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Tour de France / Espagne mit dem Dexter im Juni 2015


birgit60 am 28 Dez 2015 20:09:00

Womotour 5.-19. Juni 2015 durch Frankreich - Spanien




Freitag, 5. Juni 2015
Nachdem wir zwei Tage vor der Übergabe erfahren haben, dass wir den Kleinsten unter den kleinen Kompakten und zwar den Karmann Dexter 550 erhalten, packten wir einen Teil unserer Siebensachen wieder aus und beschränkten uns aufs Notwendigste.
Da steht er nun und wider Erwarten verfügt er über ausreichend Stauraum. Naja zumindest, was die Schränke betrifft. Einen Gepäckraum gibt es nicht, da im Heck Küche und Bad untergebracht sind. Geschlafen wird im Hubbett über der Dinette (oder Halbdinette?)
Demzufolge müssen die Campingstühle während der Fahrt ins Bad.
Wir räumen ein, beziehen die Betten und füllen den Kühlschrank.

Um 17.50 Uhr starten wir bei unerträglicher Hitze von 35 °C. Nach 100 Kilometern der erste Stau. Weitere sollten folgen. Unser anvisiertes Ziel, ein Stellplatz in Baumes-les-Dames, haben nicht mehr erreicht. Unser Alternativquartier, eine Raststätte bei Besancon, müssen wir kurz nach dem Essen auf Anraten der ortsansässigen aber ausgesprochen freundlichen Gendarmerie fluchtartig verlassen. Es liegen Hinweise auf bevorstehende Überfälle vor. Dieses Lumpenpack scheut nicht einmal hell erleuchtete große Autobahnraststätten und schafft es angeblich, mehrere Wohnmobile gleichzeitig auszurauben.

Im Schlepptau; Lisa und Tom (Namen geändert), die ebenso wie wir, mit einem geliehenen Kastenwagen Erholung in der Fremde suchen. Zwei Orte weiter finden wir auf einem Gemeindeparkplatz in L’Isle sur le Doubs bei leichtem Nieselregen eine akzeptable Übernachtungsmöglichkeit.



Samstag, 6. Juni 2015
Ohne Frühstück starten wir um 7 Uhr den Fiat Ducato und steuern Richtung Autobahn. Nach einer halben Stunde rasten wir auf einem kleinen Parkplatz und nehmen unser erstes Frühstück in Frankreich ein.
Nach ordnungsgemäßer Verräumung der Frühstücksutensilien sowie dem ersten Fahrerwechsel rollen wir zurück auf die A39. Wir sind zügig unterwegs. Der Dieselverbrauch steigt, dafür kommen wir gut voran.



Nach fünf rasanten Autobahnstunden zeigt die Fahrerin Verschleißerscheinungen. Der Beifahrer, völlig energielos, verfolgt dösend den zähflüssigen Verkehr um Lyon. Wir brauchen eine Pause und steuern eine Raststätte an, machen uns einen Kaffee und wechseln die Sitze. In sengender Hitze nehmen wir auf einem der nächsten Rastplätze einen café au lait grande und einen normal. Dazu zwei pain au chocolat.



Am späten Nachmittag erreichen wir den Campingplatz Camping Nature Parc L'Ardéchois an der Ardèche. Schattig gelegen, unweit des Flusses, auf dem ein reges Treiben zahlloser Kanu- und Kajakfahrer herrscht. Ein freundlicher Holländer hilft uns bei der Verkabelung der Stromzufuhr.



Nach dem Abendessen machen wir noch einen Spaziergang und erkunden die nähere Umgebung.







Sonntag, 7. Juni 2015
Von Vallon-Pont-d’Arc aus fahren wir die D290 an der Ardèche entlang.



Recht knapp! Gut, dass der Dexter so kompakt ist.



Anschließend lotst uns das Navi zu unseren nächsten Etappenziel: La Roque sur Cèze





Die berühmten Cascades du Sautadet und den angrenzenden Campingplatz können wir nicht ansteuern da das Brückchen nur
2,10 m breit ist und der Dexter ohne Spiegel schon 2,05 m misst. Rein rechnerisch sollte es passen aber wir trauen uns nicht.



Also kurzer Hand umdisponiert, den Womostellplatz hibbdebach angesteuert und zu Fuß bei gefühlten 60°C zu den Cascaden marschiert. Auf ca. 500 Metern kann man bei den Wasserfälle, Sprudelsteine und Fontänen die aus den Kalkfelsen schießen, bestaunen. Das Spektakel ist schon berauschend. Sonntags scheint es halb Frankreich hier her zu ziehen.





Anschließend machen wir uns auf den Weg zum ca. 40 Kilometer entfernten
Pont du Gard nach Remoulins zum Campingplatz La Sousta.



Der Gardon ist schnell zu Fuß erreichbar und lädt zum Baden ein.



Nur der Blick zum Weltkulturerbe bleibt verborgen. Er öffnet sich erst nach Zahlung von
7 Euro pro Person es sei denn, man nimmt den neu angelegten kostenlosen Waldwanderweg.



Wir nehmen letztere Variante, entschließen uns auf Grund der Affenhitze jedoch zur Umkehr. Nach dem Abendessen umfahren wir mit den Rädern in nullkommanix den eigentlich kostenpflichtigen Eingang, der um 19 Uhr geschlossen wurde.



Unter wenigen Betrachtern genießen wir eine uneingeschränkte Sicht. Schade, dass wir das Stativ nicht mitgenommen haben. Die Brücke wird zart lila angestrahlt und je dunkler es wird desto schöner der Anblick. Kurz vor Mitternacht sind wir um einige schöne Erinnerungen reicher zurück auf dem Campingplatz.


Montag, 8. Juni 2015
Nach ausgiebigem Frühstück begeben wir uns auf eine längere Strecke nach Gruissan.



Gegen Mittag erreichen wir das malerische Fischerdorf mit seinen Lagunen und erkunden Kirche und Burg. Unsere Strapazen werden durch atemberaubende Rundblicke belohnt.









Da die Läden noch geschlossen haben, machen wir es uns in vorderster Reihe der Lagune im Schatten des Kastenwagens gemütlich.



Um 16 Uhr geht es zurück zum bekannten Salz- und Öleladen, danach decken wir uns mit Obst und Gemüse ein und erreichen den Dexter gerade noch rechtzeitig vor Ausbruch des Gewitters.

Wegen des Wetterwechsels entschließen wir uns zur Weiterfahrt bis ins ca. 80 km entfernte Canet Plage.



Hier gibt’s laut ADAC den weltbesten Campingplatz „Le Brasilia“. Nachdem kurz vor Erreichen des CPs nur knapp neben uns ein Blitz eingeschlagen hat, sollte die nächste Katastrophe gleich darauf folgen. „Nur-mal-gucken-wollen“ gibt’s hier nicht. Wenn man den Brasiliaweg einmal eingeschlagen hat, gibt es kein zurück. Wir rollen zum Eingang. Ein freundlicher Mitarbeiter erkundigt sich:"Vous avez réservé?“
Wir: „Non“, Er: „Pas de problème, arrêttez à la droite“. Währenddessen wischt ein anderer CP Mitarbeiter die Windschutzscheibe des Dexters trocken und bringt einen Brasiliaaufkleber an.
Wir begeben uns zur Info, die dem Entrée des Frankfurter Hofs gleicht. Hier spricht Frau deutsch und erkundigt sich, wie lange wir gedenken zu bleiben. Während wir uns etwas ratlos auf dem Tresen abstützen, erhalten wir ungefragt unsere Clubbändchen. Wir wurden eingecheckt und befinden uns im Schlund eines künstlich angelegten Minidorfes, in dem an alles gedacht wurde, was der gemeine Camper nicht braucht.





Irgendwas erinnert an Hape Kerkelings „Club Las Piranas“, aus dem es auch kein Entkommen gab. L’addition: Emplacement confort, 2 personnes, 1 animaux, électrizité, Taxe de séjour, complet € 40,20.
Wir wollten nur übernachten, Bettwäsche und Handtücher haben wir selbst dabei.
Le camping vous remercie, à bientôt au Brasilia – eher nicht.

Ein weiterer Mitarbeiter lotst uns per Rad zu unserer Bucht umgeben von sauber geschnittenen Buchsbaumhecken, mit Blick auf das luxuriöse Sanitärgebäude.



Wir bereiten uns eine leckere Gemüsepfanne und drehen eine Runde über den Platz mit all seinen Annehmlichkeiten, die wir nicht nutzen können, weil es in Strömen regnet. Dafür gehen wir ausgiebig duschen und fragen uns, wo wohl Lisa und Tom jetzt rumeiern.

Dienstag 9.Juni 2015
Nach dem Frühstück erkunden wir nochmals den Platz: Da bringt gerade der stramme Bademeister die Frauen in der Wassergymnastik durcheinander.



Wir entdecken 2 Esel, die geduldig auf Ihren Einsatz bei der Kutschfahrt warten.



und stellen fest, dass es in der Nähe des Eingangs noch deutlich einfachere Parzellen gegeben hätte, die uns aber nicht angeboten wurden. Um 11 Uhr ist der Spuk vorbei und wir verlassen den Brasiliatrubel. Das Navi ist programmiert auf Collioure.



In Collioure finden wir nach längerer erfolgloser Suche einen schönen Parkplatz mit kurzer Entfernung zum Ort.



Schade, dass wir nur für 2 Stunden die Parkuhr gefüttert haben, denn in Collioure gibt’s unendlich viel Schönes zu entdecken.















Nun sind es nur noch knappe 70 km bis zum Camping Aquarius.



Wir entschließen uns die Küstenstraße entlang zu fahren. Der Fahrer fährt ordentlich und magenschonend, sodass die Beifahrerin während der Fahrt ein paar Fotos aus dem Auto machen kann. Zwischendurch bieten sich immer wieder tolle Aussichten von Parkplätzen.










Am frühen Abend erreichen wir den CP Aquarius und richten uns ein. Endlich mal kein ständiges ein- und ausräumen. Durch Brad finden wir schnell Kontakt zu anderen Campern mit und ohne Hund. Hier sind viele deutsche Dauercamper mit Wohnmobilen und Wohnwagen. Manche lassen den Wohnwagen das ganze Jahr über dort, dann wird er von einer Firma ins Winterquartier abgeholt und im nächsten Sommer wieder zum Aquarius gebracht. Tolle Idee eines deutschen Existenzgründers in Spanien. Unsere direkten Nachbarn sind schon seit April hier. Sie geben uns wertvolle Tipps wo man was sehen und gut essen kann.



Ein weiterer Nachbar erklärt uns, wie wir unser Wohnmobil sturmsicher machen. Der Tramontana ist sehr gefürchtet. Wenn der bläst, bleibt kein Zelt stehen und schon gar keine Markise eines geliehenen Kastenwagens, die nicht einmal durch Heringe gesichert ist.
Die anderen haben alle solche Planen vor ihren Wohnmobilen liegen. Man trägt dann nicht den ganzen Schmutz ins WOMO. Im campingeigenen Supermarkt erstehen wir eine solche für 25 Euro. Die Investition lohnt sich.



Mittwoch 10.Juni 2015
Wir lassen die Seele baumeln und genießen das schöne Wetter, die schöne Umgebung und das warme Wasser des Mittelmeeres.



Wir fahren mit den Rädern zum Markt nach Sant Pere Pescador und treffen dort auf unsere Verwandten, die ebenfalls auf Aquarius Urlaub machen. Am Abend radeln wir zum nächsten Campingplatz.

Donnerstag 11.Juni 2015
Heute machen wir eine Radtour durch Sant Pere Pescador und anschließend wieder ausgiebig Siesta. Es lässt sich hier prima aushalten. Umgeben von netten Leuten auf einem sauberen Platz, wo alles picobello und im Waschhaus ständig eine am Wischen ist, wird der Toilettengang und das Duschen zu keinem Problem. Nie hätte ich gedacht, dass mir Camping so viel Spaß macht.
Sogar unser Geschirr spülen wir hier im öffentlichen Spülbereich. Da hat man ständig Gesellschaft und es gibt immer was zu gucken. Dafür haben wir uns eine große rote Spülschüssel gekauft. Bloß etwas zu früh, denn der richtige Camper verfügt über eine Spülschüssel mit Henkeln, die sich wesentlich besser tragen lässt.

Am Abend sitzen wir alle gemütlich in der Strandbar, bis diese schließt.



Freitag 12.Juni 2015
Heute war Waschtag auf Aquarius und ausgerechnet als wir unsere Leinen zum Trocknen spannen, beginnt es zu regnen. Wir hängen alles unter die Markise und unser Stellplatz gleicht einem Flohmarktstand.




Samstag 13. Juni 2015
Der Tag wird verbummelt mit Relaxen und wir überlegen noch einen Tag dranzuhängen. Zu schön ist es hier um schon wieder abfahren zu müssen.







Am Abend essen wir alle zusammen Tapas bei Mas Gusó





Zuerst bestellen wir Hähnchenspieße mit Pommes und Salat, Sardinen, dazu Weißbrot mit Tomaten. Anschließend teilen wir uns noch einen Thunfisch im Kateifiteig auf einer leckeren Ajolicreme und zum krönenden Abschluss gibt’s für jeden noch Eis mit Crêpes und dazu Cappuccino. Man gönnt sich ja sonst nichts.



Sonntag 14. Juni 2015
Wir besuchen Pals, das malerisch am Berghang liegt.



Schnell finden wir Dank der kompakten Maße unserer vierrädrigen Puppenstube einen Parkplatz am Straßenrand und begeben uns in den uralten Ort. Wir steigen treppauf und treppab und schlängeln uns durch die engen Gassen.















Um Pals herum gibt es zahlreiche Reisfelder. Wir dachten, dass Reis nur in Asien wächst. Wieder was dazugelernt.



??? Oh spanish rice ???



Auf dem Heimweg stoppen wir bei einem Aldi, der sonntags geöffnet hat und füllen unseren Aqua con Gas- und Milchvorrat auf.

Dann halten wir bei Mas Gusó. Wir probieren uns durch die Fässer und entscheiden uns für einen leichten trockenen Roten, einen süffigen halbtrockenen Roten und einen Rosé, alle ausgewogen bei höchster Konzentration von Fruchtigkeit und mild im Abgang ?
An der Kasse wunderte ich mich über den Preis, der kommt mir spanisch vor. Hatte ich die Literzahl und den Preis dafür grob überschlagen und einen 50 Euroschein gezückt, so steht da plötzlich 16:53, woraufhin ich den Fünfziger wieder wegsteckte und der Kassiererin mein Kleingeld reiche. Die schaut mich sparsam an..
Peinlich, ich war gerade in Begriff die angezeigte Uhrzeit zu bezahlen. Schön, wenn man im Urlaub jeden Tag was zu Lachen hat.


Montag 15. Juni 2015
Heute ist nun endgültig Schluss mit Aquarius und unser Abschied naht. Nachdem wir alles vorschriftsmäßig verstaut haben, verabschieden wir uns von allen und rollen Punkt 12 vom Platz. Irgendwie kommen wir uns kleinbürgerlich vor. Das hat bestimmt noch keiner so auf den Punkt genau hingekriegt.
Wir nehmen die Autobahn, schließlich haben wir 350 km zu bewältigen und wollen noch was sehen. Navi auf Rustrel eingestellt



und am späten Nachmittag erreichen wir das Colorado Provencale de Rustrel.
Der Parkplatz und das Kassenhäuschen haben schon geschlossen aber die Ausfahrt ist offen. Also machen wir die Ausfahrt zur Einfahrt, suchen uns einen schönen Parkplatz und begeben uns zu Fuß ins Colorado.






Wir nehmen die blaue Route. Nicht, weil diese einfacher ist als die rote, sondern weil man laut Reisebericht der Süddeutschen auf der blauen Runde schneller mitten im Geschehen ist. Nach 20 Minuten stehen in einer unbeschreiblich schönen Landschaft, die sich in allen Ocker- und Rottönen präsentiert. Was haben wir nur für ein Glück, dass auch heute hier die Sonne scheint und somit die Farbenpracht richtig gut zur Geltung kommt











Nach unserer Runde machen wir es uns vor dem Dexter gemütlich, laden Tisch und Stühle aus, essen und lassen es uns gut gehen. Wieder einmal haben wir alles richtig gemacht. Dadurch, dass wir einen Tag später hier angekommen sind. umgingen wir den Sonntagstrubel und waren fast alleine auf unserer Wandertour.

Dienstag 16. Juni 2015
Bevor das Kassenhäuschen des Coloradoparkplatzes öffnet und weil unser Brotvorrat aufgebraucht ist, starten wir sehr zeitig in Richtung Roussillon. Unterwegs kommen wir durch einen hübschen Ort namens Saint-Saturnin-lès-Apt. Dort werden gerade die Stände des Wochenmarktes aufgebaut.









Zwischendurch stärken wir uns mit den inzwischen zu einer festen Institution gewordenen Apfelstückchen und fahren weiter nach Roussillon. Als Frühaufsteher haben wir den Vorteil, dass wir auch hier keine Parkplatzsorgen haben. Für 2 € können wir am Fuße des Ortes sogar 24 Stunden parken.









Wir erkundschaften Roussillon in allen Ecken, bevor wir uns auf den Weg in „Les Ocres de Roussillon“ begeben. Hier werden 5 € Eintritt fällig. Dafür werden wir aber auch mit Infomaterial versorgt. Gut gerüstet entschließen wir uns diesmal nicht für die „Familienabfahrt“ sondern für die rote Route.











Später trinken wir in einem Café im Ort noch 2 café au lait und laufen zurück zum Dexter.







Auf dem Parkplatz gibt es inzwischen keine freie Lücke mehr und ein älteres Ehepaar scheint sich zu freuen, als wir aufbrechen. Wir überlassen den beiden neben der Parklücke auch noch unseren Parkschein. Außer sich vor Freude winken sie uns zu Abschied noch hinterher. Jeden Tag eine gute Tat.

Unser letztes Ziel für heute soll Fontaine-de-Vaucluse sein.



Im ca. 20 km entfernten Ort stehen wir am frühen Abend vor den Schranken des WOMOstellplatzes, direkt an der Sorgue gelegen. Mit den Tücken des Automaten muss man sich erst einmal vertraut machen.



Gleich kommt uns eine nette Dame zu Hilfe, die dieselben Probleme beim Einchecken hatte wie wir. Sie nahm die Telefonhotline zu Hilfe aber wir können telefonisch niemanden erreichen. Also folgen wir Schritt für Schritt den Anweisungen des weißen Blechkastens: „Führen Sie Ihre Kreditkarte ein. Geben Sie Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse an“ (was die alles wissen wollen). Soweit klappt ja alles, auch wenn es eine zeitraubende Prozedur ist. Nachdem wir den Vorratsdatenspeicher gefüttert haben, spuckt der Automat unsere Campingcard aus. Jetzt sind wir Mitglied bei Pass’Etapes, was uns zum Parken und Übernachten auf zahlreichen französischen WOMOplätzen berechtigt. Nun muss die Karte an einem anderen Lesegerät eingelesen werden und nach einer gefühlten Stunde stehen wir auf den Platz. Für 9,60 € pro Übernachtung haben wir Frischwasser, Strom und W-Lan, können Abwasser und Chemieklo entleeren und haben einen eigenen Badesteg zur Sorgue. Da kann man nicht meckern. Und der Bürgermeister höchstpersönlich kommt auf den Platz und erkundigt sich, ob alles zu unserer Zufriedenheit ist.



Nun heißt es aber endlich den Ort zu erkunden und zur Fontaine aufzubrechen. Mit den Rädern und Brad im Körbchen sind wir schnell im Ort und machen uns auf den Weg zur Quelle.







Die Quelle der Sorgue ist die größte Frankreichs und die fünftgrößte Quelle der Welt.



Nach dem Gewaltmarsch besichtigen wir noch eine Papiermühle und ein Miniaturmuseum und machen uns auf den Rückweg zum Stellplatz.










Mittwoch, 17. Juni 2015
Unsere Abfahrt verzögert sich, da der Bäcker im Ort heute geschlossen hat und der kleine Lebensmittelladen erst um 9 Uhr öffnet. Wir ver-und entsorgen, machen noch die Bekanntschaft von 2 netten Nordfriesen und starten gegen 11 Uhr zu unserem nächsten Ziel



Vor uns liegen 400 km zum Lac Chalain im französischen Jura.

Wir wollen Autobahnen meiden, damit wir noch bisschen was von Land und Leuten sehen. Doch nach paar Stunden und wenigen Kilometern begeben wir uns doch wieder auf die Autobahn. Zeit ist schließlich auch Geld und irgendwann will man ja mal ankommen.





Den Campingplatz am See erreichen wir abends und laufen ein bisschen am See entlang, Hier ist der Hund begraben.
Der Weg zum Ort zieht sich und so machen wir ein paar schöne Abendaufnahmen mit der untergehenden Sonne über dem See, duschen, essen etwas und gehen schlafen.








Donnerstag, 18. Juni 2015
Wir sind früh wach und frieren wie die Schneider. Es sind nur 12°C hier in den Bergen.
Wenigstens öffnet der Bäcker um 7 Uhr und so können wir schnell frühstücken und auschecken. Wir fahren zu den Cascades du Hérisson.







Der Höhenunterschied zwischen Anfangs- und Endpunkt beträgt beachtliche 300 Meter. Wir klettern etwa bis zur Hälfte und kehren dann um. Schließlich liegen 350 km bis ins Elsass vor uns. Auf den Nationalstraßen hier lässt es sich besser fahren als in Südfrankreich.



Es regnet. Wir machen Rast und nehmen zum letzten Mal 2 café au lait und 2 pain au chocolat.
Da uns Straßburg abends im Regen wenig vielversprechend erscheint, planen wir um und machen Station im malerischen Ribeauvillé im Elsass.











Da es zum Abendessen noch zu früh ist, entschließen wir uns zur Weiterfahrt ins auf der anderen Rheinseite gelegene Achern. Unser Smartphone weist uns den Weg zu einem netten Restaurant, das aber leider diese Woche geschlossen hat. Wir kehren im Dorfkrug ein, bestellen Schnitzel mit Beilagen und lassen es uns gut schmecken.
Gegen 22 Uhr beschließen wir, nicht auf dem Feuerwehrplatz im Ort zu übernachten, sondern direkt nachhause zu fahren, wo wir gegen Mitternacht eintreffen.




Fazit:

Wir verbrachten zwei schöne Wochen bei tollem Wetter. Wir fuhren gut 3000 km und haben viele schöne Orte gesehen. Wir haben nette Leute kennen gelernt und das Nomadenleben sichtlich genossen.

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Ganzalleinunterhalter am 29 Dez 2015 14:57:18

Vielen Dank für's mitnehmen - ein super toller detailierter Reisebericht mit phantastischen Bildern hinterlegt ! MERCI !
Vieles wiedererkannt :lol:

rentner2011 am 29 Dez 2015 15:07:24

Hallo birgit60,
sehr schöner und detaillierter Reisebericht! Auch die Karten/Routenansichten der Reiseabschnitte gefallen mir sehr.
Da meine Frau und ich bis lang Frankreich mit dem WoMo nur gestreift haben, ist der Bericht eine tolle Inspiration für uns und weckt das verlangen auch so eine schöne Reise zu unternehmen.
Vielen Dank!

Anzeige vom Forum


wohnmobilbenutzer am 29 Dez 2015 17:43:31

Hallo,

schöner Reisebericht. Ihr habt in nur 14 Tagen viele Sehenswürdigkeiten in Südfrankreich mitnehmen können.

Im Nachhinein betrachtet hätte man vielleicht Canet Plage weglassen können und sich dafür in Collioure mehr Zeit nehmen können. Collioure und die Umgebung zähle ich zu den schönsten französischen Küstenabschnitten westlich der Rhone - zumindest außerhalb der Hauptsaison. Da gibt es ein paar Km entfernt auch einen sehr schönen Campingplatz auf den Klippen (siehe mein Womo-Bild) bzw. im Ort einen Womo-Stellplatz (den ich aber selbst nicht kenne).

Aber die Leser haben jetzt in jedem Fall von euren Erfahrungen proftieren können.


Grüße

Anne42 am 29 Dez 2015 17:55:52

eine sehr schöne Route seid ihr da gefahren, vieles war mir selbst bekannt und ich habe mich gerne erinnert, anderes hab ich noch nicht gesehen und du hast mir wieder Lust auf Frankreich gemacht. Tolle Fotos, danke!!!!

birgit60 am 29 Dez 2015 19:59:00

wohnmobilbenutzer hat geschrieben:Hallo,

schöner Reisebericht. Ihr habt in nur 14 Tagen viele Sehenswürdigkeiten in Südfrankreich mitnehmen können.

Im Nachhinein betrachtet hätte man vielleicht Canet Plage weglassen können und sich dafür in Collioure mehr Zeit nehmen können.
Grüße


Du sprichst es an: Canet Plage war sozusagen mit dem nassen Hut gewedelt :evil: . Wir wollten den Platz auch eigentlich nur Mal anschauen, weil wir darüber schon soviel gehört hatten. In Anbetracht des schweren Gewitters waren wir aber froh, irgendwo unterzukommen. In Collioure waren wir früher schon mit dem Auto. Auf jeden Fall werden wir uns nochmal Zeit für Collioure nehmen und dann auch dort auf dem Klippen-CP Stellung beziehen.

martinwernerbingen am 29 Dez 2015 20:39:55

hallo Birgit und Anhang,
eine wirklich schöne Tour. In sehr kurzer Zeit. Ich kenne einige der gezeigten Orte seit mehr als 30 Jahren.
Leider haben die Costa Brava und auch Südfrankreich viel an Charme verloren. Meine persönlichen Favoriten
sind jetzt mit dem Campingbus (früher mit dem Motorrad oder Pkw) das Massiv Central, Rhone Alpes, Jura,
Elsaß. In Spanien Castilla la Mancha, Pirineos.
Grüße und weiterhin viel Spaß, Martin

veggileo am 10 Mär 2016 16:20:13

Hallo Birgit,
ein toller Reisebericht.
Macht Lust loszufahren :top:
LG, Silvia

kitally am 13 Mär 2016 11:20:52

Hallo Birgit,
ein schöner und detaillierter Bericht.
Da ziehe ich mir auch was raus

Danke schön!!!

buddytours am 22 Aug 2016 08:22:33

Hallo Birgit,
wir sind öfter in Frankreich unterwegs, dein Reisebericht ist mit viel Aufwand und Zeit entstanden, ebenso sind Orte dabei bei denen wir schon waren, aber auch welche die wir nächstesmal mit einplanen werden. Der Bericht ist spannend und macht neugierig. Vielen Dank dafür.
Gruß Andreas :)

jokathi am 22 Aug 2016 10:17:57

Ich weiß nicht, weshalb ich erst jetzt auf diesen tollen, wirklich tollen Reisebericht komme. Er ist einfach klasse. Und meine Frau und ich biegen uns nachhaltig vor Lachen wg.der Situation, als im Weinladen die Tageszeit in Euro statt des Weinpreises vorgelegt wurde.

Aretousa am 22 Aug 2016 13:39:16

Ich stelle auch gerade fest, dass mir dieser so schöne und beeindruckende, dazu sehr informative Reisebericht bisher nicht aufgefallen ist.
Zu der Zeit, als er erstellt wurde war ich wohl unterwegs und da verzichte ich ja gerne aufs Internet.
Birgit ihr habt eine tolle Tour gemacht und ich bin froh, dass du uns darüber berichtet hast.
Außer auf dem vom ADAC hochgelobten Campingplatz waren wir wohl auch schon überall, San Pere Pescador und Ardeche allerdings noch mit PKW und Zelt. Ich fand es einfach schön, in Erinnerungen zu schwelgen und gleich von neuen Reisen zu träumen.
Vielen, vielen Dank.

reisetanteuta am 23 Aug 2016 09:35:36

Toller, lebendig geschriebener Reisebericht mit sehr schönen Bildern.

Das Lesen hat mir großen Spaß gemacht, und wenn wir am Wochenende unseren großen Frankreichurlaub antreten, werden wir sicher das eine oder andere von euch erwähnte Ziel ansteuern.

Vielen Dank für die Mühe.

Gruß

Uta

saharasepp am 23 Aug 2016 12:17:14

ein schöner beitag,vor allem auch mit humor geschrieben, was ihn von vielen anderen schreibern unterscheidet.

wünsche euch weiterhin viele schöne reisen.!

Gr.Günther :love:
:bia: :runningdog:

womifahrer am 23 Aug 2016 12:56:36

hallo,schöne Tour mit Bildern unterlegt,wir waren selbst jetzt vor kurzem in Nordfrankreich und uns hat es auch sehr gut gefallen,nächstes Jahr sicher etwas länger wieder.

mk9 am 23 Aug 2016 19:50:09

auch ich habe diesen schönen Reisebericht erst jetzt gesehen. Verstehe nicht, dass mir das passiert ist.
Aber umso schöner, dass ich wieder einmal einen reich bebilderten Frankreichbericht lesen konnte. DANKE.

Kleine Bemerkung am Rande: Alle, die bisher in Roussillon gewesen sind, haben das bemalte Holztor fotografiert. :)

Gruß vom schönen linken Niederrhein
Manfred

Gast am 23 Aug 2016 20:42:30

mk9 hat geschrieben:Kleine Bemerkung am Rande: Alle, die bisher in Roussillon gewesen sind, haben das bemalte Holztor fotografiert. :)

:eek: Ich nicht.... sollte ich das übersehen haben? :gruebel:

Ein Grund, nochmal dahin zu fahren! :D :lach:


Danke Birgit für den schönen Bericht mit den tollen Fotos! :)

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