volki am 25 Apr 2014 09:07:21
[quote="haballes Wir nutzen meist die Brennerautobahn. Von uns aus ist der Weg durch die Schweiz fast gleich lang und landschaftlich gefühlt schöner, aber meist mit Stau vor dem Gotthard verbunden. Auch gibt es für Ö Kurzvignetten, die Schweiz lohnt nur, wenn man öfter durch fährt. .[/quote]
Nach den drei grossen Tunnel-Bränden, steht Sicherheit bei den Betreibern zu oberst. Im Gotthardtunnel dürfen höchstens 1000 PKW/Stunde durchfahren. Wenn nicht "ganz" Deutschland, Holland & Co zur gleichen Zeit durch wollen, hat es gar keinen Stau. Je mehr dieser Touristen ihre Durchfahrtzeiten auf Randstunden verlagern würden, je weniger Stau gäbe es auch dann, aber alle müsse zu "Bürozeiten" durch. War auch dieses Jahr an Ostern wieder so. Zudem der Weg ich den Süden durch die Schweiz, MUSS ja nicht durch den Gotthard-Tunnel sein, es hätte ja Ausweichrouten. Dass es sich für "Bayern" anbietet, den Brenner zu benutzen, um an der Gardasee zu gelangen ist auch klar.
Eine österreichische Kurzzeit Vignette gibt es nur für 10 Tage(8.50) oder 2 Monate (24.80). Die 2 Monate kosten fast gleichviel wie die CH-Vignette für 14 Monate (40sfr). ABER in Österreich kommen dann immer noch bei jeder Fahrt die "Tunnel-und Sonder-Maut" dazu. Die Urner und Tessiner sind froh, um jeder der NICHT den Gotthard benutzt.
Das Tropfenzähler-System am Gotthard-Tunnel funktionier (2012)
Bern - Im Schnitt haben im Oktober an Werktagen 3454 Lastwagen den Gotthard- Strassentunnel ohne längere Wartezeiten durchfahren. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) zieht anderthalb Monate nach der Wiedereinführung des Gegenverkehrs eine positive Bilanz.
Laut ASTRA mussten die Chauffeure im Oktober - abgesehen vom Tag der deutschen Einheit am 2. und 3. Oktober - nur einmal Wartezeiten von rund eineinhalb Stunden in Kauf nehmen. Mit kurzen Zwischenhalten in den Warteräumen und an den beiden Tropfenzähleranlagen konnte der Schwerverkehr den Tunnel sonst problemlos passieren.
Mit dem optimierten Verkehrsfluss stieg auch die Anzahl der Camions pro Werktag von knapp 3000 auf 3454 an. Den Höchststand brachte mit 4110 Lastwagen der 6. November. Auf der weniger geeigneten San-Bernardino-Route ging der Schwerverkehr gleichzeitig wieder auf durchschnittlich 550 Fahrzeuge pro Tag zurück.
Das ASTRA hat die Kantone Uri und Tessin angewiesen, die festgelegten 1000 Personenwagen pro Stunde und Richtung strikte einzuhalten und den Schwerverkehr aus Sicherheitsgründen im Zweifelsfall zu dosieren. Im ersten Monat wurde die Limite an drei Tagen zwischenzeitlich überschritten, wobei sich die Abweichung mit 1056 PW allerdings in engem Rahmen hielt.
Die strikte Einhaltung der Stundengrenzen führt bei grösserem Verkehrsaufkommen dazu, dass der Schwerverkehr teilweise Wartezeiten in Kauf nehmen muss. Sie sorgt aber für eine homogenere Verteilung des Verkehrs über den ganzen Tag.
Bewährt hat sich gemäss ASTRA auch der S-Verkehr. Die im Binnenverkehr mit der Südschweiz privilegierten Lastwagen können nach wie vor an den vorgelagerten Warteräumen vorbeifahren und direkt von der Tropfenzähleranlage aus in den Tunnel einfahren. Der S-Verkehr macht rund 15 Prozent des gesamten Schwerverkehrs am Gotthard aus. (bert/sda)