Zunächst mal ist das EBL (Elektroblock) nur ein Stromverteiler / Regler - das Ladegerät ist ein separater Kasten, der über das EBL
seine 14.3V / 18A anbietet und einen externen Schalter hat, um die Spannung für Blei-Akkus abzusenken (dieser wird als Dip-Schalter
am EBL herausgeführt).
Über einen Steuerausgang vom Lader wird ein Relais im EBL zugeschaltet, was zusätzlich zur Bordbatterieladung über eine
Diode (Spannungsabfall 0.7V) und ein Thermistor einen begrenzten Erhaltungsladestrom für die Startbatterie "abzweigt" (13.6V, ca. 1A)
Diese Schaltung verhindert, dass die Startbatterie vor sich hin kocht, wenn Landstrom anliegt.
Wenn das EBL auf Nassbatterie eingestellt wird, sind die Spannungen insgesamt geringer: 13.8V für Bordbatterie / 13.1V für Startbatterie
Am EBL ist serienmäßig ein Eingang für ein weiteres externes Ladegerät und ein Solar-Laderegler vorgesehen (Parallel zum Bord-
Ladegerät), diese wirken aber nur auf die Bordbatterie und nicht auf die Startbatterie.
Man kann mehrere Laderegler problemlos parallel betreiben, auch wenn das eine oder andere nicht an ist.
Die Regler bieten eine bestimmte Spannung der Batterie an, der Strom resultiert aus der Spannungsdifferenz der Batterie und dem Ladegerät
und den Innenwiederstand der Batterie:
Beispiel:
14.4V Regler Ausgang - 12V aktuelle Batteriespannung = 2.4V
Aktueller Batterie-Innenwiederstand (Abhängig von Batterie-Technik, Kapazität, Ladezustand, Temperatur) z.B. = 0.3Ohm
Aktueller Ladestrom: I = U/R : 2.4V/0.3Ohm = 8A
wenn die Batterie z.B. auf 12.8V geladen ist:
14.4V-12.8V = 1.6V
Innenwiederstand nun z.B. = 0.4Ohm
Ladestrom: 1.6V/0.4Ohm = 4A
Ladeschlußspannung erreicht 14.4V:
14.4V-14.4V = 0V
Innenwiederstand nun z.B. = 0.5Ohm
Ladestrom: 0V/0.5Ohm = 0A
Der Batterie ist es egal, wer die Spannung anbietet, entsprechend der Wiederstandsgesetze fließt dann der mögliche Lade-Strom
und teilt sich auf die einzelnen Stromquellen (Ladegeräte) entsprechend ihrer auf.
Auch den Ladereglern ist es egal, ob da eine Batterie (Stromquelle) alleine dranhängt oder auch andere Stromquellen. Für sie
entscheidet die Spannungsdifferenz über den fließenden Strom. Die Ladegeräte haben genau wie die Batterie auch einen Innenwiederstand,
dem man auch nach dem Wiederstandgesetz ermitteln könnte. Nach einer entsprechend hohen Last am Ausgang bricht die Spannung
ein und kann nicht mehr die 14.4V halten aus dem fließenden Strom und der Spannungsdifferenz zu den 14.4V Leerlaufspannung könnte
man den Innenwiederstand des jeweiligen Reglers errechnen. Dieser ist der begrenzende Faktor für die maximal möglichen Ladeströme
eines Ladegerätes / Lichtmaschine etc.
Je höher der Innenwiederstand eines Ladegerätes ist, umso früher bricht die Ladespannung zusammen und umso geringer ist der jeweilige
Ladestrom und der Ladevorgang dauert dann entsprechend länger. Beobachten kann man das in der realen Welt bei jedem Ladevorgang.
Man misst die Batteriespannung (z.B.12V), man misst die Leerlaufspannung des Ladegerätes (z.B.14.4V) schließt das Ladegerät an und misst
12.2V: das heißt über den Batterieinnenwiederstand fallen 0.2V ab, über den Ladegerät-Innenwiederstand fallen 2.2V ab, da der Strom durch
beide Wiederstände gleich ist (Serienschaltung) ergibt sich dass das Ladegerät einen 11 Mal größeren Innenwiederstand hat, als die Batterie.
Wenn man den Ladestrom misst, kann man diese Wiederstände auch genau berechnen, indem man die Spannung durch den Strom teilt.
Aus dem Verlauf der Veränderung des Innenwiederstandes der Batterie und der Spannung über die Zeit ergibt sich eine Lade(kenn)Linie.
Nun gibt es ja auch noch Laderegler mit entsprechenden Kennlinien für eine optimale Ladung.
Diese erreicht man durch die Veränderung der angebotenen Ladespannungen. Am Anfang bietet das Ladegerät eine höhere Ladespannung an,
was z.B. zu einem höheren Ladestrom führt, bei einer bestimmten erreichten Spannung regelt das Ladegerät seine Spannung herunter
und lädt dann mit weniger Strom den Rest voll, damit die Batterie nicht
überladen wird, ist die Lade-Schlußspannung erreicht, schaltet das
Ladegerät noch weiter herunter (z.B. auf 13.8V oder 13.1V), so dass nur noch eine Erhaltungsladung mit geringem Strom unterhalb der
Gasungsspannung stattfindet. Die Zeitangaben für die einzelnen Phasen sind in der Regel Schall und Rauch, sie gelten für eine bestimmte
zu ladende Kapazität (entladene Batterie) bis zur Vollladung. Da sowohl die Kapazität der Batterie, als auch der Ladezustand vor Beginn
der Ladung stark variiert, variieren natürlich auch die nötigen Ladezeiten.
Hier trifft oft Marketing auf Physik.
Um das abzukürzen: klemm einfach das CTEK an die Batterie, die geladen werden soll und fertig.