Unser Sommerurlaub hat sich dieses Jahr auf den Herbst verschoben und so wollten wir da 2te mal nach 2010 nach Sardinien.
Gestartet sind wir am Mittwoch den 19.09.2012 nach Feierabend Richtung Süden. Die Fähre geht am 21.09.2012 abends um 21:00 Uhr von Livorno nach Golfo Aranci. Also noch genug Zeit um die 900km nach Livorno zu kommen. Nach dem ich noch bei einem Bekannten in Dachau ein Objektiv für die Kamera abholen will muss ich einen kleinen Umweg fahren. Irgendwann kurz vor 23:00 Uhr haben wir keine Lust mehr zum Fahren und steuern den Autocamp in Sterzing an.
Nach der ersten Nacht in unserem neuen WoMo erwachen wir dann am Donnerstag bei strahlendem Sonnenschein. Nach dem für heute eigentlich nichts geplant war gondeln wir weiter langsam gen Süden. Auf der Höhe von Bozen fällt uns dann ein wir wollten ja schon immer mal die Bletterbachschlucht anschauen also den Anker werfen und ab nach Aldein.
Dort haben wir dann bei bestem Herbstwetter die Schlucht durchwandert. Für alle die so was interessiert nicht schlecht und für allen anderen auch ganz nett. Nach einer kurzen Rast auf einer Alm haben wir unseren Anker wieder gelichtet und sind weiter Richtung Lago di Garda gerollt. Am späten Nachmittag haben wir dann Sirmione und den dortigen Stellplatz vor den Toren der Stadt erreicht.
Am Abend sind wir dann durch den wunderschönen Ort gestreift und haben dort in den Gassen einen leckeren Veneziano (Aperol Spritz) getrunken und lecker Pizza gegessen. Ach was ist Urlaub schön.
Da wir am nächsten Tag ja noch genug Zeit haben um an die Fähren zu kommen habe wir uns entschlossen den Tipp der Arbeitskolleginnen meiner Frau zu folgen und nach Affi in den dortigen Shoppingcenter zu fahren. Was soll ich sagen der Franke an uns für sich muss das nicht haben und die Fränkin auch nicht. Nachdem ich den Tank noch mit günstigen Sprit (1.71€) gefüllt habe läuft der Alpa Richtung Livorno. Wieder am Nachmittag erreichen wir den Fährterminal und da wir noch genügend Zeit haben bis die Fähre ablegt durchstreifen wir noch das Hafengelände. Um ca. 17:00 Uhr stellen wir uns dann am Fährkai an. Die Zeit bis zu Abfahrt vergeht wie im Fluge mit ratschen mit den anderen Womobesatzungen die jetzt nach und nach eintreffen.
Pünktlich um 7:15 Uhr erreichen wir am Samstag nach, einer jedenfalls für mich, ruhigen Überfahrt Golfo Aranci. Da wir uns ja eigentlich die Westküste vorgenommen haben müssen wir nach einer kurzen Frühstücksrast in der Nähe von Bados am Strand einmal die Insel queren. Am späteren Vormittag sind wir dann am Capo Caccia dort steigen wir die über 600 Stufen zur Neptunsgrotte ab. Wir haben die Grotte schon mal vor 15 Jahren bei einer Motorradtour besichtigt und wollen uns diese nochmals ansehen.
Nach dem wir die Grotte besichtigt haben geht’s wir weiter nach Alghero. Dort schlendern wir dann abends noch durch die Innenstadt und gehen lecker Pizzaessen. Geschlafen wird heute nach im Hafen von Alghero.
Da die Stadt nicht unbedingt einen 2ten Tag als Besuch benötigt entschließen wir weiter an den Reiskornstrand nach Mari Ermi zu fahren. Dort gibt es eigentlich 2 Möglichkeiten sich hin zu stellen. Wenn man auf den Strandparkplatz zu fährt kann man rechts wunderbar in den Sanddünen für ein zwei Nächte stehen bleiben. Da es jedoch Sonntag war sind diese Plätze alle von Sarden belegt. Also stellen wir uns links auf einen der 3 „Campingplätze“ naja sind eigentlich nur eingezäunte Wiesen die die Bauern für 10€/ Nacht vermieten. Wir können ebenfalls für 10 € stehen bleiben können aber Ver- und Entsorgen und bekommen auch noch eine Melone geschenkt.
Da es am nächsten Tag leicht regnet entschließen wir diesen Strand zu verlassen und weiter an die Costa Verde zu fahren. Am Fährterminal in Livorno haben wir den Tipp bekommen mal nach Scivu zu fahren Da ich die Coste Verde unbedingt sehen will und ich nicht weiß ob unser WoMo in Ingurtosu durch den Torbogen passt bzw. man im Moment scheinbar am Hotel Le Dune nicht stehenbleiben darf bleibt nur noch die alternative mit Scivu.
Als ich den Parkplatz erreicht habe fällt uns beide der Kinnladen runter. Ein riesiger topfebener Parkplatz ca. 30 Meter über dem Meer. Sofort gehen wir durch die Sanddünen aus feinstem Eieruhrensand runter an den Strand wir verbringen den restlich Tag und den nächsten in Scivu.
Am Mittwoch geht’s dann wieder eine Etage weiter. Eigentlich wollen wir ans Capo Pecora. Da aber unser WoMo zu groß bzw. die Bodenfreiheit zu gering ist um über die Sandschwelle zu kommen bleibt uns nichts anderes übrig als „ nur“ ein paar Fotos zu machen und dann weiter zu fahren. Vielleicht ist auch besser so denn es hat, wie eigentlich schon die ganze Woche, für einen Bayern ziemlich viel Wind.
Naja also lassen wir Capo Pecora aus und fahren direkt weiter auf die andere Seite von Buggerru zur Cala Domestica. Wir verbringen den Nachmittag noch am Strand. Auch dort übernachten wir wieder auf einer Wiese für 10€ die Nacht. Nach dem uns dieser Strand nicht wirklich gut gefallen hat, was aber wahrscheinlich daran liegt das der Wind nicht wirklich weniger wird und dadurch die Strände erstens ziemlich voll Seegras sind und zweitens das Wasser durch das ganze Seegras eigentlich mehr braun als blau ist. Also entschließen wir die windige Westküste zu verlassen und nicht nach San Antiocco zu fahren.
Wir fahren entlang der Südküste bis zum Torre de Chia. Da unsere beiden Fotos keinen Saft mehr haben entschließen wir uns zum laden der Akkus einen Campingplatz anzufahren. Wir laden schließlich auf den gleichnamigen Platz Camping Torre Chia. Aber man wird’s nicht glauben auch hier frischt abends der Wind wieder auf und wir haben eine weiter windige Nacht. Da auch dieser Strand durch die Wellen und das Seegras mehr braun als blau ist wird für Freitag eine Radltour gemacht.Also packen wir das Fahhrad aus und durchstreifen das Hinterland.
Da uns das Wetter auch am nächsten Tag noch windig ist heißt unser nächstes Ziel Costa Rei. Dort quartieren wir uns auf dem Campingplatz nahe dem Capo Ferrato ein. Dort ist es nun endlich windstill und wir verbringen den restlich Nachmittag am Strand.
Abends kommt dann ein Gewitter auf und es Blitz rund um den Campingplatz. Also wir am nächsten Morgen die Augen auf machen regnet es ich strömen und flutet den ganzen Platz. Das Wasser steht stellenweise mehr als 20cm hoch. Schuhe, Strandmatte und sogar Mülltonnen schwimmen über den Platz. Als es aufgehört hat zu regnen war erst mal der ganze Platz beschäftigt seine Sachen wieder in Ordnung zu bringen. Aber ein Lob auf die Campingplatzangestellten de sind während des großen regen ständig über den Platz gefahren und habe sich bei den Leute erkundigt ob alles i.O. ist oder ob jemand etwas benötigt.
Am Montag unternehmen wird dann wieder eine Radltour. Diesmal zum Capo Ferrata auch heute hängt der Himmel voller Regenwolken die aber dicht bleiben.
Da auch nach 2 Tagen der Campingplatz noch immer nass und matschig ist fahren wir heute nach Cala Gonone. Dort wollen wir zur Cala Luna wandern und mit dem Boot zurückfahren. Auf dem Weg dorthin schauen wir uns noch die Felsnadel Pedro de Longa an.
Die ist eigentlich wunderschön jedoch gibt’s dort nichts zum Baden dadurch fahren wir nach einem Kaffestopp wieder weiter Richtung Cala Gonone.
Da wir ja am Freitag wieder auf die Fähre müssen entscheiden wir uns noch 2 Badetage am Berchidastrand zu verbringen. Deshalb fahren wir am Mittwoch spätvormittags von Cala Gonone an den Berchidastrand. Naja, wir wollen fahren aber unser hinterer Reifen will nicht. Der hat sich erlaubt einen Nagel mitzunehmen. Also dann erst mal Reifen aufpumpen und dann ab nach Dorgali zum Reifen flicken. Zum Glück geht alles ganz fix und in einer Stunde ist der Reifen geflickt. Nun aber ab nach Berchida. Die Anfahrt ist, mit unserem für Sardinien doch etwas zu großen WoMo, ein klein wenig eng. Aber es geht. Als wir an Strand waren stellen wir beide fest das ist der bisher schönste Strand für diesen Urlaub. Wir verbringen die restlichen zwei Tage am Berchidastrand
Am Freitag heisst es früh aufstehen da wir um 12:00 Uhr in Livorno ablegen, also nicht wir sondern unsere Fähre. Das WoMo ist um 8:00Uhr startklar und wir erreichen so gegen 10:30 Uhr den Fährhafen. Wir stellen uns gerade an als es auch schon mit dem Verladen beginnt.
Abends um 19:00 Uhr sind wir pünktlich in Livorno und fahren diese nacht noch ein Stück nach Norden. Kurz vor Verona haben wir dann keine Lust mehr und hauen uns aufs Ohr. Am Samstag geht’s dann „nur“ noch nach Hause. Aber ein obligatorischer Stopp in Sterzing zum Nudeln kaufen muss sein.
Es war alles in allem ein sehr ruhiger und erholsamer Urlaub ohne allzu viel Aktion. Aber wir werden Sardinien mit Sicherheit wieder Besuchen denn das Landesinnere interessiert mit doch auch noch….
Zum Abschluss noch ein paar Schnappschüsse
Lg Udo

