LowCostDriver am 02 Okt 2014 11:57:33 Hallo zusammen, gestern haben wir unseren Sohn Nils nach einer schweren obstruktiven Bronchitis mit Atemnot und Sauerstoffunterversorgung nach mehreren Tagen Krankenhausaufenthalt beschwerdefrei aus dem Krankenhaus nach Hause geholt. Letzte Nacht hat er dann einen schweren Rückfall erlitten. Und obwohl er ansonsten immer unauffällig war, haben wir heute endlich die Untersuchungsergebnisse des Allergietests erhalten und nun auch den Grund für den Rückfall erfahren. Schwere Katzenhaarallergie! :( Ich weiß im Moment noch gar nicht, was ich machen soll. Wir haben uns immer gewünscht, dass unsere Kinder schon ab Babyalter mit Tieren in Kontakt kommen, wir viel Urlaub auf dem Bauernhof machen und auch Tiere im Tierpark besuchen, füttern, streichen, damit eben solche "Zivilisationskrankheiten" wie eine Allergie auf Tierhaare gar nicht erst ausbricht. So war es ja auch, ab seinem ersten Tag zuhause hat Nils Kontakt mit unseren beiden Fellnasen. Er füttert sie gern, spielt mit ihnen, so gut er es eben kann und die beiden es zulassen. Von daher verstehe ich auch nicht, warum das ausgerechnet jetzt und dann so heftig ohne übrige Begleiterscheinungen (wie Nasenjucken, Augen brennen, etc.) durchbricht. Ja, meine Familie ist erblich belastet (meine Mutter und meine Schwester haben auch schlimme Katzenhaarallergie), aber bislang war Nils wie gesagt immer vollkommen unauffällig! Daher war mir so wichtig, dass sein Immunsystem mit den ersten Lebenstagen an Tiere gewöhnt wird. Es bricht mir das Herz nun zu sehen, wie all diese Bemühungen offenbar nicht gefruchtet haben. Nach Anweisung der Ärztin sollen die Katzen sofort weg, sonst wird es unserem Sohn auf Jahre, ja Jahrzehnte nicht besser gehen. Eine Hyposensibilisierung scheidet aus, ich werde meinem Kind keine jahrelange Spritzentherapie zumuten. Später vielleicht mal, wenn er dies selbst abschätzen und entscheiden kann. Aber jetzt, wo er in etwas mehr als 2 Monaten gerade mal 3 Jahre alt wird, mute ich ihm dies definitiv nicht zu. Und um sich "aus dem Weg zu gehen", ist unsere Wohnung einfach zu klein. Ich hoffe daher auch auf diesem Weg vielleicht jemanden zu finden, der Minki und Dori aufnehmen würde. Beide Katzen sind kastriert, geimpft und gechippt (Tasso). Beide Katzen sind reine Wohnungskatzen, dürfen bei uns bei schönem Wetter maximal auf den Balkon. "Draußen sein" kennen sie also nicht. Minki würde es zweifelsohne auch mal in einen Garten wagen, Dori hingegen weniger. Sie ist eher ängstlicher Natur. Minki ist inzwischen 11 Jahre alt, Dori ein Jahr jünger. Beide Katzen kennen und haben wir von Kleinauf. Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand ein liebevolles Zuhause anbieten oder vermitteln kann, selbstverständlich übernehmen wir für die Katzen die anfallenden Kosten! Wer sich unsere beiden Fellnasen anschauen mag, viele Bilder und ihr Lebenslauf findet sich auf einer kleinen Homepage, die wir für die beiden mal vor Jahren eingerichtet haben. --> LinkBjörn
deedee am 02 Okt 2014 12:27:56 Schlimm, Björn, schlimm .... Aber lass Dir aus mein er eigenen Erfahrung sagen, dass -auch eine Katzenhaar-Allergie- von einer Woche auf die andere kommen kann. Sie kann aber genausogut wieder verschwinden, nur weiß man nicht wann und warum. So sagte mir damals der Allergologe .... Hatte selbst jahrelang Katzen gehabt, doch plötzlich war nicht mehr dran zu denken .... Jucken überall und Asthma-Anfälle. Du kannst also nix dran ändern, auch nicht im Vorfeld. Bei mir hat -gegen Heuschnupfen & Co- nur eine Gegensensibilisierung geholfen, rund 75 Spritzen innerhalb eines Jahres ... höllisch. Gegen die Katzenhaarallergie hats aber nicht geholfen ..... Und Experimentieren iss auch nicht so ne dolle Sache.... Ich wünsche Dir und den Miezen, dass sie neue liebevolle 'Eltern' bekommen .....
kitally am 02 Okt 2014 12:33:02 hallo Björn
die Besonderheit der Katzenhaarallergie ist, dass man eigentlich nicht gegen die Haare sondern gegen das Eiweiß im Speichel der Katzen allergisch ist. Beim säubern des Fells wird das aufgetragen und verursacht die Allergie
ich habe das auch und ansonsten mit Tieren keine Probleme. Gebt also nicht auf.
Maggie am 02 Okt 2014 13:25:20 Hallo Björn,
Papier und Schulmediziner sind das eine, Realität und Heilpraktiker das andere. Dazwischen gibt es noch jede Menge Nuancen.
Ich bin auf dem Papier (natürlich nach Tests) allergisch u.a. auf Katzen, habe aber seit 20 Jahren welche und diesbzgl. keine Probleme.
Homöopathie etc können auch desensibilisieren, aber eben anders. Diese Behandlungsmethoden helfen, das Eigenregulationssystem anzustoßen, bzw. die Selbstheilungskräfte anzuregen. Das würde ich in jedem Fall machen, damit wenigstens zufällige Streichelkontakte oder Besuche bei Freunden mit Haustieren usw möglich bleiben.
Eine Methode, die ich auch erst jetzt in unserem September-Urlaub durch eine sehr bemühte ital. Apothekerin kennenlernte, weil ich extrem auf die Stiche der dreckigen elbanischen Mückenviecher reagierte, ist die "Gemmotherapie". Schau dabei mal nach Schwarzer Johannisbeere. Das hat mir extrem gut geholfen.
Für eure beiden Senioren drücke ich die Daumen, dass sich was findet. Wir haben schon 2 Katzen und 1 Hund. Da geht leider nix mehr.
haballes am 02 Okt 2014 14:08:58 :( Mensch Björn. Das würde mir das Herz brechen. Hätt ich den Hund nicht....aber das gibt keinen.
Ich hoffe sehr. Irgendjemand hier, der grad einen Verlust hatte müsste doch in der Lage sein...
Das ist eine ernste Sache. Dazu natürlich Nils. Ich hoffe, ihm geht es bald wieder richtig gut.
Barney, mein Perser wurde trotz Katzenallergie meinerseits 23 Jahre bei uns, aber als Erwachsener kann ich das Risiko abschätzen.
Ich verspreche, daß ich mich überall umhöre.
Kochgenie am 02 Okt 2014 14:14:40 Björn, tut mir wcht leid und in de rSeele weh das zu hören,
leider kann ich deine beiden nicht nehmen, aber lass dir sagen, es kann uach wieder weg gehne die Allergie, ich war ja auf alles was Haare hat allergisch, von ienme Tag auf den anderen, jetzt kann ich wieder alles ertragen, mir geht es wieder gut, sogar so gut das ich zu meinem Sohn in den Stall zu den Ziegen Schafen, Pferden und <katzen gehen kann, ohen das mir irgendwas fehlt.
Frag doch mal über Tasso nach ob die eine Möglichkeit sehne die Katzen unter zu bringen. Fals du noch fragen hast schreib mir einfach, mir ging es genau so wie deinme Sohn, wenn ich nur eine Katze angeschaut habe dann musste ich schon ein taschentuch besorgen, und kriegte keine Luft mehr.
Tipsel am 02 Okt 2014 14:43:24 Ich würde bei einem Kleinkind erst mal nicht rumdoktern, sondern es machen wie Björn. Allergien und Asthma sind nunmal eine Belastung für den Kleinen, und solange die Katzen noch da sind, hat er keine schöne Zeit, auch wenn vielleicht irgendeine Therapie irgendwann mal anschlägt. Im Moment leidet das Kind, und die Gesundheit geht vor.
Elke, hat Tasso denn eine Tiervermittlung?
Ich würde es privat per ebay Kleinanzeige versuchen. Inzwischen suchen dort gerade ältere Leute, die von Tierheimen aus Altersgründen (ich glaub die vermitteln schon ab 70 nicht mehr), keine Katzen mehr bekommen, aber Zeit und Liebe aufbringen können.
Kochgenie am 02 Okt 2014 14:50:27 ich weis, nicht, aber vielleicht Adressen, an die man sich wenden, kann so viel ich weis gibt es notunterkünfte für Katzen, die dann weiter vermittelt werden.
LowCostDriver am 02 Okt 2014 14:52:13 Vielen Dank für eure Anteilnahme. Und wenn es Anja oder ich wäre, die nun Probleme hätten, wir würden zweifelsohne versuchen das Problem ohne diesen Radikalschritt der Weggabe versuchen zu lösen. Anja und ich sind erwachsen, können für uns selbst Risiken und Beschwerden abschätzen und abwägen, ob wir dieses Risiko und auch die Begleiterscheinungen in Kauf nehmen. Und dann eben probieren, was an Möglichkeiten funktionieren könnte. Bei einem Kleinkind aber sieht das anders aus. Spätestens, wenn du ein kalkweißes Kind mit blauen Lippen in die Notaufnahme trägst und um dich herum beim Pflegepersonal (vorsichtig ausgedrückt) betriebsame Geschäftigkeit auftritt weißt du, dass du dem Problem nicht mehr mit möglichen alternativen Lösungsmöglichkeiten begegnen kannst. Klar "löse" ich das Problem nicht, wenn ich unsere beiden Fellnasen weggebe, aber ich beseitige zumindest für den Moment die Gefahren. Und nichts anderes geht im Moment. Die Ereignisse überschlagen sich gerade wieder. Soeben rief meine Frau an, Nils ist vom zweiten Kinderarztbesuch zurück. Mit einer Überweisung zurück ins Krankenhaus! Der Junge war nur eine Nacht zuhause. Das war´s. :(
buccaneer am 02 Okt 2014 15:24:10 bei dieser Dringlichkeit würde ich mal freundlich beim örtlichen Tierheim um Hilfe bitten (eine vorübergehende Einlieferung ins Tierheim könnte ja eine Zwischlösung sein ... und Dein Sohn kann wieder nach Hause)
Maggie am 02 Okt 2014 16:59:33 Ja, und bei privaten Organisationen.
Die Katzen müssten eigentlich schon weg sein, wenn er wieder zurück kommt. Bleibt, dass die ganze Wohnung ja "kontaminiert" ist. Schwierig...
Bleibt trotzdem, dass er eventuell im Kindergarten einen absoluten Ober-Lieblings-Freund findet, der ausgerechnet 2 Katzen zu Hause hat. Dafür täte ich langfristig doch einen Weg über Heilpraktiker suchen.
Alles Gute!
markgraefin am 02 Okt 2014 17:08:42 Mensch, Björn, das tut mir so leid.
Irgendwie ist mir die Diagnose auch suspekt.
Immerhin hat Nils während fast drei Jahren nichts gehabt.
Vielleicht kannst du die Katzen erstmal in einem Tierheim oder einer Tierpension unterbringen.
Außerdem hilft meistens schon, die Katzen mit einem feuchten Lappen abzureiben. Damit verschwindet ein großer Teil der auf dem Fell verteilten Allergene.
Ich wünsche dir, dass du ganz schnell jemanden für deine Katzen findest.
Markgärfin
sini2000 am 02 Okt 2014 18:50:27 Das tut mir total leid Björn. Das ist heftig, wenn der Kleine so reagiert. Ich habe als Kind auch so reagiert, bei mir waren es nur Federn. Ich erinnere mich noch zu gut an die Nächte in der Notaufnahme, als ich ein Medikament bekam und das Gefühl hatte, jemand öffnet mir die Lunge, ich war 7. Federn konnte man vermeiden und in der Pupertät verlor es sich, dafür kam dann die Hausstaubmilbe. In der jetzigen Situation mit solchen schlimmen Reaktionen kannst Du nicht anders handeln, als die beiden weg zu geben. Langfristig gibt es Möglichkeiten wie auch Bioresonanz. Aber zuerstmal muss Nils stabil sein. Ich drücke Dir die Daumen. Ich würde sie ins Hundeforum einstellen, auch da sind Katzenleute, aber ich weiss nicht wie sie auf Hunde reagieren. Da sie keine kennen wäre das zum Umzug zusätzlicher Stress. Kontaktiere doch mal Straßenkatzenköln, ob die nicht eine Pflegestelle fürs Erste haben: --> Link
zeus am 02 Okt 2014 19:19:13 Eigentlich ist das typisch für Allergien, dass man zunächst nicht reagiert, der Körper reagiert erst nicht, dann nur etwas und das wird immer schlimmer. Meine Tochter hat ihr Leben lang immer sehr gerne Äpfel gegessen. Bis vor 3 Janren. GsD waren wir in Schweden. Ich vergesse das nie. Sie steht auf ihrer Terrasse und hat ein Apfelviertelchen in der Hand, beißt hinein und ruft plötzlich: ich kriege keine Luft... ihr Gesicht war stark angeschwollen, die Augen sahen wie Schlitze aus. Nennt man Quincke-Ödem. Ich bin schnell mit ihr in das örtliche Krankenhaus gefahren und wir sind auch sofort als Notfall behandelt worden. Oder meine Latex Allergie, ist auch erst zum Tragen gekommen, nachdem ich schon eine ganze Weile Latexhandschuhe benutzt hatte. Als mich dann die OP-Schwestern gelinkt haben, weil sie meinten, ich stelle mich an, und ich sei so teuer, hatte ich anschließend keine Haut mehr auf den Händen, eine klassische Kontaktallergie. Ich bin ein Tierfreund, aber in dieser Situation gibt es keine Kompromisse, die Katzen müssen ein neues zu Hause bekommen. Es wird sich bestimmt jemand finden.
felix52 am 02 Okt 2014 19:49:49 Menno Björn, das tut mir leid für den kleinen Nils. Ich litt als Kind auch darunter. Mit 14 Jahren habe ich dann doch eine (damals noch) dreijährige Desensibilisierungs- behandlung durchgeführt, da sich abzeichnete, dass ich quasi multiallergen bin. Das hat 40 Jahre gut geklappt. Ich würde es empfehlen, wenn Nils nicht nur auf Katzenhaare, sondern auch auf andere Stoffe allergisch reagiert.
Mit den besten Wünschen für den Kleinen
Felix52 :)
miye am 02 Okt 2014 20:53:05 Hallo Björn, es tut mir wirklich leid das du deine Katzen abgeben musst. Ich habe selber vier Katzen und das wäre für mich der absolute Horror wenn ich sie wegen so etwas abgeben müsste. Aber ich verstehe auch das ihr sie nicht mehr behalten könnt. Ich bin in einem grossen Katzenforen und könnte die da für dich auch einstellen wenn du magst. Vielleicht würde sich dann auch schnell eine Pflegestelle finden. Ich habe auf der Homepage gelesen das Dori aus einem TH ist, vielleicht würden die die beiden auch zurücknehmen obwohl eine Pflegestelle oder ein neues zuhause natürlich besser wäre. Auf jeden Fall wünsche ich euch und den Katzen alles Gute!
LowCostDriver am 02 Okt 2014 21:59:12 Natürlich werde ich sie ins Tierheim bringen, wenn sich keine andere Lösung anbietet. Und natürlich frage ich hierfür erst im Tierheim an, wo wir Dori seinerzeit rausgeholt haben. Ich denke auch, dass das klappen wird, wofür ist es sonst ein Tierheim. Aber das ist zweifelsohne die schlechteste aller Lösungen. Aber darauf läuft es im Moment hinaus.
zeus am 02 Okt 2014 22:27:56 Ich habe diese De- oder Hyposensibilisierung mit meiner Tochter auch gemacht, da sie ja auch so viele Allergien hatte. Nach 2 Jahren nat sie mit einem allergischen (anaphylaktischen) Schock in der Praxis des Arztes reagiert. Später hat man gesagt (Allergjeklinik Bad Lippspringe) dass man gerade bei den Multiallergikern das nicht machen sollte. Man ändert nur das Allergiespektrum. Es verschwinden welche, dafür melden sich andere.
sini2000 am 11 Okt 2014 20:32:31 Hallo Björn,
ich denke mir dass die Katzen jetzt untergebracht sind und Dein Kleiner hoffentlich gesund zu Hause ist?
Hast Du für die Katzen noch eine Pflegestelle finden können? Ich musste viel an Euch denken, aber ich konnte leider nicht helfen.
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