Nun ging es also los nach Sonneberg.
Übern Phyrn Pass gegen Passau nach Regensburg. Ein kräftiger Rückenwind
verbesserte das an sich eh gute Fahrverhalten meines etwas Psfernen Wägelchen noch mal zusätzlich und husch,husch waren wir in Regensburg.
Der obligate Dombesuch und einem Kaffe am Domplatz und es ging bald in Richtung
Amberg wo wir am Nachmittag eintrafen und den berühmten Stellplatz anfuhren.
Wieder Erwarten waren noch mindestens 7 von 10 Plätzen frei und ich hatte die Qual der
Wahl da ausgerechnet der von @Wiebke reservierte Platz daneben besetzt war .
Es wurde zwar der Wunsch geäußert , ich sollte doch mit der ersten Bierdose die ich nach Ankunft verzische der Kamera zuwinken, habe ich auch mit jeder frisch geöffneten einmal getan - doch allzu oft wollte ich mich wieder nicht exponieren , denn mit einer Bierdose in der Hand einem Feuerwehrturm zuzuprosten das kann bei Nichtkennern der Ambergszene zu Fehlinterpretationen meines Geisteszustandes führen
Die Stadt ist sehr schön und man fühlt sich hier gleich wohl.
Nächsten Tag brachen wir zeitig auf um das Spielzeugmuseum in Sonneberg endgültig zu erreichen. Natürlich gab es wieder eine der schon obligaten Straßensperren mit den undefinierbaren Umleitungen und den sich daraus resultierenden Irrfahrten im Hinterland fernab der Zivilisation . Diesmal zwischen Kulmbach und Kronach . Schließlich erreichten wir doch noch den gelobten Ort , man hatte zwar den Eindruck eine Seuche hätte die Bewohner weggerafft so ausgestorben war es um 11h . Nachdem wir vom
großen Friedhofsparkplatz oberhalb der Altstadt ? uns dem Tempel näherten und vor der Tür
standen hatte ich kurzfristig die Befürchtung es sei heute Ruhetag aber die Türe lies sich öffnen und wir waren drinnen.
Das Museum selbst ist sehr liebevoll gemacht und es sind auch etliche interessante Exponate zu sehen.
Nach dem Erwerb einer Fotolizenz um €1,5 durfte ich sogar etwas herumknipsen.
Nur war leider die von der lieben Frau erhoffte antik Puppen-Auswahl sehr bescheiden . Somit hat sich in dieser Richtung der Umweg über Sonneberg nicht so gelohnt wie wir es gehofft hatten ,aber was solls.
Zurück in Richtung Bamberg. Da ich schon einige euphorische Empfehlungen über den
SP des Faltbootvereins gelesen hatte bin ich zuerst dorthin . Vor dem „Vereinshaus „ werkte
ein Bagger der die Maschendrahtzäune einebnete. Am Rand einer holprigen Wiese standen
etliche abgestellte Wohnwagen , in Richtung Kanal ein Erdwall mit Sträuchern.
Ein Platz zum vergessen. Hoffentlich bin ich nicht einen Orientierungsfehler aufgesessen
und es gibt einen anderen Zugang - die entsprechende Infrastuktur und ich tue den Platz unrecht, aber da wo das Vereinshaus mit der Aufschrift „ Faltbootverein Bmbg“ war ,da war nichts mehr das an einen SP erinnert.
Hatte in Erinnerung das @Tippsel immer wieder vom CP Burg schwärmte ,also
dorthin. Es war die richtige Entscheidung, ein weitläufiges nicht zu stark verwachsenes
Gelände mit einem freundlichen Empfang und noch einigen freien Plätzen sogar direkt am Wasser. Die größte Überraschung aber war das neue Sanitäthaus , so schöne , saubere und geräumige Duschen habe ich überhaupt noch nie gesehen.
Nachdem mir der CP-Chef den Fahrradweg ins Zentrum beschrieben hat ,fuhren wir gleich los und
tatsächlich in max. 20 Min . waren wir am grünen Markt. Nachdem wir das alte Rathaus von allen Seiten ausgiebig bewundert hatten ging es hinauf zum Dom , was soll man sagen ,es
war beeindruckend.
Gegen Abend wieder stressfrei zum CP nicht ohne vorher im Gasthof „Burgerhof „ wirklich
gut abendgegessen zu haben.
Am nächsten Morgen wieder in die Stadt ,wir wollten mit dem Boot einen Erkundungstripp machen. Zuerst war es ja ganz nett an Klein-Venedig vorbeizugleiten ,aber dann spätestens
in der Schleuse kam bei mir ziemliche Langeweile auf , recht und links nur hohes Gebüsch (das ich in so einen Fall nur hasse). Dann Einfahrt in den Kanal , eine Platzrunde durch den Hafen die geprägt war von
Kränen , Schrottbergen und anderen Schüttgut , danach wieder Schleuse und nach 80 Min endlich
wieder interessantere Dinge besichtigen wie das Kloster Michalesberg und andere Kostbarkeiten.
Nach bezahlen von €18.- für den CP , ging es weiter über die A73 rund um Nürnberg nach Beilngrieß und Kehlheim auf den dortigen SP.
Am nächsten Morgen fassten wir (eher die liebe Frau ) den Beschluss ,noch eine Schifferlfahrt zu riskieren ,nämlich zum Donaudurchbruch und dem Kloster Weltenburg.
Es ging los mit quälender Langsamkeit , das an sich schöne Schiff fuhr mit dem Tempo eines Luftmatratzenrudereres die Strecke hinauf, wieder links und rechts nur bewachsene Hänge einige Felsen mit Phantasienamen und sonst nichts .
Ich fragte nach ob es an Bord einen Fernsehraum gäbe ich möchte KIKA schauen und erntete nur verständnislose Blicke…,
Endlich beim berühmten Durchbruch etwas mehr Äktschn ,aber bei dem Niedrigwasser auch
wieder nicht soo aufregend. Wir blieben gleich am Schiff und retour ging es etwas flotter .
Nun bin ich vorerst von so Schiffsfahrten an stark verwachsenen Ufern geheilt.
Nachmittags fuhren wir mit den Rädern nach Riedenburg dem RMD-Kanals entlang,
das war eine sehr schöne ,abwechslungsreiche Fahrt .
Die Schiffsbewegungen am Kanal konnte man an einer Hand abzählen, selbst wenn man Hobbytischler ist. :P Nur einmal blieb mir der Mund offen und ich konnte vor Staunen nicht mal den Foto aus der Tasche holen als sich ein supermoderner ewig langer Schubverband mit ganz leisen Brummen durch die Landschaft schob, wie man damit auf so einem kleinen Bächlein um die Kurfen kommt ist mir noch immer unverständlich . Er lag nicht tief im Wasser ,dadurch wirkte er noch riesiger und trotzdem lies er eine Spur aufgewühlten Schlamms hinter sich .
Abends wieder am SP in Kehlheim und Besuch des Weißbierbrauhofes ergaben einen würdigen Abschluss .
Samstag Vormittag baldiger Aufbruch Richtung Neustadt an der Donau wo ich mich mit
stotternden Motor in eine Ausweiche rettete um aus dem 5 L Reservekanister den Lebenssaft für das brave Dieselchen einzuflössen . Bei einer Tanke in Neuststadt tankte ich um verhälnissmäßig günstige € 1,391 , darauf hin ging es Richtung Süden , bei Freising verliesen wir die Atb und rollten über Erding und Hohenlinden durch eine sehr anmutige bayrische Landschaft nach Wasserburg am Inn. Kurzer Stadtbummel zur Auflockerung .
Weiter nach Seebruck am Chiemsee um wieder die obligate Radfahrt am Uferweg zu starteten. Als sich das schöner Wetter bedrohlich in dunkle Wolkenbänke veränderte brachen
wir in Richtung Radstätter Tauernpass auf wo es wieder sehr schön war und sich der Kontrast
zwischen grünen satten Wiesen mit lieblichen Bächleins darin , der Abendsonne und dem Schneebedeckten Tauernbergen im Talschluss sehr positiv auf die müden Augen auswirkte.
Es war eine nette Reise ohne den geringsten Stau oder sonstigen Unbill .
Leider war ich oftmals zu faul den Foto zu zücken, darum ist auch die Ausbeute entsprechend
gering ausgefallen.
schulze

