Das Thema Zuladung ist ja ein Klassiker unter den Womo-Themen. Ich war zum Wiegen und hatte einen richtigen Schreck bekommen, da das Gewicht schon fast bei 3.500 kg lag. Dabei war das Womo (Frankia FF2) nicht einmal urlaubsmäßig gepackt. Also viel zu dem Thema im Forum gesucht und gefunden. Dann entschieden: auflasten! Hier nun eine Kurzversion über das Verfahren. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen bei seiner Entscheidung für oder gegen Auflastung.
Bei unserem Fahrzeug handelt es sich um einen auf Fiat-Basis mit Al-Ko-Fahrwerk (AMC 38L). Wie schon im KFZ-Schein ersichtlich, ist dieses Fahrwerk für 3.850 kg ausgelegt (Achslasten 1850 und 2000 kg) und nur verkehrsrechtlich auf 3.500 kg begrenzt.
1. Mail an Frankia mit den Fragen: kann der Wagen tatsächlich aufgelastet werden und wer ist dafür zuständig? Antwort: Auflastung geht, aber Al-Ko macht das.
2. Mail an Al-Ko unter Nennung der Fahrgestellnummer mit der Frage nach der Auflastung. Antwort: bei unserem Fahrzeug kein Problem, keine baulichen Veränderungen notwendig.
3. Auflastungsunterlagen bei Al-Ko bestellt.
4. Unterlagen von Al-Ko eingetroffen:
* Unbenklichkeitsbescheinigung
* EG-Typgenehmigungsbogen vom Kraftfahrtbundesamt
* Al-Ko Beschreibungsbogen mit den Werten für 3.850 kg
* neues Typenschild von Al-Ko mit 3.850 kg zum Überkleben im Motorraum
Alle Unterlagen sind individuell auf die Fahrgestellnummer unseres Womos ausgestellt, also keine allgemeine Bauartgenehmigung.
5. Zur Dekra gefahren und die Unterlagen vorgelegt. Die Dekra erstellte ein Änderungsformular für "Auflastung ohne technische Änderung" und klebte das Typenschild ein.
6. Die Zulassungsstelle erstellte an Hand des Änderungsformulars einen neuen KFZ-Schein aus (es müssen nur die Positionen F1 und F2 auf 3.850 geändert werden).
Kosten des Verfahrens:
Unterlagen von Al-Ko: 154,70 €
Dekra: 48,00 €
Zulassungsstelle: 11,40 €
Gesamtkosten: 214,10 €
viele
Karsten

