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Antriebswellen Peugeot J 5 getriebeseitig unterschiedlich?


schaschel am 22 Okt 2009 17:22:21

Hallo ins Land! Ich hätte da eine kleine Rätselfrage an all die Schrauber, die sich mit Ducato, J 5 & Co. aus den 80ern und 90ern auseinandersetzen. Wir haben da so einen J 5 2,5 Turbo aus dem Baujahr 1990, EZ 1991 und ich werde das Gefühl nicht los, dass eine von unseren beiden Antriebswellen möglicherweise nicht zum Fahrzeug passt.

Die linke Welle arbeitet unauffällig und sitzt da, wo sie hin soll. Sie hat auch getriebeseitig zum Ende der Verzahnung hin so eine Nut, die einen Sprengring aufnimmt. Beides soll wohl die Welle da halten, wo sie hingehört, nämlich im Getriebe. Da sitzt die linke Welle dann auch.

Bei unserer rechten Welle klappt das mit dem unauffälligen Arbeiten nicht ganz so gut. Sie hat offenbar die Tendenz, im Laufe des Betriebs ein Stückchen weit aus der Getriebehülse hinauszuwandern und komischerweise hat diese Welle getriebeseitig eben nicht die Nut mit dem Sprengring, was mir erst jetzt bei gleichzeitigem Ausbau beider Wellen auffiel.

Da das Auto immerhin 18 Jahre jung ist, kann es sein, dass einer der Vorschrauber sich bei der Auswahl einer Welle geirrt hat. Jedenfalls erscheint es mir eher unwahrscheinlich, dass für links die Nut vorgesehen ist und für rechts nicht.

Ich hänge hier zwei Bilder dran, damit der Unterschied deutlich wird. Die linke Welle ist die mit dem dicken, ersten Gelenk dicht zur Verzahnung- es wird jeweils die getriebeseitige Verzahnung gezeigt.

Kann irgendjemand sagen, welche denn nun die richtige Welle bzw. Art der Verzahnung ist?

Danke für Eure Tips.

Schaschel

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Gast am 22 Okt 2009 20:33:19

Ich habe einen Ducato Bj 89 ... 2.5 l TD mit 92 Ps ob du den gleichen hast weiss ich nicht aber ich kann Samstag mal bei meinen Nachschauen ...
Ich hatte kurz vorm Winter letztes Jahr auch die Antriebswelle auf der rechten Seite draussen um die Achsmanschetten zu wechseln . Auffäligkeiten gab es bei mir nicht ... hab ich sicherlich auch nicht speziell drauf geachtet .Es kann aber sein wenn deiner kein Turbo hat ,daß er ein anderes Getriebe drin hat . Ein wenig muss die Welle arbeiten(Getriebeseitig ) das ist Normal aber wieviel kann ich nicht sagen .. Das dein Vorbesitzer nicht passende Welle(n) verbaut hat kann ich mir nicht vorstellen ...aber sage niemals nie ....
Ich schaue Samstag mal nach wie es bei mir aussieht .....

staukasten am 23 Okt 2009 07:40:12

Hallo,
hatt bei meinem J5 die Welle letztes JAhr auch draussen, weil ich nach dem Urlaub merkte, daß die rechte Antriebswelle etwas nach aussen gewandert war.
Bei mir war allerdings das defekte Zwischenlager die Ursache. Dieses Lager verhindert normalerweise auch ein herauswandern der Antriebswelle.
Ich meine mich zu erinnern, das der Sprengring auf der rechten Seite im Getriebe sitz, das weiß ich allerdings nicht mehr 100%ig.
Ist bei Dir das Lager in Ordnung.
Marc

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schaschel am 23 Okt 2009 11:17:22

Hallo Carsten, Hallo Marc:

Wir haben die 2,5 l- Version mit Turbo und 95 PS. Die Getriebe von Ducato und J 5 sollen mit Ausnahme der Glocke, durch die beim J 5 eine zusätzliche Welle geführt wird, gleich sein. Die Frage danach, ob das Stützlager intakt ist, beantworte ich mit Ja. Wir hatten im Sommerurlaub an eben diesem Lager einen Totalschaden und es hat seinen Lagersitz an der Ölwanne seinerzeit komplett ruiniert.

In der Folge wurden wir eingeschleppt und in einer Kfz.- Werkstatt wurde versucht, den Schaden zu reparieren. Das gelang insofern, als dass ein neues Stützlager in den maroden Lagersitz kam. Das Gegenstück, die Ölwanne, war europaweit nicht lieferbar. Also Urlaub beenden, vorsichtig nach Hause und dort begann unser Reparaturmarathon.

Der Werkstattmeister hatte vorgeschlagen, dass ich selbst zu Hause die Ölwanne ausbaue und ihm dann zuschicke. Das ginge ganz leicht, und selbst ich als „Ungelernter“ könne das. Er hätte dann jemanden, der Alu schweißen kann. Dank dieser Fürsprache ließ ich mich deshalb auf ein Abenteuer ein, das ich nie zuvor gesehen hatte.

Jedenfalls brachte ich mit tatkräftiger Unterstützung durch einen befreundeten Kfz.- Mechaniker nach Demontage von Getriebe und Schwungrad die Ölwanne vom Motor weg und konnte sie zum Schweißen lassen weggeben. Das ist auch bestens passiert, der Lagersitz wurde rekonstruiert und erfüllt seinen Zweck prima.

Nachdem das Getriebe einmal draußen war, brachten wir es zur Überprüfung zu einem Getriebemann, der auch diverse Instandsetzungen vornahm. Das Getriebe war nun mustergültig öldicht und hat sich auch noch nie so schön schalten lassen. Doch nach etwa 1300 km im Herbsturlaub wurde der 4. Gang lauter bis laut und nun muß das Getriebe halt wieder raus, damit es zum Getriebemann zurückkann- der macht nur Arbeiten an ausgebauten Schaltboxen.

Kurz davor bin ich gerade. Nachdem ich nun in Übung bin, gingen die Vorarbeiten zügig vonstatten- jedenfalls für meine Verhältnisse. Hierbei hatte ich gestern zum ersten Mal das Vergnügen, die linke und die rechte Welle selbst rauszunehmen und miteinander zu vergleichen. Das Ergebnis: die Verzahnungen sind unterschiedlich, was ich bisher nicht wusste und wovon ich nicht glaube, dass es richtig ist. Links hat es Nut und Sprengring, rechts dagegen nicht.

Der Innenring des neuen Stützlagers der rechten Welle hatte sich nach 1300 km erneut um etwa 10 mm von seinem Sitz auf der Antriebswelle nach innen verschoben. Das führt in der Summe mit dem Ring, der daneben sitzt dazu, dass die getriebeseitige Verzahnung herauswandert und nicht auf ihren 30 mm Länge trägt, sondern nur auf 15 mm. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so gewollt oder in Ordnung ist. Außerdem glaube ich, dass der Distanzring neben dem Lager verhindert, dass die Verzahnung in der Hülse ihre endgültige Parkposition erreichen kann (habe das mit Zollstock nachgemessen). Auch wieder ein Begünstigen des Wandertriebs. Vielleicht gehört der Distanzring dort gar nicht hin und soll nur ein Versuch sein, den Wandertrieb der „falschen“ Welle auszugleichen ?!?

Das nächste ist, dass die rechte Welle nicht zum ersten Mal „auswandert“- das ist uns gleich nach dem Reparaturmarathon auf der Probefahrt schon mal passiert und wie ich mittlerweile glaube, ist dieser Wandertrieb auch verantwortlich für den großen Schaden im Sommerurlaub, denn da hatte sich das Stützlager weit aus seinem Sitz herausgearbeitet und die Welle war hinausgewandert und @ Marc: ich glaube, dass das Stützlager allein die Welle in ihrem Sitz nicht ausreichend hält. Hier würden dann ja ständig einseitige Querkräfte an einem Lager ziehen, das dafür nicht unbedingt gebaut ist (normales Kugellager, keine Kegelrollen).

Der Wandertrieb wird m.E. durch das Nichtvorhandensein von Nut und Sprengring auf der Verzahnung der rechten Welle begünstigt, wenn nicht gar hervorgerufen. Denn: die linke Welle hat beides und arbeitet ohne jede Tendenz zum Wandern.

Natürlich weiß ich, dass wenn die Welle und/ oder auch der Distanzring tatsächlich falsch ist, dieser Irrtum schon durch mehrere Hände gegangen sein muß. Aber für unmöglich halte ich das keineswegs. Welcher Kfz.- Mechaniker kann bei jedem von ihm instandgesetzten Fzg. sicher sagen, dass er dessen Soll- Zustand zu 100 % kenne? Mal ganz abgesehen von Hobbybastlern mit brandgefährlichem Halbwissen wie mir.

Noch weiß ich nicht, ob die Hülsen im Getriebe tatsächlich nur für Sprengring und Nut auf einer Seite ausgelegt sind, denn das Getriebe ist noch drin. Doch einerseits kann ich mir das kaum vorstellen und andererseits würde das doch auf eine so einfach zu lösende Art den Wandertrieb der Welle erklären. Vielleicht gab es ja Baujahre oder Getriebe, die ohne Nut und Sprengring klarkamen. Bei unserem ist das eher nicht der Fall.

Eigentlich bin ich schon kurz davor, die Welle in den Schraubstock zu spannen und die Nut mit einer Eisensäge selbst in die Verzahnung einzuarbeiten, denn vieles deutet auf die Richtigkeit dieser Maßnahme hin. Sobald das Getriebe draußen ist und die Hülsen gut einsehbar sind, kann ich hoffentlich mehr erkennen.

Vielleicht gibt ja der eine oder andere Tip hier im Forum mehr Aufschluß darüber, wie die Verzahnungen denn nun auszusehen haben. Also, bitte ruft die Fotos oben auf und vergleicht das mal mit dem, was bei Euch noch so zu finden ist.


Danke und ,

Schaschel

schaschel am 23 Okt 2009 17:32:00

Stand der Dinge ganz auf die Schnelle: habe wieder was gelernt. Die rechte Welle verzichtet tatsächlich auf Nut und Sprengring.

Habe in der weiteren Nachbarschaft einen Peugeot- Händler, der tatsächlich nicht nur willens sondern auch in der Lage ist zu helfen. Habe eine Vergleichswelle nicht nur gesehen, sondern gleich mitgenommen. Stützlager und Ring (wohl eher Schrumpfring als Distanzring) sind dort so montiert, wie offensichtlich vorgesehen und nicht verkehrt herum wie bei unserer Welle. Da der bei uns montierte Ring auch noch der falsche war (zu großer Außendurchmesser), der eine Andersrummontage mangels Platz nicht zuließ, wurde es keinesfalls leichter, dahinter zu kommen. So wird die Verzahnung ganzflächig tragen können. Der Ring hält das Lager, dieses wiederum die Welle an ihrem Platz und alles ist prima. Ein kleines Problem also gelöst.

Euer Schaschel

Gast am 23 Okt 2009 19:41:48

Na dann ist ja gut :!: Und wir habe "Alle" was dazugelernt
:!:

tobistego am 19 Apr 2013 14:55:14

Ist zwar schon ewig her ,aber ich habe das selbe Problem. Meine rechte Antriebswelle lässt sich ca 1cm hin und herschieben.
Schaschel wie genau hast du das Problem gelöst ? Tobi

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