eugi am 29 Jan 2010 14:28:56 Hallo!
In einer anderen Beitragsreihe wird gerade über Motoröle diskutiert. In diesem Zusammenhang habe ich eine Frage:
Unser MJ 160 hat jetzt 11 tkm gelaufen und nach dem Ölstand habe ich noch nicht geschaut. Bislang verlasse ich mich auf die "Selbstüberwachung" des Fahrzeugs. Aber: Kann man sich überhaupt darauf verlassen? Wie sind hier die Erfahrungen? :?
Bei meinen PKWs (Audi) verlasse ich mich schon seit Jahren darauf, nie Probleme gehabt. Wenn der Warnhinweis erscheint, wird ein halber Liter nachgefüllt und gut ist. :)
Eine kleine Bitte: Ich möchte keine Grundsatzdebatte über das Für und Wider von elektronischen KFZ-Assistenten (oft auch: Schnickschnack) lostreten. Eine elektronische Ölstandskontrolle halte ich für sehr wichtig.
Eugen
camperfrank am 29 Jan 2010 14:34:42 Die Assistenten melden mir persl. zu spät.
Heutige Autos brauchen ja kaum Öl, aber die Intervalle meistens bei 30000km und mehr.
Ich habe das Öl gerne in der Mitte des Peilstabes.
Alle 3 Monate schaue ich nach und in der Regel muß alle 6 Monate ein viertel Liter nachgefüllt werden um die Mitte wieder zu erreichen.
Sicherlich müsste von Max - Min nichts nachgekippt werden......
agu am 29 Jan 2010 14:35:23 Bei vielen Fahrzeugen, u.a. MB Atego, gibts gar keinen Peilstab mehr.
Also muss ich mich schon auf die Elektronik verlassen.
fuzzy am 29 Jan 2010 14:50:20 ich verlasse mich grundsätzlich nicht auf diese elektr. Helferlein, gerade beim Ölstand nicht. Schaue so alle paar Wochen während der Benzintank volläuft nach dem ÖL.
Aus meiner Jugend weiß ich noch das die viel zu spät anzeigen, da war es dann wirklich schon zu spät.
Sicher sind die Dinger heute techn. ausgereifter, allerdings hört man auch zu oft von Spinnereien der Fahrzeugelektronik.
Wenns nicht anders geht oaky !
knownix am 29 Jan 2010 14:53:54 Hi,
wenn dat Maschinchen einen Peilstab hat rate ich dringend diesen auch regelmäßig zu nutzen. Also ich"peile" jedesmal wenn ich die Motorhaube öffne, sei es nun um Wisch-/Waschwasser nachzufüllen oder spätestens nach zweimal Tanken um nach dem Öl zu schauen.
Die "Eigenüberwachung" ist ne zweischneidige Sache. Die große Masse der Motoren verfügen nicht über eine Volumenüberwachung, sondern über eine Drucküberwachung. Kommt also die "Oldruckkontrollleuchte" ist es sehr oft schon zu spät. Wird auch das Volumen überwacht, befindet sich im Fz. in der Regel eine zweite (meistens nicht "Alarmrote") Warnleuchte, die auf einen zu geringen Füllstand hinweist.
Mir ist es immer am liebsten diese "Alarmroten" Leuchten leuchten nicht wenn ich unterwegs bin - also guck ich lieber regelmäßig. Unter der Haube befinden sich ja auch noch einige andere Flüssigkeitsbehälter, die bei einem Blick darauf sogar was über den Zustand der Bremsklötze und Belage verraten.
Schützt zwar nicht vor Pannen, minimiert aber deren Wahrscheinlichkeit.
Knownix
fleurette am 29 Jan 2010 14:58:31 Der Ölstand allein kann täuschen. Bei Kurzstreckenverkehr im Winter kann der Pegel sogar ansteigen. Das ist dann aber kein Öl sondern Benzin im Öl. Kann man dann riechen. Nach längerer Autobahnfahrt ist die Anzeige dann wieder aussagekräftig, egal wie gemessen wird. Mein Vertrauen in den Ölpeilstab ist größer als in die bequeme Elektronikanzeige. Man muss allerdings bereit sein, sich ab und zu die Finger schmutzig zu machen.
Piloten müssen vor jedem Flug u.a. den Ölstand prüfen, auch wenn das bei dem gleichen Flieger am gleichen Tag schon mehrfach geschehen ist.
Fleurette
knownix am 29 Jan 2010 15:10:42 @fleurette
Hi,
wenn Du "Benzin" im Öl hast, hast Du ein Problem, das aber nichts mit Verbrauch oder Verlust zu tun hat.
Knownix
Gogolo am 29 Jan 2010 15:15:20 Bei meinem Dieselmotor kommt garantiert kein Benzin ins Öl....
Habe die Ehre
Gogolo
fleurette am 29 Jan 2010 15:15:42 knownix hat geschrieben:@fleurette
Hi,
wenn Du "Benzin" im Öl hast, hast Du ein Problem, das aber nichts mit Verbrauch oder Verlust zu tun hat.
Knownix
Hab ich ja nicht. War nur ein allgemeiner Hinweis.
Fleurette
knownix am 29 Jan 2010 15:26:39 @fleurette
Sorry, das war wohl missverständlich:
Sollte sich im Schmierölvorrat des Motors, eines Nutzers eines Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor, Kraftstoff befinden, handelt es sich um ein ernstes technisches Problem, das aber nichts mit Verbrauch oder Verlust zu tun hat.
Knownix
matthiast4 am 29 Jan 2010 15:54:20 Bei einem Kaltstart kann es sehr wohl passieren, dass Benzin ins Öl gelangt. Durch den reichlich eingespritzten Kraftstoff und die kalten Zylinderwände kondensiert Benzin an den Wandungen und kann so dann über die Kolbenringe auch ins Öl gelangen.
Ein völlig normaler Vorgang!
Mat.
knownix am 29 Jan 2010 16:09:08 @matthiast4
Hi,
demzufolge müssen Nutzer von Fahrzeugen mit einem Ottomotor, die nur im Kurzstreckenbetrieb, vorrangig in der kalten Jahreszeit, mit Serviceintervallen von 15000 Km oder mehr, regelmäßig etwas von dem verdünnten Schmierstoff ablassen?
Nix für ungut, als nächstes finden wir hier eine Anleitung zur Berechnung der H2O aufnahme durch die hygroscopischen Eigenschaften einer 3 1/2 Monate alten Bremsflüssigkeit DOT 4 bei nur 15% Einsatz des Fahrzeuges auf Strecken mit einem Gefälle von mehr als 3,75 %.
Knownix
fleurette am 29 Jan 2010 16:13:50 Der Hinweis auf Benzin im Öl bezog sich auf die vom Themaeröffner erwähnten Audis, die möglicherweise einen Benzinmotor hatten und auf die Minderheit von Womos mit gleichem Antrieb. Benzin im Öl eines Dieselmotors wäre allerdings ein Rätsel.
Fleurette
knownix am 29 Jan 2010 16:22:13 Noch'n Hi,
die Eingangsfrage war doch, ob man sich nur auf die Fahrzeuganzeige verläßt, bezüglich der Ölstandskontrolle oder nicht.
Ich "Peile" regelmäßig.
So What
Knownix
camperfrank am 29 Jan 2010 16:40:56 knownix hat geschrieben:@matthiast4
Hi, demzufolge müssen Nutzer von Fahrzeugen mit einem Ottomotor, die nur im Kurzstreckenbetrieb, vorrangig in der kalten Jahreszeit, mit Serviceintervallen von 15000 Km oder mehr, regelmäßig etwas von dem verdünnten Schmierstoff ablassen?
Du wirst lachen bei Mazda Dieselfahrzeugen ist das so. Hat mir mal ein Kumpel erzählt. Hier ein Link:
--> Link
Knownix, man lernt nie aus. :wink:
Um es kurz zu machen. Bei Kurzstrecken brennt der Rußfilter nicht frei, deshalb wird Treibstoff eingespritzt.
Wird dieser nicht benötigt, kommt er ins Motorenöl.
Mein Kumpel fährt alle paar Wochen vollllllllaaast auf die Autobahn um das zu vermeiden. :D
fleurette am 29 Jan 2010 17:59:55 knownix hat geschrieben: die Eingangsfrage war doch, ob man sich nur auf die Fahrzeuganzeige verläßt, bezüglich der Ölstandskontrolle oder nicht.
Ich "Peile" regelmäßig.
Ich auch. Ist die sicherste Methode.
Fleurette
svenhedin1 am 29 Jan 2010 18:47:42 Hi,
na ja, die meisten hier sind wohl noch mit dem Ölmessstab groß geworden und sie möchten auch so weiter messen, von dem nicht lassen - nur, es geht merh und mehr in der Tendenz da hin, dass es gar keinen Ölmesstab mehr im Motor gibt.
Und auch steigende Ölstände müssen ja permanent im Betrieb überwacht und zuverlässig angezeigt werden. Gerade das ist ein ganz aktuelles Thema geworden, tritt ständig auf mit dem (Politikum der willkürlichen) Partikelfilter (-Grenzwertefestlegungen in Brüssel) und die müssen dann technisch eingehalten werden, obwohl dafür an den Motren die Verfahren noch gar nicht ausgereift sind.
Gerade bezogen auf den Partikelfilter wird ja etwas technisch realisiert, was der breiten Öffentlichkeit ja weder bewusst ist noch bewusst werden soll, weil wenn erst mal ein Partikelfilter drinn ist, gekauft ist, ist es politisch gut, oder andersherum, wird Ruhe gegeben, Wie lange der Motor dann damit überhaupt hält. Wen kümmert das dann noch? Soll der Eigner sich doch einen frühen neuen Motor kaufen, Wachstum Wachstum.
Es passiert nämlich folgendes mit dem Partikelfilter. Man nimmt dem guten Diesel die Luft zum Ausatmen, weil sich der Partikelfilter im Auspuff mit Russ zu setzt. Dann muss der Ruß verbrannt werden. Das macht man, indem man nach dem 4 Arbeitstakt zusätzliches Diesel einspritzt,. Das Zeitfenster für diese extrem verbrauchserhöhende Diesel-Nacheinstritzung ist aber extrem klein. so im tausendstel Sekundebereich. Wird nun technisch kaum verhinderbar zu früh eingespritzt, wird der Auspuff grenzwertig, so bis fast 800 grad, bis rotglühend hin (deshalb so ein Kfz im Herbst auf einem Stoppelfeld am Waldrand vor Spaziergang abgestellt, setzt ja auch sofort über diese Hitze die Felder am Waldrand in Brand und das Kfz mit, während der Besitzer seelig auf Spaziergang wandelt) , hin auf frühe Spannungsrisse belastet.
Wird in Grenzen technisch kaum verhinderbar zu spät eingespritzt, gerät der dann unverbrannte Diesel ins Motoröl, dass seine Schmierfähigkeit sofort verliert und den Motor schwer schädigt. Deshalb dann Übermengenalarm, kommt häufig vor (und deshalb bei Partikelfilter-Diesel auch wieder viel kürzere Motoröl-Wechselintervall, die Dieselbeimengung macht das Motoröl kaputt).
So was gehört alles heute zum Alltag beim Diesel und macht den schönen, früher einmal so zuverlässigen und sparsamen Dieselmotor eigentlich langsam aber sicher kaputt, zumal man ihm vorne auch schon über die Abgsrückführung den ganzen Auspuffverbrennungsdreck wieder zum Atemeingang zufürhrt mit all dem Russ und Verbrennungsrückstanddreck. Dann die zu früher im Vergleich zu ehemals Verteilereinspritzpumpe die heuer extrem teuere Hochdruckpumpe, dann die Injektoren, von denen heute eine so teuer ist wie früher alle 4 Einsritzdüsen zusammen. Wenn was auftritt also, handelt es sich meist um extrem teure Reparaturen, sprich, um ein recht hohes reparaturrisiko in die Abertausende an €, dann diesen ganzen Mist der Biodieselbeimengung - so langsam aber sicher ist der Diesel wegen all dieser politischer Auflagen ökonomisch kaum noch interessant. Im PKW schon lange nicht mehr.
eugi am 31 Jan 2010 00:07:25 Hallo zusammen!
Besten Dank für die vielen Anregungen. Wenn ich das richtig interpretiere, dann stehe ich mit meinem Vertrauen auf die elektronischen Helfer ein wenig einsam da. Aber von einem kaptitalen Motorschaden, obwohl jemand auf eben diese vertraut hat, wußte bislang allerdings noch niemand zu berichten. Gut, ich werde daraus lernen und versuche mir in Zukunft anzugewöhnen, vor den Starts den Ölstand mit den eigenen Augen zu kontrollieren.
Übrigens: Meine Audis waren zu Beginn Benziner (ab 1982), seit 1996 haben sie Dieseltriebwerke. Interessant ist die Geschichte mit dem Sprit im Motoröl, dummerweise hier aber völlig OT (trotzdem nur ganz kurz: 3 Monate nachdem ich meinen aktuellen A4 - 2 Liter, 170 PS - erhielt, flog mir die Maschine bei km-Stand 5430 mit einem riesen Knall um die Ohren - wie bei der Formel 1 mit großer weißer Wolke...! :eek: Grund: Diesel war ins Motoröl geraten, hatte dieses verdünnt, worauf das Öl nichts besseres zu tun hatte als in die Brennkammern zu sickern: Bumm und ein faustgroßes Loch im Motorblock :cry: . Ist bis heute eine einmalíge Geschichte bei Audi).
Hoffe, dass das auch so bleibt, vor allem im WoMo-Bereich!
:wink:
Eugen
petermann am 31 Jan 2010 11:20:23 eugi hat geschrieben:Hallo!
In einer anderen Beitragsreihe wird gerade über Motoröle diskutiert. In diesem Zusammenhang habe ich eine Frage:
Unser MJ 160 hat jetzt 11 tkm gelaufen und nach dem Ölstand habe ich noch nicht geschaut. Bislang verlasse ich mich auf die "Selbstüberwachung" des Fahrzeugs. Aber: Kann man sich überhaupt darauf verlassen? Wie sind hier die Erfahrungen? :?
Bei meinen PKWs (Audi) verlasse ich mich schon seit Jahren darauf, nie Probleme gehabt. Wenn der Warnhinweis erscheint, wird ein halber Liter nachgefüllt und gut ist. :)
Eine kleine Bitte: Ich möchte keine Grundsatzdebatte über das Für und Wider von elektronischen KFZ-Assistenten (oft auch: Schnickschnack) lostreten. Eine elektronische Ölstandskontrolle halte ich für sehr wichtig.
Eugen
Hallo Eugen
Ich verlasse mich nicht auf die elektronischem Helferlein bei Fiat,ich habe zwar ein 244er Modell zeigt mir aber auch den Ölstand im Display an was aber schon 2 mal daneben lag,einmal zeigte mir die anzeige zu viel Öl an Ölstand aber korrekt,einmal zeigte mir die Anzeige Öl zu Heiss an aber Motortemperatur OK und war auch erst ca.100km gefahren,seitdem gucke ich selber nach ich glaube nur noch was ich sehe vor jeder Fahrt wird geprüft.
Peter
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