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seit vergangenen Freitag sind wir von unserer 6-wöchigen Wohnmobilreise durch einige Regionen Frankreichs heil, gesund und mit ungeknitterten Wohnmobil zurück.
Es war eine sehr schöne Fahrt, die uns durch das Elsass, die Französische Jura, die Region Rhone- Alpes, die Carmague, an der Mittelmeerküste entlang bis nach Carcassonne führte. Zurück ging es durch die Cevennen, dann nach Norden der Rhone, Saone und Doubs entlang wieder ins Elsass. Der Wettergott war uns wohlgesonnen - wir hatten nur sehr wenig schlechtes Wetter.
Obwohl es bereits recht viele Reiseberichte gibt, möchte ich von dieser Fahrt berichten. Allerdings habe ich leider nicht so viel Zeit, den Bericht in einem Rutsch zu verfassen, ich werde daher diesen Thread nach und nach ergänzen.
Dienstag 07.09.2010 und Mittwoch 08.09.2010 Hamburg - Hann.Münden - Ettlingen
Am 07.09.2020 starten wir unsere Wohnmobilreise nach Frankreich. Über die A7 geht es über Hannover aufgrund zweier Staus zunächst nur bis Hannoversch-Münden. Dort übernachten wir auf dem Stellplatz Tanzwerder. Leider hat es sich in der Zwischenzeit der Himmel zugezogen und als wir einen kleinen Bummel durch die Altstadt machen, beginnt es zu regnen.
Am nächsten Morgen geht es weiter. Wir fahren weiter auf der A7 an Kassel vorbei. Kurz nach dem Hattenbacher Dreieck sitzen wir auf der A 5 für eine gute Stunde wirklich fest. Dann geht es schließlich weiter. Es geht bei teilweise heftigem Regen an Frankfurt und Darmstadt vorbei bis in die Gegend von Karlsruhe. In Ettlingen finden wir am Albgaubad einen recht netten kostenlosen Stellplatz. Immerhin wir haben noch Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang in die Altstadt von Ettlingen. Dackel Max kommt mit, hätte sich aber wohl eher freies Gelände zum toben gewünscht. Aber das können wir ihm leider heute nicht bieten
Bei trüben Himmel starten wir gegen 9.50 Uhr in Ettlingen und nehmen Kurs auf die Autobahn A5. Bei Baden-Baden verlassen wir die Autobahn und nehmen auf der B36 Kurs auf Straßburg. Auf dem Weg dorthin tanken wir noch einmal und erledigen notwendige Einkäufe in einem Supermarkt. Bis kurz vor Straßburg regnet es, dann kommt tatsächlich etwas die Sonne heraus und es ist trocken.
In Straßburg angekommen, haben wir, da es nach unserem Stellpatzführern keinen Stellpatz in Straßburg gibt, zunächst nach einem Platz gesucht, an dem wir unser Wohnmobil parken können. Nach einer irren Sucherei - wir wollten schon fast aufgeben - entdeckten wir das Schild „Park and Ride Elsau". Auf diesem bewachten Großparkplatz konnten wir unser Wohnmobil lassen und recht bequem per Straßenbahn in die Altstadt gelangen. Nach dem wir zunächst Dackel Max etwas Bewegung verschafft haben, war es nun leider schon 13.30 Uhr. So blieb uns für Straßburg nicht allzuviel Zeit. Aber das allerwichtigste, die Cathedrale Notre-Dame (Münster) und gleich daneben das Maison Kammerzell, haben wir jedenfalls gesehen. Ansonsten haben wir uns die schönen Gebäude der Stadt einfach nur angesehen.
Zurück an unserem Wohnmobil haben wir uns den Stellplatz in Blienschwiller ausgesucht und sind von Strasbourg aus non-stop dorthin gefahren. Der kleine Stellplatz gehört einem Winzer und liegt am Ortsrand des Weindorfes mit Blick auf die Weinberge. Er hat jedoch keine Ver- und Entsorgung und keinen Strom. Aber er kostet auch nichts. Tatsächlich sind wir mit unserem Wohnmobil die einzigen auf diesem Platz.
Freitag 10.09.2010 Blienschwiller - Kaysersberg
Es ist zwar nicht wolkenlos, aber die Sonne ist zu sehen und es ist warm und trocken. Den Tag lassen wir mit einem Spaziergang mit Dackel Max durch die Weinberge beginnen. Dann kaufen wir bei dem Winzer noch paar Flaschen Wein. Es ist schließlich schon fast 11.00 Uhr als wir den Stellplatz mit dem Ziel Kaysersberg verlassen.
Wir durchfahren der elsässischen Weinstraße folgend eine schöne Landschaft mit vielen Weinbergen, kommen durch schöne Weindörfer mit alten Fachwerkhäusern. Um die Mittagszeit kommen wir dann in Kaysersberg an und stellen uns auf einen freien Platz des großen Stellplatzes.
Nach einem nochmaligen kleinen Spaziergang mit Dackel Max, machen wir uns auf den Weg in das Zentrum von Kaysersberg. Irgendwo habe ich gelesen, dass Kaysersberg das Rothenburg o.T. des Elsaß ist. Auch wenn Rothenburg o.T. wesentlich größer als Kaysersberg ist und es dort noch mehr zu sehen gibt, ist diese Umschreibung nicht abwegig. Wir sehen romantische alte Fachwerkhäuser, enge Gassen, eine hübsche Kirche mit einem Brunnen davor. Eine schöne und unbedingt sehenswerte kleine Stadt.
Den Nachmittag verbringen wir vor dem Wohnmobil. Man kann tatsächlich draussen sitzen. Nach einem Abendspaziergang mit Dackel Max machen wir es uns im Wohnmobil gemütlich.
Samstag 11.09.2010 in Kaysersberg
Den Tag verbringen wir in Kaysersberg. Das Wetter ist endlich so wie es sein soll - wolkenlos und warm. Zunächst machen wir mit Dackel Max eine kleine Wanderung in die Weinberge. Am Wohnmobil zurück, ruhen wir uns ein wenig aus. Aber nicht lange, dann brechen wir erneut auf.
Noch einmal bummeln wir durch die sehenswerte Altstadt. Dann steigen wir auf die zur Burgruine auf, die sich oberhalb von Kaysersberg auf einem kleinen Berg befindet. Natürlich steigen wir auch auf den Turm und haben von dort eine herrliche Aussicht auf die Berge der Vogesen, den Weinbergen und auch auf die Stadt. Fern können wir sogar die Höhenzüge des Schwarzwaldes sehen.
Nachdem wir ausnahmsweise nicht im Wohnmobil, sondern in einem Restaurant zu Mittag gegessen haben (Kassler und verschiedene Würste auf Sauerkraut) machen wir uns auf den Weg zu unserem Wohnmobil, wo wir den Rest des sonnigen Nachmittages und bis in den Abend hinein auf unseren Campingmöbeln verbringen.
Heute soll es wieder ein paar Kilometer weitergehen. Wir verlassen Kaysersberg und fahren nach Colmar. Nach nur kurzer Fahrt erreichen wir die dortige Altstadt. Wir sehen auch hier die für den Elsaß wohl typischen engen Gassen und romantischen Fachwerkhäuser. Aber jeder Ort hat wieder sein eigenes Stadtbild. Colmar bietet jedoch eine Fülle von Sehenswertem, so dass wir für den Rundgang doch eine ganze Zeit benötigen.
Es ist schon Mittag, als wir Colmar verlassen und nach Eguisheim weiterfahren. Hier fahren wir auf den Campingplatz „Camping les Trois Châteaux", denn wir haben nach vier „stromlosen" Nächten einige Akkus aufzuladen.
Viel unternehmen wir nicht mehr. Nur einen Spaziergang mit Dackel Max und einen kurzen Bummel durch Eguisheim, ein wirklicher Weinort.
Den Rest des sonnigen Tages genießen wir im Freien vor unserem Wohnmobil. Gegen Abend zieht sicher der Himmel leider zu, weiter entfernt ist ein Gewitter. Aber auch in Eguisheim fängt es an zu regnen.
Montag 13.09.2010 in Eguisheim
Bis gegen 23.00 hat es noch kräftig geregnet. Dann hat der Regen aufgehört und heute früh ist das Wetter wieder gut. Ideal für eine Rundwanderung durch die Weinberge, zu der wir uns entschließen. Dackel Max kommt selbstverständlich mit. Wir haben eine herrliche Aussicht über die Weinlandschaft, auf die Berge der Vogesen und auf die drei Chateaus, die oben auf dem Berg zu sehen sind. Wir machen noch einen kleinen Abstecher in das kleine Dorf Husseren und spielen mit dem Gedanken auch noch auf den Berg zu den drei Chateaus zu steigen. Da wir Nachmittags aber noch einmal durch Eguisheim bummeln wollen, lassen wir diesen Gedanken fallen. Auch so sind wir insgesamt 3 ½ Stunden unterwegs.
Am Nachmittag bummeln wir noch einmal durch Eguisheim und haben Freude an den den engen Gassen und hübschen Häusern dieses typischen Weinortes. Den Rest des Tages machen wir es uns vor unserem Wohnmobil gemütlich.
Es ist etwa 10.00 Uhr als wir den Campingplatz „Camping les Trois Châteaux" verlassen. Wir fahren zunächst auf der D 83 nach Guebwiller, biegen dort aber in Richtung Vogesen ab um nach Murbach zu gelangen. Hier sehr versteckt in einem engen Tal liegt die Kirche einer einst sehr mächtigen Benediktinerabtei. Durch ihre stattlichen Türme ist die Kirche noch immer sehr eindrucksvoll.
Von Murbach geht es zurück nach Guebwiller von dort dann auf der Route des Cretes auf den Vieil Armand (Hartmannsweilerkopf). Hier hat im ersten Weltkrieg eine der blutigsten Schlachten stattgefunden. Das Monument National und ein Soldatenfreidhof zeugen davon. Das National Monument können wir aber nicht ansehen, da es z.Zt. völlig erneuert wird.
Das dritte Ziel für heute ist der Grand Ballon (1424 m hoch). Das Wetter und die Sicht sind einigermaßen gut und so machen wir uns von dem oberen Parkplatz auf den Weg auf den Gipfel. Es ist aufgrund der Höhe und weil ein frischer Wind weht, deutlich kühler. Wir haben wirklich eine tolle Aussicht auf das Rheintal und den Schwarzwald. Wir können sogar die schneebedeckten Alpen der Schweiz sehen.
Für das nächste Ziel, den Ort Thann ist es schon etwas zu spät. Wir schlagen aber schon einmal die Richtung ein. Einen geeigneten Stellplatz finden wir jedoch nicht (in Thann, Willer und Bourbach sind die Stellflächen für unser Wohnmobil zu klein bzw. von PKWs besetzt). So steuern wir notgedrungen den Campingplatz in Masevaux an. Hier nehmen wir die Möglichkeit war, eine ACSI-Campingard 2010 zum Normalpreis zu erwerben. Für den Campingplatz zahlen wir dann auch nur 11 Euro.
Wie geplant geht es heute als Erstes nach Thann. Gegen 9.30 Uhr verlassen wir den Campingplatz in Masevaux. In Thann fällt uns sofort die bemerkenswerte gotische Kirche auf, die einen filigranen Turm besitzt. Wir können uns allerdings die Kirche nur von außen ansehen. Wir laufen aber auch durch die übrige Zentrum von Thann. Die Innenstadt ist sicher schön anzusehen, aber mit den Altstädten von Eguisheim, Colmar oder Kaysersberg kann Thann nicht mithalten.
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Von Thann geht auf der D 483 nach Belfort. Hier ist es eine mächtige Zitadelle, die wir uns ansehen wollen. Auf der Fahrt dorthin ziehen sich die Wolken mehr und mehr zu und es fängt schließlich an zu regnen. Die Zitadelle ist eine riesige Festungsanlage und so benötigen wir doch länger als wir gedacht haben um uns alles (u.a. den Löwen aus rotem Sandstein, das unterirdische Festungsgewölbe, das das Festungsmuseum) anzusehen.
Es ist schon 15.30 Uhr als wir zu unserem Wohnmobil zurückkehren und es wird Zeit einen Stellplatz anzusteuern. Wir wählen den Stellplatz in Baumes Les Dames aus, der immerhin 35 Stellflächen hat. Als wir gegen 18.00 Uhr dort ankommen, ist wirklich nur noch ein Platz frei. Obwohl dieser freie Platz ziemlich eng ist (deshalb wollte ihn wohl keiner) rangieren wir rein und gut. Wir haben es uns dann gemütlich gemacht, während es draußen bis in die Nacht hinein regnet.
Donnerstag 16.09.2010 in Baume Les Dames
Als wir kurz nach 8.00 Uhr aus dem Fenster sehen, ist das Wetter trocken und wesentlich freundlicher als am gestrigen Nachmittag. So beschließen wir eine weitere Übernachtung dranzuhängen und den Tag in Baumes Les Dames zu verbringen. Da in der Frühe einige andere Wohnmobile weitergefahren sind, können wir auf einen größeren Platz umziehen - was wir auch tun und gleich mit einer Ver- und Entsorgung verbinden.
Am Vormittag unternehmen wir eine ausgedehnte Wanderung entlang dem Fluß Doubs. Es ist ein landschaftlich schönes Tal. Das Tal ist eingefaßt durch felsige Höhenzüge, die mit dem Doubs eine prächtige Kulisse bilden.
In unseren Reiseunterlagen werden für Baumes Les Dames keine Sehenswürdigkeiten genannt. Trotzdem machen wir uns am Nachmittag von dem außerhalb gelegenen Stellplatz auf den Weg das Zentrum dieses Städtchens anzusehen. Der Weg dorthin ist weiter als wir gedacht haben und irgendwie ist uns die „Entdeckerlust" abhandengekommen und wir sind umgekehrt. So wird es für uns im Dunkeln bleiben, ob es in Baumes Les Dames etwas zu sehen gibt und wenn ja, was es wohl sein mag. Auf jeden Fall liegt der Stellplatz ganz schön und ruhig. Er ist mit 7 Euro einschl. Strom und Ver- und Entsorgung noch nicht einmal teuer.
Das war es erst einmal für heute. Die Fortsetzung folgt so bald wie möglich.
Schön, freu mich schon auf die Fortsetzung :)
Viele Bilder kenn und habe ich so auch, von deiner Reise.
Bedankt das du dir die Mühe machst :)
Gast am 27 Okt 2010 07:54:48
Danke Gerd,
super Bericht, freu mich auf mehr! :razz:
Anzeige vom Forum
zeus am 27 Okt 2010 10:05:29
Wirklich wunderschön, auch ich freue mich auf die Fortsetzung.
Liebe , Hildegunde
jokathi am 27 Okt 2010 10:05:42
Hallo Gerd,
einfach Klasse, so müssen Reiseberichte sein: tolle Foto's und kurze, präzise Wortbeiträge. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Vielen Dank für die Arbeit.
aus Neuss!
Johannes
Anne42 am 27 Okt 2010 10:28:31
ich freue mich auch schon sehr auf die Fortsetzung, wunderschöne Bilder, vielen Dank.
eva b. am 27 Okt 2010 11:56:38
Oh wie schön - Gerd war mal wieder unterwegs und ist heile zurückgekommen, auch Dackel Max (was ja nicht immer so war) :flower:
Der Bericht fängt schon sehr gut an, da bin ich auch gespannt auf die Fortsetzung.
mk9 am 27 Okt 2010 12:00:18
..... ich kann mich nur den Worten von Anne anschließen.
Klasse Fotos und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Obwohl Du geschrieben hast, dass es hiervon viele Reiseberichte gibt, kann ich nur sagen: ich bekomme nie genug davon, kein Bericht gleicht dem anderen Reisebericht, immer neue Fotos und immer neue Information über die Gegend und den Sehenswürdigkeiten.
mk9 ( Manfred )
al am 27 Okt 2010 12:09:18
um es mit einem alten titel der band ideal (neue deutsche welle) zu sagen:
du bist gemein, so gemein, hundsgemein....
boah, so schöne bilder... und nach belfort will auch noch.... nee das geht so nicht, so kannst du nicht mit mir umgehen.... 8)
mach weiter so, der bericht fängt sehr gut an.
felix52 am 29 Okt 2010 20:08:35
Danke,
auch für die super Fotos :)
"Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah!"
Hat mein Opa immer gesagt.... :D
Gerd-R am 30 Okt 2010 06:50:14
Hallo,
über die positiven Antworten zu dem ersten Teil meines Berichts habe ich mich sehr gefreut. Allen vielen Dank dafür. Nun schreibe ich meinen Bericht gern weiter.
Freitag 17.09.2010 Baume Les Dames - Ornans - Arbois
Nach dem Frühstück unternehmen wir zunächst noch einmal einen Spaziergang entlang dem Doubs. Heute aber in die andere Richtung. Noch einmal genießen wir die schöne Landschaft um Baume les Dames. Dann machen wir uns nach vorheriger Ver- und Entsorgung so gegen 11.15 Uhr auf den Weg nach Ornans.
Ornans ist ein kleines Städtchen in der Französischen Jura, welches ein idyllisches Stadtbild mit sehenswerten alten Häusern haben soll. Tatsächlich ist das Ortszentrum ganz hübsch anzusehen, aber etwas mehr haben uns doch davon versprochen. So sind wir nach einem kurzen Rundgang schon wieder unterwegs.
Unsere nächsten Ziele liegen ebenfalls in der Französischen Jura, und zwar in der Nähe der kleinen Stadt Arbois. Als erstes die Höhle von Planches. Als zweites das Kerbtal Cirque du Fer a' Cheval. Zunächst erreichen wir die Höhle, die allerdings nur mit Führung zugänglich ist. Wir entschließen uns die Führung mitzumachen, müssen allerdings noch ein wenig warten. Dann werden wir durch die Höhle geleitet. Es ist alles sehr schön und eindrucksvoll, was es zu sehen gibt. Nur die sicher sehr erschöpfenden Erläuterungen des Höhlen-Führers erfolgen nur auf französisch. Da wir aber leider, abgesehen von Bonjour, Merci....usw., kein französisch sprechen, haben wir nicht allzu viel davon.
Als wir die Höhle verlassen ist es schon 16.15 Uhr. Das zweite Ziel schaffen wir nicht mehr. So fahren wir, da ein Stellplatz nach unseren Unterlagen in der Umgebung nicht vorhanden ist, zurück nach Arbois. Hier finden wir auf dem Campingplatz Les Vignes einen netten Platz mit Strom. Dank der am vergangenen Dienstag erworbenen ACSI-Karte zahlen wir aber auch nur 11 Euro.
Samstag 18.09.2010 Arbois - Sevrier (bei Annecy)
Heute sind wir schon recht früh vom Campingplatz abgefahren. Unser heutiges Ziel ist die in Savoyen gelegene Stadt Annecy. Doch zunächst halten wir oberhalb des Kerbtales Cirque du Fer a' Cheval und genießen die wunderschöne Aussicht.
Dann geht es weiter über Champagnole, St. Claude und Bellegarde nach Annecy. Es geht dabei meistens über sehr kurvenreiche Nebenstrecken und so ist die Fahrt recht zeitraubend. Dafür werden wir aber noch einmal durch die schöne Landschaft der Französischen Jura entschädigt.
In Annecy ist es keine leichte Aufgabe sein Wohnmobil zu parken, wenn es etwas größer ist. Die kleinen Stellplätze sind schon belegt und auf die normalen Parkplätze passen wir nicht drauf. Mehr durch Zufall finden wir aber doch noch eine Straße, die zum Parken des Wohnmobils geeignet ist.
Es ist dann schon 14.00 Uhr, als wir uns auf den Weg zum See (Lac de Annecy) machen und ein Stück daran entlang wandern. Nun soll es noch in die Altstadt gehen. Die Altstadt ist sehr hübsch, dennoch halten wir uns nicht allzu lange darin auf.
Wir wollen noch etwas einkaufen und dann sehen, einen Campingplatz zu bekommen (die Stellplätze sind belegt und sehr viele Campingplätze haben schon zu). In dem kleinen Ort Sevrier, etwa 9 Kilometer von Annecy entfernt, finden wir auf Camping Au Coeur du Lac eine recht passable Stellfläche. Für den nächsten Tag, nehmen wir uns den nochmaligen Besuch der Altstadt von Annecy vor.
Nach einem kleinen Spaziergang mit Max, steuern wir wieder Annecy an. Die schöne Altstadt wollen wir uns noch noch etwas intensiver ansehen. Heute findet in den engen Gassen sogar noch ein Markt statt. Die Stadt ist voller Touristen und so ist auch der Markt sehr gut besucht. An einigen Stellen kommen wir kaum noch voran. Aber es bringt trotzdem Spaß durch die Altstadt zu bummeln. Wir erstehen 2 Kilo Zwetschen, die herrlich schmecken.
So gegen Mittagszeit kehren wir zum Wohnmobil zurück und fahren weiter. Unser nächstes Ziel ist die etwa 40 Kilometer entfernte Stadt Chambery. Die Zufahrt zu einem kleinen Wohnmobilstellplatz ist ausgeschildert. Genau genommen ist es gar kein Wohnmobilstellplatz, sondern ein Parkplatz, auf dem das Abstellen von Wohnmobilen gestattet ist. Einige Wohnmobile sind schon da. Hier parken wir unser Wohnmobil neben einigen PKW und machen uns auf den Weg in die Altstadt von Chambery.
Auch diese Altstadt ist schön. Sie hat ein wenig italienisches Aussehen. Wir sehen das Schloss der Herzöge von Savoyen, die Kathedrale mit dem Franziskanerkloster und den Fontaine des Elephantes.
Als wir wieder am Wohnmobil sind, ist es schon fast 16.00 Uhr. Wir haben keine rechte Lust weiterzufahren und beschließen auf dem Stellplatz für die nächste Nacht zu bleiben. Die Sonne wollen wir aber noch so lange, wie möglich genießen. Also holen wir - auch wenn es eigentlich nur ein Parkplatz ist - unsere beiden Campingstühle hervor. Es ist niemand da, der sich daran stört.
Montag 20.09.2010 Chambery - St. Pierre de Chartreuse - St. Laurent du Pape (südl. von Valence)
Heute werden wir sehr früh wach. So gegen 7.00 Uhr setzt auf dem Parkplatz reger Verkehr ein. Schüler eines benachbarten Gymnasiums rauschen mit ihren PKWs an und besetzen nach und nach alle noch freien Stellflächen. Rechts und links sind wir schon zugeparkt. Nach vorne kommen wir nicht mehr weg, weil ich wegen des Hecküberhangs nicht so scharf einschlagen kann, wie es erforderlich wäre und Rangierraum nicht vorhanden ist. Nur rückwärts raus geht noch. Fluchtartig verlassen wir den Stellplatz - nein den Parkplatz - bevor auch rückwärts raus nicht mehr geht. Noch im Morgennebel verlassen wir Chambery in Richtung St. Laurent du Pont.
Kurz nach Chambery finden wir abseits der Straße einen Parkplatz auf dem wir die morgendliche Körperpflege in Ruhe nachholen. Auch lassen wir uns unser gemütliches Frühstück nicht nehmen. Danach geht es weiter. Es ist immer noch sehr neblig, so dass wir die vorhandenen Berge nicht sehen können. In St. Laurent du Pont biegen wir nach Richtung St. Pierre de Chartreuse ab. Dieser Ort liegt im Chartreuse Massiv und ist ein Winter-Urlaubsort, an dem heute nicht viel los ist. Trotzdem sehen wir uns hier ein wenig um. Landschaftlich ist es sehr schön. Wir können bei herrlichem Sonnenschein drei etwa 2000 Meter hohe Gipfel sehen.
Dann gehts entlang dem Chartreuse Massiv in Richtung Grenoble. Eine sehr schöne Strecke. Nur hat man kaum eine Haltemöglichkeit und so können wir auch keine Fotos machen. Schließlich nähern wir wir uns dem Tal der Isere und können tief unten die Stadt Grenoble liegen sehen. Das wäre ein Stopp allemal wert, aber offenbar hatte man mit dem Bau der Straße schon Mühe genug und konnte nicht auch noch Haltepunkte für Touristen einrichten, die gern einmal in Ruhe die fantastische Aussicht genießen würden und Fotos machen. Leider gibt daher auch keine Fotos. Schon ein wenig schade. In vielen Kurven und teilweise steil windet sich die Straße nach Grenoble hinunter. Auf den Besuch von Grenoble verzichten wir. Von stark besuchten Städten und der damit verbundenen Parkplatzsucherei haben wir vorerst genug.
So geht es weiter der Isere auf der linken Seite folgend, dann an Valence vorbei in den kleinen Ort St. Laurent du Pape im Department Ardeche. Auf dem dortigen Campingplatz „La Garenne" checken wir für zwei Nächte ein.
Dienstag 21.09.2010 in St. Laurent du Pape
Heute ist Ruhetag. Zumindestens in bezug auf das Fahren mit dem Wohnmobil. Landschaftlich ist es ganz schön. St. Laurent du Pape liegt in Tal der Eyrieux, einem Seitental der Rhone. Es ist eine Mittelgebirgslandschaft, die mit Laubbäumen - häufig Steineichen - bewachsen sind. Den Vormittag nutzen wir zu einer Wanderung in die Umgebung des Ortes. Am Nachmittag machen wir es uns vor dem Wohnmobil gemütlich. Die Sonne scheint und es ist sehr warm
Mittwoch 22.09.2010 - 16. Tag St. Laurent du Pape - Vallon Pont-d'Arc
Nach einem Spaziergang mit Max in den Wald oberhalb des Campingplatzes verlassen wir so gegen 10.15 Uhr St. Laurent du Pape. Unser Ziel ist das Gorges de l'Ardeche, eine sehenswerte Schluchten-Landschaft. Es ist etwa 12.00 Uhr als wir in das Tal einfahren. Die Straße führt oberhalb der Ardeche-Schlucht entlang und bietet eine Vielzahl von Haltepunkten, von denen man eine grandiose Aussicht in die 300 Meter tiefe Schlucht hat. Die Ardeche hat sich derart tief in den Felsen eingegraben. Ein landschaftlicher Highlight unserer Reise!! Wir sind die Straße bis zu dem Felsbogen Pont-d'Arc weitergefahren.
Es ist schon 15.00 Uhr. Wir wollen uns für die Rückfahrt Zeit nehmen und noch die Aussichtspunte anzufahren, die wir auf der Hinfahrt ausgelassen haben. Zwei Stunden werden wir dafür sicherlich benötigen So beschließen wir die Rückfahrt auf morgen zu verschieben und den Stellplatz in dem nahegelegenen Ort Vallon Pont-d'Arc anzusteuern. Den Rest des Tages verbringen wir vor unserem Wohnmobil und genießen das sehr warme und sonnige Wetter.
Donnerstag 23.09.2010 Vallon Pont-d'Arc - Avignon
Wieder haben wir sonniges und sehr warmes Wetter. Wie vorgesehen fahren wir zurück durch das Gorges de 'Ardeche und halten an den Tags zuvor ausgelassenen Haltepunkten. Noch einmal können wir die grandiose Aussicht genießen. So etwa gegen 11.30 Uhr sind wir in St. Martin d'Ardeche und dort verlassen wir das schöne Gebiet. Über Pont St. Esprit geht es dann in die kleine Stadt Orange.
Fährt man auf der N 7 von Norden her nach Orange hinein, wird man von einem stattlichen römischen Triumphbogen empfangen. Um uns diesen genauer zu betrachten machen wir an dieser Stelle einen viertelstündigen Stopp., bevor wir nach Avignon weiterfahren-
In Avigon beziehen wir einen Platz auf dem Campingplatz „Bagatelle", der am Ufer der Rhone liegt und von dem man nur einen 10-minütigen Weg in die Altstadt von Avignon hat. Der Campingplatz selbst hat einen sehr dichten Baumbestand und einen sandig-erdigen Untergrund. Wir hoffen daher, dass es während unseres Aufenthaltes in Avignon nicht regnet, weil sich sonst der Untergrund in Matsch verwandelt.
Aber die Sonne scheint und wir machen daher einen ausgiebigen Spaziergang mit Dackel Max immer an der Rhone entlang. Max läßt sich dabei die Gelegenheit nicht entgehen und geht in der Rhone schwimmen.
Freitag 24.09.2010 in Avignon
Prompt hat es die Nacht geregnet. Am Morgen hat der Regen zwar aufgehört, aber der Untergrund auf den Stellflächen des Campingplatzes ist in dem erwarteten Zustand. Da kommt Freude auf. Unsere Matten, die wir vor dem Wohnmobil ausgelegt haben, halten aber den größten Dreck ab. Nach einem Spaziergang mit Dackel Max geht es in die Innenstadt von Avignon.
Als erstes geht es zu dem mächtigen Papstpalast (der größte gotische Palast der Welt), den wir uns allerdings heute nur von Außen ansehen, dann die Kathedrale und die dazugehörigen Gartenanlage Jardin des Doms. Von dort aus geht es zur Saint Benezet Brücke. Diese hat durch Hochwasser im Jahre 1688 einen Teil ihrer Bögen verloren, ist aber ein noch immer sehenswertes Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert. Den Rundgang beschließen wir mit dem Place de l'Horloge und der Einkaufsmeile Rue de la Republique.
Gegen 15.30 Uhr sind wir wieder am Wohnmobil und Max ist jetzt mit einem Spaziergang dran. Dieser fällt aber dank eines längeren Regenschauers nur kurz aus. Aber so gegen 17.00 Uhr wiederholen wir den gestrigen Spaziergang der Rhone entlang. Immerhin läßt sich die Sonne wieder blicken.
Samstag 25.09.2010 in Avignon
Heute scheint die Sonne wieder. Aber einige größere Wolken sind aber auch am Himmel. Dabei ist es zunehmend windig und im Vergleich zu den Vortagen mit 18 Grad recht kühl. Das ist uns aber egal, Hauptsache es bleibt trocken.
Heute sehen wir uns den Papstpalast auch von innen an. Es ist schon beeindruckend, was im 13. Jahrhundert schon alles gebaut wurde. Damals schon hat man Im Papstpalast recht angenehm und üppig gelebt. Die vielen Säle und Hallen, Kammern und Zimmer, Terrassen und Innenhöfe, es dauert eine ganze Zeit bis man alles besichtigt hat.
Das nächste Besichtigungsziel ist Villeneuve lez Avignon, welches wir mit dem Linienbus 11 nach kurzer Fahrt erreichen. Dort sehen wir den Turm von Phillipe de Bel, den historischen Ortskern von Villeneuve und das Fort Andre' hoch über dem Ort.
Gegen 15.30 Uhr sind wir wieder am Wohnmobil. Allzu lange sitzen wir aber nicht mehr draussen. Der Wind nimmt immer mehr zu und es ist uns zu kühl. Immerhin machen wir noch einen Abendspaziergang zum Place de l'Horloge. Es wird schon dunkel und wir sehen so auch Avignon in Abendstimmung.
Für heute beende ich meinen Bericht. Fortsetzung folgt in den nächsten Tagen. Einen Hinweis zu den Fotos möchte ich aber noch loswerden: die Fotos wurden - wie immer - von meiner Frau gemacht (ich bin für die Videokamera zuständig).
Gerd
Labrador am 30 Okt 2010 07:53:40
Hallo Gerd,
ein super Reisebericht, freue mich schon auf die Fortsetzung :D
Anne42 am 30 Okt 2010 11:29:53
deine Frau hat einfach wunderschöne Fotos gemacht. Da wir auch schon an vielen Orten eures Berichtes waren, ist es für mich eine tolle Erinnerung und ich freue mich schon sehr auf deine Fortsetzung.
Maxima am 02 Nov 2010 22:22:34
Hi Gerd,
was für ein Traum sechs Wochen Zeit zu haben!
Übrigens "Kasseler u. verschiedene Würste auf Sauerkraut" ist eine Elsässer Platte, sozusagen ein Nationalgericht. :D
In Orange waren wir auch. Seid Ihr nicht im Theater gewesen?
Durch die Größe der Bilder hat man das Gefühl direkt vor Ort zu sein, toll gemacht. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht.
Gerd-R am 04 Nov 2010 07:18:38
Hallo,
heute geht es nun weiter :
Sonntag Avignon - Ponte du Garde - Saintes Maries de la Mer
Unser heutiges erstes Ziel war das aus der Römerzeit stammende Aquädukt „Ponte du Garde", welches wir von Avignon nach kurzer Fahrt erreichten. Für stattliche 15 Euro Parkgebühr fahren wir auf den riesigen Parkplatz, auf dem das Abstellen des Wohnmobils wirklich keine Mühe bereitet. Endlich mal keine Parkplatzsucherei. Nur von dem Parkplatz aus hat man Zugang zu dem Aquädukt und ein weiteres Eintrittsgeld wird nicht verlangt. Damit relativiert sich auch die Parkgebühr.
Der Besuch des gewaltigen dreistöckigen Aquädukts lohnt sich aber wirklich. Wenn man in der Nähe ist, sollte man es unbedingt ansehen. Wenn man bedenkt zu welchen Bauwerken man damals schon fähig ist. Das Aquädukt überspannt im Übrigen ein landschaftlich sehr schönes Tal.
Als das zweite Tagesziel haben wir uns das auf einem Tafelberg gelegene Ruinendorf Les Baux vorgenommen. Auch geht die Fahrt dorthin recht flott voran, aber schon 2 Kilometer vor dem Ort parken Fahrzeuge. Für unser Wohnmobil ist schon dort einfach kein Platz mehr vorhanden. Also fahren wir nach Les Baux hinauf. Alle Parkplätze belegt - noch nicht mal einen Goggo hätte man mehr hinstellen können. Also auf der anderen Seite wieder den Berg in Serpentinen hinunter. Schließlich finden wir ganz unter eine Möglichkeit zum Parken. Wir machen uns auf den Weg, geben die Absicht aber nach 50 Metern wieder auf. Etwa so 2 Kilometer kräftiger Aufstieg der Straße entlang ? Nein das machen wir nicht - so sportlich sind wir nicht. Wir sehen Dorf und Burg von unten, ansonsten verzichten wir.
Weiter zu unserem dritten Tagesziel, dem Ort Saintes Maries de la Mer. Hinter Arles beginnt die Carmague. Wir durchfahren die flache Landschaft, sehen Wiesen, Schilf, kleine Seen, Rinder und Pferde und erreichen etwa gegen 15.00 Uhr Saintes Maries de la Mer. Wir nehmen den kleineren Stellplatz am Ortsanfang, der 90 Plätze hat. Es gibt noch einen weiteren Stellplatz mit 150 Plätzen östlich des Ortes. Heute haben wir das Mittelmeer erreicht.
Wir machen noch einen kleinen Bummel durch den Ort. Natürlich ist Saintes Maries de la Mer Touristenort, mit einer Vielzahl von Restaurants und Geschäften. Einen gewissen Charme hat der Ort aber behalten. Es ist sonnig (wolkenlos), aber es weht ein kräftiger sehr kühler Wind. So bietet es sich nicht an, im Freien zu sitzen.
Montag 27.09.2010 in Saintes Maries de la Mer
Wir haben etwa gegen 9.30 Uhr unser Wohnmobil startklar, sitzen auch schon im Führerhaus und ich drehe fast schon den Zündschlüssel herum, da überlegen wir, dass der Stellplatz eigentlich ein guter Ausgangspunkt für eine kleine Runde mit Dackel Max ist. So beschließen wir, bevor wir los fahren noch einen kleinen Spaziergang mit Max zu machen. Aus dem kleinen Spaziergang wird ein längerer Spaziergang und am Ende eine ausgedehnte Wanderung. Längst ist uns klar, dass wir heute nicht mehr weiterfahren werden. Erst gegen Mittag sind wir am Wohnmobil zurück.
Den weiteren Tag verbringen wir - neben Ruhepausen vor dem Wohnmobil - mit zwei weiteren Rundgängen durch den Ort. Langweilig ist es wirklich nicht, überall waren wir gestern noch nicht und es gibt auch viel zu sehen.
Dienstag 28.09.2010 Saintes Maries de la Mer - La Tamarissiére (bei Agde)
Wir haben heute ziemlich zeitig den Stellplatz in Saintes Maries de la Mehr verlassen. Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel. Über Aigues Mortes und La Grande Motte fahren wir wieder durch die Carmargue, deren schöne und eigentümliche Landschaft uns wieder beeindruckt.
Wir erreichen dann Palavas les Flots. Etwa zwei Kilometer nach diesem Ort können wir auf einem Parkplatz halten und haben Gelegenheit zu einem halbstündigen Spaziergang, entlang dem „Etang de l'Arnel" einem Binnengewässer.
Weiter geht es nach Séte. Hier fahren wir an einem Parkplatz für Wohnmobile vorbei. Wir nutzen die Gelegenheit und stellen unser Wohnmobil dort ab. 10 Minuten zu Fuß und wir sind im Zentrum von Séte. Dort sehen wir uns ein wenig um. Die Stadt ist recht hübsch - aber nicht so, dass wir hier bleiben wollen. So suchen wir uns aus dem ACSI-Führer einen Campingplatz in der Nähe von Agde aus, den wir dann Non-Stop ansteuern.
Unterwegs sehen wir einige Wohnmobil-Stellplätze direkt am Mittelmeer-Strand. Diese Stellplätze haben aber überhaupt keine Infrastruktur. Wir wollen aber ohnehin nicht baden (das Meer ist uns schon etwas zu kühl) , so reizen uns diese Stellplätze nicht. An dem von uns ausgesuchten Campingplatz angekommen, wird uns mitgeteilt, dass der Platz „complett" ist. Wir müssen also weiter. Per Zufall sehen wir nicht weit entfernt bei La Tamarissiére einen Wohnmobil-Stellplatz. Auf diesem Stellplatz finden wir einen recht schönen Platz und haben sogar Stromanschluß.
Da es noch früher Nachmittag ist, raffen wir uns noch einmal zu einem Spaziergang auf. Wir laufen etwa 2 Kilometer dem Fluß L'Hérault entlang nach La Tamarissiére hinein. Der kleine Ort liegt direkt am Meer. Dackel Max nutzt wieder einmal die Gelegenheit zum Baden. Wir genießen die Aussicht aufs Meer, bevor wir uns dann auf den Rückweg zum Stellplatz machen.
Mittwoch 29.09.2010 La Tamarissiére (bei Agde) - Narbonne Plage Strahlender Sonnenschein und warm auch heute wieder. So haben wir den Wunsch noch einen Tag am Mittelmeer zu verleben. Wir fahren daher nur ein kurzes Stück: über Beziers, St. Pierre de la Mer nach Narbonne Plage. In Narbonne Plage (800 Meter außerhalb) befindet sich ein riesiger Stellplatz. Es passen etwa 140 Wohnmobile drauf. Es ist kurz vor 12.00 Uhr und so ist es kein Problem noch einen Platz zu bekommen.
Wir machen uns dann sofort auf den Weg und wandern dem mega-breiten Strand entlang. Wir laufen weit außerhalb des eigentlichen Badegebietes. Dackel Max können wir daher getrost mitnehmen, es ist niemand da, den er stören könnte. Nur einzelne Spaziergänger sehen wir. Die kleine Wanderung ist sehr schön. Nun gehen wir auch mal mit den Füßen ins Wasser. So kalt ist es gar nicht - man könnte baden. Aber wir raffen uns doch nicht dazu auf.
Nach Rückkehr zum Wohnmobil können wir uns eine längere Ruhepause. Sitzen vor dem Wohnmobil und genießen die schöne Sonne.
Am späten Nachmittag machen wir dann aber doch noch einen Spaziergang in den Ort. Nach unserem Eindruck besteht Narbonne-Plage wohl ausschließlich aus Ferienwohnungen und Ferienhäusern, von denen jetzt kaum eine mehr bewohnt ist. Es sind zwar durchaus noch Touristen im Ort zu sehen, aber trotzdem macht der Ort einen „leblosen" Eindruck. Viele Geschäfte und Restaurants haben schon zu - man hat wohl schon mit der Saison abgeschlossen. So macht ein Bummel durch Narbonne-Plage keinen Spaß und wir kehren zu unserem Wohnmobil zurück.
So schön der Strand bei Narbonne Plage auch ist, wir fahren weiter. Wir sind nicht dafür geschaffen, nur am Strand zu liegen. Würden wir bleiben, wäre es uns nach kurzer Zeit langweilig. Strandwanderung und Ortsbesichtigung haben wir ja schon gestern gemacht. Heute früh ist Wind mit sehr starken Böen aufgekommen. Zwar scheint noch die Sonne, aber die aufziehenden Wolken am Himmel deuten doch auf eine Wetteränderung hin.
Also es geht weiter. Nach einem „Großeinkauf" bei Intermarché in Gruissan erreichen wir über Narbonne gegen 11.30 Uhr unser erstes Ziel das Zisterzienserkloster „Abbaye de Fontefroide". Dieses Kloster liegt ziemlich abgeschieden in einer schönen etwas bergigen Landschaft. Selbst auf dem Parkplatz vor dem Kloster kann man die Gebäude nicht sehen. Das Kloster ist nur mit einer Führung, die auf französisch erfolgt, besichtigt. Zum Glück hält man aber Audioguide-Geräte bereit, die die Erläuterungen auf deutsch wiedergeben. Das Kloster selbst ist doch ganz schön groß - was man von außen gar nicht sieht - und sehr gut erhalten. 1901 haben die letzten Mönche Abbaye de Fontefroide verlassen.
Weiter geht es nach Carcassonne. Ansehen wollen wir uns die mittelalterliche Oberstadt „La Cité", in der sich auch die Burg von Carcassonne befindet. Nur etwa 5 Min. zu Fuß von der La Cité liegt ein neuer Wohnmobilstellplatz auf dem geschätzt etwa 50 bis 60 Wohnmobile Platz finden (die bisherige Stellmöglichkeit für Wohnmobile auf einem Großraumparkplatz für PKW direkt an der Burgmauer gibt es nicht mehr). Ein prima Ausgangspunkt für die Besichtigung von La Cité und der Burg ! Es sind noch viele Plätze frei - also kein Problem einen Platz für unser Wohnmobil zu finden. Nun ist es schon 15.30 Uhr - für eine Besichtigung der Burg ist es uns zu spät, denn wir möchten alles in Ruhe ansehen können. Also verschoben bis morgen. Nur einen Rundgang durch La Cité, dort gibt es in den engen Gassen viele Geschäfte, Cafés und Restaurants und damit auch viel zu sehen. Übrigens: der Himmel ist jetzt stark bewölkt - aber regnen wird es nicht mehr.
Freitag 01.10.2010 Carcassonne - Belmont sur Rance
Erfreulich ist, dass sich die Wolken des gestrigen Nachmittags verzogen haben. Es ist wieder ein sonniger Tag. Für heute steht die Besichtigung der Burg Carcasonne auf dem Programm. Zuvor machen wir einen gut einstündigen Spaziergang mit Dackel Max.
Dann geht es nach La Cité. Als erstes machen wir einen Rundgang an der äußeren Mauer der La Cité entlang, kommen dabei auch an der hübschen Kathedrale vorbei, die auch von innen zu besichtigen ist. Nach diesem Rundgang bummeln wir noch ein wenig durch die engen Gassen von La Cité. Dann kommen wir zur eigentlichen Burg Carcassonne, die sich in La Cité befindet. Es geht in einen Innenhof, auf Türme, über Wehrgänge und durch Hallen. Es ist vieles zu sehen, leider fehlt eine deutsche Beschreibung. Trotzdem sind wir zurecht gekommen. Von den Türmen und höheren Wehrgängen hatten wir zu dem bessere Standpunkte um Foto- und Videoaufnahmen zu machen. Wir haben dann alles gesehen und sind um 13.30 Uhr wieder am Wohnmobil.
Wir entschließen uns doch noch weiter zufahren, denn einen langen Nachmittag auf dem Stellplatz zu verbringen, ist nicht so der Hit. Wir verlassen also Carcassonne. Unsere nächsten Ziele liegen in der Gegend von Millau. Bis dahin werden wir es aber heute nicht mehr schaffen. Die Fahrt geht über kurvenreiche Straßen und über Berg und Tal. Teilweise geht es sehr steil bergauf und dann wieder steil bergab. Wir fahren durch die kleine Stadt Mazamet (bevor wir diesen Ort erreichen, sehen wir ihn in einer tollen Aussicht von der am Berg verlaufenen Straße unter liegen) und später durch die kleine Stadt Lacaune. Die Landschaft ist sehr hübsch. Schließlich geht es nun schon auf 18.00 Uhr zu und wir wünschen uns dringend einen Stellplatz. Aber den gab es in Lacaune nicht und auch danach kommt nichts. Dann in Belmont sur Rance, einem kleinen Dorf, taucht plötzlich ein Stellplatzschild auf. Und wirklich da ist einer !! Für drei Wohnmobile ist der Platz vorgesehen, zwei stehen schon drauf. Also ist für uns noch Platz. Wir sind froh einen Platz für die Nacht gefunden zu haben.
Samstag 02.10.2010 Belmont sur Rance - Balsiéges (bei Mende)
Heute haben wir einen „strammen" Tag vor uns. Drei Ziele in den Cevennen stehen auf dem Programm. So verlassen wir zeitig den gastlichen Ort Belmont sur Rance. Wir fahren über St. Affrique auf der D 992 in Richtung Millau. Auf der D 992 etwa 7 Kilometer vor Millau erreichen wir unser erstes Ziel. Hier überquert die Autobahn A75 das Tal der Tarn. Zu sehen ist eine gigantische Autobahnbrücke. Es ist die höchste Autobahnbrücke der Welt. Einer der Brückenpfeiler ist sogar höher als der Eiffelturm. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk. Nur den Ort des Info-Zentrums und des Parkplatzes finden wir nicht so gut gewählt. Er befindet sich nahezu unter der Brücke, so kann man nicht so gut fotografieren und filmen.
Das nächste Ziel ist das Felsenmeer „Chaos de Montpellier-le-Vieux". Es sind von Wasser und Wind kurios geformte Felsen (Dolomitformationen). Von Millau führt eine enge, steile und kurvenreiche Straße hoch hinauf. Man muss es langsam angehen lassen. Nach einer ganzen Zeit erreichen wir das Gebiet. Vom Parkplatz aus werden einige Wanderwege angeboten. Wir wählen den 1 ½ Stunden Weg. Wir haben wirklich Glück, die Sonne scheint vom fast wolkenlosen Himmel und wir bekommen eine grandiose Felsenlandschaft zu sehen. Allerdings müssen wir uns auch etwas schinden, der Weg ist anstrengend zu laufen. Es geht auf und ab. Bisweilen muss ich Dackel Max tragen (Treppen !!). Bei aller Schinderei - wir sind froh den Weg gemacht zu haben. Es war einfach toll.
Das dritte Ziel für heute ist Aven Armand, eine riesige Tropfsteinhöhle. Eine Halle, so riesig, das sogar die Kirche Notre Dame hineingeht, sind eine Vielzahl von sehr hohen Stalagmiten zu sehen. Die Höhle soll eine der schönsten in Europa sein. Wir können das nur bestätigen. Fotografieren durften wir leider nicht. Daher hier keine Fotos.
Es war schon 17.00 Uhr, als wir wieder am Wohnmobil waren. Unsere Stellplatzführer hatten für diese Gegend wieder keinen Stellplatz verzeichnet. Also was nun? Wir sind wie gestern, einfach die Strecke gefahren, die wir ohnehin fahren wollten - aber diesmal hatten wir kein Glück. In dem Ort Balsiéges haben wir schließlich neben einem stillgelegten Bahnhof eine freie Fläche entdeckt, die uns für die Übernachtung geeignet erschien. Später gesellte sich sogar noch ein zweites Wohnmobil dazu.
Wir haben an diesem Tage sehr viel gesehen. Auch die Fahrt zu den einzelnen Zielen führte über Bergzüge, dann wieder in Serpentinen hinunter in schluchtartige tiefe Täler. Die Cevennen sind wirklich eine eindrucksvolle Berglandschaft.
Sonntag 03.10.2010 Balsiéges (bei Mende) - Florac
Wenn wir gestern richtig nachgeschlagen hätten, hätten wir gesehen, dass es in Florac einen Campingplatz gibt, der die ACSI-Karte unterstützt. Dann wären wir von Aven Armand gleich dorthin gefahren und es wäre uns etwas Fahrerei erspart geblieben.
Heute wollten wir nur so wenig wie möglich fahren und uns ausruhen, Akkus laden und einiges Auswaschen. Aus diesem Grund sind wir von Balsiéges nur 32 Kilometer nach Florac gefahren, dem Hauptort in dem Nationalpark Cevennen. Dort haben wir auf dem Campingplatz „Pont du Tarn" für zwei Nächte eingecheckt.
Wir haben, bis auf einem Spaziergang in die Stadt, nicht viel unternommen. Heute ist aber auch Petrus nicht auf unserer Seite. Der Himmel zeigt sich grau in grau und immer wieder regnet es. Wo es gestern doch noch so schön war.
Montag 04.10.2010 Florac - Gervans (Rhone)
Die ganze Nacht hat es geschüttet. Es wird zum Morgen hin immer schlimmer. Das ist kein normaler Regen, nein es gießt wie aus Kübeln. Weil es nicht so aussieht, als wenn es jemals aufhören würde, entschließen wir uns, obwohl wir eigentlich zwei Nächte bleiben wollten, heute weiterzufahren. Andernfalls könnten wir nur den Tag im Wohnmobil hocken. Dazu aber haben wir keine Lust.
Also fahren wir los. Es geht über Mende zunächst nach Le Puy. Während der ganzen Fahrt haben wir fast ununterbrochen Starkregen und stürmischen Wind. Ein richtiges Unwetter. In Le Puy halten wir kurz und gehen mit Dackel Max spazieren. Natürlich mit Anorak und Schirm ausgerüstet. Immerhin scheint in Le Puy die Bewölkung aufzureißen und die Sonne läßt sich etwas blicken. Dann geht die Fahrt weiter in Richtung Rhonetal. Der Himmel zieht sich wieder zu und das schlimme Wetter geht weiter. Häufig sehen wir Blitze. In einigen Ortsdurchfahrten steht Wasser auf der Fahrbahn. Wir durchfahren die Stadt Tournon sur Rhone und kommen dort an die Rhone. Nun ist es nicht mehr weit und wir sind in dem Dorf Gervans, in dem wir Platz auf einem Stellplatz finden.
Zwischenzeitlich hat sich das Wetter beruhigt und wir können mit Dackel Max wenigstens noch einen ausgiebigen Spaziergang machen. Fotos machen oder filmen - daran war an diesem Tage nicht zu denken. Wir haben bei dem Sauwetter auch nichts von der sicher schönen Landschaft mitbekommen. Am besten wir vergessen diesen Tag.
Fortsetzung folgt in den nächsten Tagen.
Gerd
Anne42 am 04 Nov 2010 10:29:32
wieder ein großes Dankeschön, für den interessanten Bericht und die tollen Fotos
sloter am 04 Nov 2010 22:48:52
Hallo Gerd
sehr schöner Bericht, bitte schreibe schnell weiter :D
Gerd-R am 06 Nov 2010 08:33:36
Hallo,
nun der letzte Teil des Reiseberichts:
Dienstag 05.10.2010 Gervans (Rhone) - Lyon - Pont de Vaux (bei Màcon)
Der heutige Tag beginnt zwar nicht sonnig, aber es regnet nicht mehr und Bewölkung ist auch etwas aufgelockerter. Das ist doch schon was.
Wir verlassen den Stellplatz in Gervans in nördliche Richtung. Unser Ziel ist Lyon. Die etwa 80 Kilometer sind auch auf der N 7 relativ schnell zurückgelegt. Etwas zeitraubender ist die Parkplatzsuche in Lyon, der immerhin zweitgrößten Stadt Frankreichs. Wir haben keine Kenntnis über einen Stellplatz und einen Campingplatz gibt es dort auch nicht. Also müssen wir irgendwo Parken und später weiterfahren.
Wir finden in einer Nebenstraße in der Nähe des Bahnhofs Lyon-Perreche (Südseite des Bahnhofs) einen Parkplatz. Von dort kann man die Centre Ville noch gut zu Fuß erreichen. Der Rue Victor Hugo entlang, erreichen wir den Place Bellecour. Von dort haben wir eine schöne Aussicht auf die Colline de Fourviere.
Über die Pont Bonparte gehen wir in das Quartier St. Jean (Altstadt). Recht interessant ist die Rue St. Jean (Geschäfte, Lokale), der wir bis zum Place St. Paul folgen. Über die Pont de la Feulilee und der Rue d'Algerie kommen zum Place des Terreaux, auf dem eine eindrucksvoll große Brunnenanlage (mit der Nachbildung von vier ungestümen Pferden) zu finden ist.
Nach diesem relativ kurzen Rundgang geht es zurück zum Place Bellecour und von dort wieder zum Wohnmobil. Es ist schon 15.30 Uhr und wir wollen sehen, das wir einen Stellplatz oder Campingplatz finden.
Wir fahren weiter in Richtung Màcon. Die Strecke führt durch viele Ortschaften, mit zahlreichen Ampeln. Außerdem herrscht Feierabendverkehr. So brauchen wir für die etwa 60 Kilometer lange Strecke gut 2 Stunden. Eigentlich wollten wir schon längst Schluß machen, so steuern wir den nächsten Stellplatz an, der sich in dem Ort Prissé befinden und 10 Plätze haben soll. Vor Ort werden wir aber enttäuscht. Die für Wohnmobile ausgewiesenen Plätze (bei einer Weinhandlung), es mögen 10 sein, sind nur für 5 Meter lange, bestenfalls für 6 Meter-Wohnmobile geeignet. Wir hätten uns natürlich quer hinstellen können. Dann hätten wir aber 4 Plätze belegt. Das wollen wir aber nicht. Also beschließen wir noch 20 Kilometer weiter zu fahren und uns auf dem direkt an der Saóne gelegenen Campingplatz „Aux Rives du Soleil" bei Pont de Vaux einen Platz zu suchen. Dort können wir auch besser zwei Nächte stehen, was wir eigentlich auch ohnehin vorhaben.
Mittwoch 06.10.2010 Pont de Vaux (bei Màcon)
Heute ist Ruhetag. Das einzige Vorhaben ist eine Wanderung mit Dackel Max. Bei herrlichem Sonnenschein laufen wir 4 Kilometer in den Ort Pont de Vaux. Es geht immer an einem Kanal entlang, Auf diesem fahren die im Sportboothafen von Pont de Vaux liegenden Motorboote und Jachten in die Saóne. In Pont de Vaux geht es recht lebhaft zu. Es ist Markt. Also bummeln wir eine ganze Zeit noch durch den Ort, bevor wir uns auf den 4 Kilometer langen Rückweg zum Campingplatz machen.
Der Rest des Tages genießen wir einfach nur das schöne Wetter.
Donnerstag 07.10.2010 Pont de Vaux (bei Màcon) - Givry (bei Chalon)
Für heute steht die Besichtigung der Abtei in Cluny, die einst Herz eines Mönchstaats war, zu dem immerhin 2000 Klöster in Westeuropa gehörten, auf dem Programm. Wieder bekommen wir ein eindrucksvolles Bauwerk zu sehen. Allerdings wurden die Gebäude Anfang des 19. Jahrhunderts teilweise zerstört. Sonst wären die Klostergebäude wohl noch imposanter.
Um etwa 12.30 Uhr erreichten wir unser nächstes Ziel. In den kleinen Ort Cormatin steht in einem herrlichen Schlosspark ein barockes Schloss. Wir sind allerdings zu einer ungünstigen Uhrzeit gekommen. Bis 14.00 Uhr ist kein Einlass. Uns würde die Ansicht des Schlosses von außen und ein Spaziergang durch den Park reichen, aber auch das ist nicht möglich. Da wir aber keine Lust haben ganze 1 ½ Stunden vor dem Tor zu warten, bleibt uns nur ein Blick über die Mauer. Immerhin - das Schloss haben wir gesehen.
Für die nächste Nacht haben wir uns den Stellplatz in dem Ort Ecuisses ausgesucht. Dort angekommen, sehen wir, dass der im Stellplatzführer enthaltene Stellplatz wegen Bauarbeiten nicht genutzt werden kann. Ein paar Meter sehen wir allerdings ein Schild „Aire de Camping Car". Dem fahren wir hoffnungsfreudig nach, sehen aber nach 300 Meter ein nochmaliges Schild auf dem der Schriftzug „Aire de Camping Car" mit Streifen überklebt ist. Also dürfen wir hier nicht stehen und übernachten. Oder vielleicht doch ? Wir fahren wieder weg. Nur etwa 20 Kilometer in Richtung Chalon liegt der Ort Givry, in dem wir einen recht gut angelegten Stellplatz finden.
Es folgt ein ausgedehnter Spaziergang durch die Sonne mit Dackel Max. Dann machen wir es uns vor dem Wohnmobil bequem. Man kann lange draußen sitzen. Um 19.30 Uhr sind es noch 18,5 Grad.
Freitag 08.10.2010 Givry (bei Chalon) - Baume Les Dames
Als wir heute morgen aus dem Fenster sehen, sehen wir das erste Mal in den Nebel. Wir haben aber keinen Zweifel, dass sich die Sonne durchsetzen wird.
Über Chalon, Dole und Besancon steuern wir wieder den Stellplatz in Baume les Dames an, auf dem wir vor etwa 4 Wochen schon einmal für zwei Nächte gestanden haben. Aber der Stellplatz ist sehr schön, die Landschaft ist hübsch und man hat gute Möglichkeiten mit Dackel Max zu wandern. Also es lohnt sich durchaus ein zweiter Besuch.
Diesmal kommen wir schon zur Mittagszeit an. So haben wir keine Mühe einen guten Platz zu finden. Dann geht es sofort los mit Dackel Max. Zwischenzeitlich hat sich die Sonne durchgesetzt und es ist sehr sonnig und warm. Wir gehen wieder der Doubs entlang (allerdings einen anderen Weg als vor 4 Wochen). Während der Wanderung kann sich Max nach Herzenlust austoben. Einige Male geht er auch in der Doubs schwimmen. Nach drei Stunden sind wir wieder am Wohnmobil. Den Rest des Tages verbringen wir in der Sonne.
Samstag 09.10.2010 in Baume Les Dames
Nachdem sich der Morgennebel aufgelöst hat, scheint die Sonne wieder von einem wolkenlosen Himmel. Das schöne Wetter wollen wir ausnutzen und bleiben daher noch einen Tag in Baume les Dames. Wir wollen erst morgen früh weiterfahren.
Wieder starten wir mit Dackel Max eine Wanderung. Da wir beim Wandern nicht sehr viel Wert darauf legen bergauf zu laufen, bleibt nur die Wanderung entlang dem Doubs. Wir finden tatsächlich noch einen Wanderweg, den wir noch nicht gelaufen sind. Wieder sind wir drei Stunden unterwegs und Dackel Max kann sich wieder voll austoben.
Den Nachmittag verbringen wir dann, abgesehen von einen Spaziergang in den Ort, wieder in der Sonne vor unserem Wohnmobil.
Sonntag 10.10.2010 Baume Les Dames- Ronchamp - Eguisheim
Heute ist es nicht so sonnig. Es herrscht hochnebelartige Bewölkung. Dazu weht ein kühler Wind. Aber es soll ohnehin in Richtung Elsaß weiter gehen. Wir verlassen Baume Les Dames und fahren zunächst nach Ronchamp. Hier soll eine etwas außergewöhnliche Kirche stehen. Es ist die Wallfahrtskirche Notre Dame du Haut, die oberhalb von Ronchamp liegt. Man hat uns die Besichtigung empfohlen. Dort angekommen sehen wir eine „modern" gestaltete Kirche aus Beton, die nicht so ganz „unser Ding" ist. Entsprechend kurz fällt der Besuch aus.
Weiter geht es über Belfort hinein in das Elsaß. Wir fahren in die Ortschaft Eguisheim und dort auf den Campingplatz „Camping les Trois Châteaux". Dort hat es uns 5 Wochen zuvor besonders gut gefallen. Wir checken noch einmal für zwei Nächte ein.
Zwar ist auch hier der Himmel bewölkt, aber ein Spaziergang durch die herrlichen Weinhänge ist trotzdem schön. Gegen 16.00 Uhr kehrt endlich die Sonne zurück und wir können doch noch ein wenig draussen sitzen..
Montag 11.10.2010 in Eguisheim
Heute strahlt die Sonne wieder - es ist goldener Oktober. Heute machen wir eine Wanderung zu den Trois Châteaux hoch oben auf der Bergkette oberhalb von Eguisheim. Bei unserem ersten Besuch haben wir diese Wanderung nicht gemacht. Laut Beschilderung soll diese Tour etwas mehr als eine Stunde dauern. Wir sind aber nicht die schnellsten und brauchen 1 ¾ Stunde. Zunächst geht es an Weinfeldern entlang und es geht mäßig bergauf. Dann durch einen Wald, meist Kastanienwald, teilweise aber auch Kiefernwald. Dabei wird die Steigung steiler und beschwerlicher. Dackel Max hat an dieser Wanderung sichtlich Spaß. Er ist ganz übermütig und tobt und läuft die Strecke wohl zweimal. Wir müssen uns aber ganz schön anstrengend. Schließlich kommen auch wir an den verfallenen Chateaus an. Es ist schon Mittag und wir verspeisen die mitgebrachten Baguettes. Dann nach einer gebührender Pause machen wir uns auf den Rückweg, der uns wesentlich leichter fällt. Gegen 14.30 Uhr, nach mehr als vier Stunden, sind wir wieder am Wohnmobil.
Nach kurzer Verschnaufpause machen wir uns auf den Weg in die „Centre Ville" von Eguisheim. Wir kennen das Städtchen zwar schon, aber ein nochmaliger Rundgang macht trotzdem Freude. Außerdem kaufen wir nach einer kurzen Weinprobe Wein für zu Hause ein.
Dienstag 12.10.2010 Eguisheim - Rothau
Der goldene Oktober hält an. Wir verlassen den schönen Ort Eguisheim und fahren der schönen Elsässischen Weinstraße mit den herrlichen Weinfeldern entlang langsam nordwärts. Wir kommen an Kaysersberg vorbei (hier haben wir am Anfang unserer Reise zwei Nächte auf dem Stellplatz gestanden) und fahren in den typischen Weinort Riquewihr. Wir bummeln durch Riquewihr und bewundern noch einmal die romantischen Fachwerkhäuser, die es so wohl nur im Elsass gibt. Am Ende unseres Rundgangs ist es gerade Mittagszeit und wir haben Hunger. Was liegt da näher als eines der vielen Restaurants aufzusuchen. Wir essen wieder etwas, was wir für typisch elsässisch halten: Sauerkraut mit Würstchen, mageren Speck bzw. Sauerkraut mit Eisbein.
Nach dem Essen geht es weiter (der Stellplatz in Riquewihr ist leider voll). Als Tagesziel haben wir uns daher den Stellplatz in Rothau (westlich von Straßburg, in den Vogesen) ausgesucht. Eine Weile folgen wir noch der Elsässischen Weinstraße. In Chatenois führt uns die Route aber in die Vogesen hinauf. Schließlich erreichen wir am späten Nachmittag den Stellplatz. Während an der Weinstraße sehr viele Wohnmobile unterwegs waren, ist hier nichts los. Anfangs sind wir das einzige Wohnmobil, bei 8 Stellflächen. Am Abend gesellte sich dann doch noch ein Wohnmobil hinzu.
Der goldene Oktober geht auch heute weiter. Die Sonne ist einfach toll. Allerdings ist es morgens noch empfindlich kühl. In der Nähe von Rothau liegt das ehemalige Konzentrationslager Struthof. Wir sehen uns das frühere Lager an. Einige der früheren Lagerbaracken stehen noch. Es ist schon beklemmend und macht sehr betroffen, wenn man das alles sieht. Auf das fotografieren und filmen haben wir hier verzichtet.
Von Struthof ging die Fahrt über Mutzig und Wasselonne zunächst nach Marmoutier. In Marmoutier befindet sich eine schöne, schon sehr alte und interessante Klosterkirche. Im Kellergewölbe befinden sich Reste von Fundamenten einer noch älteren Kirche aus dem 8. Jahrhundert sowie Gruften aus der Merowingerzeit.
Von Marmoutier gings dann über Servans und Phalsbourg nach Vilsberg auf den Campingplatz „Les Bouleraux". Dank unser ACSI-Karte zahlen wir lediglich 11 Euro incl. Strom und Hund.
Donnerstag 14.10.2010 zurück nach Deutschland
Heute strahlt die Sonne wieder - es ist goldener Oktober. Wir werden heute Frankreich verlassen und haben vor, noch einige Tage an der Mosel zu verbringen. So fahren wir zunächst auf der N 61 in Richtung Sarreguimines. Dort folgen wir dem Schild „Saarbrücken" und sind unversehens in Deutschland. Ausnahmsweise gehen wir von unserem Grundsatz „nur über Landstrassen" ab und fahren über die Autobahn A 1 Richtung Trier. Dann noch ein paar Kilometer der Mosel entlang in den kleinen Ort Ensch. Hier finden wir einen recht schönen Stellplatz direkt an der Mosel.
Damit endet mein Reisebericht. über unsere Frankreich-Tour. Unsere sehr abwechslungsreiche Reise haben wir dann an der Mosel mit Übernachtungen in Ensch (SP), Bernkastel-Kues (CP) und Neef(SP) ausklingen lassen.
Dann ging es mit Übernachtungen auf Stellplätzen in Sinzig, Frankenberg/Eder und Hameln wieder nach Hamburg..
Gerd
Anne42 am 06 Nov 2010 10:59:11
hallo Gerd, wie schade, daß diese wunderbare Reise, mit den beeindruckenden Fotos schon zu Ende ist. Ich habe sie wirklich genossen, ganz herzlichen Dank.
puget am 06 Nov 2010 12:20:22
Hallo Gerd,
da hast du dir ja richtig viel Mühe gemacht - toll !
Ich denke, nach einer so eindrucksreichen Reise macht eine solche Nachbereitung richti Spaß und lässt einem dabei alles noch einmal erleben.
Danke herzlich für deinen prima Bericht.
Chris_62 am 06 Nov 2010 15:02:30
Eine wunderbare Reise habt ihr da gemacht !
Wir sind da im September teilweise nur durchgerauscht , na ja 1. nur 3 Wochen Zeit und 2. lieben wir das Meer :wink: .
Schön , dass ich sehen konnte was wir unterwegs verpasst haben :D .
Danke für diese Eindrücke
:dankeschoen:
Gerd-R am 08 Nov 2010 08:09:23
Hallo,
es freut mich, dass euch der Reisebericht gefällt. Vielen Dank für die netten und anerkennenden Antworten.
Gerd
Gerd-R am 08 Nov 2010 08:20:28
Maxima-one hat geschrieben: ...... In Orange waren wir auch. Seid Ihr nicht im Theater gewesen?.........
Hallo Maxima,
nein, dass Theater haben wir leider nicht gesehen. Auf der Reise haben wir einige Sehenswürdigkeiten ausgelassen, weil man selbst bei einer 6-wöchigen Reise nicht alles schaffen kann. In bezug auf das Theater in Orange muss ich aber gestehen, dass wir diese Sehenswürdigkeit im Reiseführer übersehen haben. Wie wir in Orange waren, war uns gar nicht bewusst, dass dort auch noch ein antikes römisches Theater anzusehen ist. Schade.
Gerd
Stefan-Claudia am 09 Nov 2010 09:47:21
ein :dankeschoen: auch von uns für Eure Mühe und den vielen Eindrücken Eurer Reise : Toll !
al am 09 Nov 2010 10:59:12
Gerd-R hat geschrieben:.... Wie wir in Orange waren, war uns gar nicht bewusst, dass dort auch noch ein antikes römisches Theater anzusehen ist. ....
ich hab jetzt drei reiseberichte über schottland gelesen und bei jedem konnte ich an verschiedenen orten denken, hey warum kein bericht von da und da. es ist immer die sichtweise, bewusste wahrnehmung und die akt. hinweisen, denen man folgt.
oder wie ich in solchen situationen zu sagen pflege, dann eben beim nächsren mal.
nochmals bedankt für den bericht und die fotos.
WoRo1 am 09 Nov 2010 12:10:24
Auch wenn ich das Meiste, was Du bereist und beschrieben hast, bereits kenne, war der Bericht doch sehr interessant und die vielen Bilder wunderbar anzuschauen. Vielen Dank dafür.
rohlfi am 28 Nov 2010 21:00:04
Hallo Gerd
ein herzliches Dankeschön für den tollen Reisebericht und den Fotos.
Du hast Lust auf mehr Frankreich gemacht. Wir haben vor im nächsten July Frankreich zu bereisen, Wir werden Deinen Spuren folgen.