Rundreise werden.
Aber nach einer Woche, im Hinterland von Dijon, springt plötzlich der 5. Gang raus. Au weia, die alte Fiat Krankheit, jetzt hat es uns auch erwischt. Nun, gottlob gehen die Gänge 1-4 noch. Wir haben dann in Beaune eine Fiat Werkstatt angesteuert, dort hat man uns nach Chalon sur Saône zum Hauptbetrieb weitergeschickt (25 km).
Dummerweise war es Freitag Nachmittag, die Ersatzteile wären also frühestens am Montag früh, spätestens am Dienstag früh da. Nach einigen Überlegungen haben meine Frau und ich dann beschlossen, halt etwas weniger Rundreise zu machen und langsam nach Hause zu tuckern.
Im nachhinein muß ich sagen, es war der richtige Entschluß. Dank Aldi Navi und Eingabe der kürzesten Strecke sind wir über Nebenstraßen die Saône hochgefahren, und haben dann am Abend in einem Dörfchen einen wunderschönen Übernachtungsplatz am Hafen gefunden.
Am nächsten Tag ging es weiter nach Besancon, dort haben wir die Stadt besichtigt, zu Mittag gegessen und sind anschließend etwas nach Süden in den Jura gefahren.
Am nächsten Morgen ging es weiter über Belfort, Basel, den Rhein entlang bis nach Pfullendorf am Bodensee. Dort existiert auch ein WoMo Stellplatz am sogenannten Seepark, einem sehr großen Baggersee. Ein Stellplatz sollte ja eigentlich 8,50€ kosten (stolzer Preis), auf Grund der noch fehlenden Infrastrukur wurde jedoch nichts verlangt. Die Fäkalien kann man in der danebenliegenden Kläranlage entsorgen, Frischwasser bekommt man dort auch.
Am nächsten Morgen wollten wir die Heimreise antreten, fahren ca. 300m und vor uns sehen wir eine Fiat Werkstatt, die auch für Transporter eingerichtet ist. Na ja, fragen kostet ja nichts, also rein in die Werkstatt. Die Getriebeteile hatten sie nicht da, aber die seien garantiert am nächsten Morgen da. Kostenvoranschlag machen lassen: der lag in der selben Höhe wie in Frankreich.
Kurzer Beschluß: Das Getriebe lassen wir hier reparieren bevor wir noch weitere 300 km im 4. Gang fahren. Und da der Zahnriemenwechsel auch dieses Jahr fällig ist, haben wir den ebenfalls in Auftrag gegeben. Auf der Bühne haben wir (d.h. der Chef und ich) noch festgestellt, dass die Bremsscheiben auch fällig sind. Na, wird ja ganz schön teuer werden....
Und erst mal wieder 300m zurück zum Stellplatz. Leider regnete es in Strömen, so haben wir dann halt unsere Reiselektüre hervorgeholt.
Am nächsten Morgen, bestes Wetter, haben wir unsere Fahrräder startklar gemacht und sind dann erst mal um den Seepark herumgefahren (ca. 5 km). Und ich muß sagen, der ist eine Wucht. Er bietet für jede Alterstufe etwas:
Für die ganz Kleinen gibt es große Sandflächen mit Bachläufen dazwischen (zum Umbauen), Turngeräte, von Schülern für Schüler und Erwachsene entworfene naturkundliche Anlagen, lauschige Plätzchen für die Jungen, Ruhezonen für die Senioren.
Ich könnte noch Seiten dazu schreiben, aber schaut besser mal hier: --> Link
Am Abend kam dann in der Werkstatt die positive Überraschung: der Kostenvoranschlag wurde um ca. 8% unterschritten. Billig war es dennoch nicht, das könnt Ihr Euch bei dem Reparaturumfang ja denken, allerdings preiswert. Und meine Frau und ich waren richtig froh, dass jetzt wieder alles in Ordnung ist. Und wie es so der Zufall will: die Werkstatt nennt sich Fiat Fröhlich.
Eigentlich schade, dass es in unserer Region nicht so eine ideale Kombination aus Seepark und Fiat Werkstatt gibt.
gruß
gerhard

