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Wir möchten den Norden von Irland bereisen.


gerrard01 am 30 Mär 2012 12:10:16

Guten Tag an alle zusammen

Wir möchten den Norden von Irland bereisen.
Hat Jemand Tipps für den Norden:
-Donegal,Belfast und was man sich noch ansehen sollte.
-Stellplätze und Verbindungen in die Orte(oder kann man hineinfahren).
-Routen und Tipps von jemand der schon dort gewesen ist.

Danke

Lg

Kilian

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gerrard01 am 17 Jul 2012 10:52:43

Hallo zusammen
wir sind jetzt mit dem Wohnmobil von unseren Ferien aus Irland zurück.
Nun einige Erfahrungen von mir, die vielleicht eine Hilfe sein könnten.
Irland gehört für mich zu den schönsten Reisezielen.
Wunderschöne Landschaften und die Menschen sind sehr nett und hilfsbereit.
Wir haben die Landbrücke benützt.
Dünkirchen ,Dover und Fishguard nach Rosslare (billiger und schneller).
Am Besten sollte man auf dem hin und Rückweg in Luxemburg
und vor der Fähre nach England tanken.
In England sind die Autobahnraststätten dünn gesät daher lieber einmal früher raus um zu tanken(wir mussten auf für dieser Strecke einmal tanken).
Die Autobahnen sind gratis. Nur einmal in Wales über eine Brücke.
Mit dem Hund gab es auch keine Probleme!(Stena Line) konnte man ihn im WOMO lassen, einfach das Fester einen Spalt weit öffnen, oder in der Box im obersten Auto Deck
(mit Kameraverbindung, so kann man immer wider in der Lobby nachschauen ob alles ok ist ).
Wir waren Wild am Campen, nur viermal auf dem CP,die Preise wahren um die 25€ mit Strom.
Vergesst nicht einen Adapter für die Steckdosen und eine grosse Hilfe war auch ein
„Wasserdieb “ Gardena zum Bunkern von Wasser.
Wi-Fi hatten wir gratis im Mc Donalds, die meisten haben 24 Stunden offen.
Sie liegen am Weg, einen Kaffee trinken und sich Informationen holen.
Es gibt viele Toiletten und Möglichkeiten zum Wassernachfüllen.
Wir hatten einen Ratgeber für Wohnmobile in Irland(Mit dem Wohnmobil nach Irland von Uwe und Annegret Rohland).
Kauft euch unbedingt eine neue Strassenkarte! Wir hatten zwei Navis.
Meines vom PW(Becker hat mich nie im Stich gelassen)und eines im WOMO.
In den letzten Jahren wurden soviel neue Strassen gebaut. Somit haben die Navigationsgeräte und mehr genervt als geholfen.

Kurze Reisebeschreibung:
Am 1. Tag besuchten wir den Irish National Heritage Park.
In Wexford gab es das Dunbrody Emigrant Ship.Dieses Schiff war von der Hungersnotzeit. Übernachtet haben wir auf einem grossen Parkplatz beim Rock of Cashel.
Die Burg konnten wir am nächsten Tag besichtigen.
In Kilkenny haben wir das Kilkenny Castle und die Stadt besichtigt.
Übernachtet haben wir auf dem Gratis Parkplatz direkt am Strand von Skerrie (Toiletten und Wasser vorhanden “Wasserdieb“).
Am nächsten Morgen fuhren wir auf den CP von Rush. Wir fuhren mit dem Bus nach Dublin. Das Familienticket konnten wir direkt im CP kaufen. (11 €)In Dublin besuchten wir das Wax Museum. Für alle bleibt dieses Erlebnis unvergessen. Sehenswürdigkeiten in Dublin:Trinity College,Temble Bar Bar , Cathedrale District, Phönix Park,Guiness Store House,Half Penny Bridgge Shoppen und vieles mehr. Im Captain Americas assen wir zu Mittag. Dort treffen sich internationale Rockstars aus aller Welt.
Vor Drogheda sahen wir die zwei berühmten Hügelgräber Newgrange und Knowth.
Danach Monsterboice, altkeltische Riesenkreuze und Monumente.
Nun begaben wir uns auf den Weg zur Nordirischen Hauptstadt Belfast . Übernachtet haben wir auf einem Platz am Strand mit WC(Ballyholme Bay).
Vor der Stadt, im Titanic Quartier, gab es für den WOMO einen preiswerten Parkplatz
( Koordinaten: 5º54’46.043“W/54º36’2.590“N) Ausserdem kann das Parkticket auch für den Bus in die Stadt gebraucht werden, oder man kann zu Fuss die City in 5 Minuten erreichen. Belfast ist eine moderne, lebendige Stadt. Die City Hall, Titanic Memorial und Shoppen.
Die Fahrt zu den Steinsäulen Giant’Causeway man unbedingt auf der Küstenstrasse machen. Sehenswert sind auch noch die Seilbrücke Carrick-A-Rede und Old Bushmills Wiskey Distillery. Am Benone Strand haben wir übernachtet.(WC und Wasser vorhanden). In Derry fand das City Haberfest mit Livemusik. Donegal hiess die nächste Kleinstadt, wo wir am Hafenparkplatz übernachtet haben.(Tipp: Am hintersten Teil, vor dem Friedhof gratis!) Eines der schönsten Plätze war der Glenveagh Nationalpark.( Gratis inkl. WC und Wasser) Man kann das Glenveagh Castle mit dem Bus ab Parkplatz oder zu Fuss erreichen. Dort gibt es das Schloss und mehrere Gärten zu besichtigen. Wenn man möchte kann man auch noch weiterwandern z.B.: bis zum Wasserfall.
Das Städtchen Galway ist eines der schönsten in Irland. Kleine urchige Pubs, Geschäfte und Hafen. In Athelon machten wir einen zweitägigen CP Aufenthalt. Man konnte am, oder auf dem See, oder am Bach gratis fischen.
Zurück im Osten übernachteten wir nochmals in Skerries, wo wir dann diesesmal mit der Bahn(Familienticket Preisgünstig) nach Dublin fuhren.
Das Wetter war sonnig und so erlebten wir einen wunderschönen Tag im Powerscourt Gadens. Diese Anlage ist absolut sehens- und empfehlenswert. Über die Green Road erreichten wir die St.Kevin’s Church. Leider gab es dort keinen idealen Aufenthaltsparkplatz, dass wir sogleich weiterfuhren. Unterwegs übernachteten wir auf einem Zufallsparkplatz. Die letzte Nacht fand im CP St. Margaret’s Beach statt. Eine sehr schöne, saubere Anlage inkl. W-Lan gratis.

In dieser Zusammenfassung sind nur die Höhepunkte aufgeschrieben. Wir haben immer einen schönen Platz zum Schlafen gefunden an einem Park oder Strand, meistens mit WC und Wasser.
Die Iren sind sehr offen und hilfsbereit,und man ist immer Willkommen.
Ich Denke wen man sich anständig aufführt und und die Plätze sauber hinterlässt wird das auch so bleiben.
Bei Zeit werde ich noch Bilder hinzufügen.



Kilian

nuvamic am 17 Jul 2012 12:55:52

Vor 15 Jahren (boah, is das lang her....) war ich mal auf Mietwagentour (nix Womo) durch ganz Irland, aber deutlich inklusive Nordirland.

Brainstorming Nordirland:
- War damals zumindest billiger als Republik Irland, ich hab teilweise die Grenze gewechselt, um zu übernachten.
- Giant's causeway war toll - hab mir dann zwei Jahre später die Isle of Staffa (das Gegenstück) in Schottland angeschaut.
- Belfast war bedrückend für mich. Hab mir auch die Mauer angeschaut. Aber am nervenaufreibendsten waren die "britischen" Stadtvierteln mit ihren Wimpeln und bemalten Straßenrändern, durch die ich in meinem irischen Mietwagen mit eingezogenem Kopf fuhr....
- Irisches Frühstück hat mir gefallen - is aber natürlich in B&Bs auch leichter zu kriegen als im Womo, wo man es sich selber machen muss ;)
- Im Sommer "feiern" die Oranier ihre uralten Siege. Ich bin damals von Ost nach West durch Nordirland - die Orangemen früher offensichtlich auch. Weil die an jedem Ort ihren alten Sieg am "richtigen" Datum feiern, war ich fast in deren Schlepptau - hat sich halt so ergeben. Kann einem bei entsprechender Polizeipräsenz, gern auch mal mit gepanzerten Wagen, auch mal mulmig werden...
- Ich sag auch heut noch Derry, nicht Londonderry......
- Wenn auch Donegal für euch dazugehören soll - eines meiner Highlights war ne Mittagspause in Leo's Tavern.... gehört der Familie Brennan. Bekanntester Sproß ist Tochter Enya, aber auch Clannad ist sozusagen Familienband. Plus Maire (gesprochen Moira) Brennan. Im Pub hängen die ganzen goldenen und Platin-Platten. --> Link
- Leider war bei mir damals Donegal die Ecke mit dem schlechtesten Wetter der 3,5 Wochen Irland. Is auch kein großes Wunder, weil es viel vom Atlantik her abbekommt. Darum konnte ich dann die Landschaft weniger genießen als geplant.
- Donegal ist auch Gaeltacht-Gebiet: --> Link
An sich nicht so schlimm, weil zum Glück doch oft noch die englische Schreibweise z.B. der Orte auf Schildern dabeisteht - aber auch nicht immer. Am lustigsten war ein Begriff, den ich nicht mehr weiß, sorry. Ich fuhr im Westen von Nord nach Süd größtenteils die Küste entlang. Und auf den Hinweisschildern stand ganz oft ein Wort, dem ich immer hinterherfuhr. Erst nach Tagen, als mal wieder ein Schild zweisprachig war, wurde mir klar, warum ich diesen ominösen Ort nicht auf der Landkarte gefunden hab - es hieß "Küstenstraße" *g*

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stu am 17 Jul 2012 21:27:38

@nuvamic: bei mir ist schon 32 Jahre her ;-)

aber absolut Deiner Meinung. Derry, Giants Causeway, wir hatten noch Bushmills Destillery (whiskey). Damals war Derry noch belagerte Stadt und nicht weit von Beirut entfernt; unmöglich einen Wagen unbemannt zu parken.

Donegal: wir waren auch bei Papa Clannad; der machte Tränendrüsen-Volks-Mucke für amerikanische Senior-Touristinnen. Wir durften aber hinter seinem Pub (und hinter einem gigantische Berg von leeren Flaschen) campieren, so lange wir wollten. Clannad war gerade beim take-off und es gab noch keine Goldenen Schallplatten ;-)

Donegal war meine Lieblingsecke in Irland, vor allem wegen der Einsamkeit. Malin Head oder Bloody Foreland, die nordwestliche Ecke, hat mich eine Woche täglich zu Gast gehabt.

Jetzt wohne ich nur 80km von Irland entfernt, und war noch nicht einmal da... shame on me ;-)


guet goahn

Stu

nuvamic am 17 Jul 2012 21:48:00

Ups - bei Bushmills war ich auch.... aber es war nicht meine erste Destille (vorher kam Schottland), scheinbar waren die Eindrücke nicht sooooo bombastisch, dass es mir gleich wieder einfiel ;)

Natürlich gab es auch sonst noch mehr, verschiedene Kirchen, einsame Seen, natürlich Moorlandschaft - ach und grad fällt mir der Ulster American Folk Park ein. Allerdings wurde vieles in der Erinnerung verdrängt, weil ganz am Ende meiner Zeit dort oben (31. August 1997) was anderes passierte. Die nächsten Tage waren alle Medien voll davon und die Iren wunderten sich über die plötzlichen ungewöhnlichen Gefühlsausbrüche der Engländer.....

Jonah am 02 Mär 2013 03:11:13

Hallo, seid ihr denn inzwischen dort gewesen? Donegal hat mir super gefallen, nur gab es dort auch den einzigen CP wo ich wegen meiner Hunde abgewiesen wurde. Hatte das zwar im Campingführer gelesen, es aber trotzdem versucht.

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