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Ein kleiner Helfer als große Hilfe beim Radwechsel


pedaulm am 18 Okt 2013 20:38:42

Nachdem ich hier im Forum so viele gute Tipps und Anregungen erhalten habe, möchte ich ebenfalls einen Tipp beisteuern:

Dank Hydraulikwagenheber und Radmutternschlüssel sind heute viele Arbeiten beim Radwechsel ohne große Kraftanstrengung durchzuführen. Was allerdings - insbesondere, wenn man es alleine macht - oft elend viel Kraft kostet, ist das Anheben der Räder mit Aufsetzen und Drehen auf der Nabe bis man endlich die erste Schraube zur Fixierung eindrehen kann. (Bei schweren Rädern in Verbindung mit einer engen Passung braucht man manchmal mehrere Anläufe bis das klappt.)

Das kleine Hilfswerkzeug (ich will es mal "Reifenknecht" nennen :wink: ) zum Selbstbau, das ich nachfolgend vorstellen möchte, erleichert diese Arbeit enorm. Voraussetzung ist, man hat einen Wagenheber mit dem man das Fahrzeug bei Bedarf gefühlvoll im Millimeterbereich anheben oder herunter lassen kann. (Mit Scherenwagenhebern sollte das einfach sein, bei den Hydraulikwagenhebern können das nicht alle.)


Die "Zutaten" zum Bau des Reifenknechts:
1 Rangierbrett für Möbel aus dem Baumarkt mit kleinen Rollen (--> Bild 1)
4 kleine Rollen (ohne Kugelgelenk) + Holzschrauben zur Befestigung

Die 4 kleinen Rollen werden so auf die Oberseite des Rangierbretts geschraubt (--> Bild 2), so dass der Reifen auf ihnen abgestellt und in Laufrichtung des Rades (und zurück) gedreht werden kann (--> Bild 3).

Der Radwechsel kann dann z.B. wie folgt durchgeführt werden.

1. Man setzt das neue Rad auf den Reifenknecht.
2. Man lockert die Schrauben des Rades.
3. Man bockt den Wagen so weit hoch, bis das Rad am Fahrzeug und auf dem Reifenknecht in etwa die gleiche Höhe haben
4. Man löst das Rad am Wagen vollends und nimmt es ab
5. Man fährt mit dem Rad auf dem Reifenknecht eng vor die Nabe und stellt mit dem Wagenheber die richtige Höhe her.
6. Wenn die Höhe stimmt, dreht man das Rad auf dem Reifenknecht, bis die Löcher in der Felge vor den Bohrungen auf der Radtrommel liegen und fixiert das Rad mit den Radschrauben (--> Bild 4)..
7. Man hebt das Fahrzeug ein paar Zentimeter weiter an, bis man den Reifenknecht wegnehmen kann und zieht die Schrauben etwas stärker an
8. Man lässt das Fahrzeug ab und zieht die Schrauben mit dem Drehmomentschlüssel mit dem benötigten Drehmoment fest.

Kosten für den Reifenknecht:
Zwischen 20 und 30 Euro, je nachdem, wie günstig man die Einzelteile oder vormontierte Teile in seinem Baumarkt bekommt

Bild 1: Unterseite Reifenknecht


Bild 2: Oberseite Reifenknecht


Bild 3: Reifenknecht mit Rad


Bild 4: Reifenknecht mit fixiertem Rad

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brainless am 18 Okt 2013 21:03:21

Hallo Peter,

einfach und gerade deshalb überzeugend. Danke!

Wie wäre es denn hiermit?:

4. Man löst das Rad am Wagen vollends und nimmt es ab
5. Man fährt mit dem Rad auf dem Reifenknecht eng vor die Nabe und stellt mit dem Wagenheber die richtige Höhe her.
6. Wenn die Höhe stimmt, dreht man das Rad auf dem Reifenknecht, bis die Löcher in der Felge vor den Bohrungen auf der Radtrommel liegen und fixiert das Rad mit den Radschrauben (--> Bild 4)..

4. Den Reifenknecht unter das Rad fahren und das Rad vollends abnehmen und darauf abstellen, den Reifenknecht vor's Fahrzeug rollen.
5. Nun das "alte" Rad runternehmen, das "neue" Rad draufstellen. Dann fährt man mit dem Rad auf dem Reifenknecht eng vor die Nabe und fixiert mit den Radschrauben - dabei läßt man das Rad auf dem Reifenknecht und dreht es jeweils bis zum nächsten Schraubloch vor.(--> Bild 4)
6. entfällt


Verbesserungsfähig - in der nächsten Evolutionsstufe :D - wäre die Höhe des Reifenknechtes.
Je niedriger, desto weniger Hubhöhe beim Wagenheber.


Volker :wink:

Gast am 18 Okt 2013 21:05:47

Tolle Sache! Noch bin ich Fit genug und schaffe es ohne, aber Dank Deiner Idee werde ich es auch in Zukunft schaffen!

DANKE!

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volker030 am 18 Okt 2013 22:10:28

Japp - coole Nummer !!!!! :ja:

dieter2 am 18 Okt 2013 22:11:50

Hier ist meine Montagehilfe.
Einfache Bolzen mit passenden Gewinde.

Brauche das Rad nur aufstecken und randrücken,die Radschrauben packen sofort.



Dieter

pedaulm am 19 Okt 2013 01:06:04

Hallo Volker,
so wie von Dir vorgeschlagen habe ich es anfangs tatsächlich auch gemacht. Allerdings musste ich mich da häufiger tiefer bücken, um zu prüfen, ob das Rad auf Höhe der Radnabe ist.

Bei meiner Variante (das Rad ist noch am Fahrzeug) sehe ich fast ohne Bücken, ob das Fahrzeug hoch genug angehoben wurde. (Mit 1,96m Körpergröße macht sich das wohltuend bemerkbar. )

Tatsächlich hebe ich das Fahrzeug sogar gleich ca. 2cm höher an und nehme dann die Demontage des alten sowie das Absenken und Einpassen des neuen Rades ganz bequem im Sitzen vor.

Der Reifenknecht ist schon recht flach. Die Rollen auf der Unterseite sind ca. 4 cm hoch und die oberen Rollen habe ich so weit auseinander gesetzt, dass der Reifen noch frei gedreht werden kann. Sie tragen also so gut wie nicht zur Gesamthöhe bei.

matthiast4 am 19 Okt 2013 08:55:03

Eine Fußbank auf der man sitzen kann und fertig. Kein Bücken und so schwer ist ein Rad ja auch nicht. Bei einem 22,5" LKW Rad ist das sicher was anderes.

Na vielleicht in 30 Jahren. Vor 2 jahren ging das sogar mit 2 Krücken, aber das war dann schon anstrengend. :D

helge63 am 19 Okt 2013 14:45:38

Die Idee mit den Bolzen hat den Vorteil das sie bei jedem Untergrund funktioniert. Ich habe z.b. Rasengittersteine und
da wird das mit dem "Reifenknecht" schwierig.
Helge

a.miertsch am 20 Okt 2013 10:58:20

helge63 hat geschrieben:Die Idee mit den Bolzen hat den Vorteil das sie bei jedem Untergrund funktioniert. Ich habe z.b. Rasengittersteine und
da wird das mit dem "Reifenknecht" schwierig.
Helge


Meine "Minimallösung" ist der Auffahrkeil, weil ich auch Rasengitter habe. Der Keil wir im rechten Winkel unter das Rad gesteckt, welches ein wenig zu mir geneigt ist. Dann einfach das Rad in Achsrichtung schwenken und wenn ich die kleinen Zapfen getroffen habe, kann ich in aller Seelen Ruhe die Radbolzen einschrauben. Wenn noch nicht, wird einfach der Keil vor oder zurück geschoben. Vorteil, kein zusätzliches Losteil.
Die MB- Bolzen sind auch eine gute Hilfe, solange die nicht aus Alu sind.
Albert

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