Hallo zusammen,
hier ein kleiner Bericht von unserer gerade beendeten Schwedenreise. Unsere Reisezeit: 15.05. bis 06.06., davon 22 Tage in Schweden. Zum Ferienansturm wollten wir wieder weg sein. Ziel: das Gebiet der schwedischen Westschären, Bohuslän, zwischen Göteborg und Strömstad. Wir sind hinüber mit der Fähre von Kiel nach Göteborg, Fahrtzeit 18.45 bis 09.15 Uhr. Der eigentliche Fährpreis lag mit 135 € für eine Strecke (2 Personen, Womo) nicht höher als bei den anderen Verbindungen, die nur 3 bis 6 Stunden unterwegs sind. Bucht man aber nicht mindestens 3 - 4 Wochen vorher, steigt der Preis bei dieser Verbindung stark an. Es kommt dann noch der Kabinenpreis hinzu, etwa 90 bis 250 €, je nach Wunsch. Eine schöne und komfortable Überfahrt. Am Morgen herrliche Einfahrt durch die Schären nach Göteborg.
Geld tauschen sollte man nicht an Bord, der Kurs war mit ca 8,2 sehr schlecht. Besser an Geldautomaten abheben oder mit Karte bezahlen, Kurs ca. 9,5.
Genächtigt haben wir auf Campingplätzen und auf WoMo-Stellplätzen. Die CP-Preise von SEK 200 bis 310 incl. Strom und Duschen liegen nur geringfügig über denen in Deutschland. WoMo-Stellplätze sind dagegen deutlich teurer als bei uns, SEK 160 bis 260 incl. Strom. Auch auf Campingplätzen wird pauschal berechnet; Personenanzahl spielt keine Rolle. Die Einzelperson mit kleinem Camper zahlt dasselbe wie die Großfamilie mit WoMo und 2 Autos. die alle auf den Stellplatz gequetscht werden. Womo Stellplätze gibt es nicht viel, sind zumeist nur an Häfen angegliedert. Die Einrichtungen waren aber auch Ende Mai noch geschlossen. Trotzdem zahlt man den ohnehin hohen Preis.
Auf vielen Campingplätzen wird man nur aufgenommen, wenn man im Besitz des Campingausweises CKE ist. Häufig wird auch keine Barzahlung akzeptiert. Also nicht ohne Kreditkarte hinfahren.
Überall wo wir waren, bestand kaum die Möglichkeit, mal essen oder Kaffee trinken zu gehen. Dabei gibt es durchaus eine ganze Menge Restaurants, Imbisse, Kioske. Eisbuden usw. Aber leider fast alle geschlossen. Auch andere Angebote, mit denen die Orte werben, wie z.B. Bootsfahrten, standen nicht zur Verfügung. Gleiches gilt für Campingplätze, die nur das Notwendigste von all ihren Angeboten tatsächlich bereit hielten, aber bei vollem Preis. Außerhalb der schwedischen Sommerferien sind den Schweden die Umsatzerwartungen wohl nicht hoch genug. Dies wird sicher anders sein, wenn die Schulferien beginnen. Dann ist es aber wohl sehr voll und laut.
Die Straßenverhältnisse sind gut. Viel Auf und Ab. Normale Fahrräder nur für Sportliche sinnvoll. Auffällig: Die Schweden blinken fast nie. Es gibt relativ wenig Warnhinweise bei widrigen Straßenverhältnissen. Der Diesel ist etwas teurer als bei uns. Fast alle Tankstellen nur mit Automat.
Die Landschaften sind sehr schön. Zu den schönsten Orten in Bohuslän gehören Fjällbacka und Smögen. Traumhaft die Blicke von einer Anhöhe auf die kleinen Hafenorte mit ihren rotweißen Holzhäusern und den vorgelagerten Schären.
Wir waren an folgenden Orten:
(CP = Übernachtung Campingplatz; WSt = Übernachtung WoMo-Stellplatz)
Trollhättan (CP), Lidköping (CP), Schloss Lackö, Fjällbacka (CP), Grebbestad, Hamburgsund, Kungshamn mit Smögen (CP), Hunnebostrand, Bovallstrand, Lysekil (WSt), Stocken (CP), Klädesholmen, Marstrand (CP), Falkenberg (WSt), Helsingborg (CP), Trelleborg (CP).
Ich wünsche den nächsten Schwedenfahren viel Spaß dort.
Walter

