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Reisebericht Schweden 2011 - leider ohne Womo...


rueckfaelliger am 14 Dez 2011 22:10:43

Jetzt will ich auch mal einen Reisebericht von unserem geplanten WoMo-Urlaub in Schweden vom 9.7. - 19.7.2011 loswerden. Wir - das sind Volker, Gabi und unsere erwachsene Tochter Alex, planten seit Monaten eine Tour nach Schweden mit einem Miet-Wohnmobil. Aber erstens kommt es anders... Knapp drei Wochen vor der Abfahrt erklärte mir der Vermieter, dass er in die Insolvenz gehen müsse... :cry: Anzahlung erstmal weg, Urlaub gefährdet. Da die Preise für Mietmobile natürlich in der Zeit der Sommerferien richtig nach oben gehen und ein kleines Womo mit max- 6 m Länge kaum zu kriegen war, entschieden wir uns für das Anmieten von Camping-Hütten. Hier ist unser Bericht:

Der erste Tag:

Heute geht's los!!!!

Nach wochenlangen Planungen für unsere Schwedenreise mit einem Miet-WoMo haben wir die gesamte Planung umwerfen müssen, weil  wir das WoMo nicht bekamen. Die Gründe hierfür schenke ich mir, es war nicht erfreulich und hat 'ne Menge Geld gekostet. 
Also mussten wir uns mit unserem Paul (einem 3er-BMW) begnügen.

Nachdem einige "kleinere" Probleme, unter anderem auch die komplette Tourplanung umwerfen, Übernachtungsmöglichkeiten suchen usw., gelöst waren - z. B. wohin mit dem Gepäck... und wir müssen ja auch noch rein... - ging es am Freitagmorgen um 8 Uhr los Richtung Norden. Unterwegs wollten wir Picknick auf einem Parkplatz in Dänemark machen, aber das Wetter wurde im Laufe der Fahrt immer schlechter, es regnete wie aus Eimern. Erst kurz vor der Oeresund-Brücke konnten wir mal eine kleine Pause machen, aber gleich auf schwedischer Seite wurde das Wetter besser. Schweden, wir kommen!

Die Strecke über die Brücken und die Autobahn von Malmö nach Norden kann man, zumindest wenn man aus dem nördlichen S-H kommt und ohnehin nach Mittelschweden will, getrost vergessen. Es ist einige km weiter, und sooo viel billiger als die Fähren ist es auch nicht. Aber wir wollten über die Brücken, zumindest meine Mädels, und nun haben wird das auch mal gesehen. In Zukunft werden wir allerdings mit unserem „Kårl Iwasiim“ mit der Fähre Grena-Varberg fahren.

Auf schwedischer Seite dann wurde es im Auto immer stiller. Nachdem wir bei Helsingborg die E20 verlassen haben und auf der E4 weiter Richtung Norden gemächlich dahin cruisten, waren meine beiden Mädels völlig fasziniert von der schwedischen Landschaft, und das war erst der Anfang. Es sollte noch viel mehr kommen...

Bei Markaryd verliessen wir die E4 und schlichen uns über wunderschöne Nebenstraßen Richtung Bolmen. Unterwegs wurde noch einmal Rast gemacht, es regnete mal wieder, aber irgendwie machte uns das alles nichts mehr aus. Es war einfach nur wunderschön. Bei Amerstad kreuzten wir dann die N 25 und fuhren durch schwedische Wälder bei immer besser werdendem Wetter Richtung Bolmen, wo wir eine schöne Hütte auf dem CP Bolmsjö fanden, übrigens auch ein guter Platz für WoMo-Fahrer, denn zum Strand sinds nur ein paar Schritte und vor dem CP sind Unmengen von Parkplätzen frei...

Ankunft abends gegen 19.00 Uhr und dann den "Ankommer-Whisky" und den Grill raus.. Urlaub - du hast uns!

Die weiteren Tage werde ich in der nächsten Zeit noch hochladen und auch versuchen, Bilder dazu zu stellen. Wer's gar nicht abwarten kann, sollte auf meine Homepage gehen, da steht der gesamte Bericht mit Unmengen Bildern drin...

Liebe
Volker

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heidchen am 15 Dez 2011 17:26:26

Interessanter, Begeisterung weckender Reisebericht. Man könnte sofort wieder los, schade, dass es mit dem Womo nicht geklappt hat, aber toll, dass Ihr Euch Eure Reiselust nicht habt nehmen lassen. :zustimm:

rueckfaelliger am 16 Dez 2011 12:56:33

Der laaange Weg nach Ambjörby


Heute gehts los nach Ambjörby.

Morgens noch schnell die Hütte aufklaren, saubermachen und packen. Wir haben ja am dritten Tag schon einiges an Lebensmitteln verbraucht, also sollte es eigentlich kein Problem sein, alles wieder in Paul hinein zu bekommen, aber weit gefehlt.


Entweder ist Paul über Nacht kleiner geworden oder unser Gepäck hat sich vermehrt. Ich weiss es nicht, es wurde genau so gepackt, wie auf der Fahrt hierher, aber trotzdem, irgendwie ist weniger Platz als vorher. Na, das kann ja noch heiter werden. Irgendwie gehts aber dann doch noch, auch wir haben ein Plätzchen gefunden und auf gehts.
Abfahrt gegen 8.00 Uhr über Bredaryd nach Gislaved bis Boras. Hier heisst es von meiner Traumfrau: "Anhalten! Wir müssen noch einkaufen...!" Der Riesen-ICA ist gigantisch - hier gibt es alles, was man braucht und noch viieel mehr! Wir trennen uns von einigen hundert Kronen (an die größeren Zahlen muss man sich auch erstmal gewöhnen) und besteigen unseren guten Paul, um ganz entspannt Richtung Trollhättan zu trödeln. Unterwegs wird mal hier, mal da geguckt und unser Plan ist es, über die 164 nach Bengtsfors zu fahren. Ausserdem wollen wir noch die Felsritzungen "mitnehmen" und in Amal soll es ein "Ronja-Räubertochter-Museum" geben. Da unsere Alex ein absoluter Fan davon ist, wollen wir uns das nicht nehmen lassen.

Die 164 ist eine kleine aphaltierte Straße, die sich entlang einer stillgelegten Bahnlinie schlängelt, auf der man durchaus mit Draisinen-Verkehr rechnen muss. Allerdings gleicht sie eher einer Achterbahn als einer gemächlichen Straße. Offensichtlich haben die Straßenbauer die Schärenbuckel nur überteert, die ganz großen werden umfahren, so dass man sich vorkommt, wie auf hoher See.

Am Ravarp, einem wunderschönen See kurz vor Dalslanged finden wir die Felsritzungen und einen wunderschönen See. Gabi ist verschwunden, während ich mir noch die Felszeichnungen ansehe. Sie sitzt ganz gedankenverloren auf einem Anleger und geniesst diese erste "volle Dröhnung Schweden". Unsere Bilder glaube ich, sprechen für sich. Eigentlich wollen meine beiden hier gar nicht mehr weg und ich muss ihnen versprechen, dass es noch schöner wird. Sie glauben mir sogar (schließlich bin ich der "Schweden-Fachmann" in dieser Familie) und wir machen uns auf den Weg, immer weiter nach Norden. Weil wir hier so lange Zeit verbracht haben, muss leider der Umweg über Amal ausfallen, aber, das wollen wir auf der Rückfahrt nachholen...

Über Gustavfors nach Arjäng, hier fällt mir ein, war ich doch vor etlichen Jahren (irgendwann in den Achtzigern...) mal zum Wandern (heute heisst das ja Trekking), im Glaskogen, da müssen wir doch noch auf jeden Fall durch.

Ich erinnerte mich auch an eine Schotterstraße durch das Naturreservat, allerdings nicht mehr daran, WIE sehr das auf und ab ging... Meine Gabi musste für diese "Nachlässigkeit" büssen, bei relativ geringer Geschwindigkeit von vielleicht 30 km/h wurde sie bei den ungefähr gefühlten 6 Mio Kurven und nicht viel weniger Kuppen, steilen Auf- und noch steileren Abfahrten richtig seekrank... Wir mussten unterwegs anhalten, konnten so noch ein paar schöne Landschaftsfotos schiessen und dann ging es die letzten 10 km im Schrittempo bis nach Lenungshammar.

So richtig geniessen konnte das keiner mehr so richtig, deshalb sind wir auch gleich weitergefahren.Von da an wurde die Straße wieder besser, nicht mehr so viele plötzliche Kurven und kein Auf- und Ab mehr.

Gabi erholte sich langsam, aber beim Blick auf die Karte wurde mir doch ganz anders: Wir hatten ja noch ein ordentliches Stück vor uns und es war schon nach 18.00 Uhr! Bis 20.00 Uhr sollten wir doch bei der Hütte sein...

Also hat uns Alex die kürzeste und schnellste Verbindung nach Abjörby herausgesucht und und ab ging die wilde Post durch Schweden. Gabi hat nach dem Genuß von mehreren Reisetabletten die ganze Tour verschlafen.

Von unterwegs haben wir dann noch im Klarälvens AdventurCamp angerufen dass wir wohl erst gegen 21.30 Uhr ankommen würden.

Dadurch haben wir natürlich nicht mehr so sehr viel gesehen, aber die letzte Pause vor Torsby, am Tossebergsklätten am Övre Fryken, die war noch mal wunderschön. Der neue Parkplatz mit nagelneuen Toilettenhäuschen liegt etliche Meter über dem See und wir konnten fast bis ans südliche Ende sehen, aber eben doch nur fast.

Müde und pünktlich um 21.30 kamen wir in Ambjörby an und entspannten mal wieder bei einem "Ankommer-Whisky".

Um Mitternacht war ich noch auf der Terasse und glaubte, ich hätte mein Gehör verloren - nichts war zu hören, rein gar nichts! Absolute Stille, so still, dass es fast weh tat. Da merkt man erst, wie laut es doch in unserer kleinen stillen Stadt Husum ist...
Aber an diese Stille haben wir uns schnell gewöhnt - soviel Ruhe, da kann man sich doch nur erholen!!!

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