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Hallo. Ich würde gerne ein gebrauchtes Wohnmobil kaufen, und in die engere Wahl ist ein 19 Jahre alter Carthago Ethos gekommen (bitte keine Diskussion, warum man sich das antut! :-) Jedenfalls hatte das Fahrzeug drei Vorbesitzer, der zweitletzte hat den Ducato 230 im Jahr 2010 ablasten lassen auf 3,5 to, um Maut in Italien zu sparen. Ich müsste das Fahrzeug jedoch wieder auflasten, weil Verwendung mit Familie geplant (2 Erw., 2 Kinder, Hund und Gepäck sowie ein eingebauter 140 Liter Dieseltank - da reichen 450 Kilo Zuladung nunmal leider nicht). Problem an der Sache: Nirgendwo ist vermerkt, wieviel Gesamtgewicht der vor der Ablastung hatte. Der Original-Brief existiert wohl nicht mehr, in den neuen steht es nicht drin, das Ablastungs-"Gutachten" des TÜVs von damals enthält keinerlei Vorher-Angabe (und sowas nennt sich Gutachten und ist vermutlich sehr teuer bezahlt). Die Krönung: Mailanfrage bei Carthago bleibt unbeantwortet, und telefonisch ist in der feinen Luxusfirma seit zwei Tagen niemand erreichbar, außer in seltenen Fällen eine Empfangsdame, die ständig ins Leere verbindet. Sonst schon 300 mal die Bandansage gehört: "Leider sind unsere Leitungen belegt - versuchen Sie es später noch einmal." DAS nenne ich mal Premium-Service ... Slogans von Carthago: "Wir möchten, dass Sie zufrieden sind ..." und "Denn Carthago möchte nur eines: dass Sie sich wohl fühlen". Der Ducato ist ziemlich sicher mit einem Maxi-Gestell ausgestattet und hat auf der Hinterachse eine Goldschmitt-ZLF verbaut (auch dazu leider keinerlei Unterlagen vorhanden). Rein statisch gesehen dürfte die Auflastung ohne technische Änderung überhaupt kein Problem sein - wäre im Grunde genommen ja nur ein Widerruf der damaligen Ablastung. In der Praxis jedoch scheinbar fast unmöglich. Hat jemand eine Idee, wie ich das gebacken bekommen könnte? (Einzelgutachten TÜV wäre die letzte und teuerste Option). Danke für alle Hinweise und Tipps!!! Mario Ich nehme an, der TÜV hat in seiner Datenbank alle in Deutschland laufenden Fahrzeuge. Da wird Deiner auch drin sein. Ein Anruf könnte sich lohnen. Hab' ich schon, sogar mit der TÜV-Stelle, die den damals abgelastet hat. Die haben auch ihr eigenes Gutachten gefunden, aber keine Angaben zum Vorher-Gewicht, weil die stehen ja leider nicht im Gutachten. Einziger Tipp vom TÜVer: Nachsehen, ob auf dem Typenschild vielleicht noch was lesbar ist (durchgestrichen oder geixt vielleicht). Problem: Wohnmobil steht 600 Kilometer weg, zudem in einer Halle und der Verkäufer ist bereits ein wenig genervt, weil ich täglich neue Angaben und Unterlagen haben möchte, um den Auflastungs-Wahnsinn zu regeln. Aber ohne die Sicherheit, dass ich ohne technische Änderung auflasten kann, kaufe ich den nicht. Deine Signatur ist übrigens treffend. Oder ist Carthago City (Aulendorf) nicht im Südwest-Allgäu? :D Du hast also die Absicht, ein Fahrzeug mit teils fehlenden Papieren, welches deine Vorgaben nicht erfüllt, zu kaufen? Und dazu den Hinweis (bitte keine Diskussion, warum man sich das antut! :-) Viel Erfolg! Dein Alf Übrigens war der TÜV-Mensch, mit dem ich telefoniert habe, sehr nett und hilfsbereit!! Aber er hat auch deutlich gesagt, wenn im Feld F.1 im Fahrzeugschein 3500 steht, ist nicht mehr machbar. Ausser, man kann beweisen, dass vorher mehr war :-( Wobei ich diese Aussage mittlerweile anzweifle. Bei einem anderen Ducato, der in der engeren Wahl ist, habe ich ebenfalls den Schein als Kopie, dort steht in F.1 ebenfalls 3500 Kilo, unten als Zusatz aber "technisch möglich 3850 Kilo". Dieser Zusatz fehlt leider beim Ethos. Bedeutet aber ja auch, dass alleine die Zahl in F.1 nicht ausschlaggebend sein kann. Oder irre ich? Helft mir auf die Sprünge, Experten! DANKE!!!
So weit ist es in Deutschland schon gekommen, "der Verkäufer ist genervt", weil er das Fahrzeug nicht ordentlich übergeben kann; was seine eigene Schuld ist.
Vollstes Verständnis !
Äääähhh. Ja, so ähnlich, Alf. Ich will ein geniales Wohnmobil mit riesigem Raumgefühl kaufen, das technisch toll in Schuss ist, einzig meine Gewichtsvorgabe (hoffentlich) nur vorübergehend nicht erfüllt. We gesagt, ab Werk müsste der mit 3,85 to oder gar 4,2 to verkauft worden sein. Wenn man bei Carthago mal jemanden erreichen würde, wäre die Sache ja vermutlich schnell geklärt. Aber der Allgäuer Premium-Wohnmobilbauer an sich ist halt ein kommunikationsfauler Gesell' :-)
Schlimmer. Der hat die ganze Zeit nur auf das "Scheiß-Deutschland" mit seinen "bescheuerten Vorschriften" geschimpft, hat mich als "Sicherheitsfanatiker" bezeichnet, als ich anmerkte, dass zwei Reifen bereits zehn Jahre alt sind und war generell ziemlich seltsam. Aber dafür kann das Wohnmobil nichts.
Rein zur Info (was denn geht) wäre ein Vergleich mit anderen Ethos sinnvoll. Finde da was von 3,85 to : --> Link Beim TÜV bräuchtest Du aber Info/Doku/Freigabe vom Hersteller ... Hallo, ich würde es einmal bei einem Carthagohändler in Deiner Nähe versuchen. Ev. sieht DER Dich ja als neuen Kunden.
"ist" oder "sein soll" ? Das erinnert mich sofort wieder an meinen Erstkauf ... --> Link
Deswegen weiß man über den Allgäuer "woll woll, hot er gseit, noch ischtar furt, bi Gott" Wenn das Teil eine LF von Goldschmitt hat, können die vielleicht weiter helfen - oder der frühere Geschäftsführer, der Carsten Stäbler. Google den mal! Z Hi Das dürfte nicht sooo schwer sein, obwohl ich mir denken kann, das es mit der Antwort auf deine Frage etwas dauern kann. (Mir grad bei BMW passiert. 6 Anfragen zwecks Auflastung auf 3,5 To eines BMW X5 vor 6 Wochen schriftlich an BMW gestellt, bis heute keine Antwort!) Wenn ich in der Schnelle alles richtig gelesen haben, hast du schon vieles versucht, aber nicht das wirklich Wichtige angedacht! Irgendwer hat doch das Fahrgestell gefertigt. Das war, nehme ich an, Fiat. Also sollte Fiat doch wissen, welches Fahrgestell zu der Fahrzeugidentifikationsnummer ausgeliefert wurde. Dort würde ich anfragen. Außerdem sind in den Fahrzeugen Aufkleber verklebt, die die komplette, ab Werk vorhandene Fahrzeugausstattung, in Kürzel wiedergeben. Dort dürfte sich auch das Kürzel für den Lastindex finden lassen. Beispiel für die Stellen wo man diese Aufkleber findet: 1. im Serviceheft 2. A Säule, unter dem A Brett (VW Womo) 3. A Säule unterm Beifahrer Fach (Ford) 4. Reserveraddeckel anheben, auf dem hinteren Rahmen (Touareg) etc. - leider kein Anspruch auf Vollständigkeit! :wink: Frag einfach mal die Tante Google, wo bei deinem Fiat ( Baujahr / Typ) dieser Aufkleber kleben könnte. Zu den Kürzeln. Suche im Netz die Auflastungsrichtlinien von Fiat. Hier gibt es Tabellen, wo die Kürzel, die auf dem Aufkleber stehen, erklärt sind. Beim VW gibt es Lastindex Kürzel von OJ1 - bis OJ5. Nur die Fahrgestelle von OJ4 - OJ5 sind auflastbar. Viel Glück.
Ich glaube, du hast da was nicht richtig verstanden. 1. Der Vorbesitzer des Vorbesitzers hat abgelastet. Der Vorbesitzer ist also unschuldig 2. Der Vorbesitzer hat ein zugelassenes Fahrzeug mit, zu diesem Fahrzeug passenden, Papieren Eine Schuld des Vorbesitzers kann ich hier nicht sehen Das hilft zwar dem jetzigen Käufer nicht viel, aber es hilft die Situation richtig einzuordnen Andreas
Mein Vorbesitzer hat mir ein Fahrzeug mit 148 PS verkauft. Im Schein sah ich dann, daß ein Chiptuning verbaut ist. Der Vorbesitzer hatte davon keine Ahnung, er sagte, den KFZ-Schein habe er sich nie angesehen. Auf die Höhe angesprochen, stellte sich dann doch heraus, daß er die KFZ-Schein-Angaben genannt hatte. Ist der nun unschuldig ? Hallo, ich habe bei meinem neuen auch aufgelastet, dazu musste ich mich nicht an den Aufbauhesteller wenden, sondern an Fiat u Alko! Ich denke auch du solltest den Weg über Fiat und Goldschmitt gehen, Carthago setzt nur die Hütte drauf und fertig. Bei mir war es anfrage an Fiat mit Kopie Brief wegen Vorderachse Federung und bei Alko ging es um die Hinterachse, Dämpfer, Federn, Bremse, Felgen u. Reifen, danach gab es beim TÜV auch keine Probleme. Die Firmen haben sich das alles Fürstlich bezahlen lassen! Klaus Vielen Dank für die vielen guten Tipps. Ich habe es jetzt über Fiat probiert und parallel über den örtlichen Carthago-Händler. Ich bin gespannt auf die Antworten und halte Euch auf dem Laufenden. Mario Ich revidiere meine Überschrift: Ein Carthago-Mitarbeiter hat sich gemeldet, die Kopie des Fzgscheins erbeten und angekündigt, er will im Archiv der Firma nachsehen, ob Carthago noch Unterlagen hat. Danke, Carthago! So langsam gewinnt die Sache Fahrt. eigentlich müsste sich doch über die fin beim kba die fahrzeughistorie - und damit das oder die früheren zgg - finden lassen... ich würde über die zula-stelle eine anfrage beim kba starten! früher gut - heute besser! hartmut Bei meinem 230er stehen die daten vorne auf dem typschild neben dem motorhsubenschloß
Die technisch zulässige Masse? Juhuuuuu!!!!!!!! Der nette Herr Weidenbacher von Carthago hat die originalen Auslieferungsdokumente von vor 19 Jahren gefunden und mailt mir die Kopie. Und da steht was drin? Genau, 3850 Kilo zulässiges Gesamtgewicht! Damit zum TÜV, das ganze auflasten, Schein umschreiben, und fertig. :-) Ich nehme alles zurück in Sachen Carthago-Kritik!!!!! (“Der denkende Mensch ändert seine Meinung.” - Nietzsche) Zur schlechten telefonischen Erreichbarkeit sagte mir der Herr Weidenfeller, dass Carthago diese Probleme öfter habe. Dies liege wohl an der Telefonanlage ... Sollen wir die Überschrift ändern? :D Ja, gerne. Ist mein Ernst. Geändert. OK so? Danke, wolfherm!!!! Finde ich gut. Sonst entsteht ein falscher Eindruck. Irren ist männlich ... äh menschlich. Me culpa. Mit der Geduld habe ich es nicht so :-) Alles wird gut.... :D
Wolfgang, find ich prima, das Du aus einem negativen Thread einen positiven gemacht hast ! Weiter so ! :top: :daumen2: :klatschen: Na ja, der Verlauf ist eben positiv.......
..... bekanntlich liest Carthago hier und auch in allen anderen Wohnmobilforen laufend mit und reagiert dementsprechend blitzschnell....... :wink: :D Auf jeden Fall ein sehr schönes happy end ;D Wenn dem wirklich so ist, gut zu wissen. Da werde ich auch mal ne Frage starten. Anderer Fred :wink: |
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