xcamping
hubstuetzen
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Reisebericht Deutschland: An Unstrut und Saale unterwegs 1, 2


frankjasper8 am 30 Mai 2015 21:36:14

In diesem neuen Bericht meiner Reiseabenteuer nehme ich Euch mit in die Weinregion an der Unstrut und der Saale in den Nachbarländern Thüringen und Sachsen-Anhalt. Freut Euch auf eine interessante Region und vieleicht zeige ich Euch auch mal das ein oder andere Foto. Die Reise begann am Sonntag vor dem Pfingstwochenende und ich hatte mir schönes Reisewetter bestellt. :)

Tag 1: Sonntag, 17. Mai 2015 - Vom Leinetal zum Kyffhäuser

Es war mal wieder an der Zeit für eine Luftveränderung nach den vielen arbeitstechnisch stressigen Feiertagswochen über Ostern, den Maifeiertag und den Himmelfahrtstag. Ich hatte eine Woche Urlaub... :D und diese Woche hatte ich auch verdient! :lach: Nach zwei Monaten reisefreier Zeit juckte mir nun der Gasfuß.
Also holte ich am Sonnabend das Wohnmobil aus dem Unterstand beim Bauern in der Nachbarschaft, gewaschen und etwas poliert hatte ich es bereits am vorherigen Wochenende. Das Einpacken war mittlerweile schon fast Routine, ich hatte schon eine Art System entwickelt, was wohin gehört. Da ging das schon ganz fix.
Am Sonntagmorgen wurde noch schnell das Bettzeug und die notwendigen Lebensmittel gepackt und dann war ich auch schon startbereit. Los geht`s!

:autofahren:

Da mein Heimatort in der Nähe des Harzes liegt, bot sich als Fahrstrecke ja die südlich des Harzes verlaufende B 243 von Seesen über Osterode nach Nordhausen an. In gemütlichem Tempo erreichte ich so nach immerhin schon 56 gefahrenen Kilometern den Ort Herzberg am Harz und ich fand es an der Zeit, eine Pause zu machen. :)
Obwohl nur einen Katzensprung von daheim entfernt, kannte ich Herzberg bisher nur vom gelegentlichen Durchfahren. Das Wohnmobil parkte ich auf dem heute leeren Parkplatz eines Lebensmittelmarktes unterhalb des Herzberger Schlosses --> Link und machte mich zu Fuß auf, den Schlossberg zu erstürmen.
Durch einen saftig grünen Wald führte der gepflasterte Fußweg steil bergan...


... und bald stand ich vor dem Torbogen vor dem Schloss...



Rechts vom Torbogen hängt eine Tafel, da könnt Ihr etwas über das Herzberger Schloss erfahren. Wie, Ihr könnt das nicht lesen? Deshalb habe ich hier noch einmal die Tafel fotografiert...



Hinter dem ersten Torbogen folgte dann ein zweiter, der in den Innenhof des Schlosses führte...









In den Räumen des Schlosses befinden sich neben dem örtlichen Standesamt auch ein Museum --> Link und ein Restaurant --> Link , was ich aber keiner näheren Betrachtung unterzogen habe. :oops:
Ich habe mich nach einer Runde durch den Innenhof wieder an den Abstieg vom Schlossberg gemacht, um noch im Ort Herzberg ein paar Ecken zu erkunden.

Hier war ich nun schon mitten im Ort Herzberg und blickte hinauf zum Welfenschloss. Mitten im Ort befindet sich auch ein kleiner schöner See, der Juessee --> Link




Ich umrundete den kleinen Weiher einmal und konnte einige blühende Bäume und Blumen in diversen kräftigen Farben am Uferweg bestaunen...







Blühende Bäume auch in der schönen Fußgängerzone Herzbergs:






So langsam ging ich wieder zum Parkplatz, wo das Wohnmobil sich inzwischen von den 56 bisher gefahrenen Kilometern erholt haben sollte. Ich denke, die Pause sollte ausgereicht haben, das Mobil kann die Tour fortsetzen. :D
Weiter ging die Reise, Orte wie Bad Sachsa und Bad Lauterberg lagen auf dem Weg nach Nordhausen, meinem nächsten Halt. Noch vor 26 Jahren wäre es nicht so leicht gewesen, diesen Ort zu erreichen. Erinnert Euch: Hier, nahe Bad Sachsa verlief einst die deutsch-deutsche Grenze:

Zwischen Tettenborn in der Bundesrepublik und Mackenrode in der Deutschen Demokratischen Republik liegen nur wenige Kilometer, aber damals gab es diesen unüberwindbaren Zaun. Im Grenzland-Museum kann man sich das noch einmal in Erinnerung rufen.




Ich war nicht im Museum, sondern bin weiter gefahren nach (Entschuldigung!) "drüben". So hieß das ja damals immer. :oops: Der nächste Stop erfolgte in Nordhausen, wo an diesem schönen Sonntag sogar die Geschäfte geöffnet hatten; es war Weinfest in Nordhausen. Nahe des Hauptbahnhofes der DB und des Bahnhofes der HSB, der Harzer Schmalspur-Bahn stellte ich das Womo auf den Parkplatz. Hier war auch eine Haltestelle der örtlichen Strassenbahn, wo dieser historische Strassenbahnwagen

im Pendelverkehr kostenlos ins Stadtzentrum fuhr. Ich querte den Grünstreifen an der Helme und dann hatte ich an der Ampel auch "grüne Welle"...



auf dem Weg in die Stadt. Gleich zu Beginn des Stadtbummels traf ich echte Nordhäuser...


Das Rathaus mit dem Nordhäuser Roland







Schöne Fachwerkhäuser in Nordhausen:







Fast Fehl am Platze wirkt da die moderne Strassenbahn...


... da wirkt doch der historische Waggon fast passender. :)


Und noch ein Wenig Ostalgie...



Nordhausen ist ein schöner Ort und ich hätte sicher noch einige Zeit dort verbringen können, aber es wurde langsam Zeit, einen Stellplatz für das Wohnmobil für die erste Übernachtung dieser Reise zu suchen. Ich fuhr weiter zur Talsperre bei Kelbra und dort auf den Campingplatz --> Link







Vor der Einfahrt des Platzes können etwa 12 Womo`s auf teils Schotter- , teils Wiesenplatz stehen, es gibt etwa 12 Steckdosen in 4 Stromkästen verteilt. Für 10,- € die Nacht kann man dort übernachten inkl. Benutzung der Sanitäranlagen auf dem Platz.
Der Platz liegt etwa 1 Kilometer ausserhalb des Ortszentrums. Kelbra liegt am nördlichen Rand des Höhenzuges "Kyffhäuser" und den südlichen Ausläufern des Südharzes.


Ein schöner Sonnenuntergang über dem Stausee beendete diesen sonnigen ersten Reisetag.


Im nächsten Teil des Tourberichts geht es dann weiter Richtung Osten ins Weingebiet an Saale und Unstrut und es gibt wunderschöne Bilder vom Kyffhäuser. Also fahrt bitte weiter mit! :ja:

Fortsetzung folgt! :)

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Beduin am 30 Mai 2015 22:02:13

Immer gerne! Hatte heute erst deinen Bericht vom letzten Jahr gelesen. Seither hast immense Fortschritte in Sache Foto´s gemacht :oops:

soletti1 am 31 Mai 2015 06:20:45

Toll Frank du bist wieder on tour :ja: , danke für die schönen Bilder und die Mühe den Bericht zu schreiben :wink:

Deutschland hat schon tolle Ecken man sollte einfach mehr Zeit haben um alles mal zu erkunden :ja: .

Anzeige vom Forum


leoline am 31 Mai 2015 07:02:26

Hallo Frank,
ein toll geschriebener, schön bebilderter Reisebericht, der wirklich seeehr ansprechend ist!

Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass man nicht immer in die Ferne schweifen muß! Deutschland ist so wunderschön und ehrlich - was kennt man schon davon? Oft nicht mal die um die Ecke gelegenen Schönheiten! Wenn man sich aber informiert und sich dann auf den Weg macht, ist man meist sehr erstaunt, was sich da alles Schönes auftut!
Deine Tour ist ja für uns auch nicht so weit entfernt und die Bilder sprechen für sich - wir werden das auf jeden fall auf unsere Liste schreiben! Uns ergeht es ja umgekehrt - wir kennen von "drüben" noch nicht wirklich viel, haben jetzt erstmal das wunderschöne Brandenburg für uns entdeckt, waren jetzt in Sachsen (u.a.Seiffen) und waren total begeistert!
Ich freu mich schon auf die Fortsetzung - danke nochmal! :ja:

heidchen am 31 Mai 2015 07:54:05

Moin Frank,

danke für diesen humorvollen und interessanten Bericht mit tollen Fotos. Ja, es gibt sehr schöne Ecken in Deutschland, und wenn das Wetter dann noch mitspielt... Bild . Bin auf Deine Fortsetzung gespannt. :ja:

Limanda am 31 Mai 2015 09:30:12

Moin Frank, das Schloss Herzberg kenne ich noch von einem Schulausflug her. In welcher Jugendherberge wir waren weiß ich allerdings nicht mehr. Bin gespannt auf deine weiteren Abenteuer denn die Regionen die du erlebst hast kennen wir nur vom vorbeifahren bzw. überhaupt nicht. Vielen Dank schon mal! von der Nordsee ins Leinetal.

Anne42 am 31 Mai 2015 09:51:42

Das ist ein wundervoller, interessanter Bericht, vor allen Dingen, da wir die Gegend noch überhaupt nicht kennen, also mach uns mal weiter Appetit!!!!!!!!!!!!!!

hast29 am 31 Mai 2015 10:18:22

Klasse...ich lese auch weiter mit, reden wir doch hier wieder mal von einem Weingebiet :)
welches wir noch nicht bereist haben. Freue mich auf deine Fortsetzung.

frankjasper8 am 31 Mai 2015 10:23:10

So, Ihr Lieben, bevor wir uns wieder auf den Weg machen, lasst mich noch ein :dankeschoen: an die bisher gegebenen Statements von Ina, Susi & Remo, Maja und Ulrike übermitteln. Schön, daß Ihr mitfahrt! :ja:

2. Tag: Montag, der 18. Mai 2015 - Vom Kyffhäuser an die Unstrut

Jetzt geht es weiter! Alle wieder an Bord? :)
Vom Campingplatz bei Kelbra machte ich mich dann auf den Weg zum Kyffhäuser --> Link . Gleich hinter Kelbra begann der serpentinenähnliche Anstieg. Der Ducato-Motor hatte ganz schön zu kämpfen :D , armes Auto! Mal links und mal rechts herum schlängelte sich die Strasse am Berg hinauf, fast wähnte ich mich in den Alpen am Großglockner, oder so! :lach: Auf dem höchsten Punkt der Strasse wies ein Wegweiser zum Denkmal und zur Burg. Also, links abgebogen und hin zum Denkmal. Auf einem Waldparkplatz fand ich zu früher Stunde auch noch ausreichend Platz, das Wohnmobil zu parken:




In der Ferne war schon das Denkmal zu sehen. Ich machte mich zu Fuß auf den Weg, der letzte Kilometer bis zum Denkmal und Burg kann nur zu Fuß gemacht werden. Auf einem leicht ansteigenden Weg durch frühlingsgrünen Wald erreiche ich bald den Sockel des Denkmals


und nachdem ich den fälligen Eintrittspreis von 7,50 € entrichtet hatte, konnte ich auf dem großflächigen Gelände so richtig herumstöbern.



mächtig gewaltig stand das Kyffhäuser-Denkmal (auch "Kaiser-Wilhelm-Denkmal" genannt) --> Link vor mir, 81 Meter hoch.





Allein die Figur des Kaisers "Barbarossa" hat schon eine Höhe von 6,50 Metern, das darüber liegende Reiterstandbild
ist 10,50 Meter hoch! :oops:



Aber nicht nur das Denkmal steht hier auf dem Gelände, auch die Oberburg der ehemaligen Reichsburg "Kyffhausen" .


mit dem Barbarossa-Turm. Den Turm kann man besichtigen


und hat schon von hier aus eine super Aussicht auf die Höhen und Täler der Umgebung, noch schöner ist der Blick aber, wenn man sich wie ich die 247 Stein- und Holzstufen durch den Innenraum des Denkmals hinaufgequält hat


und endlich den Ausgang oben vor sich sieht...



Genießt einfach mal diese folgenden Bilder! :)









Da bleibt einem doch fast die Luft weg, oder? :lach:
Oder kommt das vielleicht doch noch vom Stufensteigen? :D

Nach einem längeren Aufenthalt an der Oberbur und beim Denkmal, machte ich mich dann auf den Rückweg zum Parkplatz und kam an der total zerfallenen Mittelburg (kein fotografierenswerter Anblick!) und an den Ruinen der Unterburg vorbei...






Ja, das müssen schon gewaltige Ausmaße gewesen sein. Nach meinem Ausflug in die Burgherren-Zeit, war ich dann wieder im heutigen Zeitalter angekommen und vom Parkplatz unterhalb des Restaurants schaute ich noch einmal zum Denkmal hinauf.


Ich ging zurück zum Wohnmobil, das brav auf dem Waldparkplatz auf mich gewartet hatte und fuhr dann weiter. Die Bundesstrasse 85 brachte mich über Bad Frankenhausen nonstop nach Heldrungen. An der dortigen Wasserburg machte ich den nächsten Fotohalt:






und gelangte dann bald in den kleinen Ort Wiehe an der Unstrut. Wiehe wird nun den meisten von Euch nichts sagen, oder? Aber ein Besuch in Wiehe lohnt sich. Bei meinen Vorplanungen für diese Reise fand ich nämlich im I-Net eine Seite mit einem Hinweis auf eine Modellbahnanlage hier in Wiehe --> Link
und eine Modellbahn reizt natürlich! :D
Nun kenne ich ja die Modellbahn in der Speicherstadt in Hamburg und dachte, daß die einmalig ist. Hier in wiehe ist aber auch eine schöne Anlage. Vieleicht nicht so groß, aber von den Landschaften und der ganzen Präsentation meiner Meinung nach sogar besser gemacht. Es gibt Anlagen in verschiedenen Spurgrößen in 5 verschiedenen Hallen. Landschaften aus Thüringen und ganz Deutschland, aber auch Frankreich oder Amerika sind hier im Modell nachempfunden. Bilder davon möchte ich gar nicht so viele hier zeigen, das muß man sich eigentlich selbst vor Ort anschauen. :)







Und nachdem ich auch hier ausgiebig die Hallen durchstöbert hatte ging die Tour weiter zum Etappenort Freyburg an der Unstrut. Davon berichte ich Euch dann im nächsten Teil.
Bis später! :)

Julia10 am 31 Mai 2015 10:27:17

Der Bereich Saale/Unstrut ist wirklich sehenswert. Ich liebe diese Gegend sehr :ja: .

Es gibt dort ausgesprochen gute Weine :wein: :)

Gut gemachter Reisebericht :!: :!: :!: Tolle Fotos :top:

Julia

leoline am 31 Mai 2015 10:29:54

Hach, da kommt Vorfreude auf, diese Orte auch zu besuchen!
Allerdings habe ich Höhenanagst - also der Turm wäre wohl eher nicht für mich zu besteigen, aber das muß ja auch nicht sein.
Und als ehemalige Modelleisenbahnerin (leider mußten wir das Hobby aus Platz- und Zeigründen aufgeben :cry: ) wird Wiehe natürlich auch ein Muß für uns sein!

frankjasper8 am 31 Mai 2015 10:31:30

Noch schnell ein "Dankeschön!" nach Euskirchen an Anne, ins Cux-Land zu Limanda, ins schöne Wolfenbüttel an Ulrike und Thomas und ins Münsterland an Julia. Nett von Euch, mich zu begleiten! :D
So, jetzt aber erst mal eine Auszeit! Reisen soll ja nicht stressig sein! :D

Lancelot am 31 Mai 2015 10:47:22

Wie jetzt "Auszeit" ... :?
Hier geht´s in eine Weinregion :!: Bevorzugtes Beuteschema .. 8)
Weitermachen ... bitte :ja:

frankjasper8 am 31 Mai 2015 12:40:06

Mensch, is dett stressich hier! :D

Fortsetzung:

Unaufhörlich ändert sich die Zahl auf dem Kilometerzähler im Armaturenbrett des Ducato. Waren es in Kelbra am Morgen 144 Kilometer auf der "Uhr", so zeigte der Zähler am Etappenort Freyburg nun 248 Kilometer an. Ja, inzwischen hatte ich dann doch Freyburg erreicht, wohlgemerkt nicht Freiburg im Breisgau, sondern Freyburg an der Unstrut. :D
Das Basislager für die beiden folgenden Übernachtungen war der Stellplatz "Schleusenblick" am Ufer der Unstrut. --> Link
Ein kleiner Stellplatz im Hinterhof einer Pension. Direkt am Platz fließt die Unstrut und man kann auf einer kleinen Grünfläche mit Sitz- und Grillecke und einer "Hollywood-Schaukel" den kleinen Booten und Kanus auf dem Fluss zuschauen. Leider ist der Platz sehr klein und bietet normalerweise nur 4 bis 6 Mobilen (je nach Größe) Platz. Der Platzbetreiber hatte nach eigener Aussage mit so viel Zulauf der Mobile gar nicht gerechnet. Ein weiteres Hindernis ist, daß die Tordurchfahrt von der Straße zum Platz sehr eng und mit max 3,20 m Höhe (!!!) auch begrenzt anzufahren ist.
Pluspunkt des Platzes sind je ein Saniraum für Männlein und Weiblein mit WC und Dusche. Im Damen-WC kann die Bordtoilette außerdem in einen Ausguß entsorgt werden. Zum Tanken von Frischwasser befindet sich ein Wasserhahn am Haus. Die Lage unterhalb der "Neuenburg" und zentrumsnah sind ein weiterer Pluspunkt des Platzes.




^So schaut es von der Flussseite aus betrachtet aus. In der Bildmitte am Haus der Eingang zu den Sanitärräumen. Steckdosen zur Stromabnahme stehen in ausreichender Zahl zur Verfügung.


^Blick in Richtung Fluss, man sieht, daß der Platz sehr klein ist.


^Die kleine Grill- und Sitzecke, dahinter eine Hecke. In dem Gebäude hinter der Hecke ein griechisches Restaurant. Schön ist der Blick hinauf auf die Neuenburg mit dem Turm in der Bildmitte, dem "Dicken Wilhelm"

frankjasper8 am 31 Mai 2015 13:19:41

Freyburg an der Unstrut, das ist die Heimat des "Rotkäppchen"

--> Link

Nein, nicht dieses Rotkäppchen, ich meine dieses

--> Link

Und die Betriebs- und Lagerhallen des Unternehmens prägen einen Teil des schönen Ortes:







Schön anzusehen und teils gut erhalten ist die Stadtmauer



Ein berühmter "Sohn der Stadt" ist Friedrich-Ludwig Jahn

uns Allen sicher besser bekannt als "Turnvater Jahn". Er lebte in Freyburg und ist auch hier begraben. Zu seinem Gedenken errichtete der Ort diese Erinnerungsstätte:



Ein weiteres Ziel ist mit Sicherheit die Burganlage "Neuenburg" oberhalb von Freyburg und dorthin nehme ich Euch dann im nächsten Teil mit. :)

Gast am 31 Mai 2015 14:31:32

Vielen Dank bis dahin für Deinen Bericht.
Heimat kann so schön sein.
Für's Rosarium in Sangenhausen war es wohl noch zu früh? Ist ansonsten traumhaft.
Wenn Du nach Bad Kösen kommen solltes (Gradierwerk mit einmaliger Technologie der Wasserzuführung), dann auch hier reinschauen:

--> Link

Ansonsten werde ich Dich auf Deiner weiteren Tour gedanklich beleiten. Viel Spass und gute Reise.

VG Petri

frankjasper8 am 31 Mai 2015 15:05:01

Petri40 hat geschrieben:Für's Rosarium in Sangenhausen war es wohl noch zu früh? Ist ansonsten traumhaft.
Wenn Du nach Bad Kösen kommen solltes (Gradierwerk mit einmaliger Technologie der Wasserzuführung), dann auch hier reinschauen:

--> Link

VG Petri


Hallo Petri,
auch Dir und natürlich auch an Wolfgang "Lancelot" noch ein Dankeschön! für Euer Interesse an meiner Reise.
Das Rosarium hatte ich diesmal nicht in meiner Planung, auch ich dachte, es sei noch zu früh im Jahr. In Bad Kösen bin ich im weiteren Verlauf meiner Reise noch gewesen und werde Euch davon demnächst noch etwas zeigen.
Das von Dir verlinkte Kloster Schulpforte lag natürlich am Wegesrand und ich wollte dort auch anhalten. Es war jedoch den Tag so voll dort, daß ich es vorzog, weiter zu fahren. Inzwischen bin ich ja schon eine Woche wieder zuhause und verdiene schon wieder Geld für die nächste Reise. :)

frankjasper8 am 31 Mai 2015 16:23:18

Fortsetzung:

Tag 3: Dienstag, 19. Mai 2015 - Freyburg und Neuenburg

Der 3. Tag begann mit frischen Brötchen, die ich im Bäckershop des nahen Netto-Marktes auf der anderen Flussseite direkt gegenüber vom Stellplatz holte. Dann machte ich eine schöne Wanderung hinauf nach Schloss Neuenburg. --> Link)

Zunächst ging ich über zahlreiche Treppenstufen

durch grünen wald bergan, später entschied ich mich für den bequemeren Fahrweg, der nicht so steil war. Nicht mal eine Stunde später stand ich dann an den Mauern des Schlosses


und konnte tief unten im Tal das Flüsschen Unstrut erkennen und den Ort Nißmitz



Am hinteren Teil des riesigen Innenbereiches der Schlossmauern steht der "Dicke Wilhelm"



Das Schloss kan man auf einem Rundweg auch innen besichtigen. Hier vorn rechts im Bild befindet sich der "Besuchereingang":



^Wie hier kann man aus einigen Räumen die herrliche Aussicht auf Freyburg und das Unstruttal genießen. rechts von dem Mauervorspung befindet sich unten der Netto-Markt mit dem Bäcker-Shop, rechts davon der Haltepunkt der Bahnlinie.
Hier noch mal etwas deutlicher zu sehen:


So pompös lebte man damals auf dem Schloss:


Das hier war wohl der Haupteingang


und hier der Blick in den Innenhof.


Ich genoß noch einen Augenblick die schöne Aussicht bei Traumwetter



^rechts von der Unstrutbrücke kann man hier gut den Stellplatz erkennen und man hat tolle Aussicht auf die Weinlagen am Hang. Im Vordergrund das Unstrutwehr und die kleine Schleusenanlage

Auf dem Rückweg in den Ort ging es dann wieder steil bergab und ich konnte die Weinhänge schön betrachten:






und mit diesem Bild endet mein Besuch in Freyburg an der Unstrut vorerst, die nächste Etappe führte mich am nächsten Tag einige Kilometer weiter nach Naunburg an der Saale. Davon dann spätermehr an dieser Stelle. :)

Fortsetzung folgt! :D

Anne42 am 31 Mai 2015 16:50:26

Das war wieder ein interessanter Reisetag, bitte weitermachen und danke!!!!

frankjasper8 am 31 Mai 2015 21:17:52

Fortsetzung:

4. Tag, Mittwoch, 20. Mai 2015 - Von Freyburg nach Naumburg

Am Morgen verließ ich den Stellplatz in Freyburg an der Unstrut in der Wasserstrasse bereits gegen 09:30 Uhr. Allerdings dauerte die Fahrt diesmal nur etwa 13 Kilometer, denn in Naumburg hielt ich bereits wieder an und nachdem ich meine Bordvorräte in einem REWE-Markt aufgefüllt hatte, stellte ich das Womo auf dem Stellplatz "Vogelwiese" an der Luisenstrasse ab. Hier ist Parkraum für 10 Mobile ausgewiesen, die Parkgebühr beträgt 5,- € pro Tag - zahlbar am Parkscheinautomaten. Dieser steht etwas ungünstig an der Einfahrt von der Luisenstrasse her und ist vom SP schlecht zu sehen. Am Platz gibt es eine räumlich getrennte Ver- und Entsorgungsstelle, sowie auch 10 Anschlüsse zur Stromentnahme gegen Gebühr (0,50 €/Kwh). Die Aufenthaltsdauer ist laut Schild auf max. 3 Tage beschränkt.


Unter toll blühenden Bäumen stehen hier die Mobile ruhig am Rande eines Großparkplatzes für LKW, Busse und PKW.
Am Abend wurde die Ruhe allerdings mehrfach von ein paar "Möchte-gern-Vettels" gestört, die das Gaspedal und die Bremsen an ihren Fahrzeugen testeten und eine Menge Staub aufwirbelten. Na, die Reifenindustrie freuts! :D

Ich machte mich fertig zum Stadtbummel durch Naumburg. Hier am Parkplatz Vogelwiese ist auch die Endhaltestelle der Naumburger Strassenbahn. Die pendelt mehrmals stündlich zwischen der "Vogelwiese" und dem Naumburger Hauptbahnhof.

Ich ging aber auf eigenen Füßen zunächst über den Holzmarkt zum großen Marktplatz




In diesem Haus wohnten schon berühmte Menschen:


und auch dieses ist noch am Holzmarkt fotografiert. Blumenschmuck und ein schönes Wasserspiel...


Dann ging ich weiter zum großen Marktplatz mit dem schönen Rathaus...


... im dortigen Ratskeller kann man gut essen und dort wird das Naumburger Bier gebraut, was man auch in schmucken 2-Liter-Krügen kaufen kann.
Links vom Rathaus erhebt sich die Stadtkirche St. Wenzel aus den Häusern.


Hier nochmal das Rathaus (fast) ohne Marktstände...


mit einer sehr schön gearbeiteten Eingangstür...


Dann nähere ich mich dem Naumburger Dom








Und hier nochmal die Türme des Doms aus einiger Entfernung...


Am Strassenbahndepot kam ich dann auf dem Rückweg zum Stellplatz auch noch vorbei...





und dann kehrte ich durch diese blühende Allee hindurch zurück zum Stellplatz an der Vogelwiese. Wieder ging ein schöner Reisetag zuende.

Liebe Mitreisende, die Tour geht natürlich noch weiter. :) Die nächsten Erlebnisse kann ich Euch aber erst morgen am Abend erzählen, wenn die tägliche Arbeit erledigt ist. Also bleibt gespannt, es geht mit einer Schifffahrt auf der Unstrut und einer schönen Wanderung zu weiteren Burgen weiter.

Fortsetzung folgt!

leoline am 01 Jun 2015 07:15:54

Es macht Spaß, dir zu folgen! :lol:

Paulinchen am 01 Jun 2015 07:45:56

Moin Frank,

erstmal vielen Dank für Deinen wie immer erfrischend beschriebenen Reisebericht. :ja:

2013 wollten wir auch diese Gegend besuchen, vor allem die Saale von der Quelle bis zur Elbe. Aber daraus wurde nichts wegen des Hochwassers, was u.a. auch diese Gegend heimsuchte. Wird aber noch nachgeholt.

Aretousa am 01 Jun 2015 07:57:21

Na, dann beeile dich mal mit dem Geld verdienen :wink: :wink: , damit es bald weiter geht.
Ich lese natürlich auch ganz aufmerksam und mit viel Freude deinen neuen Reisebericht. (Fast) unbekanntes Deutschland, wie ich sehe, lohnt sich auf jeden Fall ein ausgedehnter Abstecher dorthin.

Danke schon mal für den Bericht, die tollen Bilder und die Anregung.

Paulinchen am 01 Jun 2015 09:22:10

Aretousa hat geschrieben:(Fast) unbekanntes Deutschland, wie ich sehe, lohnt sich auf jeden Fall ein ausgedehnter Abstecher dorthin.


Lena, Ostdeutschland ist schon eine Reise wert. Wir sind schon sehr oft dort gewesen. Nun ja, wir wohnen ja auch nicht allzu weit weg von Mecklenburg-Vorpommern. Demnächst geht's auch wieder nach Brandenburg, evtl. auch noch Sachsen-Anhalt. Es hat sich nach der Wende sehr viel getan. :ja:

Aretousa am 01 Jun 2015 09:30:54

Ja, wir waren natürlich auch schon ein paar mal in östlicheren Gegenden. Und "fast" in Klammern weil wir den Wein von Saale und Unstrut auch schon direkt an der Saale sitzend getrunken haben.
Wir haben noch viele schöne Orte und Gegenden auf der Liste "da muss ich unbedingt mal hin". Leider neigen wir dazu, machen Orte immer wieder aufzusuchen und da wir nebenher auch noch gerne zu Hause sind, fällt das Eine oder Andere immer wieder unter den Tisch.
Aber wir haben ja vor, noch viele Jahre zu reisen. 8) :ja:

Säcker am 01 Jun 2015 10:05:59

Hallo Frank,
auch von mir ein herzliches Dankeschön dafür, dass Du mich auf eine so schöne Tour mitnimmst. Ich bin ganz gespannt wie es weiter geht. Schöner Bericht - schöne Bilder - gute Infos!

paulecke am 01 Jun 2015 10:43:00

Hallo Frank,
mir gefällt Deine Art zu reisen, mit Weile, und auch die Art Deines Berichtes sehr. Die Gegend ist natürlich Klasse. Freue mich schon auf die Fortsetzung.

Jagstcamp-Widdern am 01 Jun 2015 11:04:27

hallo frank,
schöner bericht aus unserem Wohnzimmer!
hoffentlich warst du auch noch Pfingsten in Naumburg zur saale-Unstrut-weinmeile.
eine Richtung (8km) ist zu schaffen, zurück nimmt man besser den bus!

früher gut - heute besser!
hartmut

frankjasper8 am 01 Jun 2015 17:15:29

Hallo, Ihr Lieben, da bin ich wieder! Die Arbeit ist geschafft und ich habe heute sogar `nen Blumenstrauß vom Betriebsleiter bekommen, weil ich heute auf den Tag 25 Jahre im Betrieb bin. :)

Und bevor ich mich jetzt wieder um den Reisebericht kümmere, möchte ich auch an Ricarda, Lena & Hans-Werner, an Peter und Hartmut noch ein Dankeschön richten, dafür daß Ihr mich auf der Reise begleitet. :ja:

:dankeschoen:

Hartmut, am Pfingstsonntag war ich schon wieder auf dem Rückweg. Von der weinmeile hatte ich Pfingstsamstag in Bad Kösen noch etwas mitgekriegt, war aber selbst nicht dort, weil ich noch bis Halle fahren wollte und Wein und Womo-fahren soll ja nicht so toll sein für den Führerschein. ;D

Ricarda, von Hochwasser konnte bei meinem Besuch in Naumburg nicht die Rede sein. Im Gegenteil, die Unstrut hatte so wenig Wasser, daß es fraglich war, ob es vorige Woche noch möglich gewesen wäre, die Schifffahrt durchzuführen, aber das zeige ich Euch dann gleich im Bild.

Bis denne!

frankjasper8 am 01 Jun 2015 21:37:36

So, nun geht es weiter im Reisebericht! :D

Tag 5: Donnerstag, der 21. Mai 2015 - Naumburg bis Stenfeld (Saaleck)

An diesem Donnerstag ging ich auf`s Wasser. Eine Schifffahrt, die macht lustig, eine Schifffahrt, die macht froh... :D
Ach, jetzt könnten wir schön zusammen singen... :D

Aber bleiben wir beim Ernst des Lebens: Um zum Schiff und damit zur Saale zu gelangen, sattelte ich das Wohnmobil und verließ den Stellplatz an der Vogelwiese in Naumburg. Die Saale fließt etwa 2 Kilometer von Naumburg entfernt vorbei nahe dem Campingplatz Blütengrund. Wer also die Schiffsanlegestelle aufsuchen will, kann dem Wegweiser zum Campingplatz folgen.
Vom Parkplatz vor dem Zaun des Campingplatzes läuft man dann noch etwa 200 Meter bis zum Saale-Hafen und da isser auch schon...


Doch was ist das? Die Schiffe liegen auf der anderen Seite des Flusses. Wie komme ich dahin? Aber da kommt auch schon die Fähre...



Der freundliche Fährmann bring die Passagiere für 1,- € pro Person mit eigener Muskelkraft ans gegenüberliegende Ufer zu den Liegeplätzen der Schiffe. Bei der Vorbereitung der Tour war ich schon auf die Internet-Seite --> Link gestoßen, dort könnt Ihr jetzt einiges über die Saale-Unstrut-Schifffahrt nachlesen. Die "Unstrutnixe" --> Link --> "Unsere Schiffe" wartete schon auf das Zeichen zum Auslaufen.
Na ja, etwas mulmig war mir ja Anfangs schon, als der Fährmann sagte, das Schiff sei aus dem gleichen Stahl wie die "Titanic", also uuunsiiinkbaaar :D , aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also enterte ich die "Queen Mary" der Saale und um 11:00 Uhr Mittags legte das Schiffchen dann vom Anleger ab.
Direkt am Anleger vereint sich von rechts kommend die Unstrut mit der Saale...



Unser Ausflugsdampfer bog in die Unstrut ein und am steilen Hang am Ufer konnte man Häuser in atemberaubenden Bauplätzen sehen.




Meter um Meter kämpfte das Schiff sich die Unstrut hinauf, viel Natur rechts und links am Ufer.
Diese Ente

löste unter den Passagieren hinter mir eine lebhafte Diskussion aus über den Unterschied zwischen Männern und Frauen
Er: "Siehst Du, auch bei den Enten sind die Männer viel schöner!"
Sie: "Ja, Ihr müsst Euch ja auch herausputzen, damit man Euch überhaupt beachtet!" :D :D :D
Das ging dann noch `ne Weile hin und her, mir waren aber diese beiden Sätze in Erinnerung geblieben.

Aber konzentrieren wir uns wieder auf das Wesentliche, die Stille, die Natur





Es war sehr wenig Wasser in der Unstrut und die Bedienung - Bootsfrau heißt das wohl in der Seemannssprache - meinte, daß bei weiterer Trockenheit die nächsten Tage keine Schiffstouren mehr möglich sein werden.
Langsam näherten wir uns dem Ort Freyburg; oben am Berghang rückt die Neuenburg ins Blickfeld...



und die Weinlagen bei Großjena.




Dann war das Unstrutwehr in Freyburg erreicht und das Schiff wendete. Ich weiß nicht, ob der Fluß im weiteren Verlauf noch für Schiffe dieser Größe befahrbar ist. Die Schleuse wäre ja da, die Höhe des Wasserfalls zu überwinden.
Die kleineren Schiffe, die "Reblaus" und die "Dörthe" würden ja evtl weiterfahren können. Unsere "Nixe" aber wendete hier, nachdem der Gegenverkehr durch war...


Es waren zwei Petriejünger, zwei Angler, die hier ihre Regenwürmer badeten. :D :angeln:



Ein weiteres Schlauchboot hatte uns dann überholt, während die "Nixe" in Freyburg Passagiere aus- und einsteigen ließ.


Noch mehr tolle Aussichten gabs dann auf der Rückfahrt zum Anleger...



Und dann kam nach ca. 2 Stunden der Anleger wieder in Sicht...


Damit ging die Schiffsreise zuende, die "Unstrutnixe" lag wieder am Anleger



um etwa eine halbe Stunde später mit neuen Fahrgästen zur nächsten Kreuzfahrt aufzubrechen...



Aufbrechen, das war dann auch das Stichwort für mich, denn ich brauchte ja noch einen Stellplatz für das Wohnmobil und ich brauchte auch noch ein paar Lebensmittel. Also suchte ich zunächst was zum Einkaufen, fand auch einen Discounter, und suchte dann einen Platz für das Auto. Den fand ich in der Nähe von Bad Kösen im Saalecker Ortsteil Stenfeld. Das liegt von Naumburg etwa 15 Kilometer entfernt unterhalb der Rudelsburg und der Burg Saaleck



Der Stellplatz fasst normalerweise 12 Fahrzeuge, wegen eines Weinfestes in Bad Kösen am Pfingstwochenende waren die meisten Plätze reserviert, aber ich konnte noch auf einen Randplatz ausweichen


Stromanschluß war vorhanden. Gebühr des Platzes mit Strom beträgt 10,- €, ohne Strom 8,-, je ein WC für Damen und Herren, sowie eine Münzdusche ( 1,- €/6 Min.) sind vorhanden. Ver- und Entsorgung mit Frischwasser und Entsorgen der WC-Cassette sind am Platz möglich. Abends kam ein Eis-Wagen am Platz vorbei. Im Ort Saaleck gibt es einen Tante-Emma-Laden mit Brötchen (ca. 1 Kilometer vom Platz entfernt)

Von der Wanderung zu den Burgen und zu einem Aussichtspunkt hier im schönen Saalebogen berichte ich aber dann erst Morgen im nächsten Teil. Freut Euch auf weitere tolle Fotos, bis dann! :D

Fortsetzung folgt! :ja:

Limanda am 01 Jun 2015 21:42:47

Hallo Frank, ich bin auch noch dabei :) und herzlichen Glückwunsch zum Betriebsjubiläum.

frankjasper8 am 01 Jun 2015 21:54:03

Hallo Limanda,

Dank Dir für die Glückwünsche! :)
Schön, daß Du noch an Bord bist! :)
Ich hatte vorhin gerade an Dich gedacht bei der Schiffsflotte. Für Dich sind das ja wahrscheinlich Kanu`s ( von den Größenverhältnissen zu Seeschiffen gesehen ;D ) Ich kenne die großen Pötte ja nun auch ganz gut. :)

frankjasper8 am 02 Jun 2015 21:44:35

Ich hoffe, die Erzählung wird Euch nicht allzu langweilig, weil ich nur immer so kleine Abschnitte schildern kann. Aber leider ist momentan nicht mehr Zeit. :oops:

Jetzt geht es weiter mit dem Reisebericht. :)

6. Tag: Donnerstag, der 22. Mai 2015 - Wanderung am Saalebogen

Heute nehme ich Euch mit auf eine schöne Wanderung am Saalebogen beim Örtchen Saaleck in der Nähe von Bad Kösen. Also, die Wanderschuhe angezogen und los geht`s! :)


Auf diesem schattigen Waldweg wandern wir nun hinauf zur Rudelsburg und zur Burg Saaleck. Dazu gehts vom Stellplatz in Stenfeld zunächst erstmal in den Ort Saaleck. Auf dem Weg dahin platzte ich zufällig in eine Zeremonie einer Kranzniederlegung der sog. Corpsstudenden


am Löwendenkmal in der Nähe der Rudelsburg



Von dieser Stelle hat man schon mal einen guten Ausblick auf die Rudelsburg am linken Bildrand und Burg Saaleck, die auf einer Anhöhe im Wald über der Saale liegt...



Dreht man sich dann hier in die Gegenrichtung, blickt man ins Saaletal hinüber nach Bad Kösen...



In schicke bunte Uniformen gekleidet nehmen die Corpsstudenten --> Link an der Zeremonie teil.



Auch ein Denkmal für Kaiser Wilhelm steht hier im Wald...



Ja, und auch diese Statue des jungen Otto von Bismark befindet sich hier.




Und dann stehe ich endlich vor der Rudelsburg
url=https://www.wohnmobilforum.de][/url]



Von hier gibt es auch gute Aussicht auf die Saaleschleife auf die Gegenüberliegende Steilwand unterhalb der Ausflugsgaststätte Himmelreich, wo ich später noch hinwandern werde...



Erinnert Ihr Euch: Neulich war ein ähnliches Foto mal im Reiserätsel zu erraten. :)

Im Innenhof der Burganlage befindet sich ein netter Biergarten der Burggaststätte...




... wo die Corpsstudenten noch eine kleine Party hatten.

Ich nutzte hier die Gelegenheit zum Mittagessen. :)

Darf ich Euch dazu einladen?



Das haben wir uns nach dieser anstrengenden Wanderung redlich verdient. :D Ich wünsche "Guten Appetit!" :D

Dazu lade ich Euch auf ein



ei, also Prosit!
Eigentlich wollte ich ja gar keine Bilder von Speisen und Getränken machen oder gar anderen zeigen, das können andere viiiel besser ;D aber hier konnte ich einfach nicht widerstehen. :D :D :D

Von der Rudelsburg wandern wir nun weiter zur Burg Saaleck






Burg Saaleck besteht noch aus diesen zwei Türmen und einem von Mauerresten umgebenen Innenhof. Der zweite Turm ist bis zur oberen Ebene begehbar, der anderezeigt auf zwei Etagen eine Ausstellung verschiedener Bilder, sowie eine Sammlung von altem DDR-Spielzeug.

Genießt noch kurz die Aussicht, hier zur Rudelsburg und auf die Saale in Richtung Bad Kösen...


oder auf einen Teil der Ortschaft Saaleck und in Richtung Bad Sulza...



und hier auf den Ort Stenfeld und den Womo-Stellplatz in der Bildmitte



Ohjeh, jetzt ist mir wieder die Zeit weggelaufen, Morgen geht es hier weiter! Bis dann! :)

hast29 am 03 Jun 2015 06:47:44

Vielen Dank noch einmal fürs mitnehmen.

Wunderschöne Bilder von einer wunderschönen Gegend...da müssen wir auch mal hin :)

leoline am 03 Jun 2015 08:20:23

Gerne bin ich dir weiter gefolgt! Das Essen sieht echt lecker aus. Dein aufgelockerter humoriger Bericht gefällt mir wirklich gut.
Ich freue mich dann schon auf weitere Reisen von dir (auch Wochenendfahrten :) ).

soletti1 am 03 Jun 2015 09:19:23

Frank du machst es richtig spannend - weiter so :gut:

janoschpaul am 03 Jun 2015 09:35:54

Hallo Frank,
von wegen langweilig, sehr spannend. Eine für uns völlig fremde Gegend. Die Bilder und der Bericht lockt in die Gegend. Vielen Dank fürs einstellen.

frankjasper8 am 03 Jun 2015 21:46:02

:ja: Nach dem anstrengenden Tagwerk geht es hier nun weiter! :)

Ich schulde Euch ja noch einen Teil der Wanderung.

Die Burgen Saaleck und Rudelsburg lagen hinter mir...


und vorbei an einigen schicken Pferdchen, welche mir das Gesicht



oder das Seitenprofil



oder, so wie diese beiden Hübschen, auch nur den Heckspoiler zuwendeten,





machte ich mich auf den Weg ins



Durch einen schönen, frühlingsgrünen Mischwald



ging ich bergan. Ein paar Kurven, entlang der Fahrstrasse, später auf schmalem Fußweg und durch einen ehemaligen Steinbruch, dann stand ich plötzlich vor Petrus



Ohweh, was war passiert? Hatte ich einen Unfall? War das der Wohnmobilfahrerhimmel? War mein Leben zuende? Nie wieder Wohnmobil? Nie wieder Urlaub? Schluß, Aus, Ende, Exetus?

Neeeeiiiinnn! :cry:

Haaaalt! Keine Sorge! :evil:
Die "Berggaststätte Himmelreich" ist eine Ausflugsgaststätte oberhalb des Stellplatzes in Stenfeld --> Link , von der man einen schönen Blick über die Saaleschleife und zu den gerade erwanderten Burgen hat. Aber schaut doch einfach selbst!





und tief unten im Saaletal lag der Ort Stenfeld und der WoMo-Stellpatz war von hier richtig schön zu sehen.



Oh, war das ein schönes Fleckchen Erde! Hier oben stand eine Sitzbank und da machte ich eine laaange Pause, bevor ich dann wieder hinunter zum Stellplatz marschierte. Im Womo ist`s doch noch schöner, als im Himmelreich! :D

Die beiden Hoppe-Pferdchen hatten jetzt dann auch ein Einsehen mit mir und zeigten doch noch ihr Gesicht...



Ja, da muß man erst im Himmel gewesen sein, um mal die Pferde von vorn zu sehen! ;D

Von unten dann noch ein Blick zurück ins Himmelreich...



oben am Hang die Berggaststätte...
und hier in der Bildmitte auf dem freien Wiesenfleck, dort steht die Pausenbank mit der atemberaubenden Aussicht...



Damit ging dann auch dieser Urlaubstag so langsam zuende, ich genoß noch die Sonne vor dem Wohnmobil auf dem Stellplatz und probierte dann am Abend noch die Münzdusche aus...
.
.
.

Nein, davon gibt`s nun wirklich kein Bild - Nein, Nein, Nein! :D


Tag 7: Samstag, der 23. Mai 2015 - Stendorf - Bad Kösen - Brachwitz

Ja, es hieß Abschied nehmen von der Saaleschleife. Ab hinter`s Lenkrad, Tschüß Stendorf!
Aber die Fahrt dauerte zunächst nur wenige Kilometer, ich fuhr nur bis Bad Kösen und parkte das Mobil in der Nähe des Saale-Wehres auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz. Hier der Blick zum Saale-Wehr mit der Mühle...


Ich machte dann einen Bummel durch Bad Kösen, aber davon - Ihr ahnt es sicherlich schon - erzähle ich Euch dann Morgen. :D

Fortsetzung folgt! :ja:

frankjasper8 am 04 Jun 2015 20:52:05

Und wieder ein weiterer Bericht:

ganz ohne viel Worte möchte ich Euch einige Bilderchen aus Bad Kösen zeigen. Ganz viel kann ich dazu auch gar nicht sagen. :D


^ganz schön dicht wurde hier die Felswand am Haus errichtet... ähm, oder war es doch anders herum? :D


^mitten im Wald ein Säulentempel? Nein, hier liegt die (nicht mehr genutzte) Johannisquelle


Die Berghänge hier um Bad Kösen herum, sowie auch übrigens an Rudelsburg und Burg Saaleck bestehen größtenteil aus Muschelkalk v



^im Kurpark fiel mein Blick auf das ehemalige (?) Badehaus. Hier wurde aber wohl renoviert und das Gelände ist mit Bauzäunen abgesperrt.

frankjasper8 am 04 Jun 2015 21:40:48


^die Seilfähre in Bad Kösen über die Saale. In Bad Kösen kann man auch mit Booten zum Anleger Rudelsburg und zurück fahren, siehe --> Link


Blick über das Saale-Wehr hinauf auf das Gradierwerk.


^der Sole-Förderschacht mit dem oberen Teil des sog. Doppelgestänges...


^und hier der untere Teil des Dopelgestänges zur Saale hin. Mit der Wasserkraft der Saale wurde durch ein einmaliges Kraftübertragungssystem die Sole aus dem Schacht nach oben befördert.


^das Gradierwerk mit einer Gesamtlänge von 325 Metern

Nach einem Rundgang durch den Kurort setzte ich dann meine Fahrt fort und da der Urlaub nun so langsam zuende ging, wurde es Zeit, den Heimatkurs einzuschlagen. Es war eigentlich so geplant, daß ich noch in Weissenfels oder Merseburg einen Übernachtungsstop einlegte, aber ich disponierte kurzfristrig um und steuerte den Stellplatz in Brachwitz an der Saale-Fähre an. Brachwitz liegt einige Kilometer nordwestlich von Halle etwa 2 Kilometer westlich der B 6. Der Ort hat außer einer Pizzeria und einem Kaffee sonst nur wenig zu bieten, hat aber an einem kleinen Liegeplatz für Boote auch Stellflächen für Wohnmobile und Wohnwagen. Radwanderungen am Saale-Radweg, welcher durch den Ort führt, bieten sich an.

Die Fähre pendelt zwischen den Flussufern. Beim Fährmann ist auch die Platzgebühr von 5,- € je Übernachtung zu bezahlen. Auf Wunsch kann man auch einen Schlüssel für einen WC-Container (wohl gegen Gebühr!) bekommen


^der Stellplatz direkt an der Saale


^die Fahrzeuge stehen auf Grasfläche am Flussufer, die "1. Reihe" bietet Platz für ca 7 Fahrzeuge (natürlich je nach Abstand :D Plätze sind nicht parzelliert


^leider gibt es nur 4 Steckdosen für den Platz um Strom zu zapfen... 0,50 € /Kwh





Mit einem Rundgang durch den Ort und mit Relaxen in der Sonne ging dann dieser vorletztte Reisetag zuende.
Bald seid Ihr, liebe Mitfahrer, erlöst! :) Morgen erzähle ich Euch den Rest der Geschichte! :)

Eine Fortsetzung folgt noch! :D

Limanda am 04 Jun 2015 22:31:14

Gespannt wie ein Flitzebogen :)

felix52 am 04 Jun 2015 22:51:22

Saugut, Deine Schilderung, Frank!

Kenne Einiges davon, aber so detailliert?
Das gibts in keinem Reiseführer. Ich mach das
mal nach.

:)

Anne42 am 04 Jun 2015 23:06:16

wirklich schön und interessant, freue mich schon auf morgen!!!

frankjasper8 am 05 Jun 2015 21:06:54

Und jetzt das Letzte! :D

8. Tag: Sonntag, 24. Mai 2015 - Von Brachwitz in die Heimat

Ja, liebe Reisefreunde, die letzten Stunden dieser Reise haben begonnen. Zum Schiffsverkehr hier auf dem Abschnitt der Saale kann ich noch sagen, daß es kaum Großschifffahrt hier gibt. Nur ein paar Fahrgastschiffe der Ausflugsreedereien verirrten sich am Abend noch hier her. Der Fährmann hatte mir erklärt, daß man zwar die Hafenbecken in einigen Orten für größere Flussschiffe ausgelegt hatte, daß aber wegen des felsigen Flussbettes kaum Schiffe mit größerem Tiefgang den Fluss befahren könnten.

Nun komme ich langsam zu den letzten Sätzen. Es wurde Zeit, die Heimreise anzutreten. Jedoch hatte ich noch einen Anlaufpunkt auf meiner Liste, den ich noch ansteuern wollte: den "Süßen See" im Mansfelder Seenland , etwa 20 Kilometer westlich von Halle. --> Link
Dieses Kleinod hatte ich vor einigen Jahren mal von Weitem gesehen und wollte es nun mal näher betrachten. Und ich glaube, die folgenden Fotos sprechen für sich; es war eine gute Entscheidung hier zu stoppen. :)









Das Schloss Seeburg --> Link) am nördlichen Ufer






Na, das sieht doch toll aus, oder?
Nach ein paar Schritten in Seeburg trat ich dann die Heimreise an. Die Navi-Tante fütterte ich mit dem Auftrag, mich auf dem schnellsten Weg vom Süßen See ins heimatliche Leinetal zu lotsen. Und so führte die Strecke über die B 180 in nördlicher Richtung nach Aschersleben und dann auf der B 6 über Quedlinburg, Blankenburg und Wernigerode. Hier ergatterte ich noch einen Blick auf den höchsten Berg Norddeutschlands, den Brocken. Ja, und dann war ich plötzlich auch schon wieder im "Westen", denn hier zwischen Ilsenburg und Bad Harzburg verlief vor 26 Jahren auch die Grenze, die Deutschland in zwei Teile teilte. Über Goslar und Seesen erreichte ich dann nach etwa 580 Kilometern am frühen Abend die Heimat.

Damit ging eine schöne Urlaubswoche zuende; eine Woche mit (fast) durchweg super Wetter. Ich habe viel Neues entdeckt, habe eine sehenswerte Region besucht.

Liebe Mitfahrer, damit möchte ich meine Schilderungen denn auch (endlich! ;D ) abschließen. Ich habe ca 480 Bilder gemacht, einen Großteil davon habt Ihr jetzt gesehen, andere kann ich vieleicht in anderen Threads hier im Forum verwenden ( Da gibt es ja so schöne Ratespiele! :D )

Ich hoffe, dieser Ausflug an Saale und Unstrut hat Euch gefallen und der Eine oder Andere hat Apettit auf diese Region bekommen. An Euren bisherigen Reaktionen habe ich schon gemerkt, daß einige schon dort waren, andere das Ziel in die Auswahl aufgenommen haben.

Ich danke Euch für Eure Geduld in den letzten Tagen und für Eure lieben Kommentare.

Ich habe fertig! :D

---------------------------------------------------------ENDE----------------------------------------------

Gast am 05 Jun 2015 21:16:45

damit möchte ich meine Schilderungen denn auch (endlich! ;D ) abschließen.


Hallo Frank,
das hat jetzt aber niemand von Dir verlangt.
Eine tolle Tour hast Du uns beschrieben und ganz bestimmt einige User dazu animiert Deinen Spuren zu folgen.

Danke und ein schönes Wochenende

VG Petri

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Stellplatz Usedom J.Wille Bansin Seestraße
Saarland Ver/Entsorgung
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt