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OLGA - ein Leben im LKW


Lancelot am 02 Feb 2011 11:28:47

Hi all,

unser lokales Blatt berichtet in seiner gestrigen Ausgabe über das Projekt "OLGA" in München:

Eine Gruppe von "Aussteigern" (jedenfalls "wohntechnisch"), die ausschließlich und ganzjährig in (meist) selbstausgebauten Fahrzeugen leben. Da speziell für München die herkömmliche SP-Situation schlecht ist und die Gruppe wohl eher unter "Landfahrer" (jetzt ohne ethnischen oder religiösen Hintergrund) einzuordnen ist, versucht man - nach sanftem Druck - einen von der Stadt offiziell zugewiesenen Platz für das Projekt zu bekommen.

Lest selbst : --> Link

Link zum Blog von OLGA : --> Link

Was meint ihr ? Interessantes Projekt oder doch eher Ausnutzung der Allgemeinheit ?

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fetzi am 02 Feb 2011 11:41:46

Das ist sicher nicht das, was ich mir vorstelle, wenn ich über das Leben im WOMO nachdenke. Falls dann mal ein fester Platz gefunden ist, endet das als Kleingartenanlage. Hat mit mir/uns nichts zu tun. Überwiegend denken wir doch mehr an zeitweises Leben im WOMO zwischen Alltag und Abenteuer.

Beduin am 02 Feb 2011 11:53:33

Weil Tübingen in dem Artikel erwähnt wird hier mal der --> Link ursprünglich waren es ja zwei Plätze und zwei Gruppen, die stehen jetzt zusammen auf einem Platz.

Wenn man was hört, dann eben nur das es d auch Theater und untereinander viel gestritten wird, auch mit Ra und so.

Weil du wegen der "Rechnung" gefragt hast. Wenn die Leute dann in normalen Wohnungen leben würden, hätten sie ja Anspruch auf Wohngeld, wenn sie nicht Arbeiten. Das würde dann auf lange Sicht gesehen evtl teurer wie so einen Platz einrichten.
Wenns dann nicht tut, ist der Platz ja nicht verloren, da könnten ja dann ein SP draus werden.

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Gast am 02 Feb 2011 12:04:08

Ich stecke es mal in die Kategorie ->Interessantes Projekt :!:

Wenn man mal etwas näher in "Schrebergärten ;Waldwiesen und abgelegenen Pferdekoppeln " schaut wird man sich oft Wundern ,das dort Wohnwagen ,alte Mobile bzw. alte Bungalows stehen ....

Ich selbst sprach schon mit" Besitzern einer Pferde Koppel " nachdem ich Jahrelang zu meinen Schwiegereltern fuhr und mal durch Zufall dort vorbei lief und den Besitzer traf --->> Der Wohnte schon ewig auf der Koppel mit Doppelachser WoWa ----> sein Kommentar die können mich gar nicht von meiner eigenen Wiese werfen .........


aber egal --> Ich denke das wir uns an amerikanische Verhältnisse annähern werden ,wie lange es dauert ist dahingestellt..

Zu dem Projekt speziell kann ich nur sagen solange sie Ihren Müll und Fäkalien selbst entsorgen ohne den Steuerzahler auf der Tasche zu liegen OK -->> dies wird sicherlich nicht funktionieren , deshalb haben ja hier alle noch eine Wohnung :!: (ok .. wenn es auch nur noch die Postanschrift ist ,da ist der Sachverhalt aber ein ganz anderer)

und am Ende ist es wohl doch wieder die "Ausnutzung der Allgemeinheit "

einer muß ja für das aufkommen was "Die " nicht bezahlen wollen :!:

Gast am 02 Feb 2011 13:00:58

Grundsätzlich gilt:
Reich ist, wer arm an Bedürfnissen ist.

Trotzdem, ein Scheißleben, was die da führen.
Immer vom Wohl und Wehe anderer abhängig.
Das sind für mich keine Aussteiger.
Von einer Zwangsjacke in die nächste.

Echte Aussteiger sehen anders aus, leben anders.

So wie der z.Beisp.

--> Link

Lancelot am 02 Feb 2011 18:00:56

lakotabuche hat geschrieben:Echte Aussteiger sehen anders aus, leben anders.

So wie der z.Beisp.


Nö, niemals ... dann ja noch lieber im LKW .. :? also in einem "komfortablen", versteht sich :wink:

Mit "dem Eimer in die Büsche" kann der auch nur, weil er allein auf dem Land leben kann, stell Dir das mal in der Stadt vor ...

Lancelot am 02 Feb 2011 18:03:56

meier923 hat geschrieben:und am Ende ist es wohl doch wieder die "Ausnutzung der Allgemeinheit "

einer muß ja für das aufkommen was "Die " nicht bezahlen wollen :!:


Ja, wobei Ina´s Gedanke natürlich auch richtig ist: ob die jetzt Wohngeld (oder sonstige Stütze) kassieren oder dafür eine minimale Infrastruktur geschaffen wird ... wird vielleicht doch "billiger" für die Allgemeinheit ...

Vielleicht kommt München ja auf diesem Weg zu einem offiziellen SP :wink:

Administrator am 02 Feb 2011 18:07:43

lakotabuche hat geschrieben:Grundsätzlich gilt:
Reich ist, wer arm an Bedürfnissen ist.

Trotzdem, ein Scheißleben, was die da führen.
Immer vom Wohl und Wehe anderer abhängig.
Das sind für mich keine Aussteiger.
Von einer Zwangsjacke in die nächste.

Echte Aussteiger sehen anders aus, leben anders.

So wie der z.Beisp.

--> Link


Wenn ich mir die Oberarme und sein Alter angucke, fällt mir gleich was vom Faust ein:


Mephistopheles.
Mein Freund, nun sprichst du wieder klug!
Dich zu verjüngen, gibt’s auch ein natürlich Mittel;
Allein es steht in einem andern Buch
Und ist ein wunderlich Kapitel.

Faust.
Ich will es wissen.

Mephistopheles.
Gut! Ein Mittel, ohne Geld
Und Arzt und Zauberei zu haben:
Begib dich gleich hinaus aufs Feld,
Fang an zu hacken und zu graben,
Erhalte dich und deinen Sinn
In einem ganz beschränkten Kreise,
Ernähre dich mit ungemischter Speise,
Leb’ mit dem Vieh als Vieh, und acht’ es nicht für Raub,
Den Acker, den du erntest, selbst zu düngen;
Das ist das beste Mittel, glaub’,
Auf achtzig Jahr dich zu verjüngen!

Lancelot am 02 Feb 2011 18:16:35

Dirk hat geschrieben:Auf achtzig Jahr dich zu verjüngen!


Hmm ... bei "Gottfried" scheints ja auch zu wirken :D

Hymermännchen am 02 Feb 2011 20:21:34

Es stellt sich hier die Frage, inwieweit nicht auch wir die Allgemeinheit ausnutzen bzw. wie wir es als in Massen agierende Konsumenten gewohnt (worden) sind Allgemeinheit überhaupt zu definieren, ob wir es uns als Einzelne angesichts der Umstände ( --> Link ) überhaupt erlauben dürfen/sollten auf andere , speziell auf den Idealismus von Olga zu zeigen - macht nat. jeder mit seinem eigenen Gewissen aus :wink:

Grüßle,
G.W.

ferienfahrer am 02 Feb 2011 21:48:42

Hymermännchen hat geschrieben:Es stellt sich hier die Frage, inwieweit nicht auch wir die Allgemeinheit ausnutzen bzw. wie wir es als in Massen agierende Konsumenten gewohnt (worden) sind Allgemeinheit überhaupt zu definieren, ob wir es uns als Einzelne angesichts der Umstände ( --> Link ) überhaupt erlauben dürfen/sollten auf andere , speziell auf den Idealismus von Olga zu zeigen - macht nat. jeder mit seinem eigenen Gewissen aus :wink:


Genau, so darf das Thema "Leben auf Kosten der Allgemeinheit" weiter besprochen werden.
Wenn mal einer eine andere Meinung hat wird der Thread schnell geschlossen --> Link

Gast am 02 Feb 2011 22:04:40

Hymermännchen hat geschrieben:Es stellt sich hier die Frage, inwieweit nicht auch wir die Allgemeinheit ausnutzen bzw. wie wir es als in Massen agierende Konsumenten gewohnt (worden) sind Allgemeinheit überhaupt zu definieren, ob wir es uns als Einzelne angesichts der Umstände ( --> Link ) überhaupt erlauben dürfen/sollten auf andere , speziell auf den Idealismus von Olga zu zeigen - macht nat. jeder mit seinem eigenen Gewissen aus :wink:

Grüßle,
G.W.


Kluger Kommentar!

Danke für den link



Peter

Gast am 03 Feb 2011 10:45:44

yasar hat geschrieben:[Kluger Kommentar!



Peter


Peter, dieser Kommentar zeigt nur, worum es uns (ich schließe mich da ausdrücklich ein) tatsächlich geht, um die Beruhigung unseres eigenen Gewissens.
Wir sind bereit andere Lebensenwürfe zu tolerieren. Wie edel.
Was tun wir selbst?
Ob Partikelfilter, Entwicklungshilfe, Dritteweltladen oder Antihungerworkshop, es geht immer nur um uns selbst. Wir, die sich der ganzen Scheiße bewußt sind, vesuchen das Hamsterrad, aus dem wir aus Bequemlichkeit nicht ausbrechen wollen, etwas langsamer drehen zu lassen. Dadurch gewinnen wir ein paar Sekunden, mehr nicht.
Wir haben etwas gutes getan, unser Gewissen ist beruhigt.
Alles andere blenden wir gern aus.

Einigen von uns reicht das nicht. Sie versuchen komplett aus dem Hamsterrad auszusteigen
Der Bauer Gottfried z.B..
Traditionell gibt oder gab es in der Schweiz viele dieser "Projekte" (Monte Verita, bei Ascona z. B.).
Oder aus der Not geboren in Mitteldeutschland.
--> Link

Aber auch sie werden scheitern.
An immer knapper werdenden Ressourcen, deren Verbrauch einer Exponentialfunktion entsprechen. An nicht mehr vorhandenen Ressourcen.

Der Weg in den Abrund ist wohl ALTERNATIVLOS.

Es gibt keinen Weg zurück.
Dafür ist es zu spät.

Wo sind die Gerätschaften aus vergangener Zeit?
Wo ist das robuste (aber ertragsarme) Saatgut früherer Jahrhunderte ?
Wo sind die .. Kühe ? Kleinrahmig, robust, ohne fremde Hilfe kalbend da der Nachwuchs kein uterusprengendes Hochzuchtrind ist ?

Das alles ist nicht mehr da.

Dafür Maiswurzelbohrer, Feuerbrand, Kartoffelkäfer und sonstige Schädlinge die früher nicht bekannt waren.

Wo sind die 30 Menschen / Quadratkilometer ?
Wieviele haben wir heute ? Um die 250.

Niemand wird mehr etwas Humus zur Seite schieben und mit der Spitzhacke Kohle oder Erze abtragen.
Diese Ressourcen sind weg, ohne großindustriellen Material und Energieeinsatz nicht mehr förderbar.

Wirtschaftlicher Wiederaufbau verläuft übrigens gleich wie der Energieverbrauch, keine Energie, kein Aufschwung.

Niemand wird mehr eine Stadt am Meer gründen und dank Fischfang eine Bevölkerungsdichte von 100 Personen/Quadratkilometer erreichen um eine neue Zivilisation wie in der Antike zu gründen.

Die Fischschwärme dazu sind auch weg und werden es auch auf unsere Lebzeit sein.

Selbst wenn wir noch eilig alles mögliche zu Pflügen schmieden .. wo sind die Ochsen ?

Selbst wenn wir die Äcker mit Menschenkraft pflügen ... wo ist das Nicht-F1-Hybrid Saatgut für die Ernte vom nächstem Jahr ?

Also weiter so.
Bis zum bitteren Ende.

Mit hoffnungslosen n

Hymermännchen am 03 Feb 2011 11:49:49

lakotabuche hat geschrieben:
yasar hat geschrieben:[Kluger Kommentar!



Peter


Peter, dieser Kommentar zeigt nur, worum es uns (ich schließe mich da ausdrücklich ein) tatsächlich geht, um die Beruhigung unseres eigenen Gewissens. Wir sind bereit andere Lebensenwürfe zu tolerieren.


Ich glaube nicht, dass Du meinen Kommentar im Kontext verstanden hast und denke, dass Dein Beitrag ausschließlich dazu dient, Dich weiterhin zu beruhigen :wink:

@Peter
Danke!

fantom am 03 Feb 2011 13:17:31

Zur Sache Wagenburg,
die gibt es ja nun schon seit hunderten von Jahren. Nur zeigt es sich eben, dass wir, die Zivilisierten, vergessen haben, dass es diese Möglichkeit des Lebens auch noch gibt und zwar nicht nur im Urlaub. Wir sind von unserer Infrastuktur gar nicht auf eine solche Lebensweise eingestellt, sonder es hat sich einge"bürger"t, dass man in Häusern zu wohnen hat, alles andere ist Bäh.
Warum?
Was wollen denn die Wagenburgler, um ihnen einen Namen zu geben?
Einen Platz. Mit Postanschrift vielleicht, damit der Steuer-, Mahn- oder Räumungsbescheid und Rechnungen eingeworfen werden können. Platz gibts doch wohl genug. Auch wollen sie nicht in die Ballungsgebiete, in denen der Bodenpreis teuer ist. Könnte man den Leuten nicht einen Platz mit Wasser- und Abwasseranschluß (von mir auch kostenpflichtig) zur Verfügung stellen? Und das nicht nur in München. Auch anderenorts gibt es Wagenburgen, die aber in die Illegalität abgedrängt werden, weil sie sich widerrechtlich aufhalten.
Es sind beiweitem nicht alle Spinner oder Aussteiger, sondern auch ehrlich arbeitende Menschen, die sogar Steuern zahlen und Euch somit nicht auf der Tasche liegen. Sie wollen halt nicht, wie üblich, den Großteil ihres Einkommens einem Vermieter in den Rachen schmeißen oder Viel Geld für wenig Strom bezahlen.
Es sind auch keine Zigeuner oder Menschen mit Migrationshintergrund, wie man heute sagen muss, die ganz andere Probleme bereiten. Hier soll im Einklang mit der Natur und nicht auf deren Kosten gelebt werden.
Aber der katalogisierte Deutsche macht eine "Kategorie" für eine solche Unterart Mensch auf, na prima. Vielen Dank für Toleranz.
Ich jedenfalls wünsche diesen Leuten viel Glück.
Frank

Gast am 03 Feb 2011 14:36:20

Hymermännchen hat geschrieben:[

Ich glaube nicht, dass Du meinen Kommentar im Kontext verstanden hast und denke, dass Dein Beitrag ausschließlich dazu dient, Dich weiterhin zu beruhigen :wink:



Ich glaube, Du verstehst die Begriffe nicht, mit denen Du um Dich wirfst.
"Allgemeinheit" sind wir doch alle irgendwie, wir Gelegenheitswomo-fahrer und die von OLGA in den Wohnwagen. Konsumenten auch, die einen mehr, die anderen weniger.
Was gibt es da zu definieren, differenzieren, mit dem Finger zu zeigen oder gar zu idealisieren?
Die entscheidende Frage wird doch aus den genannten Bequemlichkeitsgründen gar nicht gestellt. Auch nicht von OLGA.
Können uns (die Allgemeinheit) die ausgelaugten Böden, überfischte Meere oder überzüchtete Tiere in Zukunft noch ernähren?

Oder führt die Natur wieder alles auf ein vertägliches Maß zurück.

Gnadenlos.

"In einem Ökosystem wird die Anzahl der Konsumenten durch die der Produzenten und deren Produktion limitiert." (Wikipedia)

Und bei dem Gedanken bin ich überhaupt nicht beruhigt.

Die, die heute schon eine autarke Lebensweise anstreben, ihre Nahrungsmittel selbst produzieren, haben den anderen gegenüber einen Vorsprung. Ob er ihnen etwas nützt habe ich weiter oben bezweifelt.
Aber auch sie gehören zur Allgemeinheit.

Wir können unterdessen unser ökologisches Bewußtsein schärfen, z.B. bei Olga.
Oder im Wald dem dunklen pfeifen.

Oder,
nichts geht über ein gemeinsam gesungenes Lied.

Wer glaubt, das wäre alles Spinnerei und das würde sowieso nur zukünftige Generationen betreffen, sollte sich mal die Getreidepreise ansehen, heute und von vor einem Jahr.

Ok. Dann ernähren wir uns vom Aldi.
Ich glaube die brauchen für ihre "Backwaren" kein Getreide.

eaglesandhorses am 03 Feb 2011 14:37:42

weitere Infos für den geneigten Leser gibt es auch hier


--> Link

Gast am 03 Feb 2011 15:40:14

ferienfahrer hat geschrieben:Genau, so darf das Thema "Leben auf Kosten der Allgemeinheit" weiter besprochen werden.
Wenn mal einer eine andere Meinung hat wird der Thread schnell geschlossen --> Link



In einer komplexen Gesellschaft wie der hiesigen, kann man doch nicht gegeneinander aufrechnen, wer auf wessen Kosten lebt (meistens jedenfalls nicht).
Der HIVler hat auch irgendwann mal gearbeitet und zum Nutzen anderer beigetragen.
Der Rentner lebt auf Kosten des Beitragzahlers, der wiederum lebt unter Rahmenbedingungen, welche der Renter mit gestaltet hat. Undsoweiter.

Threads mit diesem Inhalt führen zu nichts, außer zu einer emotional geführten primitiven Neiddebatte.

Viele

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