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England's Süden für Neulinge und sonstige Einsteiger


ripplinger am 04 Sep 2015 00:12:31

Liebe Forumsleser,
nachdem wir gerade von unserer Süd-Englandtour zurückgekommen sind (die uns supergut gefallen hat) wollte ich die wichtigsten Dinge aufschreiben, vielleicht kann ja der eine oder andere Tip hilfreich sein. Wahrscheinlich gibt es eine ähnliche Sammlung hier im Forum schon irgendwo, habe es aber mit überschaubarem Suchaufwand nicht geschafft sowas zu finden...

Ein paar allgemeine Dinge zum Einstieg (und weiter unten unsere Highlights...):

Fahren
Ja klar, man fährt links, die Umstellung fand ich eigentlich nicht schwierig. Wobei ein aufmerksamer Beifahrer allerdings nicht schaden kann. Etwas gewöhungsbedürftig fand ich die reichlich vorhandenen Kreisverkehre (Roundabouts). Hier geht's im Uhrzeigersinn rund, man fährt linkssrum drauf, und wer im Kreisel ist hat Vorfahrt. Wichtig zu wissen: viele Kreisverkehre sind zweispurig, man sollte sich dann rechtzeitig richtig einordnen, d.h. wenn man erst die 2. oder 3. Abfahrt raus nehmen möchte auf die rechte Spur vor dem Kreisverkehr.

Straßen
Soviel vorab: wir haben ein 6m Eura, also nicht so super klein und wendig, sind aber eigentlich überall gut durchgekommen. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die sehr zuvorkommende Fahrweise der Engländer. Gefühlt waren alledings viele Straßen enger als von zu Hause gewohnt. Und es gibt auch ganz schmale Sträßchen in die man besser mit einem WoMo nicht reinfahren sollte, das steht dann aber per Schild angezeigt vorab zu lesen. Gaaanz wichtig: viele Schilder haben nur Angaben in Foot/Inch, deshalb die Maße des eigenen Fahrzeugs von Meter auf Feet/Inches umrechnen und im Fahrer-Sichtbereich notieren. Wir haben das vorher nicht gemacht und uns dann mitten im Nirgendwo gefragt ob wir bei 9' 5'' drunter durchkommen würden (würden wir nicht!!). Beim Umrechnen hilft Google, einfach z.B. eingeben "3.10 m in feet". Generell haben wir für die Strecken etwas länger gebraucht als erwartet, man kommt halt nicht so schnell vorwärts als von daheim gewohnt, aber dafür ist man ja auch im Urlaub... Sehr zu empfehlen: der "AA Road Atlas Britain" (gibt es für ein paar Euro z.B. bei Amazon), bei Fahrten außerhalb der größeren Verbindungsstraßen würde ich hier immer einen Blick reinwerfen und keinesfalls blind dem Navi folgen...

Fähre
Wir haben wie wahrscheinlich die meisten Englandfahrer die Fähre Calais/Dover genommen. Rechtzeitig buchen spart Geld, die Abfahrtszeit muss man dabei vorab festlegen, Flexi-Tickets mit variabler Zeit sind wesentlich teurer (und vorort die Zeit umbuchen auch). Ich hatte vorab als Tip gelesen daß eine Fähre gleich morgens am besten ist, da man die ja quasi nicht verpassen kann wenn man am Abend vorher in der Nähe des Hafens übernachtet. Im Nachhinein denke ich aber daß eine Fähre abends besser gewesen wäre. Man muss morgens nicht so früh aufstehen und kann gleich in den Tag starten. Bei Calais konnten wir problemlos über Nacht am Stellplatz gegenüber dem Hafen stehen (Schild Richtung "Plage" folgen) und von dort auch einen netten Bummel durch Calais machen.

Wetter
Naja, wir waren Ende August/Anfang Sept. unterwegs, aber England hat seinem Namen alle Ehre gemacht und uns oft mit Regen beglückt. Allerdings gab es auch fast jeden Tag etwas Sonne, die war dann sogar richtig schön warm. Ob das jetzt typisch war kann ich nicht beurteilen, die Engländer mit denen wir gesprochen haben meinten es wäre "not such a great summer this year". Jedenfalls sollte man sich nicht des Wetter wegens von einer Englandfahrt abhalten lassen - es gibt soviel zu sehen (siehe unten), für uns jedenfalls war es das nicht-so-super Wetter in jedem Fall wert.

Öffnungszeiten
Generell schließen Geschäfte und auch Besichtigungsziele meistens schon um 17:00, und schwupp ist der Tag vorbei. Ein weiterer Grund das Tagesprogramm nicht allzu voll zu packen

National Trust
Wer einige "Sights" anschauen möchte ist wahrscheinlich mit einer Jahres-Mitgliedschaft beim Natioal Trust (nicht zu verwechseln mit 'English Heritage') gut bedient, denn die einzelnen Sehenswürdigkeiten haben jeweils durchgängig relativ hohe Eintrittspreise. Mit der Mitgliedschaft zahlt man einmal pauschal und kommt dann in alle vom NT betreuten Sights (und das sind die meisten) ohne weitere Ausgaben. Übrigens hat fast jeder National Trust auch einen kleine Shop mit wie wir fanden super leckerer Marmelade und einem Cafe wo man auch Kleinigkeiten zu essen bekommt. Uns hat es des öfteren dort gut geschmeckt.

Parken
Bei den größeren Sehenswürdigkeiten gab es immer gute Parkmöglichkeiten, oft sogar kostenlos. Ansonsten war es aber nicht immer so ganz einfach. Zweimal haben wir Campingplätze in Fußweg-Entfernung zur Stadt gefunden (Canterbury und Oxford), in Bristol haben wir mit Park & Ride sehr gute Erfahrungen gemacht - riesiger Parkplatz etwas außerhalb mit günstiger Bus-Anbindung an die Innenstadt.

Campingplätze
Gibt es in Englands Süden jede Menge, viele haben uns auch sehr gut gefallen. Neber der Stellplatzliste hier im Forum ist auch eine gute Infoquelle mit Suchfunktion und Bewertungen 'ukcampsite.co.uk'. Wir haben uns vorab noch eine Mitgliedschaft beim 'Camping und Caravanning Club' (CCC) besorgt, damit steigt die Auswahl da einige Campings nur für deren Mitglieder zugänglich sind. Denke das hat sich gelohnt, es waren schöne Plätze darunter, wir hätten aber sicher auch ohne diese Mitgliedschaft immer einen Platz gefunden. Übrigens gibt es auch einen "Camping Club" der mit dem CCC nichts zu tun hat, und nach meinem Empfinden weniger gebracht. Vorgebucht hatten wir übrigens nicht, obwohl August Hauptreisezeit für die vielen britischen Campingfans ist. In Gegenden wo es nicht viele Alternative gab habe ich zur Sicherheit einen vorher angerufen, meistens war noch etwas frei. Achten sollte man je nach Reisezeit auf das "August Bank Holiday Weekend" (letzter Freitag im August), da ist überall richtig viel Betrieb.

Internet / WiFi
Gab es auch auf den größeren Plätzen des öfteren gar nicht bzw. nur kostenpflichtig und eher teuer - und funktioniert hat es eigentlich nie so richtig gut. War vielleicht auch Pech je nach Standort innerhalb des Platzes, wie auch immer. An einem großen Tesco im Kassenbereich haben wir dann ein klasse Angebot gefunden - eine prepaid-Karte ("Pay-as-you-go") mit "Data only" Tarif. Für 200 MB nur ein Pfund, ist vielleicht günstiger als die Auslandstarife des Anbieters von daheim.

Strom
Wahrscheinlich unnötig zu erwähnen, aber auch auf der Insel gibt es die üblichen Campingstecker...

Fahrrad
Hatten wir mit dabei, aber irgendwie nicht wirklich oft verwendet. Fahrradwege sind eher spärlich gesäht und die meisten Campingplätze nach meinem Empfinden zu weit außerhalb um per Fahrrad irgendwo hin zu kommen. Zudem Englands Süden ja auch recht hügelig ist. Ich denke ich würde das extra Gewicht beim nächsten Mal daheim lassen.

Hunde
Wir haben zwar keinen, aber ich denke die Vierbeiner fühlen sind in England wohl. Verbotsschilder gibt es selten, in Campings soweit ich sehen konnte selbstverständlich immer ok, viele Pubs schreiben groß "Dogs welcome" außen an...

London
Mit älteren Fahrzeugen muß man außerhalb der "Low Emission Zone" bleiben (ca. 20 km von der Stadtmitte), ansonsten drohen 500 Pfund Strafe. Wir haben aus Zeitmangel dann London für dieses Mal ausgelassen, aber vom "Theobalds" Camping hätte man ca. 30 Min. zum Bahnhof zu Fuß gehen können, von dort aus in 30 Min. nach London. Züge gibt es regelmäßig bis ca. 23 Uhr.

Unsere Route:
Grob sind wir von Dover kurz nach Canterbury hoch, dann die südliche Küste entlang nach Westen bis Bodmin, über Tintagel und Bath/Bristol via London wieder nach Dover zurück. Wir hatten dazu übrigens 2.5 Wochen Zeit und wollten zwar einiges sehen, aber trotzdem auch Zeit zum Ausspannen haben, was eigentlich ganz gut funktioniert hat. Hier ein paar unserer Highlights - ohne jetzt alles aufzählen zu wollen, auf der ganzen Strecke gab es auch dazwischen super viel zu sehen (als Reiseführer hat uns übrigens 'Südengland' vom Dumont-Verlag gute Dienste geleistet)
- Canterbury: nur einen Katzensprung von Dover aus, ganz nette Stadt, schön zum Bummeln und natürlich mit eindrucksvoller Kathedrale. Für CCC-Mitglieder (s.o.) gibt es einen eher teuren aber sehr schönen und ruhigen Campingplatz von dem man per Bus oder Fahrrad in die Stadt fahren kann
- Arundel Castle: ein englisches Schloß wie aus dem Bilderbuch, mit superschönen Gartenanlagen
- Lulworth Cove / Durdle Door: tolle Aussichten auf Felsen an der Küste
- Lanhydrock House: hat uns von allen diversen englischen Landhäusern die wir angeschaut haben am besten gefallen. Eindrucksvoller Bau, mit wohnlicher Einrichtung und klasse 'Deko'
- Tintagel: in der Tat, hier hat der Reiseführer mal nicht übertrieben - windumtoste Felsen und Meer, super
- Bristol: nett zum Shoppen auch bei Regenwetter und wenn man mal genug von Einsamkeit und Landleben hat
- Oxford: tolle alte Universitätsgebäude, klasse auch die Führung in der Bodleian Bibliothek
- Warner Brothers Studio Tour: ein Highlight für Harry Potter Fans, etwas außerhalb von London (Leavsden) - dort wurde ein Großteil der Filme gedreht, es gibt jede Menge Filmsets und Requisiten anzuschauen. Mindestens 4 Std. einplanen und unbedingt per Internet vorbuchen

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nuvamic am 04 Sep 2015 00:20:37

Falls du ihn nicht schon selbst gefunden hast - das Thema hier solltest du hin und wieder besuchen: unseren GB Plauderthread: --> Link

Wie du schon geschrieben hast, wurde das meiste schon mehr als einmal erwähnt - im Plauderthread und auch in einigen anderen Themen - aber immer gut zu lesen, dass sich good old Britain nicht wesentlich verändert hat ;)

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