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Vor dem Sommerurlaub habe ich die Kantenleiste meines Alkoven mit Decaseal abgedichtet. Optisch keine Schönheit, aber der Zweck wurde erfüllt. Kein Wassereinbruch mehr.
Bei der Grundreinigung nach dem Urlaub habe ich mir die Stelle nochmal angesehen und das mußte ich sehen:
Beim letzten Bild sieht man Wassertropfen die aus den Poren der "Dichtnaht" kommen, wenn ich auf die Kantenleiste drücke!
So schlecht sieht das doch gar nicht aus, höchstens etwas zu dünn (flach) aufgetragen.
Das Dekalin (=Dekaseal) ist eigentlich ein sehr gutes Mittel für solche Abdichtungen und ich hätte hier auch Dekalin statt Sikaflex verwendet.
Also wenn Du es geschafft hast, das Zeug etwas unter die Blechüberlappung zu spritzen, bin ich sicher, dass die Naht dicht ist und die Wassertropfen, die Du rausdrücken konntest, nicht am Dekalin vorbeilaufen konnten.
Die Wassertropfen hast ja nur deshalb gesehen, weil sie eben nicht durch das Dekalin nach innen, sondern nur nach außen wandern konnten.
Ich würde höchstens die ganze Naht noch etwas dicker (höher) mit Dekalin ausspritzen, dass die ganze Raupe in der Mitte nicht so flach ist .
Es gibt das Dekalin übrigens auch in heller (hellgrau). Wird aber mit der Zeit an der Oberfläche durch den Schmutz in der Luft auch schwarz.
Stefan
SunnyOnTour am 08 Okt 2015 17:04:03
Hallo Sven
Hast du die Oberfläche vor dem Auftragen des Dekaseal sauber gereinigt und mit Primer behandelt? Ansonsten dürfte die Naht nicht sehr langlebig sein, vor allem nicht an einer solch exponierten Stelle. Dekaseal8936 gibt es übrigens auch in "Lichtgrau" - das fällt weniger auf.
Ich würde die Naht auf jeden Fall neu machen. Zusätzlich links/rechts ein Tape, damit du eine schöne gerade Naht kriegts, und schön glatt verstreichen. Dann hat Wasser und Schmutz weniger Angriffsfläche. Hast du DekaSeal1512 oder 8936 genommen? Schätze es ist DekaSeal 8936 - den 1512 gibt es nur Weiss. 8936 kannst du einfach abtupfen, geht super... Material aber eher das Hautbildende 1512... oder SIKA. Und wenn du einen Sanitär in der Nähe hast der dir in 10min. eine saubere Naht legt, würde ich das Geld nicht sparen. Ein Wasserschaden ist um ein zigfaches teurer.
Ich habe dekaseal 8936 verwendet. Gereinigt habe ich die Flächen wie folgt: 1. Reste der alten dicht Masse entfernt 2. Schmutz mit normalen froschreiniger abgewaschen 3. trocknen lassen 4. mit spiritus entfettet
Dann habe ich links und rechts der naht tesa Krepp angebracht. Nachdem ich einiges der dichtmasse unter die leisten bekommen habe, habe ich versucht eine schöne naht zu formen.
Aber warum sieht das ganze jetzt so verschrumpelt und porig aus? Ich werde dort evtl. Das spezial dichtband von 3M einsetzten. Sieht auch nicht schlimmer Aus als die schwarze Masse.
Sven
alby am 13 Okt 2015 10:28:12
Ich würde ein Dichtband verwenden.
Nille am 13 Okt 2015 11:11:40
Für das Nachschmieren von aussen ist Dekaseal eigentlich total ungeeignet. Dieses Mittel ist für Abdichtungen zwischen Flächen, also z.B. beim Einsetzen eines Fensters oder einer Serviceluke. Hier müsste man eher Dekalin MS2 oder Sika 221 nehmen. Langfristig wirst Du aber nur dann glücklich wenn Du die Leiste komplett runternimmst und richtig nacharbeitest. Zumal ja schon eine Menge Wasser im Alkoven sein dürfte und es dort unter dem Blech munter weitergammmelt.
turbokurtla am 13 Okt 2015 13:47:44
CaptainKork hat geschrieben:Aber warum sieht das ganze jetzt so verschrumpelt und porig aus?
Also richtig gemacht hast Du es. O.K., die Kanten bekommt man nie richtig gerade hin. Diesen Spalt, der sich in der Mitte über dem Stoß gebildet hat würde ich mehr Beachtung schenken. Hier, so vermute ich, sieht man deutlich wie Dach und Wände/Alkoven sich durch Temperaturschwankungen bewegen. Das ist ja vermutlich im cm Bereich. Auseinander und wieder zusammen, dann und dadurch entsteht dieser Spalt im Dekalin. Hättest was anderes genommen, wäre der Spalt schon längst wieder offen. Vermutlich auch mit Sika. Kurt
gtom am 13 Okt 2015 15:48:41
Das Dekaseal 8936 ist nicht zum Abdichten von Bauteilen geeignet die nicht verschraubt oder sonstwie miteinander fixiert werden weil es eben KEIN Kleber ist...
Und um das Schadensbild zu verstehen...
Nimm nen Batzen von dem Zeugs zwischen die Finger und reibe es im Sand hin und her... Nach kurzer Zeit arbeiten sich die Schmutzpartikel drunter und der Batzen fällt auseinander...
Hätte man die Dachüberlappung demontiert (was hier nicht passiert ist) dann könnte man ev. das Material verwenden, üblicherweise werden aber solche Überlappungen geklebt, dann brauchts nen dichtenden Klebstoff...
Übrigens ist die Dekalin Internetseite da sehr informativ...
Es gibt den Punkt "DICHTEN" und es gibt den Punkt "KLEBEN UND DICHTEN"...
Thomas
CaptainKork am 13 Okt 2015 16:39:05
Dankeschön.
Ich habe alle Info´s aus diesem Forum aufgesaugt wie ein Schwamm und danach gekauft und gearbeitet.
Die Demontage der Leisten habe ich mir auch schon vorgenommen. Leider sind diese nicht verschraubt und kmpl. aus Kunststoff, sodaß ein Ablösen voraussichtlich nicht ohne Schäden abgeht. Der örtliche Wohnmobilfachmann nahm mir bereits die Hoffnung, dafür noch Ersatz zu bekommen falls etwas bricht.
Seufz
Sven
korikorakorinthe am 13 Okt 2015 17:21:13
Natürlich ist das Dekaseal (Dekalin) nicht zum Kleben geeignet, da es keine Bauteile zusammenhalten kann.
Aber im vorliegenden Fall ist nur Dichtleistung gefordert.
Und die Eigenklebrigkeit reicht aus um auch ohne mechanische Fixierung dauerhaft auf einer sauberen Metall- oder Lackschicht haften zu bleiben.
Es muss ja auch nur sich selbst halten und keine anderen Bauteile.
Es dringt auch ohne mechanische Fixierung definitiv kein Wasser oder Schmutz zwischen Dichtmasse und der Lackoberfläche.
Der Schmutz bleibt nur an der klebrigen Oberfläche haften und macht diese unansehnlich.
Wenn man diesen Schmutz mit dem Fingernagel leicht wegkratzt sieht und fühlt man ( auch noch nach vielen Jahren !) die saubere und noch erstaunlich klebrige Dichtmasse.
Das sind meine (zugegeben subjektiven) Erfahrungen mit dem Zeug.
Stefan
mmknipser am 14 Okt 2015 00:00:46
Ich würde es so lassen und darüber das 3M Hochleistungsdichtband kleben. Das ist garantiert dicht. Gibt es in verschiedenen Breiten. Ich hab mit der 25 mm-Version den Spalt zwischen Ladefläche und Hardtop bei meinem Pickup abgedichtet. Das Zeug ist klasse, und wenn man es geradlinig klebt, sieht es aus, als müsse das so sein - im Gegensatz zu Deka, Sika und Co.
turbokurtla am 14 Okt 2015 07:11:05
gtom hat geschrieben:Das Dekaseal 8936 ist nicht zum Abdichten von Bauteilen geeignet die nicht verschraubt oder sonstwie miteinander fixiert werden weil es eben KEIN Kleber ist...
Da hast Du völlig Recht, nur kann man damit Undichtheiten wunderbar profisorisch aber 100 % dicht abdichten. Ganz schnell und schnell wieder abnehmbar. Und, es hält über Jahre hinweg dicht ohne zu zerbröseln. Hab das selbst schon zigfach so gemacht. Kurt
gtom am 14 Okt 2015 07:15:12
korikorakorinthe hat geschrieben:die Eigenklebrigkeit reicht aus um auch ohne mechanische Fixierung haften zu bleiben. Es dringt auch ohne mechanische Fixierung definitiv kein Wasser oder Schmutz zwischen Dichtmasse und der Lackoberfläche. Der Schmutz bleibt nur an der klebrigen Oberfläche haften und macht diese unansehnlich. Stefan
Und genau das stimmt eben nicht...
Diese Dichtmasse benötigt eine feste Verbindung von zwei Bauteilen, sie ist NICHT geeignet Risse oder Öffnungen abzudichten...
Warum ist dieser "Riss" entstanden? Ganz einfach...
Die Bauteile bewegen sich je nach Temperatur unterschiedlich. Dazu kommt Sonneneinstrahlung, Wind, Wetter und eben auch Staub und Schmutz... Deswegen entsteht an der Oberfläche eine leichte Versprödung, die Schmutzpartikel verhärten diese Oberfläche (Das ist so als würde man in ein Kaugummi Sand mit einmischen) In diesem Bereich entsteht ein Riss und genau da dringt wieder Staub und Schmutz ein was den Vorgang beschleunigt. Das Schadensbild ist dann genau das was wir auf den Bildern sehen, Links und Rechts (an den Haftflächen) hält das Produkt und in der Mitte rollt es sich (durch die Eigenspannung) zur Seite...
Das ist übrigens auch der Grund warum Wasserschäden an Bauteilen entstehen... Unter die Dichtmasse wandert im Laufe der Zeit Schmutz und Staub... Dieser sorgt dafür dass das Produkt irgendwann nicht mehr in sich oder an dem zu dichtenden Bauteil haftet...
Deswegen: Als "provisorische" Abdichtung durchaus verwendbar, nicht jedoch als dauerhafte Lösung...
Thomas
womo1972 am 14 Okt 2015 11:30:34
Das ist immer schwierig, wenn es mehrere Experten gibt, die unterschiedlicher Meinung sind.
Da turbokurtla in Dichtigkeitsfragen hier im Forum immer wieder als der Experte schlecht hin geschildert wird, würde ich seinen Aussagen vertrauen und entsprechend handeln.
Bei unserem Flair Bj. 96 sind die ringanker auf dem Dach mit Bitumenband überklebt.
Vielleicht ist es ja eine Möglichkeit die Naht mit Dekaling abzudichten und zusätzlich Bitumenband drüber zu kleben.
vg
mmknipser am 14 Okt 2015 11:35:44
womo1972 hat geschrieben:(...) Bei unserem Flair Bj. 96 sind die ringanker auf dem Dach mit Bitumenband überklebt.
(...) vg
Bitumenband? War das vorher einem Dachdecker? :kuller:
eragon am 14 Okt 2015 12:12:01
mmknipser hat geschrieben:Bei unserem Flair Bj. 96 sind die ringanker auf dem Dach mit Bitumenband überklebt.
Bitumenband? War das vorher einem Dachdecker? :kuller:
Guten Tag,
ich hatte auch mal Dekalin, habe es wieder abgemacht, seitdem ich das Bitumenband genommen habe, ist seit 2 Jahren alles dicht und trocken und es klebt wie S.. Ich finde es gut.
eragon
schnecke0815 am 14 Okt 2015 13:44:23
mmknipser hat geschrieben:Bitumenband? War das vorher einem Dachdecker? :kuller:
Bei unserem auch. Niesmann scheint eine Dachdeckerabteilung zu haben :lol:
mmknipser am 14 Okt 2015 14:01:19
Wow. Unglaublich. Ihr meint das schwarze breite Band, das klebt wie Pech?
Ich hab das auf meinem Wintergarten verwendet zum Abdichten. Dichtet hundertprozentig, sieht aber echt bescheiden aus. Am Wohnmobil würde ich da eher auf das milchig-transparente 3M-Dichtband setzen, das ist wenigstens noch ansatzweise chic ...
schnecke0815 am 14 Okt 2015 14:02:54
jow
turbokurtla am 14 Okt 2015 14:15:45
gtom hat geschrieben:Und genau das stimmt eben nicht...
Doch, das stimmt exakt so wie geschrieben.
Kein Mensch mischt irgendwelchen Sand in das Dekalin, dieses wird nur von außen spröde und dreckbehaftet. Unten, z.B. am Blech bleibt es über Jahre fest haftent, dauerhaft zäh und dicht. Klar, das Blech muss fettfrei sein. Selbst hier bei einem relativ großen Blechspalt der sich arg bewegt, glaube ich bleibt es dicht. Vielleicht wars etwas zu wenig, deshalb der sichtbare Spalt im Dekalin, aber kein anderes Material würde hier, nur draufgepappt, dichtbleiben. Recht hast Du natürlich, dass sowas anständig gemacht gehört. Kurt
schnecke0815 am 14 Okt 2015 14:19:23
Bei unserem ist das Dichtband oben mit einer Alufolie versehen. Sieht also nicht schlimm aus.
berny2 am 14 Okt 2015 16:02:59
SunnyOnTour hat geschrieben:Dekaseal8936 gibt es übrigens auch in "Lichtgrau" - das fällt weniger auf.
Bei mir gab es vor gut 23 Jahren preiswertes Baumakt-Silikon. Das sieht immer noch passabel aus und hält bis jetzt dicht. :idea:
Variophoenix am 14 Okt 2015 17:13:24
Wenn das Dekalin das du verwendet hast auf Bitumenbasis ist so währe wohl besser gewesen du hättest was auf PU Basis genommen. Auf Bitumenbasis verwendet man für Dachfenster und Fenster oder unterhalb der Profile. Für Fugen sichbar nimmt man was auf PU Basis.
Dann sieht es so aus:
gtom am 14 Okt 2015 18:50:22
turbokurtla hat geschrieben:Kein Mensch mischt irgendwelchen Sand in das Dekalin, dieses wird nur von außen spröde und dreckbehaftet. Unten, z.B. am Blech bleibt es über Jahre fest haftent, dauerhaft zäh und dicht. Klar, das Blech muss fettfrei sein. t
Hallo Kurt, hier ist ein Bild einer Rissprobe von Dekalin nach Beregnung, Verschmutzung und und ca. 3 Monaten UV einwirkung.
Wie man sieht reißt es Faserig aus, es entsteht ein Oberflächenbruch. Das Material ist in Sich noch klebrig, verbindet sich aber kaum noch... Du hast recht wenn man Dekalin am Unterboden oder zwischen Bauteilen (da gibt es keine UV Strahlung und keine Verschmutzung) verwendet hält das Material recht lange.
Du hast auch selbst geschrieben dass diese Art der Abdichtung nur "provisorisch" ist, dem kann ich nur zustimmen, die Frage ist aber wie lange ein solches Provisorium denn halten sollte...
Je nach Umwelteinfluss und nach mechanischer Belastung des Materials behaupte ich dass die Bandbreite dieser Definition von mehreren Wochen bis hin zu mehreren Jahren ist.
Thomas
womo1972 am 14 Okt 2015 18:58:23
Das Bitumenband gibt es auch Alubeschichtet. Unseres ist von oben weiß beschichtet und sieht gar nicht schlimm aus. Vg
Variophoenix am 14 Okt 2015 19:16:37
womo1972 hat geschrieben:Das Bitumenband gibt es auch Alubeschichtet. Unseres ist von oben weiß beschichtet und sieht gar nicht schlimm aus. Vg
Wo kann man das Weiss beziehen?
womo1972 am 14 Okt 2015 20:39:16
Hallo René,
ich weiß es nicht. Wir haben unser Womo seit 2 Jahren und das Band war schon drauf. Neu eingedichtet wurde unser Womo vor ca. 3 Jahren bei Gerady in Polch (Ringanker und Dach). Ob es noch so ist weiß ich nicht, aber vor einiger Zeit konnte man dieses Band auch direkt bei Niesmann & Bischoff erwerben.
Irgendwo hatte ich auch schon mal gelesen, dass jemand bei seinem Womo das Bitumenband erneuert hat und dieses anschließend gestrichen hat. Vielleicht wäre dies auch eine Option.
vg
Gast am 14 Okt 2015 20:47:29
Um diese Stelle abzudichten gibt es nur 2 haltbare Lösungen.
1. Schiene entfernen, säubern, mit Polymerkleber neu ankleben
Oder
2. Dauerelastisches Dichtband aufkleben.
So wie man es auf den Bildern sieht, mit Dekalin, ist es Murks.
Sorry, dass ich nichts Erbauendes sagen kann.
Dein Alf
marmarq am 15 Okt 2015 09:36:12
Gehe mal davon aus das Dein Camper unterm Blech nass (oder sogar torfig) ist! Temperatur bedingte Materialveränderungen (wie schon o.g.) sind das Eine, Verwindungen beim Fahrbetrieb des Aufbaus sind das weitaus größere Übel.
Zukleistern wird auf Dauer nicht unbedingt die beste Lösung sein.
Sorry, so sehe ich das zuminest.
Gr und stehts ein dichtes Wohnmobil
MaNi
CaptainKork am 12 Nov 2015 06:52:32
Hallo Leute. Vielen dank für eure Tipps und die rege Diskussion.
Ich bringe unser riesenbaby nächste Woche zum TÜV und dann melde ich es erstmal bis März ab. Diese Zeit darf das Womo in der trockenen Halle verbringen und ich finde hoffentlich über die Wintermonate Zeit diese und evtl. Weitere stellen so gut wie möglich abzudichten.
Dafür werde ich all eure Ideen mit einfließen lassen. Danke dafür!