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Ostern 2011


pitb am 28 Apr 2011 10:38:14

Vom April der (fast) ein Sommer war
Von (ge)Stau(ten) Trieben
Und den Wegen einer Isar


Ostern steht vor der Tür und mein Ducle ist rechtzeitig von Inspektion und frisch geTÜVt aus der Wetzlaer Klinik wieder daheim. Und seit so zwei Wochen hammer ein ebensolches Wetter. Ja Wahnsinn. Doch wohin?

Berge – eh klar. Ich vereinbare in der Woche davor einen Termin für den Osterdienstag in Minga (so nennt der Einheimische die Landeshauptstatt Bayerns) – also der Day after Eastern. Und eigentlich will ich die Woche nach Ostern auch noch frei machen. Doch nach zwei Wochen super Wetter schrumpft die Wahrscheinlichkeit noch für ne dritte – sagt einem die statistische Bauchgegend.

Ergo auf den Bauch gehört – nur den Dienstag befreit und den Rest vom Schützenfest heb ich mir auf fürn Juni. Da kann ich dann schon ab Pfingsten los – mein nächstes jöbliches Projekt beginnt am ersten Achten. Über eineinhalb Monate frei – da kürze ich den Osterurlaub gerne!

Wegen Termin in M und den im Eigennutz reduzierten Zeitaufwand bleiben als Osterziel natürlement nur die Münchner Hausberge. Und da mache ich dann am grünen Donnerstag auch hin. Aus der Not ne Tugend – wie einst die Jugend.

21.04.2011

Typischer Berufstag so vor Ostern - der eine Teil hat schon Urlaub und ist net da, die anderen fahren nach Ostern und sind auch schon fast weg. So kann ich im Büro so ne Art Aufwisch machen – keiner stört mich. Schee!

Um Viere verlasse ich die Wirkstätte und radle gen Offebach. Gepackt habe ich schon am Vortag – ich brauch nur noch das Wertgedöns und die LebendenMittel. Um Sechse – ein Viertele danach – starte ich den Italiener und mache los. Meine geradelte Heimfahrt über die A3 (Brücke drüber) vernahm normalen Zähverkehr für die Zeit – also spar ich mir die angedachte Spätabfahrt um 7e oder noch später.

Geht auch alles jut – hinter Aschenberg – vor die Tunnels für die Eingeweihten – Stau. Der erste. But not the last...

Um vor Neune in WÜ biege ich von irgend nem Trieb getrieben auf die Landpiste ab und quere das unterfrängische Zentrum im anfänglichen StopundGo. Radio meldet Sperrung A3, Hubschrauber, Superstauwasweißich. Ich liebe meine instinktiven Triebe.

Bei Bibelried wieder A3 und ohne Störungen weiter nach Süden. Nürnberg, dann so vor Mitternacht via Mittlerer Ring auf die Autobahn nach Starnberg. Radio meldet immer wieder Staus auf der A3 und immer wieder zwischen Frankfurt und Würzburg – da muss der Bär los sein. Um halber Einse sehe ich so vor Mittenwald langsam weiße Mäuse und leg nen Stop in ner Ortschaft mir unbekannten Namens ein. Ein Schluckerl Licher – schon isser nichmehr – ich penne sofort ein.

22.04.2011

Karfreitag – nach gefühltem und traumlosen Sekundenschlaf erwache ich um nach 5e. Die dreihundert Meter entfernte Hauptstraße vermeldet für die Zeit bereits regen Verkehr – auch wecken sich die Vögel schon. Also los. Um halber 6e starte ich im Licht des auf seine Hälfte abgenommenen Mondes und der dadurch erkennbaren Zugspitze. Garmisch, Mittenwald und schon bin ich in Scharnitz. Meinem eigentlichen Ziel von gestern. Radio meldet auf der A3 immer noch Monsterstaus – immer wieder F gen WÜ und Helmstedt – dashabichhintermir – Gottseidank!

Um halb Sieben erreiche ich den Parkplatz am Taleingang – gebührenpflichtig. Frühstücke, bastele mein MTB zammen.




Mein Ziel heute: das Tal da wo die Isar herkommt – zur Kastenalm hoch. Anregung dazu hat der Turbokurtla hier im Forum mal gepostet → link:

--> Link

Die Strecke beginnt harmlos als Asphaltsträßle – eine anfängliche Steigung ist schnell hochgekurbelt, dann geht’s gefühlt fast schon eben das Tal der jungen Isar hoch. Das Wort Wahnsinn hab ich schon gebraucht – hier wär es mehr als die rechte Vokabel. Ich lasse Bilder sprechen:











Und oben an der Kastenalm – als ich die Augen aufgemacht, bin ich in nem Traum erwacht – wunderschön! Und da so früh ist die Einsamkeit der Schlagobers des Schönen.



Da ich halt ein früher Vogel bin, begegne ich erst bei der Abfahrt den ersten Pilgern. Vor allem Radelpilger. Ua ein Vater mit Anhänger und zweimal quengligem Nachwuchs drin. Net schlecht. Aber der Weg ist zwar lang – per Pedes sagt ein Taferl 3 h eine Richtung – aber mit jedem Radel zu machen. Und hiermit auch meinerseits als wärmster Tip verempfohlen!!!!

Bin Mittags wieder am Mobil, packe ein, verbringe den Rest dieses schönen Tages an der mittlerweile zum Teenager gereiften Isar aufm Weg zum Sylvenstein – der Mautstraße von Walgau gen Lenggries oder Kreuth . Um so 6.30 Uhr parkiere ich auf dem SP von Fall – schön: quasi mitten im Wald – man steht alleins – und bin doch nicht der einzige Besucher. Neben meiner Kiste sitzend tippe ich bei nem Bierchen diese Zeilen.



Wasauchimmer der Tag noch bringen mag – es war ein wunderschöner Tag!

23.04.2011

Die Nacht hier in Fall war ruhig und dunkel. Ich penne bis auf eine kleine Unterbrechung bis dreiviertel Neune. Und das wo ich doch schon um Halber Zehne in die Kiste bin. Also der Platz wird mein Favorit für die nächsten Besuche hier in derer Gegend.

Nachbars pofen noch – ich fange langsam mein Frühstück an. Dämchen Platzwart dreht ihre Kontrollrunde – wünscht mir gut Schmeck und ist auch gleich wieder weg.

Mein Ziel heute – Demeljoch. Das gehe ich nach Zehne an. Erst ein bissi Fahrweg, dann gefühlte 5000 Kehren auf kleinstem Pfad bis so in 1700 m – von da ab Grat – Latschen – pappiger Altschnee, der einem immer wieder Abkühlung bis zum Knie oder der Hüfte verschafft. Alles in allem ne gelungene Tour. Die Aussichten lassen es vermuten:









Der Runterweg – genauso – und wenn ichs nicht besser wüßt, tät ich sagen, das war ne Hochsommertour. Sonne satt und warm dazu!

Um so vor Sechse bin ich wieder am Mobil, bereite eine Duschung vor – Nachbars tauschen sich gegen neue aus. Ich beschließe noch ne Nacht zu bleiben. Sitze vorm Fahrhäusle und tippe, trinke was, lese. Die Nacht wird genau so ruhig wie die vorangegangene.

24.04.2011

Der Ostersonntag holt mich mit lauten Tropfgeräuschen auf des Homes Dach aus dem tiefen Schlaf. Draußen dämmerts – bei mir drinnen jetzt auch. Ein leichter Nieselhimmel hat die Bergwelt eingefangen – und unter den Bäumen bündelt sich die kleine Nieselmenge zu nicht zu häufigen, dann aber unüberhörbar laut aufklatschenden Tropfen.

Ich beschließe – so um nach 7e rum – mich kurz und bündig aufzumachen. Mit draußen Frühstücken wirds eh nix und noch liegen ist nicht wegen dem dauernden Geploppe.

Also Diesel an und gleich los. Bin auch nicht der erste Aufbrecher – kurz vor mir tuckert auch schon einer von dannen.

Ich toure kurz bis zum Sylvensteinsee an nem Uferparkplatz. Da frühstücke ich plopp-frei und selbst nieseln tut es auch nicht mehr.

Ich beschließe über den sagenhaften Achenpass nach Bad Wiessee oder Rotach-Egern zu machen. Das tue ich und bleibe auf der Pashöhe stehen – Wetter klart ein wenig und ich werde zur Hochalm wandern. Der Berg heißt Alm, eidiweil er oben kahl ist – nicht wegen der Höhe sondern weil man ihn der Weidung wegen wohl kahl gemacht hat. Das erklärt dann auch den Begriff ‚Alm’. Jedenfalls hat man ob der nur unter 1500 Meters eine tolle Sicht auf Lenggries und das Tal der schon reifer gewordenen Isar.





Im Abstieg zeigen sich die Aussichten spärlicher – hier mal das für die Gegend so typische Duo Ross- und Buchstein. Dem Einstiegsziel meiner letzten Herbsttour…




Der kurzen Höhe wegen ist die Tour schnell beendet. Ein drohender Regenguss geht knapp an mir vorüber, so dass ich trockenen Ganges bis zum Womo komme. Nun ist es Nachmittag und ich raste kurz mich beratschlagend wie es weiter geht.

Ach ja – Rotach-Egern – das wars ja. Also los – nun entkomme ich aber einem Regenguss der Superklasse nicht mehr. Echtes Waschstraßenfeeling – fehlen nur noch die rotierenden Bürsten. Ein paar Moppedler und Radler haben sich immer wieder unter den Bäumen entlang der Straße nach Kreuth verkrochen – ich hocke trocken lenkend in meinem Duc und blicke durch den im Höchsttempo sausenden Scheibenwischer in eine schier ersaufende Welt.

Rotach-Egern erreiche ich wieder trockenen Rades. Naja – Straße noch feucht aber der Himmel zeigt sich hie und da wieder tapfer blau. Der April hat sich heute wieder seiner Tugenden erinnert?

Zur Wallbergbahn lenke ich – nicht geplant dafür aber umso spontaner. Und der große Parkplatz zeigt sich am nun späteren Tag aufgeräumt um nicht zu sagen fast leer. Ein weiterer Artgenosse plant hier bereits die Nacht – ich ziehe eine Parkreihe weiter hoch und tue es ihm gleich. Abendbrot in Form leckerer Kasspätzle gibt es im Gasthaus direkt am Platz – zum Wildpark heißt es wohl. Danach ein Spaziergang runter bis zum See – durchn Ort und wieder rauf. Nun findet der Tag sein letztes Licht, Abend ists geworden und müde bin ich auch. Gnacht!

25.04.2011

Die Nacht war ruhig. Die ersten Autos – Personal der Wallbergbahn erreichen den Platz – ich bin mich am startklar machen. Will heute mit der Bahn hoch und von dort aufn Risserkogel.

Noch vor dem ersten Andrang bin ich schon in meiner Gondel – frühstücken werde ich oben im noch kühlen Licht der frühen Sonne.

Zunächst zieht der Weg um 100 Meter bergab, um dann über einen langen, bewaldet, belatschten Grat gen Risserkogel zu ziehen. Immer wieder findet sich Matsch und auch alter Schnee, doch die Mühen lohnen sich:









Am Abstieg dann wer, der sich wohl verlaufen oder besser noch, sich verfahren hat:




Kurz vor der Bergstation dann noch kurze Rast und den Fetzenfliegern – so heißen die in Austria – zugeschaut. Bei dem böigen Wind hätte ich beim Start aber die Hosen ordentlich voll! Aber Bilder zeigen oft nur das Schöne:








Montag-Nachmittag ists geworden, als ich wieder am Wagen bin. Die Nacht werde ich oben bei München verbringen – in Haar um es genau zu sagen. Dann am Dienstag mein Termin in M und eine Isar treffe ich dort auch schon wieder. Zur Frau gereift zieht sie selbstbewusst durch die weißblaue Metropole, die sich im schönsten Frühlingswetter zeigt. Am späteren Mittag nach nem Imbiss am Viktualienmarkt geht es dann auch schon wieder heim. Diesmal (fast) ganz ohne Stau und in sagenhaften 4 Stunden noch was. Wahnsinn - aber das sagte ich ja schon.

Tja und die Moral von der Geschicht: Ostern 2011 – so schön ist manch Sommer nicht.

Aber trotzdem: schee wars!
:)

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uschi-s am 28 Apr 2011 10:59:53

Schön hast Du das beschrieben. Wir freuen uns auch schon auf die Berge im Sonner, die wir ja zwangsläufig auf unserer Fahrt nach Kroatien durchqueren und überqueren müssen.

Tipsel am 28 Apr 2011 11:17:13

Sehr schön und wunderbare Bilder von herrlichen Bergen

:daumen2:

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eva b. am 28 Apr 2011 11:24:39

Wahnsinn - dein Schreibstil! Gefällt mir ausserordentlich gut :) Und die tollen Fotos sowieso...

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