Hallo,
wir sind nun von unserem ersten Griechenlandurlaub zurück.
Da wir selbst die Erfahrung gemacht haben, dass hier im Forum zwar alles Interessante und Wissenswerte für „Neulinge“ geschrieben steht, es aber manchmal etwas schwierig ist, diese Informationen zu finden, haben wir hier mal verschiedene Sachen, die uns jetzt so spontan eingefallen sind, aufgeführt. Vielleicht tut sich ja der eine oder andere Griechenland-Anfänger damit etwas leichter.
Buchung
Wir haben bei Linos Travel gebucht, was auch hier im Forum schon von vielen empfohlen wurde. Und wir können dies nur bestätigen. Schnell, äußerst freundlich, gleicher Preis, deutschsprechende Kontaktstelle in Griechenland. Unsere Umbuchung für die Rückfahrt wurde schnell und problemlos und vor allem kostenfrei (wir hatten Frühbucherrabatt und hier wäre ein Aufpreis erforderlich gewesen) vorgenommen. Jederzeit wieder.
Fähre
Das Auf- und Abfahren ist eigentlich recht problemlos. Man muss halt den Einweisern vertrauen, auch wenn man manchmal nicht weiß, warum man was machen soll. Aber es haut hin.
Essen auf der Fähre u. E. sehr teuer. Dann schon lieber eine mitgebrachte Brotzeit.
Die Sanitäranlagen auf dem Campingdeck (Superfast) waren besser als die in Griechenland auf den meisten Campingplätzen.
Internet
Ist über WIND möglich. Näheres in einem eigenen Thread.
Navi
Nicht nur wir, sondern etliche andere WoMo-Fahrer die wir getroffen haben, haben die Erfahrung gemacht, dass man nicht immer „blind“ dem Navi trauen soll, da man oft die abenteuerlichsten Strecken geschickt wird. Also immer Karte zu Rate ziehen und auf den gesunden Menschenverstand vertrauen.
Straßen / Straßenzustand
Dass Griechenland soooo bergig ist, hätten wir nun doch nicht gedacht. Es geht ständig rauf und runter. Dementsprechend ist auch die Fahrzeit für kurze Entfernungen doch mal länger. Außer in Orten sind die Straßen eigentlich meist von annehmbarer Breite. Lediglich bei den Zufahrten zu den Stränden, Camping- bzw. Stellplätzen haben wir schon oft gehofft, dass kein Gegenverkehr kommt. Ansonsten haben wir uns auch daran orientiert: Wo ein Bus oder Lkw fährt, da können wir auch!
Der Straßenzustand lässt oft zu wünschen übrig (naja, bei uns mittlerweile ja auch schon). Wir haben in den drei Wochen zwei Radkappen verloren.
Camping / Freistehen
Trotz aller Schwärmereien für das Freistehen in GR hatten wir schon unsere Bedenken. Jetzt, nach dem Urlaub, sind diese verschwunden! Wir waren zwar zwischendurch immer wieder mal auf einem CP wg. Ver- und Entsorgung, Duschen (ist bei uns im WoMo schlecht möglich), Haare föhnen etc.. Aber eigentlich nur dann, wenn wir es für „erforderlich“ hielten. Ansonsten konnten wir uns wirklich für das Freistehen begeistern – ohne Angst, ohne Schwierigkeiten (Vorsaison April/Mai), ohne Gedränge. Wir haben manche Plätze richtiggehend genossen.
Ermäßigung Campingplätze: Die meisten Plätze, die wir besucht haben, haben in irgendeiner Weise eine Ermäßigung angeboten. Z. B.CCI, ADAC, Harmony- oder Sunshine-Club. Zu jedem dieser beiden Clubs gehört eine Anzahl von Plätzen. Wir erhielten bei der Abreise von einem Platz ein Verzeichnis (das auch abgestempelt wird und man dann bei genügend Stempel noch ein Geschenk oder eine kostenlose Übernachtung erhält). Bei Vorlage bei einem anderen teilnehmenden CP gibt’s dann 20% Ermäßigung. Jeder dieser Clubs hat auch mit einer Fährlinie ein „Abkommen“. Sunshine z. B. mit Superfast. Bei Vorlage des Tickets erhält man die Ermäßigung auch schon auf dem ersten CP.
Einkaufen
Sehr weit verbreitet ist LIDL. Ein Großteil in etwa das gleiche Sortiment wie bei uns, plus „einheimischer“ Ware. Es gibt z. B. Grafenwalder Bier in Dosen (1/2 Liter für 0,55 Euro). Viele Sachen mit deutschem Aufdruck (z. B. Wurst, Tiefkühlware, Wein etc.).
Auch die Kette „Carrefour“ haben wir oft gefunden; hier lässt sich ebenfalls sehr gut einkaufen. Bäckereien findet man eigentlich in jedem Ort. Größere Auswahl als wir es von Italien her kennen und uns hat es auch ganz gut geschmeckt (Brot 0,80 Euro)
Tanken
Wenn man eine Tankstelle gefunden hat, dann sind meist einige andere nicht weit. Wir haben einmal entlang einer Straße auf ca. 1 km sieben(!) Tankstellen gezählt. Die Preise allerdings sehr unterschiedlich – wir haben für Diesel von 1,16 bis 1,44 Euro gesehen. Und nicht bei jeder kann man mit Karte zahlen.
Zurechtkommen im Land
Auch das hatten wir uns wesentlich schwieriger vorgestellt. Die Griechen haben wir stets als sehr nett und hilfsbereit kennengelernt. Wenn einem der Erste die gestellte Frage nicht beantworten kann, dann fragt der halt noch einen oder zwei andere, bis man eine zufriedenstellende Antwort bekommt.
Wir kamen die ganze Zeit mit Deutsch und Englisch sehr gut zurecht. Unser Griechisch-Wörterbuch haben nicht auspacken brauchen.
Eintritt
Die Eintrittspreise empfanden wird größtenteils als moderat. Am ersten Sonntag im Monat (im Winter an jedem Sonntag) kosten Ausgrabungen, Museen etc. keinen Eintritt.
Die Ermäßigungen für Studenten, Personen über 65 Jahre etc. werden ja überall bekanntgemacht. Es lohnt aber auch eine Nachfrage für andere Personengruppen, so. z. B. für Schwerbehinderte, die meist freien Eintritt erhalten.
Roller
Auch in Griechenland ein prima Fortbewegungsmittel. Man kommt an viele Stellen, wo man mit dem WoMo vorher aufgeben muss.
Essengehen
Die Preise in Tavernen empfanden wir als (sehr) akzeptabel. Dass die Auswahl an Gerichten (vor allem auch in der Vorsaison) sehr begrenzt ist, ist eine andere Sache. Eine Anzahl von Vorspeisen (Meze), Souvlaki, Gyros, Lammkotelett,Bifteki, Fisch haben wir aber immer bekommen und geschmeckt hat es uns auch immer. Eine ständig größere Auswahl gibt es wohl in Städten. Wir waren in Nafplion essen, die Speisekarte war wirklich sehr groß und es hat auch alles gegeben. Im Norden gab es oft einen kleinen Nachtisch dann noch kostenlos.
Meist kann man die Speisekarte schon außen lesen; entweder auf einer Tafel oder es liegt eine Speisekarte demonstrativ auf einem Tisch. Man kann sich also schon vorher informieren, so dass es keine preislichen Überraschungen gibt und man das Angebot kennt. Wir haben auch einmal vor dem Hinsetzen nach einer Karte gefragt.
Eine Gyros- oder Souvlaki-Pita zwischendurch macht dann auch bis zum Abend satt (hierfür haben wir zwischen 1,50 Euro in Lefkada und 2,50 Euro bezahlt). Nur dass da Pommes mit eingewickelt werden, ist schon gewöhnungsbedürftig…
So – das soll es mal gewesen sein; vielleicht fällt uns ja noch was ein, dann wird es nachgetragen.
Wir wünschen allen viel Spaß in Griechenland – wir fahren sicher wieder!
Viele
Franziska und Klaus

