Um anderen Interessenten eine Erfahrung zu Luftfederung VBAirsuspension weiterzugeben:
Wir haben uns vor 2 Jahren einen sehr gut ausgestatteten gebrauchten Pössl Roadcruiser gekauft (EZ 2011 mit 20'km), der direkt von Pössl verkauft wurde (von einem leitenden Angestellten genutzt).
Ausschlaggebend war u.a. die eingebaute Vollluftfederung von VB Airsuspension, da wir einen Motorradträger mit Enduro haben. Die Luftfederung wurde wohl Ende 2011 eingebaut (erschließt sich mir aber nur aufgrund eines Teileaufklebers auf dem Kompressor). Der Kaufpreis war entsprechend hoch.
Grundsätzlich sind wir begeistert vom Fahrverhalten mit der Luftfederung und den Möglichkeiten (Niveau einstellen etc.). In unserem zweiten Nutzungsjahr hatten wir das Gefühl, dass die Federung vorne links sehr selten durchschlägt und nach der Winterpause jetzt im März 2016 hatte das Fahrzeug deutlichen Schrägstand bei ca. 35Tkm (nur seltene und sorgsame Nutzung).
Nach Kontakt mit VB Airsuspension Deutschland wurde erst von einem einfachen Defekt ausgegangen (Höhensensor), nach Prüfung durch eine VB Vertragswerkstatt (Fa. MobiTEC Nähe Memmingen) und Ferndiagnose VB wurde jedoch erkannt, dass nach nur wenigen Jahren und km der Stoßdämpfer vorne links defekt ist. Durch Ölverlust in den Luftbalg/Luftleitungen und in den Ventilblock wurde nun ein Satz komplett neuer Stoßdämpfer vorne und ein neuer Ventilblock mit Luftleitungen fällig. Dass eine Technik, die Robustheit und Qualität in der Werbung verspricht (auch in Rallye Dakar) nach so kurzer Zeit so dramatisch ausfällt ist erschreckend, insbesondere ist das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit gewesen. VB hat sich zu einer teilweisen Kulanz bei den Ersatzteilkosten (ca 50%) durchgerungen, aber keinerlei Kostenübernahme von Arbeitskosten. Ich bin auf über 2000 € Kosten sitzengeblieben. Es werden jetzt wohl nicht mehr Konidämpfer verbaut, sondern Al-Ko.
Das Verhalten von VB hat mich sehr enttäuscht, der deutsche Vertreter war noch bemüht, aber angeblich hat die Zentrale in Holland nicht mehr zugesagt. Natürlich bestand kein rechtlicher Anspruch mehr, aber wenn Werbung und Anspruch der Firma laut homepage und Wirklichkeit dann so auseinanderklaffen muss ich doch andere Interessenten an einer Vollluftfederung finanziell warnen. Mein Vorschlag, dass wenigstens noch der nachträgliche Einbau von Notventilen von VB übernommen wird, um bei einem vergleichbaren Schaden irgendwo im Urlaub in der "pampa" wenigstens noch fahrbereit zu sein, wurde abgelehnt. Wer viel Geld investiert und die (finanziellen) Risiken eines Defekts akzeptiert wird Freude mit dem Federungssatz haben. Ich würde nach meiner Erfahrung jedoch das nächste mal auf ein einfacheres, zuverlässeriges, billigeres Luftfederungsergänzungssystem zurückgreifen.

