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Vorkehrungen bei Sturm??


godewind am 08 Sep 2013 20:20:55

Hallo zusammen,

hab mal eine (vermutlich dumme) Frage. Wenn schon mal jemand bei Sturm mit der Fähre gefahren ist, kann er sicher eine Antwort geben.

Wie verhält sich eigentlich das Wohnmobil bei kräftigem Seegang?
Gibt es da Besonderes zu beachten?

Bisher habe ich bei den Fährüberfahrten immer nur schönes Wetter gehabt. Das könnte nach der Vorhersage dieses Mal anders aussehen.

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nuvamic am 08 Sep 2013 20:30:51

Außer dem üblichen (Handbremse, Klappen geschlossen, Ladungssicherung) wüsste ich nichts. Wenn der Sturm so heftig ist, dass das nicht reicht, dann hat wohl das ganze Schiff Probleme und dafür bin ich als einzelner Passagier eher nicht zuständig.

Aber das wäre doch ein generelles Thema (Fähren gibbet in vielen Regionen und Stürme auch), es steht nun aber bei GB - siehst du da spezielle Besonderheiten und ist das eher zufällig dein nächstes Ziel?

Gast am 08 Sep 2013 21:02:31

Auch wenn es sehr selten passiert: Wie alle Ladung können auch Fahrzeuge durch Seegang beschädigt werden.

- An Deck stehende Fahrzeuge können durch Seeschlag beschädigt oder völlig zerstört werden, oder im Extremfall auch mal über Bord gehen.
- Auf Fahrzeugdecks stehende Fahrzeuge können durch Verrutschen beschädigt werden.

Auf Autodecks unter Deck ist das Passage auch bei schlechtem Wetter meist gefahrlos, da diese Decks geschlossen sind.

Du solltest VOR dem Verlasses des Schiffes dein Auto genau ansehen und evtl. Schäden noch an Bord beim Ladeoffizier melden. Hinterher wird es meist sehr schwierig. Ich hab als Student einige Zeit auf der Englandfähre von Hamburg aus gejobbt. Da ist so gut wie nie etwas passiert.

Ich würde bei Schlechtwetter aber auf überhaupt gar keinem Fall draußen an Deck fahren wollen. Ganz egal wie hoch überm Wasser das Autodeck auch sein mag. Das Seewasser geht durch alle Ritzen und beschleunigt Rostfraß, Korrosion und Alterung erheblich. Und bei Schlechtwetter auf See kann Decksladung kurz und klein geschlagen werden. Das hab ich bei meinem Vater an Bord einige male erlebt. Was da an Deck los ist siehst Du hier: --> Link

Grundsätzliche Infos findest Du auch hier: --> Link

Gute Reise.

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daktari110 am 09 Sep 2013 09:47:48

Hallo godewind,
bei schwerem Seegang werden neben den LKW´s und Trailern auch die anderen großen Fahrzeuge von der Mannschaft mit Ketten gegen verrutschen gesichert.
Ich habe in früheren Jahren schon einige "belebte" Fährüberfahrten mit für den Ärmelkanal sehr heftigem Sturm und entsprechendem Seegang erlebt, kann mich aber nicht erinnern, das jemals irgendwelche Schäden an den Fahrzeugen entstanden sind.
Wie aldebaran schon schrieb würde ich auch bei widrigem Wetter einen Platz auf einem geschlossenen Deck bevorzugen, Schäden durch Seeschlag oder einfach nur Seewasser auf dem offenen Deck sind im Extremfall deutlich häufiger, als Schäden durch verrutschende/kippende Fahrzeuge.
Gute Reise,

Stefan

Gast am 09 Sep 2013 10:25:36

Hallo godewind,

ich bin bisher nur mit Skandinavien-Fähren gefahren, die normal geschlossen waren. D.h., die Fahrzeugdecks lagen auf Ebene/Deck 2-4. Einige Passagen durch den Skagerak bei "schwerer See" gingen an unserem Womo vollkommen spurlos vorüber. Wie daktari110 schon schrieb, wird bei zu erwartendem starken Seegang die Fracht = die Trailer-, LKW- und Womos, selbst Reisebusse, mit Ketten und Spannschlössern gegen Verrutschen gesichert. Wird nach meiner Kenntnis auch dann auf dem PKW-Deck so gehalten.
Vor ca. 10 Jahren nutzte ich Finnlines, hier die FinnTrader, eine RoRo-Fähre, ( damals als Fähre von Travemünde nach Helsinki eingesetzt), dies ist in meiner bisherigen Erfahrung das einzige Schiff , gewesen, welches einen nicht unerheblichen Teil seiner Lademeter auch im Freien hat. Dort waren die Trailer aber auch bei nicht angesagter schwerer See mit Ketten gesichert.

Um aber einfach auch mal die Konsequenz zu schildern, die viele hier anscheinend nicht sehen, weil man sich die Fährbedingungen normalerweise nicht komplett durchliest: Wird durch schwere See oder andere, nicht unbedingt planbare Ereignisse die Sicherheit des Schiffes mit den darauf befindlichen Passagieren gefährdet, ist der Kapitän jederzeit berechtigt, Teile der Fracht, ggf. also auch das geliebte Womo, über Bord zu schicken, wenn es denn der Sicherheit Aller dient. Steht so bei jeder Fähgesellschaft in den Beförderungsbedingungen. Mir ist allerdings keine solche Situation im europäischen Fährverkehr bekannt.

Also, mach Dir keine unnötigen Gedanken, es wird schon gut gehen! Wenn es sehr schaukelt, würd´ ich nach aldebarans Tip handeln und vor Einstieg ins Mobil im Zielhafen einmal deutlich prüfend um mein Womo gehen, nach neuen Beschädigungen suchen und die dem Ladeoffizier melden. Aber auch so eine Situation habe ich in fast 30 Fährpassagen noch nirgendwo erlebt.

rkopka am 09 Sep 2013 10:58:40

daktari110 hat geschrieben:Wie aldebaran schon schrieb würde ich auch bei widrigem Wetter einen Platz auf einem geschlossenen Deck bevorzugen, Schäden durch Seeschlag oder einfach nur Seewasser auf dem offenen Deck sind im Extremfall deutlich häufiger, als Schäden durch verrutschende/kippende Fahrzeuge.

Aber hat man darauf Einfluß ?

Bei genügend Platz und entsprechender Wettervorhersage, wird doch die Mannschaft schon so laden !? Allein schon wegen eines besseren Schwerpunkts. Und wenn die Fähre voll ist, hat man doch auch keine Wahl. Dann bleibt man entweder an Land oder wird irgendwohin gestellt.

RK

Lancelot am 09 Sep 2013 11:00:53

godewind hat geschrieben:Wie verhält sich eigentlich das Wohnmobil bei kräftigem Seegang?
Gibt es da Besonderes zu beachten?


Für DICH weniger .. die Verlademannschaft kümmert sich um die richtige Befestigung/Verzurrung :)

Wir sind mal mit der Hovercraft-Fähre Dover-Calais gefahren. Das Auto wurde an allen 4 Rädern zum Boden hin verzurrt (da waren spezielle Zurrpunkte) und zusätzlich gegen Stützpfeiler im Schiffsbauch mit Gurten/Ketten gesichert. Mir erschien das beim einchecken sehr übertrieben ...

Aber : das Dingens rauschte mit 60 Knoten ( > 100 km/h !! ) übers Wasser, trotz einiger relativ hohen Wellen (empfand ich damals so). Die ganze Fähre hat sich in ein Wellental "gestürzt" und auf der anderen Seite in einer Korkenzieher-Bewegung wieder rauf :) - bei 100 km/h :!: (Ich bin eigentlich "seefest", war aber doch froh, daß die Überfahrt nur 25 Minuten dauerte :grosseaugen: ).

Da war mir klar, warum die Fahrzeuge so aufwändig gesichert wurden .. in einem Sturm isses nicht anders ..

Gast am 09 Sep 2013 11:43:47

rkopka hat geschrieben:Aber hat man darauf Einfluß ?

Bei genügend Platz und entsprechender Wettervorhersage, wird doch die Mannschaft schon so laden !? Allein schon wegen eines besseren Schwerpunkts. Und wenn die Fähre voll ist, hat man doch auch keine Wahl. Dann bleibt man entweder an Land oder wird irgendwohin gestellt.

RK


Nur insofern als das Du gleich beim Buchen und auch beim Laden sagst, Du willst nicht an Deck. Ggf. muß man dann an Land bleiben.

Die meisten Fähren innerhalb Europas haben aber mittlerweile nur noch geschlossene Autodecks.

rkopka am 09 Sep 2013 11:53:24

aldebaran hat geschrieben:Die meisten Fähren innerhalb Europas haben aber mittlerweile nur noch geschlossene Autodecks.

Rostock-Trelleborg (Stenaline) z.B. nicht. Wir standen halb im freien, aber bei bestem Wetter.

RK

godewind am 10 Sep 2013 09:47:41

Herzlichen Dank für Eure Beiträge.
Ich fahr jetzt los nach Hoek van Holland. Heute Abend 22:30 Ablegen nach Harwich.
Vorübergehend war Sturm angesagt, Vorhersage hat sich jetzt reduziert auf ca. 7 Bf. Für ein Schiff mit 240 Metern ja wohl kein Problem.
Nach Rückkehr von meiner Wales-Rundfahrt in ca. 5 Wochen werde ich berichten.

Gast am 10 Sep 2013 11:25:00

Gute Reise.

Gast am 11 Sep 2013 07:58:35

bin Ende April Dünkirchen-Dover gefahren. Wegen starkem Sturm ist die Fähre dann nicht in Dover eingelaufen, sondern hat eine Weile Schleifen im Channel gezogen.
Trotz heftiger See hat es nur wenig geschaukelt. Dafür sorgen bei modernen Fähren die Stabilisatoren.
Von den restlichen Bewegungen dürfte keine Gefahr ausgehen.
Andreas

Gast am 15 Sep 2013 11:21:46

Das sah ich gestern zufällig. Ab und zu gibt es dochmal Kleinholz.

--> Link

rkopka am 15 Sep 2013 21:17:26

Wobei ich mich ebenso wie die Kommentare dort frage, warum die Fahrzeuge nicht verzurrt wurden. Das Wetter wird ja nicht so überraschend gekommen sein. Als wir vor einigen Jahren nach Schottland fuhren (Ijmujden-Newcastle) wurden alle(?) Fahrzeuge angezurrt, obwohl wir (soweit ich mitbekommen habe) eine recht ruhige Überfahrt hatten.

RK

Gast am 15 Sep 2013 21:49:25

rkopka hat geschrieben:Wobei ich mich ebenso wie die Kommentare dort frage, warum die Fahrzeuge nicht verzurrt wurden.


Was da genau passiert ist kann ich nicht sagen.

Allerdings es reicht ein Trailer, bei dem die Laschings brechen. Der kann durch das Schaukeln nach und nach ein gesamtes Autodeck kurz und klein hauen. Und bei dem Wetter geht niemand mehr zum Nachlaschen ins Autodeck, wenn sich da erstmal ein Trailer selbständig gemacht hat.

Bei meinem Vater an Bord haben sich in einem heftigen Sturm in der Biskaya mal vier nagelneue Benz losgerissen. Die waren sogar mit Stahlketten gelascht.

Was da für Kräfte wirken sieht man hier: --> Link

rkopka am 15 Sep 2013 23:01:22

Aber auf den Bildern sieht man IMHO verschiedene Decks. Und nirgendwo auch nur eine Kette.

RK

Gast am 16 Sep 2013 00:13:03

Du kannst davon ausgehen, das Trailer und LKW gelascht sind. Wie das bei kleineren Fahrzeugen ist weiß ich nicht. Ich wundere mich aber auch, das so viele Wohnmobile an Deck gefahren wurden, und das bei dem Wetter.

--> Link

Frostbite am 25 Sep 2013 12:26:03

godewind hat geschrieben:Wie verhält sich eigentlich das Wohnmobil bei kräftigem Seegang?
Gibt es da Besonderes zu beachten?


Zu allererst mal: so richtig heftigen Seegang gibt es auf dem Kanal nicht. Dennoch halten die Fährgesellschaften Sicherheitsstandards ein, die bei kräftigem Seegang das Auto oder das Womo auf Deck mit Ketten oder Unterlegkeilen sichern. Ab einem bestimmten Wellengang = Wellenhöhe etwa 3 - 3,5 Meter (so war es zu mindest bei uns!) dürfen Fzg über 3,5 to nicht mehr mitfahren. Je nach Wetterlage kann sogar die ganze Fahrt gecancelled werden.

Gast am 25 Sep 2013 12:45:26

Frostbite hat geschrieben:Zu allererst mal: so richtig heftigen Seegang gibt es auf dem Kanal nicht.


Durch die Trichterform des Kanals, der Kabbelwasser verursacht, gibt es da mitunter extremen Seegang. Der kann wilder als in der Nordsee sein. Ich habe im Kanal schon schlimmeres Wetter erlebt als in dem Video zu sehen ist.

elinor am 09 Okt 2013 16:38:48

Einem zum Thema hab ich auch
Die Fähre von Mull nach Iona bei Sturm

--> Link

Gast am 09 Okt 2013 20:06:35

Der wußte, was er tat. Wobei das Wetter nicht immer das Problem ist... --> Link

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