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Reparatur Absorberkühlschrank Elektrolux RM184EGI Westfalia


gabiiieee am 15 Jul 2015 18:35:13

Nachdem wir so ziemlich alle Posts zur Rettung eines Absorberkühlschranks im Netz gelesen haben, möchten wir zur Rettung weiterer Kühlschränke auch was beitragen.

Nach dem Ausbau aus unserem T3 haben wir den Kühlschrank gedreht, geschüttelt und mit der neuen 220V Heizpatrone gestartet, hatten aber als einzigen Effekt ein heißes Heizelement und einen leicht aufwärmenden Kühlschrank-Innenraum.
Nach mehrere Versuchen wollten wir aufgeben und einfach nur noch einen neuen Kühlschrank kaufen. Doch für den Original-T3-Westfalia-Ausbau haben wir keinen passenden gefunden.

Also weitersuchen, weiterlesen und dann kam der - für uns - entscheidende Hinweis:
Das geschlossene System beinhaltet außer Ammoniak und Wasser auch einen Rostschutz, der auskristallisieren und den Kühlkreislauf beeinträchtigen kann.

Also haben wir den Kühlschrank ins Haus geholt und ihm eine "Trommelbehandlung" angedeihen lassen.
Dazu haben wir ihn auf die Front gelegt (was unterlegen, damit die Bedienelemente nicht leiden) und alle Leitungen mit einem 5mm-Metallstab abgetrommelt.
Dann (ohne Wartezeit) wieder normal hingestellt, an die 220V-Versorgung angeschlossen und auf max. Leistung laufen lassen, überwacht durch ein Digitalthermometer.
Die Heizpatrone heizte auf, allerdings hielt sich die Kühlung mit ca. 3 Grad unter Umgebungstemperatur sehr in Grenzen.

Also haben wir auch im laufenden Betrieb immer wieder auf die Rohre getrommelt.
Obwohl keine Verbesserung zu sehen war, haben sir ihn insgeamt 10 Stunden am Netz gelassen, sodaß das Rohrleitungssystem fast überall mindestens lauwarm war.
Dann den Kühlschrank vom Strom genommen, direkt noch ein paarmal heftig geschüttelt, auf die Front gelegt, wieder alle Rohre durchgetrommelt und über Nacht liegen lassen.
Da eine Zirkulation scheinbar nicht stattfand, hofften wir, durch die waagerechte Lagerung eine Durchmischung mit dem leicht angewärmten Kühlmittel eine bessere Löslichkeit an den vermuteten Engstellen zu bewirken.

Am nächsten Morgen noch auf der Front liegend wieder trommeln, senkrecht hinstellen, auf 220 V anschießen.
Und: Er kühlte innerhalb von 1 Stunde um knapp 10 Grad gegenüber Außentemperatur runter!

Bei dieser Temperatur stagnierte die Kühlleistung und mein Männe hatte die geniale Idee, die Heizpatronen wieder mit Isolierung zu umwickeln, denn die vorhandene Ummantelung (Steinwolle im Blechmantel) hatten wir zu diesem Zeitpunkt entfernt. Zeitgleich habe ich nochmal "getrommelt".
Damit kam die Kühlung so richtig in Gang: Innerhalb von Minuten stürzte die Temperatur förmlich ab, innerhalb von vielleicht einer halben Stunde ging es runter auf 4,5°C, zu dem Zeitpunkt ca. 20° unter Umgebungstemperatur.

RM 184 EGI lebt!

Wesentlich war u.E. die Kombination aus der mechanischen Bewegung durch Drehen der Box (vordere Öffnung am Bauch, heftig Drehen und Schütteln), reichlichem Klopfen auf das Rohrsystem und Wärmeisolierung der Heizmimik.
Bei den meisten Bildern der Rückseite des Kühlschrankes, die man im Internet findet, ist diese Isolierung nicht zu sehen.
Durch unsere Aktion haben wir gesehen, wie wichtig diese Isolierung ist. Ein Fehlen kann u.E. zu starken Verlusten und schlechtem Wirkungsgrad führen, ggf. sogar zu Funktionsverlust.

Vorm Einbau in den Bus werden wir die Isolierung an den Heizpatronen noch erneuern (Auspuff-Keramik-Dämmwolle) und zwei PC-Lüfter installieren, bis dahin werden wir ihn ausgebaut noch ein paarmal laufen lassen, damit wir sicher sind, daß der Durchgang dauerhaft ist und alle Ablagerung aufgelöst sind.

Ein zusätzlicher Lüfter am seitlichen Lüftungsgitter soll Warmluft hinterm Kühlschrank wegtransportieren und ein zusätzlicher Lüfter unter den Kühlrippen die Ansaugung von Frischluft an der Vorderseite unterstützen.
Die Steuerung der Zusatzlüfter wird eine Kombination aus Wärmesteuerung wie beim Originalventilator mit einer externen Abschaltmöglichkeit, damit uns nachts nicht die Kühlschrankabluft um den Kopf weht und auch, weil die PC-Lüfter eindeutig lauter sind als der Originalventilator.
Leider hat unser T3 keine breite Entlüftung nach außen, da führt nur der Schlot des Gasbrenners nach außen, wer da Anregungen hat, die die Originaloptik nicht zerstören: Her damit!

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Gast am 15 Jul 2015 18:41:19

Super gemacht!

Zur Frage: könnt ihr nicht vom Boden her über einen großen Schlauch/ Kanal Luft zu führen und am besten über das Dach Weg!

gabiiieee am 15 Jul 2015 19:06:00

Der Bus ist komplett neu gemacht, da möchte ich keine Zuatzlöcher fabrizieren. Aber vielleicht bastel ich einen Schlauch vom seitlichen Belüftungsgitter raus aus dem Küchenfenster...
Gut - danke, Du hast mich da auf eine Idee gebracht :-)

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andwein am 17 Jul 2015 12:31:39

Die Reparaturbeschreibung finde ich gut. Vor allem den Hinweis auf das Abklopfen, das die Kristalllösung mechanisch beschleunigt.
Übrigens kann man unterstützend den Kühlkreislauf mit einem Heißluftfön erwärmen, den die Erwärmung der Kühlflüssigkeit unterstützt den Auflösungsprozess der verstopfenden Kristalle.
Andreas

gabiiieee am 17 Jul 2015 13:58:58

Ja, die Sache mit dem externen Erhitzen hatten wir auch diskutiert, aber ich hatte Bedenken, daß wir da vielleicht auch die Isolierung des Kühlschrankes beschädigen, da unser Heißluftföhn doch ziemlich heiß macht.
Also haben wir erstmal getrommelt ;-)
Aber Du hast recht, das wäre auch noch einen Versuch wert gewesen.
lg
Gabi

Schrauber71 am 17 Jul 2015 14:16:32

Aus alter Quelle kenne ich es, daß der Kühlschrank einmal gedreht wir...also einige zeit auf der Seite, auf den Kopf und zur anderen Seite gestellt wird- zur Durchmischung etc.
Das soll letztlich nicht nur totgesagte wiederbeleben, auch bei älteren die Kühlleistung erhöhen.

Trommeln ist mir neu, macht aber sicher auch mehr Spaß ;-)

Manfred

gabiiieee am 17 Jul 2015 22:13:37

Hallo Manfred -
die Sache mit dem Drehen und Wenden haben wir zuvor einige Male in unterschiedlichen Intervallen und Drehrichtungen gemacht - leider ohne Änderung des Status'.
Das Trommeln war eine ergänzende Therapiemaßnahme ;-)

Gabi

rightall am 05 Okt 2018 10:17:51

Danke für die Tipps, ich konnte damit die Kühlleistung deutlich verbessern. Dazu hatte ich den Kühlschrank ausgebaut und bei Tests folgende Unterschiede festgestellt:
1. bei 220 Volt schafft er in 120 Minuten eine Temperaturdifferenz von 17 °C auf 4 °C, Leistungsaufnahme 92 Watt;
2. Bei 12 Volt (entnommen aus einer nagelneuen 80 Ah Autobatterie) schafft er in 120 Minuten nur eine Temperaturdifferenz von 6,5 °C auf 16 °C , Leistungsaufnahme: anfangs 72 Watt, nach 2 Stunden 65 Watt .
Natürlich wirkt sich die Leistungs differenz von 20 - 27 Watt aus, mich wunderte aber die Größenordnung.
Ich wollte es dann genauer wissen und habe oberhalb der Heizpatronen am eisernen Abgaskamin des "Kochers" einen weiteren Temperatursensor angebracht. Davon und von den Versuchen mit einer weiteren 12 Volt Patrone sowie Gas in den nächsten Beiträgen

rightall am 06 Okt 2018 21:38:47

Anbei ein Foto des weiteren Temperaturfühlers. Sein Messergebnis wird im Bild "Anzeige" im unteren Feld als 'T-KOCH' angezeigt, das Feld darüber zeigt die Umgebungstemperatur des Kellers. Eine weitere Anzeige (hier nicht sichtbar) zeigt die Innentemperatur des geschlossenen Kühlschranks.
3. Die Wiederholung von Fall 1 lieferte für 220 Volt ähnliche Ergenisse, die Temperatur am Kocher lag durchschnittlich bei 45,7 °C.
4. Die Wiederholung von Fall 2 erbrachte sogar eine Verschlechterung: Obwohl die durchschnittliche Temperatur am Kocher mit 45,1 °C nur 0,6 °C unter der von 3. lag, schaffte der Kühlshrank auch nach 150 Minuten nur eine Temperaturdifferenz von 3,3 °C.
5. Ich habe dann eine weitere 12 Volt Heizpatrone verwendet. Dazu habe ich die 220 Volt Patrone aus dem Rohr am Kocher herausgezogen, die zweite 12 Volt Heizpatrone hineingesteckt, die Isolierung aus Steinwolle wieder angebracht und der zweiten 12 Volt Heizpatrone eine effektive Leistung von 13 Watt zukommen lassen. Bei 77 Watt für die erste Heizpatrone standen damit anfangs 90 Watt am Kocher zur Verfügung, Am Ende sank sie auf 76 Watt (Rückgang von Spannung und Strom der Autobatterie). Die Temperatur am Kocher lag in den letzten 150 Minuten des Versuchs bei durchschnittlich 46,2 °C. Damit lag sie sogar 0,5 °C über der von 3. Allerdings kam das Kühlverhalten nicht an 3. heran, es war aber besser als bei 4. : 3°C Temperaturdifferenz nach 60 Minuten, 6,2 °C nach 90 Minuten, 9,6 °C nach 180 Minuten.
Ich überlege, ob ich eine Schaltung (mit anderen) entwickeln soll, die bei unzureichender Kühlleistung im Betrieb mit 12 Volt (dann ist der Motor an und die Lichtmaschine erzeugt die 12 Volt (oder auch etwas mehr)) schaut, ob die Temperatur am Kocher noch erhöht werden darf und überschüssige elektrische 12 Volt Leistung (bis etwa 15 Watt) in 220 Volt umgewandelt der 220 Volt Heizpatrone zugeführt werden kann.
Derzeit ist die Zündanlage noch defekt. Ein neues Zündgerät ist unterwegs . Nach Einbau werde ich weitere Tests mit Gas machen und die Ergebnisse hier mitteilen.

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