Servus Zusammen :) :) ,
Im Juni haben wir unser "neues", gebrauchtes Wohnmobil Dethleffs A 5810, Bj.2005, Alkoven, 6 Meter lang, 3,1 Meter hoch,zGG 3,5to, 2,8 JTD mit damals 17.000 Kilometern aus erster Rentnerhand , gekauft.
Nach der ersten Saison mit Reisen an die Nordsee, nach Italien und nach Griechenland ist es vielleicht ganz interessant ein kurzes Fazit zu ziehen.
Abgesehen von einem Verbissschaden an der Elektrik in Höhe von 2999€ (den aber die Versicherung abzüglich meiner Selbstbeteiligung von 150€ übernommen hat) hatten wir während der gefahrenen ca. 8000 Kilometer keine Panne :) .
Der 2,8 JTD mit der kurzen Übersetzung hat sich im Duchschnitt 11,5 Liter besten Diesel genehmigt. Dabei bin ich aber meißt zwischen 90 und 100 Km/h und 2500 Touren auf der LKW Spur gefahren.
Auffällig dabei: Bin ich länger Landstrassen gefahren (im fünften mit so 60-80 Km/H) sank der Verbrauch unter 10 Liter.
Insofern bin ich am Überlegen, ob ich mir nicht den langen fünften Gang einbauen lasse. Wär für lange Autobahnfahrten wohl interessant.
Die Fahrleistungen sind für die Größe und das Gewicht o.k..
Bin ich doch mal schneller gefahren (er rennt GPS gemessen 141 Km/H) war beim Überholen von LKW schon Konzentration angesagt um die Spur zu halten. Falls ein Kleinlaster so mit 160 an einem vorbeizischt spürt man es noch deutlicher.
Eine Luftfederung würde das Fahrverhalten bestimmt verbessern, kostet aber für mein Alko Chassis bei Goldschmitt etwa 1800€ mit Einbau.
Insgesamt lässt sich das Womo schon sehr gut fahren. Ich hatte keine Umstellungsprobleme.
Die Verarbeitung hat bis jetzt keinen Grund zur Klage gegeben, alles o.k.
Da wir vorher einen California Coach gefahren haben, ist das Womo natürlich Luxus pur. Die umgebaute Hecksitzgruppe ergibt ein Doppelbett von 190x210cm---für Weiblein und Männlein ein Traum. Noch dazu, weil daneben gleich das Klo ist und es auf ein paar Bier mehr oder weniger nicht ankommt :). Das Raumgefühl ist schon ein ganz anderes. Man hat Platz, kann sich mal gemütlich in die Ecke "flezen"--geht sich auch bei schlechterem Wetter nicht auf den Zeiger.
Dieser "Luxus" muß natürlich auch "bezahlt" werden. Man muß beim Fahren schon besser aufpassen, besonders in Griechenland. In die Strasse hängende Äste, vorstehende Balkone, enge Durchfahrten usw. konnten im VW Bus schon etwas einfacher gemeistert werden.
Im Anschluß an den Griechenlandurlaub hatte ich einige "Fahrer" im Aufbau. Die konnten aber relativ einfach wegpoliert werden.
Ich bin am Überlegen, ob ich mir nicht eine anständige Poliermaschine zulege.
Zu Anfang hatten wir irgedwie Berührungsängste: Alles wirkte irgendwie so filigran (Fenster, Dachhauben, Wasserhähne), dass man sie kaum wagte zu berühren. Das hat sich aber jetzt mit zunehmender "Vertrautheit" und Sicherheit im Umgang mit den Geräten/ Einrichtung fast gelegt.
Die Arbeitsteilung (Frau Innen-ich Aussen) hat sich schon eingespielt :) .
Was wir aber noch Üben müssen, ist die Zeichenabsprache beim Rückwärtsfahren (in Griechenland hab ich auch noch einen Hänger mit Roller + Schlauchboot hinten dran). Aber das kriegen wir auch noch hin.
Vielleicht gibt es nächstes Jahr eine Rückfahrkamera.
Was hab ich dieses Jahr bereits am Womo gemacht (machen lassen):
Zahnriemenwechsel-4 neue Reifen-eine AHK anbauen lassen, damit ist das Wichtigste mal erledigt.
Fazit (für meine Frau :) : Nie wieder weniger--- ein Traum.
Fazit (für mich): Ein Wohnmobil hat viele Vorteile, aber auch einige Nachteile (was aber von vorherein klar war)
Peter

