muchel am 13 Apr 2016 08:33:30 Hallo, ich habe zu viel gegoogelt und eine Menge... Blödsinn gelesen.
Vielleicht kann mir an dieser Stelle jemand sagen, wie voll eine 120 AH AGM Batterie wirklich wird, wenn sie nicht mir der optimalen Ladekennlinie von bis zu 14,8 Volt geladen wird. Ich habe die Befürchtung, dass meine neue AGM 120 AH vielleicht mal gerade 80 % voll ist, da ich kein geeignetes Ladegerät besitze.
Einige haben ja spezielle Batteriecomputer wie z.B. von NASA o.ä. da könnte man doch statt wilde Berechunngsformeln aufzustellen, praktisch ablesen wie voll sie wirklich wird, oder?
Gast am 13 Apr 2016 08:43:30 Nein,
Du hast nicht genug gelesen oder nicht verstanden.
Zunächst wird deine Batterie zwar voll, Aber wird schnell ausfallen aufgrund fehlender Spannung für die erforderliche Absorption und Ausgleichsladung.
Dein Alf
Gast am 13 Apr 2016 08:46:24 Ja richtig, Das könnte man machen.... Nur wer? :mrgreen:
wird aber vermutlich nicht aussagekräftig sein da die Batterie Computer zu früh eine volle Batterie anzeigen und dadurch kein exakter ablese Wert erscheint!
Hier wäre ein 12v Wattmeter bzw Energiemessgerät besser zum dazwischen hängen!
Dazu müsste die AGM Batterie Teil entladen werden und mit 14,4v ladeschlussspannung bis zum erreichen der erhaltungsladung geladen werden.
Nun beginnt die Messung, das Ladegerät auf AGM 14,8v stellen und laden bis zum erreichen der ladeschlussspannung .
Nun kannst du bei einem Wattmeter die in die Batterie geflossene Energie ablesen und auf Ah umrechnen.
Dann weis man wieviel gefehlt hat...
xbmcg am 13 Apr 2016 12:09:26 Die Batteriemeter sind Schätzeisen. Man kann die tatsächliche Kapazität nicht zerstörungsfrei anzeigen, sie hängt auch stark vom Entladestrom ab. Kein Messgerät kann Dir sagen, wie voll genau die Batterie ist.
Man kann es nur durch Messen der entnommenen Leistung / des entnommenen Stromes berechnen, danach ist die Batterie aber leer. Sie altert auch, jeder Ladezyklus verändert die Kapazität.
Man kann auch nicht messen, wieviel Energie geladen wird und daraus den Füllstand ableiten, weil die zugeführte Energie beim Laden auch in Wärme umgewandelt wird. Es ist immer eine Schätzung.
Die Batterie ist per Definition voll, wenn sie die Ladeschlußspannung erreicht hat und der Ladestrom dabei gegen Null geht (Batterie gesättigt). Eine weitere Erhöhung der Spannung führt wieder zu einem Ladestrom, der aber zur nur zum "kochen" / gasen der Batterie und damit zum Elektrolyt-Verlust führt. Bei Wartungsfreien Batterien wird die Batterie dauerhaft geschädigt, weil nicht nachgefüllt werden kann. Nassbatterien kann man mit gezieltem Gasen reconditionieren und wiederbeleben, indem die Ablagerungen an den Platten durch das Gasen teilweise zerstört werden.
Die Ladeschlussspannung ist eine Festlegung des Herstellers und bezeichnet die Spannung, bei der die Batterie bei Raumtemperatur noch nicht gast. Je nach Aufbau und Elektrolyt sind das unterschiedliche Spannungen. Eine Nassbatterie wird schon bei 14.2V gasen, GEL Batterien bei 14.4V und AGM (Säure getränkte Glasfasermatten) gasen ab 14.8V. Ladegeräthersteller wählen in der Regel 0.1V niedrigere Spannungen zum Abschalten, um nicht in die Haftung zu kommen, falls Batterien durch das Ladegerät zerstört werden.
Hersteller geben auch eine Erhaltungsladespannung an, 13.4 ... 13.8V je nach Typ. Das ist die Spannung, die die Batterie bei dauernder Ladung aushält, ohne auszutrocknen. Wird auch als Standby-Ladespannung bezeichnet.
andwein am 13 Apr 2016 16:44:09 Ach, das ist eine wirklich schöne Zusammenfassen zum Thema "Batterie voll", "wann und wie voll", und den chemischen und physikalischen Zusammenhängen. Auch das Thema "Batteriecomputer" und der Glaube an dessen Exaktheit (weil er sich Computer nennt) ist halt ungebrochen, aber nur weil niemand das zustandekommen der angezeigten Ergebnisse kennt. Ein bekennender "nicht Batteriecomputer-Anwender", ich verlasse mich seit 35 Hahren auf die analoge Anzeige, Gruß Andreas
Gast am 13 Apr 2016 18:55:28 ...naja , ganz so ungenau sind die Dinger nicht.
Ob das Ding bei 95% tatsächliche Kapazität 100% anzeigt spielt in der Funktion doch keine Rolle.
Diese Streueung isz wiederholbar und ändert sich kaum, nur mit Altern der Batterie.
Somit geben diese Computer ein weit genaueres Bild des aktuellen Status als es jedes andere Instrument tut. Das dies nunmal nicht eine Füllstandmessung eines Wassertanks oder Sprittank entspricht ist klar.
Man kann jedenfalls anhand solchen Geräten ein relativ genauen Durchschnittsverbrauch abschätzen und vorallem ein wesentlich genaueres bild der aktuellen Kapazität bei wechselnden Lade/Entlade-Aktivitäten bei den die Batterie nicht richtig voll oder leer wird.
Dies ist vor allem der Fall beim autarken Stehen, wenn permanent entnommen wird und permanent über solar geladen wird verliert man leicht den Überblick mit herkömmlichen Merthoden. Genau hier , wenn mann autark ist , sind die Dinger gold wert!
gruss
andwein am 14 Apr 2016 10:48:22 Da hast du recht. Wenn man andauernd den BC abliest bekommt man unter Umständen ein besseres Gefühl für den Verbrauch und Ladung. Aber nur wenn man sich beides bewußt macht und dann auch mal den Gebrauch der Kaffeemaschine sein läßt wenn der BC 50% Restkapazität anzeigt. Wenn man trotz dieser Anzeige fleißig Kaffee produziert hat man zwar abgelesen, die Batterie verliert trotzdem an Lebensdauer. In meinen Augen bringt das alles nur was, wenn man sich dann auch danach richtet. Der unerfahrene Ableser tut es meistens nicht, und der erfahrene Batteriestromnutzer hat sich das alles schon ohne BC angeeignet. Trotzdem finde ich, so ein BC macht sich gut im Anzeigebereich, ein schönes technisches Gerät. Mit allen Parametereingabeungenauigkeiten (Peukertfaktor, Batterietyp, Batteriealterung), Kabelverlegungs und Einstreuungsproblematiken erreicht man bestimmt 95% Anzeigegenauigkeit. Ich finde mit einer Verdopplung der Batteriekapazität zahlt man weniger und kommt weiter. Es ist halt eine Frage der Investitionsprioritäten! Ich weiß, meine Aussage ist provokatorisch, aber ist sie falsch?? Gruß Andreas
Gast am 14 Apr 2016 11:23:02 andwein hat geschrieben:Ich weiß, meine Aussage ist provokatorisch, aber ist sie falsch?? Gruß Andreas
Falsch? Nein, sicher nicht. Aber so teuer sind die Dinger nicht und wenn man so ein schlaue Anzeige hat wie ich (3 LEDs), hat man vielleicht schon Lehrgeld in neue Batterien investiert, das man sich mit einer präzisen Anzeige hätte sparen können. Man hat ja eine Prozent-, Ah-, Volt-, Entnahme- und Restdaueranzeige. Mir hilft das mehr als die vorgesehen 3 LEDs. Wie so oft - ein Fallentscheidung
kheinz am 14 Apr 2016 11:40:25 Wie voll die Akkus wirklich werden ist mir eigentlich egal. Für mich ist nur wichtig das alles, also Heizung, Licht und Wasserpumpe funktionieren. Und das meine zwei Voltmeter bei der Entladung nicht unter 12 Volt und bei der Ladung durch die Lichtmaschine mindestens 14,4 Volt und durch Ladung mit den 240 Volt Ladegeräten die Fahrzeugbatterie mindestens 14,4 Volt und die Versorgungsbatterien mindesten 14,8 Volt bekommen. Wenn die Akkus dann noch 8 - 9 Jahre ihren Dienst tun bin ich zufrieden und mach mir nicht noch mehr Probleme indem ich so einen Mist wie Batteriecomputer oder ähnliches einbaue.
MfG kheinz
Heimdall am 14 Apr 2016 16:09:39 Wenn du deine Batt. öfter bis 12V entlädst werden sie höchstens 2 Jahre alt, wahrscheinlich nicht mal das. Was Mist ist entscheidet jeder für sich, für mich ist es dein Posting.
Gast am 14 Apr 2016 16:11:39 Ach komm schon, schlagt euch mit Argumenten - nicht mit Angiftereien :roll:
berny2 am 14 Apr 2016 16:31:46 andwein hat geschrieben:Ein bekennender "nicht Batteriecomputer-Anwender", ich verlasse mich seit 35 Hahren auf die analoge Anzeige,
... und ich mich u.a. auf die Temperatur.
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