Dethleffs 6731 am 25 Mai 2015 10:53:28 Hallo, ich habe seit 2Tagen das Problem, dass meine Batterien (3x 100Ah Moll) innerhalb sehr kurzer Zeit keine Kapazität mehr haben und wegen zu niedriger Spannung abschalten. Sobald etwas Tageslicht da ist und ich ein paar Km fahre sind die Batterien wieder voll (für mein Gefühl, zu schnell). Die Batterien sind ca. 4Jahre alt. Die Spannung ist (ausgebaut) bei allen nahezu gleich. Den Batteriepulser hatte ich schon abgeklemmt, da ich nicht sicher war, ob der noch funktioniert (LED kontrolle blinkt nicht mehr). Morgen will ich die Batterien mal mit einem Profitester überprüfen. Meine Vermutung ist allerdings das die Batterien defekt sind. Hat von Euch jemand eine Idee was es noch sein könnte, oder bestätigt sich meine Meinung, dass es auf neue Batterien rausläuft?? Vorab Danke
Bernd
TeXas am 25 Mai 2015 13:48:13 Hallo Bernd,
welches Ladegerät hast du verwendet? Ist es Temperatur geführt? Wie ist der Säurestand der Batterien? Schon mal mit einem Säureheber die Dichte gemessen? Hast du ein Datenblatt von den Batterien? Ladeschluss Spannung deines Ladegerätes? Hast du Solar auf dem Dach? Welcher Laderegler ist verbaut?
Für mich hört sich das ganze nach hochohmigen Batterien an. Also schnell wieder Voll aber brechen bei Leistungsabgabe schnell wieder ein. Vielleicht ist auch nur eine defekt die die anderen mit runter zieht.
Am besten testen. :-)
Also alle Batterien ausbauen und von einander trennen. Danach bei jeder einzelnen den Ruhestrom messen. Danach nimmst du eine normale Pkw Lampe 50 Watt durch ca 12,5 Volt ergibt eine Belastung von ca. 4Ah über den Daumen. Das heisst: wenn du eine 100 Ah Batterie hast dann sollten nach 10 Stunden Brenndauer also ca. 40 verbrauchten Amperestunden die Batterie noch mindesten 12,1 Volt Ruhespannung aufweisen. Ist dies nicht der Fall kommt Plan B :-)
Das erst einmal vorab.
Viele
TeXas
Gizmo am 25 Mai 2015 16:45:53 [quote="TeXas"] Danach bei jeder einzelnen den Ruhestrom messen. [/quote]
Gemeint ist sicherlich: Ruhespannung! Ansonsten guter Vorschlag!
, Gizmo
berny2 am 25 Mai 2015 19:43:14 TeXas hat geschrieben:Für mich hört sich das ganze nach hochohmigen Batterien an. Also schnell wieder Voll aber brechen bei Leistungsabgabe schnell wieder ein. Vielleicht ist auch nur eine defekt die die anderen mit runter zieht.
An hochohmig dachte ich auch. Aber alle drei gleichzeitig? Und wenn nur eine hochohmig ist, dürfte die auf die anderen doch keinen nennenswerten Einfluss mehr ausüben. :?:
kintzi am 25 Mai 2015 21:21:23 Die oder eine der Batts hat schlicht u. einfach keine Kapazität mehr. Schnelles Entladen u. Aufladen (rasches Erreichen der Ladeschlussspannung (üblich 14,4V) ist sicherers Zeichen dafür.Widerstand u. Kapazität kann man heutzutage elektron. messen, habe dazu ein Ring RBA600, gibt aber von denen Geräte unter 100€. Sind sicher nasse B., auch die guten Moll's machen kaum mehr als 250 Zyklen, abhängig v. Entladetiefe, bei 4 J. pro Jahr 60 Zyklen. Kauf Dir Exide Gel , entlade nicht tiefer als 50% u. sie halten 8-10 Jahre (600 Zyklen). Ladetechnik muß allerdings stimmen, besonders temperaturkomp. Spannungsbegrenzung , da Gel überspannungsempfindlich (Ausgasen, vulgo Austrocknen) Wenn keine Temp.-Kompensation, Spannung für hohe Temp. auf 14,2/3 V begrenzen. Gr. Richi
TeXas am 25 Mai 2015 23:28:59 Vielleicht warten wir erst einmal ab was der Te-Starter zu seiner Verteidigung vorbringt, um ihn dann mit unseren Kaufempfehlungen zu überschütten. :kuller:
Ps: der Wasserstand wäre auch noch interressant!
VG
TeXas
Dethleffs 6731 am 26 Mai 2015 20:19:59 Hallo, zuerst mal Danke.
Ladegerät scheidet aus, da ich z.Zt. nur über Sonne und Fahren lade. Flüssigkeitsstand ist ok. Wollte mir Heute eigentlich einen Batterietester ausleihen, bin aber nicht dazu gekommen. Naja Morgen ist auch noch ein Tag. Melde mich wieder.
Bernd
Gast am 26 Mai 2015 20:41:13 Wie ich es nun verstanden habe, handelt es sich um Nassbatterien. Vermutlich sulfatiert und deshalb bricht die Spannung ein, die Kapazität ist nicht mehr gegeben. Was man mal versuchen kann, ist die Batterien einzeln gezielt zu überladen und in die gasung zu zwingen. Die sulfatschicht wird dadurch aufgebrochen. Dazu legt man an die Batterien eine überhöhte Ladespannung bei einem Strom von um die 10% der Kapazität. Die Stopfen macht man locker. Gelegentlich Batteriewasser nachfüllen. So behandle ich im Frühjahr die Batterien meines kleinen Roadster, welcher im Winter wochenlang ungenutzt auf der Straße steht. Die Batterien sind aus 2003! Wenn es nicht funktioniert, kann man immer noch neue Batterien kaufen. Liebe , Alf
TeXas am 26 Mai 2015 21:36:11 Wenn so wenig Infos vom Te-Starter kommen, ist weitere Hilfe kaum möglich.
Das ist Kaffeesatz-Leserei.....................
ps: kudlwackl
das mit dem entsulfatieren ist ein langwieriger Prozess der dauert mindestens 4 Wochen jeden Tag entladen bis auf 50% und wieder mit mindestens 15,2 Volt in die Gasung laden. Aber nur bei offenen Säure Batterien. Technischer SchnickSchnack ist bei nassen Batterien überflüssig. Datenblatt und Säureheber reichen vollkommen.
TeXas
berny2 am 26 Mai 2015 22:10:31 Meine diesbezüglich meistbenutzten Utensilien sind diese: --> Link und --> LinkAber Achtung: Sehr teuer... :twisted:
kintzi am 27 Mai 2015 00:37:25 Witzbold :razz: M.E. kann man versch. probieren, ist aber meistens für die Katz.
Bin 10 Jahre Nasse gefahren: Exide, Moll u. Deta. Halten kaum mehr als 250 Zyklen, meist weniger. 4 Jahre ist bei ordentlichem Womogebrauch schon viel, die meisten merken die zyklenbedingte Kapazitätseinschränkung erst ab 60% (da sie eh nicht wissen, was sie verbrauchen) u. dann geht's rasant abwärts. Wie schon gesagt: Beim Entladen mit der Spannung rasch runter u. beim Laden rasch rauf zeugt v. mangelnder Kapazität (kleiner Eimer ist auch schneller leer bzw. voll als großer bei selber Schüttung), wobei es nicht nur Schädigung durch Sulfatierung gibt. Deshalb ist der Erfolg von Sonderbehandlung z.B. (Pulsrecovery) oft dürftig, ganz schlimm noch immer wieder auftauchende teure Zusatzmittel. Gasungsladung empfiehlt sich nur bei Schichtung u. nie zur Desulphatation. M.E. bieten europ. Marken-Gels die beste Leistung (LiFePo ausgenommen) ; von AGMs , außer in Spiraltechnik !!,sind viele enttäuscht u. glauben an das Hersteller/Verkäufer-gestreute Märchen der Unterladung (14,4 statt 14,7V, die Schweden/Ctek freut's). Exide Gels z. Zt. beste Ware für normalen Womogebrauch u. noch günstig, bei AGMs Optima (rel. teuer, wer aber hohe Ströme braucht....). Diese Verschlossenen machen garantiert 600 Zyklen, die guten Marken-Nassen einschl. Klone 250 bei anständiger Behandlung. 250: 600 Zyklen muß man auch preislich in Relation sehen. Gr. Richi
Dethleffs 6731 am 27 Mai 2015 19:52:32 Ich habe Heute meine Batterien getestet. Laut Tester haben 2 Batterien einen Zellenschluß und eine hat zu geringe Kapazität. Habe mir 3 Neue bestellt - no Name von ebay. Mal sehen wie lange die dann halten. Hatte mir von Moll eigentlich eine längere Lebensdauer erhofft. Danke für die Infos- hat mir den einen und anderen Denkanstoß gegeben.
Bernd
Gast am 27 Mai 2015 19:57:02 Danke für die Rückmeldung.
3 Batterien parallel aus Platzgründen? Warum nicht eine größere?
Liebe , Alf
TeXas am 27 Mai 2015 23:09:13 Dethleffs 6731 hat geschrieben:Ich habe Heute meine Batterien getestet.Laut Tester haben 2 Batterien einen Zellenschluß und eine hat zu geringe Kapazität. Habe mir 3 Neue bestellt - no Name von ebay. Mal sehen wie lange die dann halten. Hatte mir von Moll eigentlich eine längere Lebensdauer erhofft. Danke für die Infos- hat mir den einen und anderen Denkanstoß gegeben.
Bernd
Zellenschluss, wie wurde das den festgestellt? Anstatt mal die eigene Installation und das Nutzerverhalten zu hinterfragen werden einfach "neue" (wobei man nicht weiß wie lang die schon beim Händler gestanden haben) und dann noch No Name gekauft. :top: :top: :top: so macht Umweltschutz Spaß!!!! Behauptung: Also wenn "deutsche Wertarbeit" nach 4 Jahren durch diese wahrscheinlich fehlerhafte Installation und Pflege zerstört wurden, dann bin ich mal auf die Halbwertzeit der No-Name gespannt. TeXas
kintzi am 28 Mai 2015 07:47:53 Hallo Texas, wirst doch wissen, wie man einen Zellenschluß feststellt, oder? Vollladen u. Spannung messen: bei Ausfall einer Zelle fehlt 1/6 tel der Spannung, bei 2 2/6tel.... Weiteres Kriterium: beim Laden immer voller Strom bei Gasen der gesunden Zellen wegen Überspannung. Z.B. bei eingebauter StarterBatt (Amp-Meter erforderlich): normal: Starten, nach Anspringen zunächst hoher Strom, innerhalb v. 1-2Min rasch zurückgehend auf knapp über 0 Amp.(unbelastet). Zellenschluß: Strom hochbleibend, evtl. "überkochen" der gesunden Zellen und/oder Erwärmung. War mit den früheren Amp.-Meter ( O in Mitte, links - = Entladung, rechts + =Ladung ) leicht festzustellen, bei Flugzeugen heute noch vorgeschriebene Überwachung zur Beurteilung im Flug plus Overvoltage light (Relais): bei Reglerdefekt mit hoher Spannung (Gefahr des "Überkochens") rote Laterne , Limaabwurf u. Ammeter-Zeiger wegen der Verbraucher im Minus. Bei Zellenschluß starker dauernder + Ausschlag ohne Verbraucher. Könnte man z. B. über BC o.ä. bei entsprechendem Einsatz (größter Meßshunt wegen Starter) auch haben. Gr. Richi
Gast am 28 Mai 2015 08:31:30 Hi Bernd,
Du hast oben geschrieben dass alle. Batterien im ausgebauten Zustand die gleiche Spannung haben.
Dann kann es kein Zellenschluss sein.
Liebe , Alf
kintzi am 28 Mai 2015 08:33:24 Richtig. Gr. Richi
Dethleffs 6731 am 29 Mai 2015 20:55:00 Hallo, die Spannung war nach dem ersten Laden (zugegeben relativ kurz) bei allen gleich. Nachdem ich die Batterien nochmal länger ans Ladegerät gehängt habe, hatten 2 immernoch relativ wenig Spannung (knapp unter 11V) die dritte hatte 12,5V. daraufhin habe ich sie mit einem Batterietester (Profigerät aus einem Autohaus) getestet. Das Testgerät "sagte" mir daraufhin das bekannte Ergebnis. Erklärt sich für mich auch dadurch, dass die Anzeige sehr schnell "volle Spannung" signalisierte, aber nach kurzer Zeit wieder blinkte und dann abschaltete. Ihr könnt euch vorstellen, dass es kein Vergnügen ist wenn kein Wasser mehr kommt und man dann "manuell" nachspülen muss.( Fremdtoiletten gehen kommt für uns nicht in Frage) Meine vorhergehenden Batterien (2x Varta Solar 100Ah) hatten wesentlich länger gehalten zumal die noch mit einer 80Ah Exide- Gelbatterie kombiniert waren. Warum 3 Batterien?? Der Grund ist relativ einfach. Die Batterien sind im doppelten Boden untergebracht. da würde ich 1 größere nur schlecht, bis garnicht reinbekommen. Nochmals Danke für die Infos/ Ratschläge - wie ich schon geschrieben habe - habe ich mir einige davon "abgespeichert".
---- An Texas: Über mein Umweltverständnis solltest du dir keine Gedanken machen. Es gibt auf der Welt genug andere Probleme mit denen du dich beschäftigen/ auseinandersetzen kannst. ----
Bernd
xbmcg am 29 Mai 2015 21:03:26 Eine Faule Batterie reicht, um die anderen 2 parallelgeschalteten zu schrotten.
Besser wäre es, die Batterien zu trennen / getrennt zu nutzen (gleichzeitiges Laden z.B. über Trenndioden, Batteriewahlschalter oder automatisch mit Batteriemanager)
berny2 am 29 Mai 2015 22:39:17 Dethleffs 6731 hat geschrieben:An Texas: Über mein Umweltverständnis solltest du dir keine Gedanken machen. Es gibt auf der Welt genug andere Probleme mit denen du dich beschäftigen/ auseinandersetzen kannst.
Soo schlimm finde ich sein Umweltverständnis garnicht, denn er schrieb: "Anstatt mal die eigene Installation und das Nutzerverhalten zu hinterfragen werden einfach "neue" (wobei man nicht weiß wie lang die schon beim Händler gestanden haben) und dann noch No Name gekauft. :top: :top: :top: so macht Umweltschutz Spaß!!!!" Schliesslich liefern die alten Batterien recycelbare Rohstoffe - und tragen zur Erhaltung von Arbeitsplätzen bei.
|
|