FWB Group am 05 Aug 2015 10:40:31
Hi
Das ist meines Erachtens ganz einfach.
Bevor du irgend etwas im Sinne von Kauf unterschreibst, bezahlst etc. organisiere dir vorab alle erforderlichen tech. Unterlagen,
die Du zu dem Gefährt auftreiben kannst.
Damit hin zu DEKRA / TÜV.
Suche dir einen Sachverständigen, der sich mit französischen Fahrzeugen und Import von Fahrzeugen aus Frankreich auskennt.
Dies kann man vorab telefonisch abklären, kostet fast nix und spart enorm viel Zeit.
Wenn Du so jemanden gefunden hast, hin zu dem guten Mann und alle Papiere in Kopie mitnehmen.
Die originalen Papiere lässt du besser bei dir (für den Fall, das es doch der falsche Mann ist :wink: ).
Die Papiere bei ihm lassen, mit der Bitte, die notwendigen Dinge aus Sicht von DEKRA und Co. zu eruieren.
Dabei nicht vergessen, die Antwort der DEKRA und Co zwecks deinen Fragen schriftlich beantworten lassen,
damit es im falle der Fälle im nach herein keine bösen Überraschungen gibt!
Das ganze Prozedere würde ich 2 x machen lassen ( im Idealfall einmal bei der DEKRA und einmal vom TÜV),
damit schließen wir Kenntnislücken aus gesetzgeberischer Sicht und,
nicht zu vergessen, den menschlichen Faktor für Fehler nahezu aus!
Danach weißt du voran du bist und kannst entsprechend sicher handeln. Alles andere ist Kaffesatzlesen.
Genau so hab ich vor 15 Jahren angefangen, Fahrzeuge aus den USA zu importieren und hier legal auf die Strasse zu bringen.
Dabei musste ich an einigen Stellen schon erheblich, ob des fehlenden Menschenverstandes hier in Deutschland, mit dem Kopf schütteln.
Beispiel:
Import VW Touareg 4,2 Liter V8, gedacht als Zugfahrzeug bei uns in der Firma.
Ich hab alles genau so gemacht, wie ich auch dir geraten hab, alles schriftlich mit der DEKRA abgesprochen und dann --> Go.
Fahrzeug wurde durch mich gekauft, Transport in USA organisiert,
verzollt, Hafengebühren in USA bezahlt, verschifft, wieder verzollt, Hafengebühren in Deutschland bezahlt, Hafenagenten bezahlt,
Einfuhrumsatzsteuer direkt im Hafen bezahlt und nach Hause geholt!
Viele Sachen mussten auf deutschen Standard an - oder umgebaut werden. Das war mir vorher bewusst, das Was und Wie vorab klar schriftlich geregelt.
Davon nur ein Beispiel, was durchaus auch im nach herein Probleme bereiten kann, wenn man doch nicht alles vorab eindeutig geklärt hat.
Hier am Beispiel der Anhängekupplung am Touareg.
Original war für die USA eine 50 x 50 Viereck Lastaufnahme, geprüft für USA - Anhängelast 3,5 To verbaut. Hergestellt von Westfalia Deutschland.
Aussage von der DEKRA - die ist so für Deutschland nicht zugelassen, wenden Sie sich an Westfalia.
Ich hab dann bei Westfalia angerufen, die bestätigten die Aussage vom DEKRA Mann und boten mir für übersichtliche 1.200 €
eine original Westfalia AHK für den, nun deutschen Touareg, an.
Das war mir zu viel des Guten, ich forschte weiter.
Dabei kamen mir meine Kontakte zu anderen Fahrzeugherstellern zur Hilfe.
Im Jeep Bereich wurde ich fündig.
Hier teilte man mir mit, das es für die original verbaute Viereck Lastaufnahme am Touareg einen für Deutschland geprüften Einschubadapterbock gibt, der
dann mit einer EG geprüften Kugellastaufnahme nebst Kugel versehen, problemlos abnahmefähig in Deutschland ist.
Kostenpunkt über alles -- > 350 €, Hersteller Westfalia. Bingo
Die Abnahmefähigkeit dieser neuen Variante ließ ich mir vor dem Kauf von der DEKRA absegnen und erst dann nahm ich Kontakt mit Westfalia auf.
Wie das so manchmal im Leben ist, ich erwischte zufällig den gleichen Kundendienstmann bei Westfalia,
der mir vorab die teure AHK angeboten hatte.
Auf die Dinge angesprochen, bestätigte er mir, das es auch eine preiswertere Variante für mich und mein Problem bei Westfalia gibt.
Auf die Frage, warum er mir diese günstigere Variante nicht gleich angeboten habe, schwieg er vielsagend.
Also, es gibt viele Stolpersteine bezüglich deiner Frage, aber es ist bei entsprechender Vorbereitung vieles möglich.