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Hallo ich habe bei der letzten Womopflege festgestellt, das mein GFK-Dach teilweise am Übergang zum Alkoven und auch auf teilweise auf dem Alkoven (immer da wo das Material auf Biegung beansprucht wird) leichte Haarrisse aufweist. Der Händler bietet mir nun an auf Kosten des Herstellers das Dach überlackieren zu lassen. Meine Frage an euch: Ist das die richtige Methode oder sollte ich auf eine andere Lösung bestehen? Wozu ist der Hersteller in so einem Fall verpflichtet oder anders ausgedrückt, was steht mir zu? Ich bedanke mich bereits jetzt schon für eure Hilfe. LG Alex Hallo Alex, zuerst sollt man doch mal Feststellen wo sich dort Risse bilden und wie Tief sie gehen, entstehen die nur im Lack oder im GFK? Wenn letzteres der Fall ist müsste dort Laminat aufgetragen werden, ich würde mir das von einem unabhängigen Fachmann ansehen lassen. (Bootsbauer sind auf dem Gebiet auch sehr findig) Das würde ich nicht zulassen und würde ich auch nicht als fachgerechte Reparatur ansehen. Auch wenn die Risse nur im Lack sein sollten, was ist wenn der neue Risse bildet oder die Risse sich weiter öffnen, dann wird dort wahrscheinlich die neue Lackierung ebenfalls reissen. Aber letztlich muss sich dies ein Fachmann ansehen. Wenn es wirklich nur der Lack ist und keine Risse im GFK sind, hilft auch nur Lackieren. Was sollte man sonst machen? Ich würde es aber unabhängig prüfen lassen. Hallo Alex in der Regel ist die äussere Schicht beim GFK kein Lack sondern ein sogenantes Feinschichtharz ( Gelkote) . Nur in Ausnahme Fällen wird Überlackiert . Die Risse im Gk entstehen a: durch minderwertige Harzqualität, einfachstes Polyesterharz. b: durch zu dünnem Unterbau bzw durch Bewegung / Belastung. Nur Überlackieren bringt nichts , die Gk / Spinnenförmige Risse werden wieder durch kommen. wie schon geschrieben, die erste Adr ist ein Fachbetrieb / Bootsbauer, der sich mit GFK Reparatuern bestens auskennt. Da ich selber nur noch meine Eigenen Reparaturen mache , ist hier in Aachen die Firma Gade Boote nun die Erste Adr.. Ich hoffe dir ein wenig geholfen zu haben . Grus Rudolf
Hallo Alex, Dein GFK- Dach ist werksseitig nicht lackiert. Das hatte ich bei meinem Eura (rundum GFK) auch gedacht, bis ich eines Besseren belehrt wurde. Es handelt sich hier um durchgefärbtes GFK. Da GFK insbesondere an stark beanspruchten Stellen (Biegungen etc) Risse (auch sehr feine, kaum sichtbare Haarrisse) bekommen kann ist bekannt. Bei der Frage, ob daraus Osmose mit folgender Undichtigkeit entstehen kann oder nicht, scheiden sich die Geister. Es kommt wohl auf die Tiefe der Risse an. In Deinem Fall sehe ich nach Auswertung Deines Profils, dass Dein Fz ein Neufahrzeug ist mit EZ ca. März 2012. Folglich bist Du noch satt in der Gewährleistungszeit. Ob XGO auch eine Dichtheitsgarantie gibt ist mit nicht bekannt. Ich würde mal den Händler erneut aufsuchen und dies darlegen. In Folge würde ich darauf drängen, dass im Rahmen der Gewährleistung oder einer evtl. vorhandenen Dichtheitsgarantie ein neues Dach aufgelegt wird. Was nützt Dir denn eine Lackierung, wenn das GFK unten drunter weiter reißt??
Hallo Alex, Ich sehe das als einen ebenso großen Schaden an wie bei Blechdächern einen Hagelschaden. Nur ist bei Gelcoat-Rissen sichergestellt, dass der Schaden sich ausbreitet. Wassereintritt mit Zugang zum Laminat. Kappillarwirkung lässt das Wasser weiterkriechen. Wenn dann Frost dazukommt, ist das "Brühle" verschütt. Überlackieren ist Murks. Das Dach muss neu gemacht werden, auch auf die Gefahr, dass der Reparateur auch wieder nur die miese Rollenware verwendet. Stell dir vor, es wird überlackiert. Auf den Riss kommt eine dünne Lackschicht, darunter ist immer noch ein Luftpolster, und ist das auch noch so klein , es wird bei Temperaturschwankungen arbeiten und nach 3Jahren, wenn die Garantie für den Murks längst abgelaufen ist, wunderst du dich, wo die Flecke an der Decke herkommen. Der Vergleich mit Reparaturen an Bootskörpern hinkt ein wenig, macht das Problem aber deutlich: Nur ein wirklicher Fachmann kann derartige großflächige Schäden im GFK fachgerecht sanieren. Diese Kosten wird wohl keine Versicherung übernehmen. Abhilfe ohne Reparaturaufwand wäre eine Beschichtung mit dem Antihagel-Material. Wurde hier auch schon mal besprochen. Hättest zusätzlich den Effekt, es wird leiser im Mobil, wenn es regnet. Albert Hallo vielen Dank für die vielen Meinungen und Ratschläge. Ich komme zu dem Ergebnis , dass ein neues Dach die beste Variante ist. Was mich jetzt aber noch interessieren würde, was muss der Hersteller wirklich tun? Ich kann zwar sagen, ich möchte ein neues Dach aber steht es mir lt. Garantierecht auch zu? Kennt sich damit jemand aus ? LG Alex Du befindest dich im Rahmen der zweijährigen Gewährleistung des Verkäufers bei Neufahrzeugen. Du hast ein Fahrzeug mit GFK-Dach bestellt. GFK hat üblicherweise keine Risse und - so wie ich es jetzt verstanden habe - ist es auch nicht vom Werk aus lackiert. Du hast Anspruch auf GFK ohne Risse. Die bekommt man nicht durch das Lackieren weg. Also muss er die Risse mit GFK verschließen oder ein ganz neues Dach auflegen. Wenn es sich um die einfache GFK-Folie auf Rollen handelt, wirst du aber aller Wahrscheinichkeit nach immer wieder Risse bekommen. mein Händler sagte, das nach jedem Hagel die Gelcoatschicht erneuert werden müsste wegen der Haarisse die man nicht sieht wenn man sicher gehen will. Moin, also, wir hatten ja erst solche Haarrisse am Übergang zum Heck. Die hat man kaum gesehen. Eura hätte das zwar repariert, aber ohne Garantie auf Dichtigkeit. Daraufhin wurde dann das Dach neu gemacht. LG, Fred Wir hatten etwa ein Jahr nach Neukauf (NobelArt / Rimor) bei Palmowski zwei feine Haarrisse im oberen Abschlußteil reklamiert. Ohne Probleme wurde auf Kosten von Rimor (oder Palmowski?) das Teil gegen ein neues ausgetauscht - wir haben nix bezahlt, Volker :wink:
Hallo Volker wart Ihr bei Palmo in Bielefeld oder Magdeburg? LG Alex In der Stadt, die es garnicht gibt: Bielefeld, Volker :wink: Lese hier mal meinen Beitrag, seit dem habe ich Ruhe: --> Link wie schon geschrieben wurde, überlackieren ist keine Sach- und fachgerechte Reparatur. Es ist jetzt ganz einfach die Frage: ist das GFK aufgelegt oder sind es ausgeschäumte Teile, dann geht wechseln nicht so einfach, dann müßte komplett das ganze Dach runter, das macht kein Hersteller, Kosten ca. 10000 €. Überlackieren bringt wirklich nur etwas wenn die Lackschicht gerissen ist. Sonst bleibt nur entweder neue GFK-Platte oder auf die alte nach gründlicher Reinigung und Anschleifen eine weitere Schicht auflaminieren. Hierzu muss man allerdings wissen, ob die vorhandene Schicht aud Polyesterharz oder Epoxidharz hergestellt wurde. Wenn Haarrisse drin sind ist kein Lack drauf, auf GFK ist Gelcoat und das ist kein Lack, sondern eingefärbtes Polyesterharz., Es gibt Hersteller die Lackieren noch, aber das sind in der Regel nur Premiumhersteller. Auf GFK noch mal drauf laminieren, wie soll das gehen :?: dann kann man wirklich lackieren, aber auch nur wenn keine Risse da sind. Habe ja aufgezeigt wie die Haarrisse beseitigt werden, wenn aber Risse wegen schlechten GFK oder durch Überanspruchung beseitigt werden sollen, dann ist das von nur kurzem Erfolg.
Kannst schon davon ausgehen, dass es Polyesterharz ist. Epox ist viel zu teuer und zu aufwendig in der Verarbeitung. Es ist die billigste Rollenware aus Nirwana. Da genügt schon ein Daumendruck, um Haarrisse zu erzeugen. Nur, wie Werner der Troll, in einem anderen Beitrag schrieb, sichtbar werden die Risse erst, wenn Staub und Feuchtigkeit dazu kommen. Das ist im Werk aber eher nicht zu erwarten. Beim Kunden wir der Kram dann sichtbar. Nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung des Herstellers ist aber der Prozentsatz der bemerkten Schäden und die daraus resultierenden Nachbesserungskosten, geringer in der Bilanz, als die Verwendung höherwertiger Materialien. :D :D Warum geben die Versicherer eigentlich einen Bonus für GFK Dächer? Liegt das vielleicht daran, dass man einen Hagelschaden sofort sieht, der Gelcoat-Schaden aber fast nicht erkennbar ist. Oder steckt da mehr dahinter? :oops: Albert Naja Albert, GFK Dächer halten schon mehr aus wie ein Alu Dach, wenn GFK durch Hagel geschädigt wird (sehr selten), sieht man es in der Regel sofort. Kann man nicht mit Fertigungsmängel durch Hersteller vergleichen, die man erst nach Monaten/Jahren sieht. Richtiges GFK reagiert aber nicht so, wie hier beschrieben. Hier sind es GFK-Folien von der Rolle. Richtig verarbeitetes GFK-Sandwich kannst du betreten, ohne das man davon Spuren sieht. Da hast du dann auch keine Spuren nach Hagelschlag. Die Versicherungen werden das irgendwann auch verstehen und ihre Rabatte für Billig-GFK streichen. Da muss nach Hagel repariert werden, weil alles verbeult ist. Willst du damit sagen "wer billig kauft, kauft zweimal" Wolfgang
Ja, oder noch öfter. :D
Entschuldigung wolftherm, ich habe deine Aussage zum besseren Verständniss mit ein bischen Fertigungs Knoff Hoff ergänzt. Günstig produziertes GfK besteht meist aus einer Lage Längsbahnen und einer Oberflächenlackierung. Übrigens bestehen alle Weltmeister-Surfboards aus GfK und die verbeulen bei keinem 4m Sprung in die Welle. Ist halt richtig gemacht. Andreas Danke Andreas. :D
Die haben aber eher Epoxy mit Carbonverstärkungen und oft voll mit Schaum oder einer anderen Stützkonstruktion. Außerdem dürften die bei Hagel auch Dellen zeigen, weil sie einfach nicht für solche Art Belastung gebaut sind. RK Hallo rkopka, Ich habe mich nur auf die Druckfestigkeit des GfK-Materials bezogen, nicht auf die Bruchlast des Gesamtbrettes. Hagel überstehen die locker. Die überstehen auch aufs Board knallende Masten/Riggs etc. Es gibt da leider keine Diskussion. Gut verarbeitetes GfK übersteht Hagel und das Gewicht eines gut entwickelten Mannes. Übersteht das GfK dies nicht ist es schlicht weg billig oder nicht fachgerecht gefertigt. Und das sagt einer, der seit über 20 Jahren Gfk-Bretter ohne Carbon-Stringer fährt und noch keine Risse im Board hat. Andreas Moin Nuja, eine Modellflugzeugtragfläche hält teils bis knapp Mach 1 aus ( --> Link ), aber bei einem ordentlichen Hagel wären da Löcher drin. Garantiert. :wink: Christian |
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