diver-peter am 27 Jun 2011 08:43:49 Hallo alle zusammen,
wir waren letzte Woche mit unserem teilintegrierten Dethleffs Globebus T2 unterwegs. Dabei ist folgendes ist passiert:
Während der Fahrt funktionierte alles prima, 12 Volt war an und die Ladung beider Batterien hat einwandfrei geklappt. Am ersten CP angekommen sofort den Strom (220 Volt) angeschlossen und einen Spaziergang gemacht um die Gegend zu erkunden. Nach ca 1 Stunde kamen wir zum WoMo zurück und in dem Auto hat es nach faulen Eiern gestunken. Ich hab mich sofort auf die Suche nach der Geruchsquelle gemacht und bin dabei auf die knallheiße Wohnraumbatterie gestoßen. Ich konnte die Batterie kaum noch anfassen. Sofort den 220 Volt Stecker gezogen und nach nach ner gewissen Zeit war die Batterie wieder abgekühlt und der Geruch hatte sich auch verzogen. Am nächsten Tag sind wir weiter gefahren und an unserem Urlaubsort angekommen. Dort zwieeter Versuch: Strom angecshlossen und die Bordbatterie beobachtet. Nichts ist passiert. Batterie wurde normal geladen, wurde nicht heiß, keine Geruchsbelästigung, also alles gut.
Auf der Rückreise am letzen WE wieder bei der Zwischenetappe gleiches Spiel wie auf der Hinfahrt. Batterie heiß, gestunken wie die Sau.... Ladespannung laut Bordcontrolpanel 14 Volt wie auch bei der Hinfahrt.
Hat jemand einen Tipp???
Ich möchte in 2 Monaten durch Krotien tingeln und wollte dieses Problem nicht mit auf diese Reise nehmen.
Viele
Peter
kintzi am 27 Jun 2011 10:00:24 Hallo, 2 Möglichkeiten: 1) LG defekt, lädt zeitweilig mit Spannung über 14,8V, je höher, umso schlimmer. 2) Zellenschluss einer(oder mehrere) Zelle(n) führt bei norm. funkt. LG zu Überspannung der noch intakten Zellen. Zu 1) Dauermessung der Spann. beim Laden. Zu 2) Batt.-Spannung ohne Ladung unter leichter Belastung messen, bei Kurzschluss einer Zelle Spann. max. 10,5V. Schlimm wird`s, wenn Defekt "now and then" (wie Wackler). Nehme zunächst 1) an, da Lima Ldg. komlikationslos. Wenn gasende/heisse Batt. verschlossen(Gel/AGM), sind sie eh im Eimer. Wenn "Nass" (anzunehmen)u. Du hast wenig Säureverlust, gute Chance zur Rettung. Auf alle Fälle ist Säure übergelaufen, FeSO4 u. H²S
riechen. Bitte Batt. sofort stilllegen u. Säureschaden aufräumen, auch die entstandenen Salze fressen weiter. Richi
diver-peter am 27 Jun 2011 10:11:22 Hallo,
danke für die schnelle Antwort. Mein Controlpanel hat zu keiner Zeit eine Ladespannung höher als 14,3 Volt angezeigt. Auch habe ich keine Nassbaterie sondern eine Gelbatterie. Somit gehe ich jetzt mal eher von einem Zellenschluß und nicht von einem Defekt des LG aus. Auch zeigt die Batterie keinen äußerlichen Defekt (Riss o.ä.).
Gibts noch weitere Möglichkeiten ?
Viele
Peter
kintzi am 27 Jun 2011 10:24:30 Nö. Was ist den die Leerlauf-Batt-Spannung? Die wäre beweisend. Aber wenn Gel u. es stinkt, ist sie so u. so hinüber. Blöd wäre, wenn Du neue kaufst u. 1) zuträfe, denn dann ist die neue auch schnell hinüber. Wenn 1), hast Du bei deutschem Herst. (Calira, Schaudt, evtl. noch Reich) Glück, geht schnell u. kompetent. Bei ausl. Hersteller weniger. Richi
Gast am 27 Jun 2011 21:09:53 2) Zellenschluss einer(oder mehrere) Zelle(n) führt bei norm. funkt. LG zu Überspannung der noch intakten Zellen.
so wie Richi es beschreibt hatte ich es beim Kauf meines Mobils auch erlebt -->> neue Batterie und alles war (':wink:')Gut ------ Durchmessen ,kann aber nicht Schaden
guzzidriver am 29 Jun 2011 12:04:28 Wenn es eine normale Blei-Gel Batterie ist sind als Ladeschlussspannung ca. 13,8 V (20°C) angesagt. (2,275V-2,3V / Zelle hier Yuasa Batteries)
Bei steigender (Batterieinnen-)Temperatur sinkt diese Ladeschlussspannung und jeder übersteigende Wert kocht diese aus.
Deswegen gerade bei Gel Batterien unbedingt eine Laderegelung mit Temperaturfühler einsetzen und diesen auch direkt an den Minuspol der Batterie anbringen (wegen des besseren Wärmekontakts zur Innenplatte).
Standard Ladegeräte sind leider immer noch OHNE Kompenstion.:roll:
Diverse andere Batterietypen können natürlich etwas abweichen...
siehe Datenblätter der Hersteller.
Aber mit den wenigen, genauen Informationen ist keine weitere zuverlässige Aussage möglich.
Passende Ladekennlinie grundsätzlich vorausgesetzt.... :D
carlos100 am 29 Jun 2011 17:11:38 Hi diver-peter,
deine Schilderung habe ich schon öfters von Gel-Fahrern gehört. Das Problem ist, dass die Gel-Batterien mit einer bestimmten Ladekennlinie gefahren werden müssen incl. Temperaturüberwachung (Gelbatterien benötigen ein Ladegrät mit IUoUo Ladekennlinie), ansonsten wird die Batterie beschädigt/gekocht. Trifft auf AGM-Batterien auch zu.
Kann dir aber sonst keine anderen Infos geben, wie Wiederbelebung!
N U R---------->
Da ich schon die unmöglichsten Dinge zu Gel gehört habe, bleibe ich bei Nass Solar von Moll. Außerdem müsste ich mir ein neues Ladegerät für 320Ah der beiden Batterien kaufen, schon teuer!!!!! Gel ist heute aber bereits out, AGM ist nun in!!!!!!! Im Vergleich Preis und Lebensdauer zu Gel oder AGM ist es bei Nass etwas mehr als der halbe Preis und ich brauche kein entsprechendes (IUoUo) teures Ladegerät.
Viel
wocaraft am 29 Jun 2011 17:21:03 Ich würde auf jedenfall mal alle Steck und Schraubverbindungen überprüfen.
Wolfgang
kintzi am 30 Jun 2011 11:56:59 Ja! Besonders die Messleitung zwischen Pluspol u. Lader. Wenn dort Überg.-widerstand, wird der Laderelektronik zu geringe Batt.-Spannung signalisiert, worauf sie die Spannung erhöht. Im Übrigen liegen Ladeschlussspannungen(Konstantspannungsphase= Absorption) f. europ. Gel.-Batt bei 14,2-14,4V (20-25°C), Float(Erhaltung) bei 13,6-13,8V. Richi
diver-peter am 11 Jul 2011 07:45:55 Hallo,
ich habe jetzt am WE mal meine Batterie durchgemessen mit folgenden Ergebnissen:
Nach 2 Wochen ohne Ladeanschluss hat meine Wohnraumbatterie noch 13,2 Volt angezeigt. Anschließend habe ich alle Verbraucher im WoMo angeschlatet und diese ca. 20 Minuten an gelassen (Fernseher, Receiver, 4 LED Leuchen und 5 Halogenleuchten mit 10 Watt).
Danach war die Spannung an der Batterie 12,8 Volt.
Dann habe ich 230 Volt angeschlossen und 6 Stunden gewartet. Ergebnis: Als ich die Tür vom WoMo wieder geöffnet habe hat es wieder stark nach faulen Eiern gestunken und die Batterie (80Ah Gel) hat hörbar gezischt und war sehr warm.
Jetzt werde ich wohl doch ne neue bestellen müssen.
Viele
Peter
Gizmo am 11 Jul 2011 08:41:47 Hallo,
meines Erachtens ist auf Grund obiger Messwerte (sofern Messgerät i.O.) die Batt. (noch) nicht defekt, sondern die Ladespannung zu hoch. Daher Ladespannung messen, auch mit einem anderen Messgerät.
Welchen Typs ist der EBL ?
, Gizmo
diver-peter am 11 Jul 2011 08:53:09 Hallo,
es ist ein Schaudt EBL 99 und erst im August letzten Jahres ausgetauscht worden.... :cry:
Viele
Peter
diver-peter am 11 Jul 2011 08:59:04 .. ach ja .... die Ladespannung beträgt 14,4 Volt. Gemessen mit 2 Messgeräten.
Viele
Peter
kintzi am 11 Jul 2011 11:04:54 Hallo Peter, meine LG, alle mit Temp.-Kompensation, haben in den
letzten "hochtemperaturigen" Wochen 14,2-14,3V Ladeschlusssp. aufgewiesen.
Gel sind hier
sehr empfindlich, manche LG-Hersteller stellen werksmässig als Spann. bei 20°C nur 14,2V ein. Auch ist ein U-schied. zw. europ. u. amerik. Batts.
Richi
diver-peter am 11 Jul 2011 11:58:40 Hallo,
danke für die Info. Hast Du eine Ahnung ob mein Schaudt EBL99 temperaturkompensiert ist ?
Viele
Peter
guzzidriver am 11 Jul 2011 13:16:22 EBL 99 hat ein Ladegerät LAS 1218 integriert ohne Temperaturkompensation (jedenfalls keine die direkt an der Battwerie angeschlossen wäre)
Es kann auch nur zwischen Säure und Gel umgeschaltet werden.
Welche Ladeschlussspannungen daraus entstehen müßte man bei Schaudt selbst erfragen.
Weiteres siehe Link....
--> Link
:roll:
kintzi am 11 Jul 2011 16:07:11 Hallo, habe LAS 1218(keine Temp.-Kompens.) parallel zu Calira EVS 20A an 190/210 Ah Batt.-Satz (Nass) hängen. Das LAS stammt aus `03 u. war schon 2x zur kostenlosen Rep. bei Schaudt. Die haben zuletzt das Gerät auf Ladesschlusssp. v. 14,2V eingestellt. Warum?
Kam mir aber recht für meinen Zweck, da es als "Hilfslok" eingesetzt wird: hohe Stromstärke bis 38A (20+18) braucht man bei Anfangsldg., bei ungefähr 12-15A Stromaufnahme d. Batts reicht das temp.-kompens. Calira, da das LAS ab 14,2V nicht mehr "schiebt".
Weiterer Vorteil: Falls Cal.-Lader defekt wird (in 6 J noch nie passiert), lädt LAS zur Not. Ausfall beider gleichzeitig unwahrscheinlich. Richi
Gast am 12 Jul 2011 19:10:24 Hallo,
alles deutet auf einen Zellenschluss bei dieser Gel-Batterie hin.
Wird heiss, stinkt nach faulen Eiern, eventuell tritt schon Gelmasse oben heraus.
Nach 6-8 Jahren ist auch eine Gel-Batterie hinüber.
Keinesfalls weiterbetreiben (Brand- u. Explosionsgefahr !!!) auf jeden Fall ausbauen und eine neue Batterie rein.
,
Garlic
kintzi am 12 Jul 2011 20:13:13 Hallo Garlic, doch nicht bei 13,2V Leerlaufsp. nach 2 Wo u. 12,8V nach Belastung. Wenn diese v. driver-Peter angegebenen Spannungen alle
stimmen(u. ich habe keinen Grund daran zu zweifeln), ist das Ganze für mich ein Wunder. Wer klärt mich auf? Richi
diver-peter am 13 Jul 2011 09:51:09 Hallo Leute,
ich hab jetzt den Mut verloren nachdem die alte Batterie während dem letzten Ladeversuch hörbar gezischt hat und mal ne neue Batterie eingebaut (AGM 100Ah).
Gestern Abend habe ich auch gleich mal 230 Volt angeschhlossen und das WoMo mal 4 Stunden abgeschlossen stehen gelassen. Danach war wieder der Geruchs-, Temperatur- und Geräuschtest angesagt. Im WoMo keine schlechte Luft mehr (Ihr erinnert Euch... die faulen Eier...) die Batterie hatte normale Raumtemperatur und das Ladegerät hat ne Ladespannung von 14,2 Volt angezeigt.
Darauf hin habe ich mal die alte, ausgebaute Batterie geschüttelt und siehe da das Teil hat hörbar gegluckert und es ist auch eine Gewichtsverschiebung durch umherlaufende Flüssigkeit spürbar.
Also ich denke ich hab die richtige Entscheidung getroffen.
Die Zeit wirds zeigen......
Viele
Peter
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