Hallo zusammen,
in diesem Threat plane ich unsere (Langzeit)Erfahrungen mit dem Forster 637HB zu posten.
Die ersten Eindrücke habe ich ja unter "Wohnmobiltestberichte" bereits geschrieben.
Los ging es auf der Jungfernfahrt mit einem losen Abwasserschlauch am Waschbecken. (s. "Überraschung Jungfernfahrt" - threat)
Irgendwie hatte ich in der Nacht auch immer das Gefühl aus dem Bett zu rollen, es fühlte sich so an, als stünde das Auto stark bergab. Zunächst schob ich das auf einen unebenen Stellplatz. Als sich das ganze jedoch immer wiederholte habe ich darauf geachtet. Es stellte sich heraus, es liegt nicht am Stellplatz, sondern am Auto! Dieses steht hinten deutlich höher, als vorne. So fallen immer alle Türen zu, Braten in der Pfanne ist schwierig, da das Fett zu einer Seite läuft. Zum Glück ist der Wasserablauf der Dusche an der richtigen Stelle, nämlich in Fahrtrichtung vorne. Am nervigsten fand ich aber immer dass man nachts das Gefühl hat aus dem Bett zu rollen.
Also habe ich mal auf ebener Fläche nachgemessen:
Das Auto steht vorne deutlich tiefer als hinten, die Abweichung beträgt ca.3,5-4cm je m, d.h. bezogen auf den Radstand fast 12cm! Kein Wunder, dass die normalen Keile nicht ausreichen, das Auto in der Ebene waagrecht zu stellen.
Diese Abweichung halte ich nicht für normal und bin nicht bereit sie hinzunehmen. Wir haben unseren Händler damit konfrontiert, der uns die Stellungnahme des Herstellers dazu weiter leitete. Dieser verlangt eine Messung mit dem Leergewicht des Womos.- Sonderbar, damit dürfte sich das Problem noch deutlich verstärken? Im Übrigen hatten wir auf der Kurz-WE Tour sowieso nicht viel dabei. Bin mal gespannt, wie das weiter geht.
Ein weiteres Problem stellte sich ebenfalls heraus: Die Federung des Autos quietscht zum Gottserbarmen. Ich kann nicht einmal mein Brötchen aufschneiden, ohne dass das Auto quietscht. - Wir wurden von Stellplatznachbarn schon darauf angesprochen. Jede noch so kleine Bewegung im Auto quittiert dieses mit Quietschgeräuschen. Hier verweist Eura an Fiat. Bin mal gespannt, was Fiat dazu sagen wird.
Wenn ich dann da bin, kann Fiat vlt. gleich das 3. Problem lösen? Die Scheinwerfer leuchten nur wenige Meter vor das Auto, eine Fahren nachts ist kaum möglich. - Vermutlich hängt das mit der zu hohen Hinterachse zusammen?
Das 4. Problem habe ich noch nicht einmal kommuniziert: die schlecht schließende Eingangstür, die einen Spalt im unteren Drittel lässt.
Ehe Ihr jetzt schreibt: Wieso hast du das nicht vor dem Kauf gesehen und warum wolltest Du ein dem Auto ein Maxi-Fahrwerk usw, oder warum hast du das Auto so abgenommen etc:
Die Problematik des "Hinternhochstandes" war bei dem einzigen Fahrzeug dass wir auf der Messe besichtigen konnten, nicht gegeben. Ob das daran lag, dass dieses kein Maxifahrwerk hatte, oder dies andere Ursachen hatte, weiß ich nicht.
Wenn ein solcher Schiefstand mit dem Maxifahrwerk "normal" sein soll, dann hätte mich m.E. der Händler bei Bestellung dieser Option darauf hinweisen müssen. Eine Abweichung von mehr als 10cm von der Waagrechten ist m.E. nicht normal und nicht mehr zumutbar.
Bei der Fahrzeugübernahme ist mir zwar ein leichter Schiefstand aufgefallen, ich schob es damals - wie zu Anfang ja auch bei unserer Benutzung- auf den unebenen Hof des Händlers.
Mir ist bekannt, dass es spezielle "Höherlegungsfedern" für vorne gibt, nur bin ich nicht bereit die Kosten für deren Einbau zu tragen. Das soll bitte der Hersteller tun, der so etwas auf die Straße schickt. Natürlich würde sich das Problem auch dadurch -zumindest in gewissem Umfang- entschärfen, wenn das Womo sein "Kampfgewicht" mit Reserverad, TV, Werkzeug, Vorräten etc für 3 Wochen Urlaub erreicht, nur 10-12cm wird die Hinterachse dadurch nicht eintauchen, denn dann lägen die Gummipuffer schon auf. Außerdem halte ich mich mit derartigen Investitionen z.Zt. zurück, bis dieses Problem geklärt ist, denn so bin ich nicht bereit das Womo zu behalten.
Ich bin mal gespannt, wie das ganze weiter geht.
LG
Selbstschrauber

