Funktionsweise:
In der Kassette befindet sich ein Luftrohr das ganz noch oben in der Kassette geht und innen nach unten führt. Dort wird es mittels eines Schaumstoff-Dichtringes auf einen Deckel gedrückt, unter dem sich der Pappkohlefilter befindet. Unter dem Filter ist der Filterausgang, wo ein Lüfter die Luft anzieht und nach unten durch den Boden ins Freie leitet.
Zieht man die Kassette raus, schließt sich über einen Mechanismus das Rohr und ist luftdicht.
Mit neuem Kohlefilter funktioniert das ganz gut, lässt aber unglaublich schnell in der Absaugleistung nach. Also habe ich mal so einen Ersatzfilter geöffnet:

Dann war es mit sofort klar:
1) Die Aktivkohle ist rund in Kügelchen. Diese Kugeln setzen sich unten genau auf die Löcher und verstopfen den Filter innerhalb kürzester Zeit.
2) Kommt dann auch noch der eine oder andere Tropfen Wasser hinzu, dann zieht da gar nichts mehr. Zudem sehe ich mal gar nicht ein, für die paar Gramm Aktivkohle 8€ zu bezahlen.
3) Die Eintritts- und Austrittsfläche ist durch die wenigen Löcher zu gering, vor allem dann, wenn die Pappe durch Feuchtigkeit mal aufquillt.
Da kam mir folgende Idee: Ich baue mir eine Dauerkassette, bei der man die Kohle auswechseln kann. Da es auf optische Schönheit nicht ankommt, habe sie nur auf Maßgenauigkeit und nicht auf Optik gemacht. So sieht sie aus:

Das "Scharnier" ist einfach nur ein breiter Tesastreifen.
Jetzt noch Aktivkohle für 5Cent rein und fertig. Aktivkohle habe ich als Aquarianer in Kiloware, das Kilogramm für 2€.
Und so sieht es aus, wenn es fertig ist:

Der Test mit einem Raucherstäbchen ergab einen gefühlt 50% besseren Abzug. Jetzt hat sie endlich die Qualität, wie ich sie sonst nur von SOG kenne.
Für die gesparten 7,95€/Jahr kaufe ich mir dann lieber eine gute Flache Wein. :ja:
Raidy

