wusste nicht was machen gestern also hab ich mit Fotoapparat, Stativ und Fernbedienung bewaffnet nen Ausflug in die Homburger Schlossberghöhlen gemacht.
Warum? Nicht weit, wollte schon lang mal hin, es war affenheiß und danach ins Schwimmbad :)
Wer dahin will muss nur den Schildern folgen, oder einfach zur Karlsberg Brauerei fahren.
Europas größte Buntsandsteinhöhlen sind von Menschenhand geschaffen, es handelt sich daher genau genommen um Bergwerksstollen die unter
der Ruine der Festung Hohenburg liegen, daher gelten sie als Besucherbergwerk und unterliegen dem Bergrecht.
Festung Hohenburg und die Befestigung der Stadt wurde von meinem Freund Festungsbaumeister Sébastien Le Prêstre de Vauban gebaut.
Hier ein Modell
Seltsamerweise treffe ich immer und immer wieder auf seine Werke, der war überall tätig auch im Saarland.
In Saarlouis gibt es auch noch grössere Teile der alten Festungsanlagen und die Citadelle von Bitche/F, man siehe meinen Bericht von La Rochelle und Insel Ré.
Von der Ruine aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt Homburg, im Hintergrund Kraftwerk Bexbach.
Zurück zu den Höhlen:
Entstanden ist der Buntsandstein, der den Höhenzug oberhalb der Stadt Homburg bildet, vor etwa 250 Millionen Jahren, teilweise durch Wind- und Meeresablagerungen, die Höhlen durch die Schaffung von unterirdischen Räumen für die Burg Hohenburg und durch den Abbau von Buntsandstein in der Zeit vom 11. bis zum 17. Jahrhundert, drinnen herrscht eine konstante Temperatur von 10° Celsius.
Der Sand wurde wegen des hohen Quarzanteils für die Glasherstellung verwendet, später jedoch auch als Putz- und Scheuersand für die Reinigung sowie als Formsand für die Eisenindustrie.
Die Höhlen wurden erst in den 30er Jahren durch spielende Kinder wiederentdeckt.
Zu sehen kriegt man leider nur 1 Stockwerk, das 10. es gibt zwölf.
Verlaufen kann man sich darin auch nicht, im 10..
Der Eingang
Nach Fertigstellung der geplanten Sanierungs- und Sicherungsarbeiten sollen 2010 auch die darüber liegenden beiden Stockwerke wieder für den Tourismus zugänglich sein. Die darunter liegenden Ebenen werden privat (als Kaltkeller) genutzt, die Karlsberg Brauerei nutzt große Bereiche der untersten Stockwerke.
Eingang zur 11. Etage, bewußt mit Blitz damit man die Riffelungen besser sieht. Das dunkle waagerechte sind Meeresablagerungen, das helle ist schräg geriffelt. Diese Rippelmarken sind Wellenspuren bewegten Wassers. Alle anderen Fotos ohne Blitz
An die Sandsteinhöhlen schließt sich ein Bunkerbereich an, der Anfang der 50er Jahre für die damalige französische Regierung des Saargebiets angelegt wurde, die Bauarbeiten wurden nach Anschluss des Saarlands an Deutschland abgebrochen.
5€ Eintritt für Erwachsene, leider war die farbige Beleuchtung wegen Blitzschlag ausser Betrieb, die Stadt hatte sie nicht versichert.
Mir wurde gesagt ca. 80.000€ Schaden...
Das ist der "Thronsaal", der Sandhaufen da ist seit 300 Jahren unverändert gelassen worden
So und wenn ihr artig seid poste ich noch ein paar Bilder der Burgruine...
Wikipedia
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offizielle Homepage:
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