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Wieder zurück aus.......


manfredsc am 03 Okt 2014 09:58:27

Albanien.
Bin seit ein paar Tagen wieder zurück von meiner Albanientour. Bin ja diesmal etwas "umständlich" gefahren, weil ich von den LÄndern dazwischen etwas mehr sehen wollte. Meine Reise ging so über Passau-Graz-Maribor nach Zagreb. Hier 1. Übernachtung auf CP "Plitvicka", direkt an der Autobahn, also verkehrsgünstig, etwas komunistisch heruntergekommen, dafür gutes Essen im dazugehörigen Motel. Weiter gings über den "Autoput", eine toll ausgebaute und fast leere Autobahn Richtung Slavonski Brod und da ab nach Bosnien, Sarajewo. Am Grenzübergang Kroatien-Bosnien füllte ich mich schon erstmal 30 Jahre zurückversetzt. Eine Art Notbrücke über einen großen Fluß, nur ernste Gesichter und, obwohl nichts los, warten. Dann Polizei, Zoll, Fragen wohin? Warum? was dabei? Womo Kontrolle. Und dann steht da noch eine Tafel "Welcome in Srbeja" !
Ich dachte erst, ich hab mich verfahren, aber ich war in Bosnien.Die Straße nach Sarajewo ist gut befahrbar, das letzte Stück neu gebaute Autobahn, aber sonst gibts kaum Überholmöglichkeit. Landschaftlich nicht gerade überwältigend, viele "schnellangelegte" Friedhöfe und überall ernste Gesichter. Besser wirds in Sarajewo, hier steppt der Bär, Richtung Foca gehts einen Pass hinauf und durch eine tolle Schlucht auf der anderen Seite wieder runter. Allerdings sind hier diese roten Totenkopfschilder neben der Strasse. So, jetzt noch ein kleines Sträßchen (teilweise sehr schlecht) Richtung Montenegro, der Grenzübergang, wieder eine Stahl-Notbrücke über einen Fluß, aber immerhin, die Grenzer sind sind freundlicher und gleich 1 km hinter der Grenze bleibe ich im Raftingcenter Tarra, welches von einem Russen geführt wird über Nacht. Sehr schönes, originelles Lager, Essen sehr gut, gekocht wird auf offenem Feuer. Übernachtung kostenlos, Voraussetzung, Essen im Lager.
Am nächsten Tag gings weiter über Niksic nach Tirana. Der Nordosten Montenegros ist Naturpark und Landschaftlich wirklich sehr schön. Großer Stausee, tiefe Schluchten, Wildbäche, nette, freundliche Menschen. Montenegro hat mehr verdient als nur durchzufahren.
So, jetzt erst mal Ende, mehr gibts später.

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manfredsc am 03 Okt 2014 18:43:55

Grund meiner Reise war ja ein Motorrad-Rallytraining durch Albanien. Ausgangspunkt war das Hotel Stella (Stellabrauerei) am Stadtrand von Tirana. Der 1. Tag führte uns östlich um Tirana herum Richtung Norden nach Shengjin Nähe Lezhe. Shengjin soll zwar ein Touristenort sein, aber ausser einem schönen langen schwarzen Sandstrand gibt es da nichts schönen. Nur Massen-Hotelbunker. Nachts ist heftiges Gewitter und Stromausfall im ganzen Land. Der nächste Tag führt uns über den Koman-Stausee zurück nach Tirana. Den Stausee sollte man eigentlich gesehen haben, auch die Zufahrt ist sehr interessant. Eine anfangs recht gute, dann schlechter werdende Teer bzw. Schotterstrasse und zum Schluß ein in den Berg gehauener Tunnel mit einigen ziemlich engen Kurven. Leider haben manche Leute hier verstanden, wie man die Touristen abzocken kann. Nicht kapiert haben sie allerdings, dass man diese Touristen mit verdreckter Landschaft auch verschrecken kann. Das Ufer des Stausees ist voll mit Plastikmüll. Eine 2 stündige Verspätung bringt unseren Zeitplan gehörig durcheinander. Dazu Regen uns Nebel in den Bergen, es gibt einige Verletzte und der Papstbesuch in Tirana verstärkt das ohnehin vorhandene Verkehrschaos um einiges. Pferdefuhrwerke bei einsetzender Dunkelheit auf der Hauptstraße, Fußgänger oder Gegenverkehr auf autobahnänlicher Straße, 4 Fahrzeugreihen nebeneinander, wo eigentlich nur 2 Fahrspuren geplant sind. Da heißt es Ruhe bewahren. Im Hotel ist leider nicht viel mit Ruhe. Nach dem Service am Motorrad gibts es kaum Schlaf, eine Hochzeit ist im Hotel mit Feuerwerk usw. später kommt noch ein heftiges Gewitter. Also gehts am nächsten Tag etwas unausgeschlafen über Elbasan nach Pogradec am Oridsee. Unterwegs passiert dann der Grund, warum ich keine Fotos habe. Bei einer Flußdurchquerung tauche ich kurz unter und so sauffen Foto, Handy und Verpflegung ab. Durch die Gewitter in den letzten Tagen sind die zu querenden Flüße teilw. bis 80 cm tief. In Pogradec angekommen, sind wir zwar in einen schönen und gutem Hotel untergebracht, direkt am See mit Uferterasse, sehr gutem Essen und Personal, das weiß worauf es ankommt, aber leider wieder sehr wenig Zeit. Der nächste Tag führt uns über Korce, Permet nach Gjirokaster. Der Veranstalter weist darauf hin, dass wir bis auf 2000 m Höhe rauf müssen, und dass es einige Stellen gibt, wo der Arzt mit seinem 4x4 Toyota nicht hinkommt. Also Vorsicht ist geboten. Mir persönlich gefällt der Süden viel besser als der Norden. Auch die Leute sind freundlicher und nicht so "tourismusverdorben" wie im Norden. Allerdings ist die einzige Hauptstraße teilweise sehr schlecht, eng und abenteuerlich. Landschaftlich sehr schön, aber man braucht Zeit. Auch Gjirokaster ist ein sehr schöner Ort. Unsere Tour führt uns weiter über Tepelene, quer über das Gebirge nach Himara und Dermi, direkt ans Meer. Der Blick vom Gebirge runter an die Küste ist grandios. Die Orte Himara und Dermi sind zwar Touristenorte mit langem weissen Sand-/Kieselstrand, haben aber ihren Charme behalten. Das Hotel ist schön klein und sauber, das Personal leider unfähig. Der nächste Tag führt uns auf fast nicht enden wollenden Grobschotterwegen über Berat, durch die Salinas westlich von Lushnje nach Durres, wo die Veranstaltung am Abend mit einer kleinen Party im Hotel Adriatic endet. Unterwegs kommen wir noch durch ein Zigeunerdorf. Es ist schon erschreckend, wie abseits und verwahrlost die Leute da Leben.

Nachts ist wieder ein Gewitter mit heftigen Regen. So schlafe ich ein bißchen länger, verlade dann mein Motorrad und fahre etwas zügig über Shkoder, Podgoric Richtung Mostar. Etwa 50 km vor Mostar bleibe ich in einem kleinem Örtchen mit dem einzigen Campingplatz weit und breit (gleich hinter den Minenfeldern) über nacht. Ich bin der einzige Gast auf dem neu angelegtem Platz in einer kleinen Schlucht direkt am Fluß. Der Besitzer schläft wegen mir in seinem Imbißhäuschen.

Am nächsten Morgen gehts nach Mostar. Was soll ich sagen? Zum Glück ist Nachsaison und ich sehr früh dran. die berühmte Brücke und 200 drumherum sind Richtig schön. Aber der Rest? O.K. weiter gehts die Hauptstraße Richtung Banja Luka und dann weiter nach Zagreb und nach Hause. Ich hab ja viel von der Schönheit dieser Strecke gelesen. Es geht durch ein engen Tal, direkt am Fluß entlang, der immer wieder angestaut wird. Dazwischen gehts einen Pass bis gut 2000m hinauf, mit Skigebiet, sieht aus wie im Bayerischen- oder Böhmerwald, dann kommt wieder ein Tal wie Anfangs schon. Was mir immer wieder auffällt, sind die ernsten Menschen und die vielen Friedhöfe. Nachdem was ich über Bosnien gelesen hatte, hatte ich was anderes erwartet. Es ist ein schönes Land. Aber nicht viel anders als unser Alpenvorland oder der Schwarzwald. Etwas ursprüglicher eben. Und mein etwas komisches Gefühl änderte sich mit dem Grenzübertritt nach Kroatien.

Heraline am 03 Okt 2014 20:36:13

Hmmmmm..... stehe nach 3 Wochen traumhafter Bretagne im Loiretal, lese deinen Bericht und denke: da will ich lieber nicht hin! :? Oder täuscht das?

Ich sehe immer noch lächelnde, freundliche Gesichter vor mir wenn ich mich mit meinen französisch Brocken abmühe, ausser definitiv viiiiiiiel zuviiiiiiiiel nicht weeggeräumter Hundehaufen kann ich mich an Müll nicht wirklich erinnern und ich bin immer noch überwältigt von der Natur!

Zum Rallye fahren OK aber sonst eher nicht?

Connie

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manfredsc am 04 Okt 2014 08:51:22

Also Montenegro ist sehr sauber, die Bucht von Kotor und der Nationalpark im Nordosten landschaftlich hoch interessant. In Albanien könnte ich mir eine Route die Küste entlang runter bis fast Griechenland , dann über Gjirokaster zum Oridsee und dann über Elbasan nach Durres gut vorstellen. Hier haben entweder die Menschen eine andere Einstellung oder schon dazugelernt. Müll ist hier keiner zu sehen. Aber ich glaube dennoch, ich muss nächstes Jahr erstmal wieder in eine ganz andere Gegend.

walin am 05 Okt 2014 22:02:23

Danke für Deinen Bericht. sind auch gerade von Albanien (schon das dritte Mal) und Bosnien zurückgekommen. Kann eigentlich nichts negatives berichten,im Gegenteil. Bosnien keine Probleme oder Fragen bei der Einreise, total problemlos. Nette freundliche Leute in Bosnien und Albanien sowieso. Das die Uhr ein wenig anders tickt als bei uns ist klar. muß mich aber auch darauf einstellen. den Menschen einfach zugehen und man ist immer herrzlich willkommen.

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