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ungewöhnliches französisches Gefährt zulassen


nullkommafuenf am 05 Aug 2015 09:53:53

Hallo,
auf meiner Reis nach Frankreich kam mir auf einer Landstraße ein recht ungewöhnliches Gefährt entgegen. Ich habe mich weitergehend erkundigt und bin auf den Hersteller gelangt.
--> Link

Diese Gefährte heißen Randocar bzw. die etwas größeren Modelle sind vom Hersteller Clip-car. Sie wurden in den 80er Jahren bis etwa Mitte der 90er Jahre gebaut.
In Frankreich müssen die Randocar-Gefährte nicht extra angemeldet werden (carde grise oder so ähnlich), da sie deutlich unter 500kg wiegen.

In Deutschland kenne ich nur die Heku Camp-Cars( --> Link ), die aber leider nur als Gespann mit einem alten Kadett oder Astra genutzt werden können (während Randocar und Clip-Car an so ziemlich jedes Fahrzeug passen) Die Heku Camp Cars müssen ebenfalls nicht zugelassen werden, brauchen keinen extra TÜV und das Gespann unterliegt keiner Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung.

Meine Frage: wer kennt sich mit den Zulassungsregelungen aus. Wie kann ich es am besten anstellen, ein solches kleines Randocar in Deutschland zu benutzen? Ich denke, französische Papiere allein reichen da nicht... Frankreich ist ja in der EU, gibt es evtl draüber einen Weg? Für alle hilfreichen Antworten bin ich dankbar!!
lg
Christoph

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FWB Group am 05 Aug 2015 10:40:31

Hi
Das ist meines Erachtens ganz einfach.

Bevor du irgend etwas im Sinne von Kauf unterschreibst, bezahlst etc. organisiere dir vorab alle erforderlichen tech. Unterlagen,
die Du zu dem Gefährt auftreiben kannst.

Damit hin zu DEKRA / TÜV.
Suche dir einen Sachverständigen, der sich mit französischen Fahrzeugen und Import von Fahrzeugen aus Frankreich auskennt.
Dies kann man vorab telefonisch abklären, kostet fast nix und spart enorm viel Zeit.

Wenn Du so jemanden gefunden hast, hin zu dem guten Mann und alle Papiere in Kopie mitnehmen.
Die originalen Papiere lässt du besser bei dir (für den Fall, das es doch der falsche Mann ist :wink: ).

Die Papiere bei ihm lassen, mit der Bitte, die notwendigen Dinge aus Sicht von DEKRA und Co. zu eruieren.
Dabei nicht vergessen, die Antwort der DEKRA und Co zwecks deinen Fragen schriftlich beantworten lassen,
damit es im falle der Fälle im nach herein keine bösen Überraschungen gibt!

Das ganze Prozedere würde ich 2 x machen lassen ( im Idealfall einmal bei der DEKRA und einmal vom TÜV),
damit schließen wir Kenntnislücken aus gesetzgeberischer Sicht und,
nicht zu vergessen, den menschlichen Faktor für Fehler nahezu aus!

Danach weißt du voran du bist und kannst entsprechend sicher handeln. Alles andere ist Kaffesatzlesen.

Genau so hab ich vor 15 Jahren angefangen, Fahrzeuge aus den USA zu importieren und hier legal auf die Strasse zu bringen.
Dabei musste ich an einigen Stellen schon erheblich, ob des fehlenden Menschenverstandes hier in Deutschland, mit dem Kopf schütteln.

Beispiel:
Import VW Touareg 4,2 Liter V8, gedacht als Zugfahrzeug bei uns in der Firma.
Ich hab alles genau so gemacht, wie ich auch dir geraten hab, alles schriftlich mit der DEKRA abgesprochen und dann --> Go.

Fahrzeug wurde durch mich gekauft, Transport in USA organisiert,
verzollt, Hafengebühren in USA bezahlt, verschifft, wieder verzollt, Hafengebühren in Deutschland bezahlt, Hafenagenten bezahlt,
Einfuhrumsatzsteuer direkt im Hafen bezahlt und nach Hause geholt!

Viele Sachen mussten auf deutschen Standard an - oder umgebaut werden. Das war mir vorher bewusst, das Was und Wie vorab klar schriftlich geregelt.
Davon nur ein Beispiel, was durchaus auch im nach herein Probleme bereiten kann, wenn man doch nicht alles vorab eindeutig geklärt hat.

Hier am Beispiel der Anhängekupplung am Touareg.
Original war für die USA eine 50 x 50 Viereck Lastaufnahme, geprüft für USA - Anhängelast 3,5 To verbaut. Hergestellt von Westfalia Deutschland.
Aussage von der DEKRA - die ist so für Deutschland nicht zugelassen, wenden Sie sich an Westfalia.

Ich hab dann bei Westfalia angerufen, die bestätigten die Aussage vom DEKRA Mann und boten mir für übersichtliche 1.200 €
eine original Westfalia AHK für den, nun deutschen Touareg, an.

Das war mir zu viel des Guten, ich forschte weiter.
Dabei kamen mir meine Kontakte zu anderen Fahrzeugherstellern zur Hilfe.
Im Jeep Bereich wurde ich fündig.

Hier teilte man mir mit, das es für die original verbaute Viereck Lastaufnahme am Touareg einen für Deutschland geprüften Einschubadapterbock gibt, der
dann mit einer EG geprüften Kugellastaufnahme nebst Kugel versehen, problemlos abnahmefähig in Deutschland ist.
Kostenpunkt über alles -- > 350 €, Hersteller Westfalia. Bingo

Die Abnahmefähigkeit dieser neuen Variante ließ ich mir vor dem Kauf von der DEKRA absegnen und erst dann nahm ich Kontakt mit Westfalia auf.
Wie das so manchmal im Leben ist, ich erwischte zufällig den gleichen Kundendienstmann bei Westfalia,
der mir vorab die teure AHK angeboten hatte.

Auf die Dinge angesprochen, bestätigte er mir, das es auch eine preiswertere Variante für mich und mein Problem bei Westfalia gibt.
Auf die Frage, warum er mir diese günstigere Variante nicht gleich angeboten habe, schwieg er vielsagend.

Also, es gibt viele Stolpersteine bezüglich deiner Frage, aber es ist bei entsprechender Vorbereitung vieles möglich.

FWB Group am 05 Aug 2015 16:28:12

Hi
Nachtrag:
Sinn und Zweck des ganzen Aufwandes -- > eine erfolgreiche deutsche Vollabnahme nach § 21 StVZO !
Heißt, Fahrzeug legal auf der Strasse, deutsches Kennzeichen usw........

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alexg am 06 Aug 2015 14:03:45

Hallo Christoph,

falls Du konkret ein solches Fahrzeug zum Kauf suchen solltest, findest Du es hier: --> Link

Du musst nur "randocar" oder "Clip car" eingeben.

Gast am 06 Aug 2015 17:37:21

alexg hat geschrieben:Hallo Christoph,

falls Du konkret ein solches Fahrzeug zum Kauf suchen solltest, findest Du es hier: --> Link
.


Heidewitzka! Da kosten die gebrauchten Wohnmobile ja mal locker das doppelte wie bei uns! :idea:

FWB Group am 06 Aug 2015 21:38:08

Den gleichen Gedanken hatte ich auch! :wink:
Sammelbestellung in Deutschland für gebrauchte Wohnmobile? :D
Verkaufsland Frankreich! :wink:

alexg am 07 Aug 2015 07:14:33

Was denkt Ihr, warum ich meine Womos nur in Deutschland kaufe??? :wink:
Nun gut, liegt auch daran, dass es in F keine Alkoven über 3,5t gibt.

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