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Frage an MAN-Eigner wg Biodiesel?


katalog am 14 Sep 2005 09:58:08

Guten Morgen, ich habe bitte eine Frage an MAN-Fahrer:
Ich habe einen MAN 9.224 und verbrauche mit Diesel -Normal- ca 17 - 18,5 ltr auf 100km.
Nun habe ich gerade heute von meiner Werkstatt die schriftliche Bestätigung bekommen, daß MAN ab 10.1998 die Motoren serienmäßig so ausgestattet hat, daß mit Bio-Diesel gefahren werden kann, wenn er denn die DIN 14214 erfüllt!
Motoroelwechsel ist dann bei bis zu 45.000 km/Jahr bei 20.000 km!

Hat jemand aus dieser Runde (MAN-Fahrer!) Erfahrung mit Biodiesel und wenn ja, welche?

Danke im voraus!

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achimHH am 14 Sep 2005 10:11:39

Hallo,

ein Freund von mir hat drei 7,5t MAN LKW laufen.
und der fährt nur Bio-Diesel. (nicht Speiseöl !)

ES spart zwar nicht viel...aber etwas sagt er.


Achim

Gast am 14 Sep 2005 10:17:52

wir hatten einen in der firma. er durfte auch mit bio-diesel fahren, nur er brauchte dadurch mehr. voll geladen brauchte er auf seiner standardstrecke mit diesel 17,5 liter und mit bio-diesel 18-19 liter. auch meinte mein fahrer, dass er weniger bums hätte. was aber bei der 220 ps maschine nicht wirklich ein nachteil ist. bei 10 cent preisunterschied ist es eine rechenaufgabe ob es sich lohnt, da er auch früher zur inspektion muss.

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Gast am 14 Sep 2005 10:47:03

meine werkstatt sagt ganz klar: LASS ES!!! logo freiigabe gibt es - aber der bio diesel taugt einfach nix. weniger leistung - höherer verschleiß - mehr verbrauch.

wir haben einige gewerbebetriebe im ort die früher biodiesel in ihren lkw-flotten gefahren sind. viele von ihnen haben es mittlerweile wieder gelassen...aus oben genannten gründen.

bei 200 ltr tankinhalt sind 10 cent/liter zwar 20 euro...aber es ist doch urlaub...was sind denn da 20 euro? (okay früher waren das mal 4 pizzen - aber heute ist es nicht mal ne vorspeise...)

wir fahren 7000 km im jahr, macht 7 tankfüllungen - also 140 euro...dafür gehe ich das risiko nicht ein.

gruß heiko

Gast am 14 Sep 2005 11:20:21

Zum Biodiesel:
Grundsätzlich sind die LKW-Motoren nicht so heikel wie die PKW-Motoren. Der Grund ist einfach: Der LKW sollte eigentlich überall fahren können. Also auch in Gebiete, wo der Diesel ganz andere Zusammensetzung hat (Beispiel Serbien, Montenegro, Russland, usw.).

Biodiesel hat von Natur aus einen Nachteil: Es ist ein aggressives chemisches Gemisch, dessen Molekühlkette, dem Diesel angegelichen ist. Das der LKW dann mehr verbraucht, liegt nicht am Biodiesel, sondern an einer "nicht vertragenen Kraftstoffumstellung". Hier sind die LKWs eigens. Wer nur Diesel gefahren hat, bei dem verkleben die E-Düsen als Erstes.

Das genau ist auch der Grund, warum MAN sagt: Finger weg vom Bio-Diesel.

Kurioser Weise ist Biodiesel kein Biodiesel. Ich meine damit den Namen. Eigenlich müsste es Chemie-Diesel heissen.

Besser verträglich für den LKW Motor ist Rapsöl oder Pöl genannt. Je größer der Motor um so leichter die Umstellung. Klar, die Leitungen sind größer und es ist mehr Kraft beim starten da.
Bei Pöl wurde festgestellt, dass die Düsen nicht verkleben. Allerdings sind eineige Modifikationen zu empfehlen, welche dann die Motorcharakteristik, wie Geräusch, Leistung nach unten und oben, usw. ändern.
Der Verbracuh bei Pöl sinkt sogar um mind. 5%. Auch hier ein klarer physikalischer Grund. Die Molekühlkette hat mehr Arme.

Alles in allem empfehle ich nur jenen zu anderen Kraftstoffen, die sich wirklich mit der zukunftsweisenden Materie beschäftigen (so wie ich), oder die einen Furhpark mit fixen, gleichbleibenden Vorgaben haben, z. B. der Landwirt.

lg
rup

katalog am 14 Sep 2005 13:35:33

hallo rup, danke für Deine ausführliche Stellungnahme.
Aber ich habe von MAN die Freigabe (!!!) und im Text wird expliziet darauf verwiesen, daß MAN seit 1998 die Motoren darauf abgestellt hat!

Was mich schon eher nachdenklich macht, ist der Hinweis vom Heiko bezüglich der Jahresfahrleistung. Auch ich fahre vielleicht gerade mal 20.000 km!

Gast am 14 Sep 2005 14:34:34

Das Problem bei Biodiesel sind weniger die Motoren, sonder die Einspritzpumpen..

Hier mal ein Link zum vergleich von Diesel, Pöl und Biodiesel

--> Link

Und hier noch die Kurzform, was ist eigentlich Biodiesel

Zur Herstellung wird das Pflanzenöl mit ca. 10 % Methanol und verschiedenen Katalysatoren (vor allem Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid und Alkoholate) versetzt. Bei Normaldruck und Temperaturen um 60°C werden die Esterbindungen der Triglyzeride des Pflanzenöls getrennt und die Fettsäuren dann mit dem Methanol verestert. Das dabei entstehende Glycerin muss dann vom Biodiesel getrennt werden.

Durch diese Umesterung hat das Endprodukt eine deutlich geringere Viskosität als das Pflanzenöl und kann, ohne den Motor anpassen zu müssen, als Ersatz für mineralischen Dieselkraftstoff verwandt werden.

Denn kompletten Text gibts hier.
--> Link

ISt echt interessant

Pijpop am 14 Sep 2005 15:15:33

@ Rolf

Taschenrechner raus - Einsparung in Euro pro Jahr = ?????

Wenn da eine Zahl kleiner als 500 steht: Würde ich es lassen.

Dein Auto läuft doch wunderbar - warum willst Du es austesten ob
es irgendwann nicht mehr so gut läuft - die eventuellen Probleme
treten mit Sicherheit dort auf wo Du sie gebrauchen kannst.

War das beim Biodiesel mit der schwankenden Qualität?


Pijpop

race-hugo am 14 Sep 2005 17:23:31

Ich hab den LE 180 C und habe Bio-Diesel probiert.
Meine Erfahrung: Höherer Verbrauch, weniger Leistung.
... und lt. Bosch (Dieselpumpe) gibt es keine Gewährleistung auf Schäden an der Einspritzpumpe.
Die Dichtungen in der Pumpe mögen den Bio-Diesel nicht.
:(

Gast am 14 Sep 2005 18:14:14

und was ist wenn ich pöl und diesel mische ? so halb- halb

Gast am 15 Sep 2005 13:29:24

Hallo Pauker,

50/50 ist zu viel. Man muss sich an die verträglichen Werte langsam herantasten. Bei zuviel Pflanzenöl springt das Fahrzeug wesentlich schlechter an.

Ich fahre zur Zeit mit einer Mischung von 20% Pöl und komme bisher gut klar. Ich mische direkt im Tank bei Aldi. :D
Sieht immer lustig aus und es kommen auch mächtig viele dumme Sprüche. Aber es spart ordentlich, da das Pöl gerade die Hälfe des Diesels kostet.
Und Herr Eichel ärgert sich ein Loch ins Knie :D


hartifisch

Gast am 15 Sep 2005 14:03:18

hartifisch hat geschrieben:Ich fahre zur Zeit mit einer Mischung von 20% Pöl und komme bisher gut klar. Ich mische direkt im Tank bei Aldi. :D
Sieht immer lustig aus und es kommen auch mächtig viele dumme Sprüche.

hartifisch

Das kenn ich inzwischen auch.. Tanke auch beim Aldi auf dem Parkplatz und entsorgen dann die leeren Flaschen direkt bei denen im Müllkorb.

Und die Dummen Sprüche und ungläubigen Blicke sind immer was wert...

Tanke z.Zt. im Verhältniss 60/40 ( 6 Teile Diesel / 4 Teile Rapsöl ) und er springt morgens artig an und nagelt nur die ersten paar Minuten etwas lauter als mit 100% Diesel. Ist ein 2,5er Saugdiesel ohne Turbo

Gast am 15 Sep 2005 14:28:35

ich habe einen Common Rail diesel Duc JTD 2.8


Pölt schon jemand mit so was ?

Camperfan am 15 Sep 2005 20:01:16

Hi Pauker,

ich traue mich noch nicht, wollte erst mal Dich vorlassen und Deine Erfahrungen nach der neuen Einspritzanlage lesen ... :D :D :D

Tipsel am 15 Sep 2005 23:33:44

Pauker hat geschrieben:ich habe einen Common Rail diesel Duc JTD 2.8


Pölt schon jemand mit so was ?


so einen haben wir auch und trauen uns nicht, aber ein Bekannter mit nem Ford hats getan. Angeblich machen sich die Auswirkungen erst später bemerkbar. Wir warten .... 8)

[Admin] am 15 Sep 2005 23:40:45

ich hab grad 100% PÖL im Ducato - damit ist er ein bissel anspring-unwillig, nach 30sek ist aber alles innerhalb normaler Parameter

Gast am 16 Sep 2005 09:32:07

Dirk hat geschrieben:ich hab grad 100% PÖL im Ducato - damit ist er ein bissel anspring-unwillig, nach 30sek ist aber alles innerhalb normaler Parameter


Hast du schon einen mit Common Rail oder noch mit normaler Einspritzpumpe ?

Gast am 16 Sep 2005 10:33:18

Hallo Dirk,

noch ist es relativ warm. Sobald die Außentemp unter 15 Grad fällt, wird das Pöl zu dickflüssig und es kommt zu Problemen. Es sei denn, Du bauste einen separaten Tank und einen Wärmetauscher ein.


hartifisch

Gast am 18 Sep 2005 14:58:15

Zu MAN:
Bei den LKWs bekommt man schnell eine Freigabe. Einziges Problem hat ein LKW mit Lösungsmittel im Kraftstoff. Aber sonst, laufen die Dinger schnell einmal mit Brennbaren.
Auch die Garantie ist beim LKW kulanter - klar es sind ja in der Regel Dauerkunden und keine "Einzelfälle" wie ein Womo.

zum 2,8 Duc.
Dieser Motor hat ein Problem mit PÖL. Es liegt an der Dieselpumpe im Tank, die hakt - weniger am Common-Rail. Aber auch die Hochdurckpumpe der E-Anlage ist vom Grunde her schon anfälliger. Ich glaube es ist einer der ersten Common-Rail-Motoren, die gebaut wurden.
Es laufen inzwischen Tests mit dem 2,8 Duc. Nur sagen kann man noch wenig. Das Problem liegt in Summe nicht am Motor, sondern, was brauche ich an Umbauteilen und Umbauzeit, dass der DUC problemlos und wirtschaftlich läuft?
Wäre interessant, wie weit die Mischung PÖL/Diesel funktioioert. Wer hatte den Mut schon zu testen?

Das PÖL spätere Schäden bringt, ist nicht erwiesen, und wird auch nie erwiesen werden können. Weder am Motor, noch an der E-Anlage.
Anders bei Bio-Diesel, der aggressive Stoffe inkludiert hat.

Für die Mercedes-Fahrer: gewisse MB-Fahrzeuge haben Probleme mit der Elektronik. Und zwar: errechnet der Motorsteuerungscomputer einen Wert, den er nicht kennt, dann "spinnt" das ganze Fahrzeug. Im Test mit einem G-Mercedes, sah dies dann so aus: 5000km mit absoluter Kostenersparnis. Ab dem Motorölwechsel (ergibt andere Motorwerte) dann den satten Mehrverbrauch von 50%. Keine Chance den Grund mittels MB-Werkstatt festzustellen. Das Diagnosesystem von MB erhebt nicht alle Daten! Die sind nur dem Herstellungswerk zugänglich.

Und so lange man nicht ernstlich neue Technologieen fördert, z. B. durch Freigabe industrieller Machenschaften, werden wir uns an unreale Energiepreise "freuen" dürfen.

lg
rup

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