsch sprechen konnten. Sie waren mit noch anderen Freunden zur Kanutouren zum Tarn gekommen. Auf einem der Bilder ist im Hintergrund ja auch ein Kanu zu sehen. Hatten mit einem separaten Hänger ihre Kanus aus Belgien mitgebracht. Ihr gemeinsamer Urlaub war en also Kanufahrten. Auch von Les Vignes bis vor Millau. Es wurde aber noch ein Freund erwartet. Der kam dann auch am nächsten Tag mit seinem PKW. Als wir ihn sahen, bekam er den Namen Jaruzelski. :D Jetzt fragt sich so mancher, was soll das denn bedeuten. Zur Aufklärung, wie wir zu diesem Namen gekommen sind, war, dass der Kanufahrer, der zu den Belgiern gehörte, wie der ehemalige polnische Ex-Präsident, General Wojcich Jaruzelski aussah. Eine verblüffende Ahnlichkeit war vorhanden. Trug auch immer eine große Sonnenbrille. Im Gegensatz zum Original war er aber ein sympathischer Mensch. Am 8.7. haben wir eine Fahrradtour nach La Malene unternommen. Haben dann noch mal die Anlegestelle unserer Kanufahrt aufgesucht und einige Aufnahmen vom Tarn gemacht. In La Malene zu Mittag gegessen. Menue war nicht so teuer. Dafür kostete ein Glas Bier 9 FF und eine Flasche Mineralwasser 18 FF !!! War schon heftig. Auf einem der Bilder ist die Brücke über dem Tarn zu sehen. Dort, wo ich die Aufnahme gemacht habe, führt eine Straße zur Causse Mejean. Diese Straße ist für Gespanne sehr gefährlich und führt über das Hochplateau zu den berühmten Grotten Aven Armand.. Sind selbst aber dort nie gewesen, haben davon aber einiges gelesen. Heute war der letzte Tag auf dem CP in Les Vignes, wollten weiter in die Provence. Als wir von La Malene zurückkamen, waren alle Belgier zu einer gemeinsamen Kanufahrt von Ste. Enemie bis zum Cirque des Baumes aufgebrochen und kamen am späten Nachmittag wieder zurück. Das waren dann die Profis, die die 23 km auf dem Tarn gefahren waren. Am gleichen Abend haben wir dann noch mit den Belgiern zusammen gesessen. Haben aber von der Unterhaltung absolut nichts mitbekommen, weil sie sich in französisch unterhalten haben., Einige Passagen der Unterhaltung haben uns dann das belg. Ehepaar auf deutsch erklärt. Am späten Abend haben wir uns dann schon einmal verabschiedet, falls die Belgier am nächsten Tag von CP aus weiter in Richtung le Rozier mit ihren Kanus auf dem Tarn fahren wollten. Jetzt noch einige Bilder von unserem Tagesausflug. Manfred ( mk9 ) weitere Bilder von La Malene und Weiterfahrt in die Provence bis Maussane les Alpilles zum Campingplatz.
Manfred Frankreich 1991
Abfahrt vom Campingplatz in Les Vignes nach Maussane ( in der Provence ) Am Morgen des 9.7.91 wurden die bestellten Baguettes und Croisannts an der Reception abgeholt und die Rechnung für unseren Aufenthalt in Höhe von 275 FF bezahlt und versprochen, dass wir noch einmal wiederkommen würden, weil es uns hier so gut gefallen hat. Wurde auch später eingehalten, aber davon in einem späteren Bericht. Wie üblich wird es immer etwas spät, bis wir abfahren. Jetzt ging es Richtung Millau. In Le Rozier bogen wir dann auf die D 996 ab in Richtung Meyrueis. Die Straße war auch nicht breiter und in der Beschaffenheit wie die Strecke von Les Vignes bis le Rozier. Vielleicht heute ein besserer Straßenbelag. Zum Teil trug die Straße oberhalb der Schlucht ( Gorges de la Jonte )zur Schluchtseite enorm ab. Man fuhr ein ganzes Stück mit „Schlagseite“, was zur Folge hatte, dass ich wiederrum die linke Fahrbahnseite beführ, meiner Frau zuliebe. Sie hatte freien Ausblick in die Schlucht. Fahrbahnmarkierungen gab es damals nicht, zumindest auf einem großen Streckenabschnitt. Später wurde es dann wesentlich besser, beginnend vor Meyrueis. Schnellfahren war nicht angesagt, da es sich um eine landschaftlich sehr schöne Strecke auf der Causse Mejean handelte. Hauptattraktion der Gorge sind die, in den 70iger Jahren, seßhaft gemachten Aasgeier. In Meyrueis wird es wieder lebhafter, mehre CP dort ebenfalls vorhanden. Die erste Pause haben wir am Col de Perjuret gemacht und das 2. Frühstück eingenommen. Ein Bild habe ich im vorherigen Bericht gezeigt. Im Vordergrund ist die Straße die zum Mont Aigoaul ( 1567 m hoch ) mit einem Observatorium zu sehen. Der Blick von unserem Rastplatz zeigt das Gebiet in östlicher Richtung, im Tal liegt Florac, unsere nächste Station. Bis dahin geht es aber noch 24 km nur abwärts. Also wieder einmal ein bißchen die Bremsen schonen. Man weiß ja nicht, ob einige starke Gefällstrecken kommen. In Florac erst wieder eine Pause gemacht und den Ort besichtigt. Sicherlich gibt es im Internet einiges, was man erfahren kann. Nach einem Mittagessen in Florac, Bild habe ich gezeigt, ging es dann weiter auf der N 106 über Nimes, Arles nach Maussane les Alpilles. Im Nachhinein hätte man auch die Corniche des Cevennes nehmen können, bis Anduze. Wäre wohl kürzer gewesen. Aber ob dann noch die Zeit gereicht hätte. Eine weitere Übernachtung wäre auch nicht das Problem gewesen. Wäre sicherlich ein interessante Strecke gewesen. Jetzt waren wir aber in Maussane, wo wir 1990 bei unserer 1. Frankreichtour schon einmal gewesen waren. Bilder kommen noch. Bis dahin schönen an meine Leser. Jetzt wird erst einmal eine Kaffeepause gemacht. Am Abend melde ich mich wieder. Manfred ( mk9 ) Also Manfred :daumen2:
hole ruhig ... alle .....Deine Berichte raus :!: ob Alt oder jung es macht immer wieder Lust auf mehr ... wenn man deine Berichte liest ( und auch sieht ) ... es grüsst Carsten Salut Manfred...
es ist das Land der " Causses ", ( Hoch Plateau ), der ausgedehnter ist der von Larzac. Am Mont Aigoual waren wir auch, in der Gegend gibt es auch Grotten zu besichtigen wie " Aven Armand " , " l´Abime de Bramabiau ", " Grotte d´Argilan " um nur einige zu nennen. Die Gegend liegt bereits im Parc National des Cévennes ... , gary32 Salut Gary,
das hast Du vollkommen Recht. Hätte mir gerne einmal Aven Arman auf der Causse Mejean angesehen, da ein guter Bekannter mir den Besuch empfohlen hat. Hat aber nicht geklappt. Es war 1990 als wir vom CP in Ispagnac waren und von dort nach Les Vignes gefahren sind. In Les Vignes sind wir, noch mit dem Vorgängermodell, einem Peugeot J 7, über die Brücke zum Hochplateau gefahren. Schotterstrecke damals noch. Wir waren ungefähr schon oben, als mich der Mut zur Weiterfahrt fehlte. Haben auf dem letzten Stück an einer größeren Ausweichstelle gehalten und wieder zurückgefahren. Unser Bekannter, dem wir dann ein Bild gezeigt haben, sagte uns später: Bald wärt ihr oben gewesen. Schade. Von dieser Reise durch Frankreich habe ich unter „ Tour de France „ - Reisebericht bewußt mit den Anführungszeichen versehen - , damit man den Bericht nicht mit der Radtour verwechseln würde. Da ist auch ein Bild von meinem J 7 ( Frontansicht in blau – weiss – rot ) zu sehen. War unsere 1. Fahrt mit einem Wohn-mobil. Und was die Causse Larzac betrifft. Die kenne ich auch den 70iger Jahren ( Fahrt nach Spanien mit PKW ), endlose Steinwüste, aber mit vielen blühenden Pflanzen. Damals noch auf der N 9 in la Cavalerie in der Nähe des Camp militaire im PKW übernachtet. Verdammt einsam war es damals. 2007 waren wir ebenfalls noch einmal kurz in la Cavalerie, um dann zum Tarn zu fahren. Leider aus der damaligen Zeit nur DIAS, die ich nicht einscannen kann. Heute führt ja die A 75 bis kurz vor Lodève durch dieses Gebiet ( C Larzac ). Habe noch ein Bild von der Causse aus dem Jahre 1990 als Attachment beigefügt. 1990 noch Überlandleitungen. Ob an der jetzigen N 2009, der früheren N 9 diese noch da sind, mit Sicherheit nicht mehr. Manfred Frankreich 1991
Auf dem CP in Maussane vom 09. bis 13. 07. und Heimreise Die Urlaubstage in Maussane verbrachten wir mit kleineren Fahrradtouren in der näheren Umgebung. Zunächst mal zur Erkundung, um in späteren Jahren noch einmal dort einen längeren Urlaub zu verbringen. Qar also ein Schnupperkurs. Eine längere Fahrt war die, die uns nach St. Martin –de-Crau führte, wo jetzt das Problem mit der geplatzten Erdölleitung zu beheben ist. Ansonsten wäre nur von der „Fête du Club Taurin“ etwas zu berichten. Kleines Spektakel mit Stiertreiben durch den Ort. Das eigentliche Fest war dennoch schön und ein kleine Abwechslung im Urlaub. Unser eigentlicher Urlaub war ja die Fahrt zum Tarn mit der Kanutour. Den kleinen Abstecher nach Maussane und dann wieder zurück in die Vogesen und zum Elsass waren ursprünglich nicht eingeplant. So blieben wir ja auch nur bis zum Morgen des 13. Juli in Maussane. Am 13. Juli traten wir die Rückreise an. In Burgund waren wir auf dem CP in Premeaux Pressey. Weiter ging es dann Richtung Elsass, nach Cernay auf dem Campingplatz für eine Übernachtung. Von Fierlichkeiten zum 14. Juli, Nationalfeiertag , haben wir wenig mitbekommen. Die Fahrt über Munster, Col de la Schlucht, Gèrardmer nach Epinal war natürlich wieder ein Ereignis. CP in Epinal, damals konnte man den Platz vergessen. Lediglich die Umgebung am CP war schön, mit Blick auf die Stadt. Am nächsten Morgen ging es dann Richtung Heimat. Zuvor habe ich dann noch einen Schrottplatz aufgesucht. Wollte einige Ersatzteile für meinen J 7 dort kaufen. Außer einem Tacho, den ich ausgebaut habe fand sich nichts mehr, was ich demontieren konnte. Schweinwerfer waren nicht mehr da, Wischermotor war ebenfalls schon verkauft. Aber das mit dem Tacho, war schon gut. Vorrat bei älteren Fahrzeugen könnten ja mal zu Einsatz kommen. Dies traf denn auch in späteren Jahren zu, als sowohl Tacho und auch die Benzinuhr ihren Geist aufgaben. Über die Autobahn ging es dann nach Nancy, Metz, weiter über Luxemburg, Belgien Holland nach Hause. Zusammenfassung: Tarnurlaub war sehr schön die Tage in Maussane ohne Höhepunkte in Burgund, Elsass mit schöner Fahrt nach Epinal Epinal, konnte man abhaken ( bis auf Kauf des Tachos ) Heimfahrt störungsfrei , aber der Urlaub war zu Ende Hätte mehr Filme mitnehmen und vom Elsass nach Epinal mehr Fotos machen sollen Nun nur noch die restlichen Bilder. Und das war es auch schon. mk9 ( Manfred ) PS habe heute noch die restlichen Bilder aus dem Urlaub Juni 2009 ( Fotos mit der Spiegelreflex ) abgeholt. Kommen noch als Nachtrag zu meinem Reisebericht: Unser Urlaub Juni in Südfrankreich, wie bereits im vorgenannten Bericht angekündigt. Habe die Bilder ( CD selbst noch nicht gesehen ). Hallo Manfred,
" Transhumance " sagt Dir der Begriff etwas ? Könnte man mit Viehabtrieb vergleichen... in Saint Remy de Provence findet dies z.Bsp mit Schafe und Eseln statt, die werden zu Hunderte um den Ortskern getrieben, glaube drei Mal, um dann auf der Hochebene genannt "la Caume " zu enden, wo dann mächtig gefeiert wird... , gary32 Hallo Gary,
den Begriff –Transhumance- kenne ich nicht. Habe ja wieder etwas dazu gelernt. In den Jahren 1990 bis 2009 waren wir oft, genau kann ich das nicht sagen, könnte es aber mal nachsehen, in Maussane bei St. Remy. Das waren unsere Urlaube jeweils Anfang Juni. Dort feierte man in den Monaten ab Ende Mai bis August bzw. September in den verschiedenen Orten, wie NOVES, MAUSSANE, MOLLEGES,BARBENTANE, usw usw die Feste: St. Eloi, St. Roch und St. Jean Zu diesen Anlassen wurden prächtig geschmückte Pferde mal langsam und dann auch im Galopp durch den Ort geführt. Anschließend ein prächtig geschmückter Wagen. Als Zugabe wurden dann junge Stiere durch den Ort getrieben, die dann von der Jugend an den Hörnern gefangen wurde. Gleichzeitig traten die Guardins aus der Camarque auf. Samstags festliche geschmückte Gruppen von Erwachsenen und Kindern in provenz. Kostümen. 1997, als wir dort waren, hieß es im Programmheft: 11.00 Uhr Présence de la Reine d`Arles et de ses Demoiselles d`honneur. Örtlich waren die Veranstaltungen unterschiedlich gestaltet. In Rognonas feierte man das Fest: Saint Roch sogar von Freitag bis Dienstag ( 1997 ). In Maussane wohnt ein Deutscher, der eine Homepage hat. Unter: --> Link kann man sehr vieles über das Eligiusfest ( St. Eloi ) in Maussane erfahren. Es lohnt sich, mal diese Internetseite anzusehen. Viele Bilder zu vielen Anlässen.Sogar, ich glaube Winter 2007 oder 2008 hat es da mächtig geschneit. Sieh mal bitte nach. Aber ich werde mir auch mal im Internet den o.g. Vorgang ( Transhumance in St. Remy ) darüber kundig machen. Schönen Dank für die Information. an Euch Beide Mit liebem Manfred Hallo nochmal,
hier ein Link darüber : --> Link Der Begriff " Alpage " ist gleichzusetzen mit Alm, die Alpilles ist ja noch ein Ausläufer der Alpen... Bonne soirée... gary32 Hallo Gary,
habe mir den LINK angesehen. Das harre ich nicht gewußt. Auf der angekickten Seite habe ich dann auch den Veranstaltungskalender für Monate gesehen, was wo und wann in den versch. Orten geboten wird. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Manfred |
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