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Nutzwertanalyse Wohnmobilkauf


NuggetG am 01 Jun 2016 17:15:03

Hallo,
ich bin in der Vergangenheit häufig gefragt worden (außerhalb des Forums) welches Wohnmobil denn gut, besser, geeigneter, oder vorteilhafter für diese oder jene Anwendung sei. Da das immer vom Betrachter anhängig ist, habe ich mich einer Methode erinnert, die zur Bewertung und Gewichtung von Kriterien geeignet ist, um dann herauszubekommen, welches Fahrzeug (oder Boot, Haus, Angelausrüstung, ...) für einen geeignet ist. Die NUTZWERTANALYSE
Wenn wir das auf die Womosuche beziehen würde das bedeuten, dass ich mir überlege welche Kriterien bei einem Womo für mich wichtig sind (z.B. Motorleistung, Kilometerleistung, AHK,....) und dann verschiedene Angebote daraufhin vergleiche und bewerte, inwieweit das Angebot meinen Idealvorstellungen kommt.
Ein Vorteil der Analyse ist dabei, das die Kriterien untereinander gegeneinander abgewogen werden. Z.B. ist für viele die Kilometerleistung entscheidender als die Außenfarbe.

Lange Rede kurzer Sinn, ich habe Nutzwertanalyse! ;D

Diese Analyse ist in Excel von mir erstellt worden und kann unter folgendem Link abgerufen werden.
--> Link

Die eingetragenen Kriterien beziehen sich auf Wohnmobile allgemein und können beliebig geändert oder gelöscht werden.

Folgendes noch zur Erklärung:

- Auf dem ersten Tabellenblatt ist eine kurze Erläuterung zur Vorgehensweise
- Die Tabellenblätter sind in der Reihenfolge angeordnet, in der sie auch bearbeitet werden sollten.
- Bitte ändert nur in den blauen Feldern, da dann keine Formeln geändert werden.
- Die Kriteriananzahl ist auf 30 begrenzt. Ich denke, dass das schon viel zu viele sind. Wer also die Kriterrien auf ca. 10 reduzieren kann (einfach löschen) hat deutlich weniger Aufwand bei der Auswertung und evtl. auch ein klareres Ergebnis.
- Ich habe auf das "Schützen und Sperren" von Zellen verzichtet, damit jeder der möchte die Auswertung für seine Zwecke anpassen kann. Dadurch kann aber auch schnell versehentlich etwas geändert werden, was die Auswertung zerstört.
- Anregungen, Änderungswünsche und Kritik sind willkommen aber bitte erwartet nicht, dass eine Nutzwertanalyse alle Fragen und Möglichkeiten beantwortet.

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Gast am 01 Jun 2016 17:48:49

Ähhmm.. zum Reisen kommt ihr aber kaum noch vor lauter planen und analysieren :D (nicht böse gemeint).

Kai

HarryOWL am 01 Jun 2016 18:02:04

Dachte erst... oh man, was soll das!

Aber gar nicht schlecht, es geht ja nicht um das WoMo-BESITZEN, sondern um den Kauf eines WoMo´s und den Vergleich der Mobile des Verlangens untereinander!!!! :top:

Werde es für in 10-20 Jahren, wenn ein Austausch bevorsteht, im Gedächtnis behalten! ;)

Anzeige vom Forum


NuggetG am 01 Jun 2016 18:10:58

:lach: Ja mach das.....wenn es hilft freut es mich

Mover am 01 Jun 2016 21:07:28

Wie berechnet man den Nutzwert von Freude am Reisen, das Entdecken bisher fremder Gegenden und die vielen Überraschungen unterwegs?

Wie berechnet man den Nutzwert von mitreisenden PartnerInnen, Kindern und Hunden?

NuggetG am 01 Jun 2016 21:15:55

....nicht mit der Nutzwertanalyse :roll:

harpya am 01 Jun 2016 21:27:35

So eine Sache mit der Nutzwertanalyse, kommt auch auf die persönliche Lage an,
der Nutzwert einer Nutzwertanalyse.
So zu aktiven Zeiten war ein Nettolohn von 70-90 € durchaus Mittelmass.
Wenn ich jetzt so 100-200 Std. für die Nutzwertanalyse ansetze die verdienstfreie Zeit ist,
kann man ruhig etwas Risko eingehen.
Zumal das nur Vermutungen sind.
Gerade Km-Stand.
Ein DIesel kann bei falscher Fahrweise durchaus mit 50 00 Km schrottreif sein,
bei guter 500 000 km halten.
Das Womo meiner Eltern, Ducato Bj. ca. 95 hat 400 000km runter ,
normale Wartung, eine neue LiMa.
Entscheidend ist letztendlich oft das Bauchgefühl, " dieses Teil passt", der Rest unter ferner liefen.

Wir wollten auch ein "vernünftiges" kaufen, wurde gerade besichtigt und beim Gang über den
Platz stiessen wir auf den Kreos, schaun wir mal rein.
Ohne was drüber zu wissen, das wars.
So ein Womo ist ja auch etwas Familie.

Tinduck am 02 Jun 2016 07:37:53

Ja, so verschieden sind eben die Gemüter.

Ich finde die Nutzwertanalyse gut, weil sie jemanden vor teuren Bauchgefühl-Fehlkäufen bewahren kann.

Was hilft ein Aha-Erlebnis beim ersten Betreten, wenn man hinterher z. B. mit permanent überladener Hinterachse rumgurkt? Oder merkt, dass der TI bei -20 Grad dann doch vornerum etwas zugig ist?

Formalisierte Entscheidungsprozesse bilden die Basis eines guten Kaufes. Gefallen sollte es natürlich auch, aber das kann für einen sinnvollen Kauf einer hochkomplexen Sache nicht das einzige Kriterium sein.

bis denn,

Uwe

Lancelot am 02 Jun 2016 09:48:31

Tinduck hat geschrieben: Ich finde die Nutzwertanalyse gut, weil sie jemanden vor teuren Bauchgefühl-Fehlkäufen bewahren kann.


... und weil sie einen Nutzer (durch die klar strukturierte Form) zwingt, eigene Kriterien zu definieren und zu gewichten.
:gut:
Ergebnis wird - hoffentlich - eine objektive Entscheidungshilfe sein.
Ob man der dann auch wirklich folgt ... :nixweiss:
;D

StefanDe am 02 Jun 2016 10:18:47

Hallo Nugget,

sehr cool! Gefällt mir! :top: :top: :top:

VG, Stefan.

cbra am 02 Jun 2016 10:31:01

ich glaube das problem dabei ist die zielgruppe.

für erfahrene anwender wird es das tool nicht brauchen weil die erfahrung die gewichtung richtig setzt. für neueinsteiger sicher ein sehr gutes tool, aber vermutlich haben die das problem die richtigen antworten zu geben bzw. die prioritäten richtig zu setzen. wenn man noch nicht viel wohnmobil gefahren ist sind viele punkte kaum richtig zu beantworten.

bei mir persönlich ist es recht einfach > eigenbau, und in der bauphase wird eben jede offene frage mit der frau abgestimmt. aber eigenbauer sind wohl garnicht die zielgruppe ;)

rkopka am 02 Jun 2016 10:32:20

Tinduck hat geschrieben:Formalisierte Entscheidungsprozesse bilden die Basis eines guten Kaufes. Gefallen sollte es natürlich auch, aber das kann für einen sinnvollen Kauf einer hochkomplexen Sache nicht das einzige Kriterium sein.

Finde ich auch. Ich hatte am Ende meines letzten Auswahlprozesses 2 Womos, die recht ähnlich waren und eines das etwas weniger in Frage kam. Beide hatten unterschiedliche Details, die mir gefielen oder eben nicht. Ich hab dann auch die ganzen Parameter (Ausstattung, Zustand...) mit Noten in ein Excel gegeben und die jeweilige Wichtigkeit für mich bewertet. Am Ende kam ein Vergleichswert heraus. Das war sicher nicht das einzige Entscheidungskriterium, aber es hat das Bauchgefühl unterstützt.

Es kann sonst leicht passieren, daß man sich von etwas Zubehör und einer schönen Farbe zu sehr beeinflussen läßt, um die ganzen negativen Punkte zu erkennen. Gerade bei solchen Beträgen möchte ich doch so sicher gehen, wie halt möglich. Evt. ist allein die Analyse der für einen wichtigen Punkte schon eine Hilfe um sich klarer zu werden. Das gilt genauso für Erfahrene.

RK

xbmcg am 02 Jun 2016 17:18:54

Die nutzlosesten Dinge im Leben machen am meisten Spass.

Für ein Hobby würde ich nie versuchen eine Nutzwertanalyse zu machen, das Scheitern ist schon vorprogrammiert.
Wenn es ums Geschäft geht schon.

Tinduck am 02 Jun 2016 17:36:23

Es geht ja nicht darum, das Hobby zu zerpflücken, sondern ein Fahrzeug zu erwerben, das optimal zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Wer nur nach Farbe der Gardinen und Grundriss entscheidet, ist mit dem Bauchgefühl sicher super bedient - und postet hier hinterher Jammerthreads zu allen Themen, die er vorher nicht bedacht hat.

Davor kann die Nutzwertanalyse bewahren.

bis denn,

Uwe

heino78 am 02 Jun 2016 17:57:44

Ich finde das auch richtig gut... So ist der Anwender beim Ausfüllen "gezwungen", sich zu überlegen, was ist wie wichtig und vor allem im Vergleich zu X wie wichtig.
Ich denke, das kann so manchen Fehlkauf verhindern!
Natürlich bleibt ein Wohnmobil-Kauf eine emotional-gefärbte Bauch-Entscheidung, da muss sich keiner was vor machen... Aber die Tabelle hilft beim objektivieren!

Vielen Dank für die viele Arbeit und für das Zusammenstellen :top: :top: :top: :top:
Ich habe es gleich gespeichert, man kann das dadurch, dass es frei ist, auch für andere Dinge anwenden...

teuchmc am 03 Jun 2016 09:47:23

Moin Loide!Ick bin ja auch eher der "Bauch"mensch beim Kfz.Aber mein alter Herr und mein Bruder sind "Tabellen"freaks und da hat so eine Excel-Tabelle beim Neuwagenkauf einmal das Bauchgefühl bestätigt und einmal vor nem wirtschaftlichen Fehlkauf bewahrt.
Für nen Neuwagenkauf durchaus ne Hilfe.Für den Gebrauchtwagenkäufer(wie ich z.B.) eher nicht nutzbar, weil man aus Angebot und Nachfrage meistens nur den bestmöglichen Kompromis findet.
Sollte ich jemals nen Neuwagenkauf in Erwägung ziehen(wahrscheinlich eher im nächsten Leben ;D ), würde ich durchaus solch Tabelle nutzen.
Sonnigen Tach weiterhin.Uwe

rkopka am 03 Jun 2016 12:20:47

teuchmc hat geschrieben:Für nen Neuwagenkauf durchaus ne Hilfe.Für den Gebrauchtwagenkäufer(wie ich z.B.) eher nicht nutzbar, weil man aus Angebot und Nachfrage meistens nur den bestmöglichen Kompromis findet.

IMHO auch beim Gebrauchtkauf. Zumindest solange es mehrere Womos zum Vergleich gibt. Bei ähnlichen geht es dann eher um die Details. Bei deutlich unterschiedlichen (Aufbau) muß man eher die Verwendung (Aufteilung) und persönlichen Geschmack(Alkoven...) bewerten.

Gerade, wenn es nur ein Angebot gibt ohne direkten Vergleich, muß man anders werten. Evt. gegen ein IdealWomo. Wenn die Abweichungen dann gar zu hoch sind im Verhältnis zum Preisunterschied, sollte man das ganze vielleicht mal überdenken.

RK

NuggetG am 04 Jun 2016 08:39:35

Schöne Diskussion!
Ich finde auch das gerade bei Gebrauchten eine fundierte Auswertung fast noch wichtiger ist, da es außer dem Kriterium "Ist drin, ist nicht drin" (z.B. Klima) auch noch beachtet wird wie der Zustand ist.

Bei meiner Nutzwertanalyse ist jedenfalls ein Fehler aufgetaucht, den ich jetzt behoben habe. Das Löschen von Kriterien hatte zu Fehlern geführt.
Falls Ihr also die korrigierte Version haben möchtet bitte einfach wieder unter dem Link herunterladen. --> Link

Bei Änderungswünschen oder weiteren Fehlern bitte einfach melden.
Danke

NuggetG am 12 Jun 2016 07:14:11

Da sich der Link geändert hat hier der aktuelle
--> Link

DigiMik am 22 Jun 2016 15:57:08

Hm...
Ich hatte auch einmal eine Zeit, da hatte ich für jeden Kram eine Excel-Tabelle erstellt, einfach weils Spaß gemacht hat. Über den Nutzwert solcher Tabellen könnte man auch wieder Nutzwerttabellen erstellen ;-)
Will sagen, Nutzwertabgleiche habe ich in meinem Leben immer vor jeder größeren Anschaffung durchgeführt, einfach auf einen Zettel.
Wichtige unabdingbare Punkte bekamen eine Zahl für die Wichtigkeit, das Objekt der Begierde(n) eine Bewertung für einen Punkt. Was dem am Nächsten kam, wars dann.
Obwohl, nicht immer ;-)
Obwohl ein Objekt durchaus der Wunschzahl am nächsten kommen konnte, war es aber möglich, dass ein wichtiger Punkt in der Bewertung sehr schlecht ausgefallen ist, so dass man sich doch anders entschieden hat. Nennt man Kompromiss und der lässt sich schwerlich in einer Berechnung darstellen.
Der Aufwand mit dem Werkeln einer solchen Tabelle steht zumindest für mich in keinem Verhältnis zum Nutzen und ist bedingt durch den menschlichen Faktor nur bedingt nutzbar.

Vielleicht bin ich zu dusselig um mit der Tabelle umgehen zu können. Lösche ich alles unwichtige und alles was unabdingbar dabei sein soll, bleibt nichts mehr übrig und die Tabelle ist fast leer...

LG vom Mikesch

Lancelot am 22 Jun 2016 16:23:48

DigiMik hat geschrieben: Vielleicht bin ich zu dusselig um mit der Tabelle umgehen zu können. Lösche ich alles unwichtige und alles was unabdingbar dabei sein soll, bleibt nichts mehr übrig und die Tabelle ist fast leer...

Nicht "zu dusselig" .. :) , aber Du hast "Nutzwertanalyse" nicht verstanden/überlesen : --> Link
Durch die Gewichtung (Wertigkeit) einzelner Punkte sollen objektive Entscheidungen gefunden werden. Objektiv im Sinn von vorher selbst gewichteten Eigenschaften, daher auch "Punktbewertungsverfahren". Du beschreibst nur eine Excell-Tabelle als "Kosten-Nutzen" ... :)

DigiMik am 22 Jun 2016 17:07:26

Lancelot hat geschrieben:aber Du hast "Nutzwertanalyse" nicht verstanden/überlesen : --> Link
Durch die Gewichtung (Wertigkeit) einzelner Punkte sollen objektive Entscheidungen gefunden werden.

Eben, so funktioniert mein Zettel, verstanden hab ich das schon ;-)
Nur der Umgang mit der Tabelle bereitet mir wohl Schwierigkeiten ;-)
Ich soll z.B. alle Punkte aus der Tabelle löschen, die unabdingbar dabei sein sollen. Wenn ich das mache, bleibt nichts mehr übrig ;-)

rkopka am 22 Jun 2016 17:21:07

DigiMik hat geschrieben:Ich soll z.B. alle Punkte aus der Tabelle löschen, die unabdingbar dabei sein sollen. Wenn ich das mache, bleibt nichts mehr übrig ;-)

Bei den vorgegebenen Kriterien sind doch kaum welche, die wirklich zu löschen sind. Fast bei allen geht es nicht darum, daß man sowas hat, sondern, wie man es beim entsprechenden Fahrzeug bewertet.

Für mich wäre der Punkt Aufbau zu streichen, da es ein Alkoven sein müßte. Einige könnte ich vielleicht weglassen, weil sie mir egal sind, obwohl viele sind es nicht. Nur die Wichtigkeit ist dann eher gering. Die meisten würde man aber nach einem für sich selber festzulegenden Schlüssel bewerten. Für mich war z.B. ein weiteres Kriterium die Stufe oder eben keine und das AES beim KS.

RK

DigiMik am 22 Jun 2016 17:34:26

rkopka hat geschrieben:Fast bei allen geht es nicht darum, daß man sowas hat, sondern, wie man es beim entsprechenden Fahrzeug bewertet.

Richtig, nur das kommt zumindest für mich nicht eindeutig zum Ausdruck.

rolf51 am 23 Jun 2016 11:08:13

Hallo,
eine sogenannte Nutzwertanalyse-Liste habe ich bei meinem Wohnmobilkauf auch erstellt (0-3 Punkte). Schon damals fand ich es für mich sehr hilfreich. Daher :zustimm:

xbmcg am 23 Jun 2016 12:04:36

Die 3-4 Punkte kann man sich auch merken.

Bei meiner Kaufentscheidung waren das die wichtigsten Punkte:

- Preis bis max. um die 40k
- Heckgarage für Moped
- Keine Einzelbetten
- kein Alkoven

Die Heckgarage hat 98% der Fahrzeuge im avisierten Preissegment aussortiert.
Sonst wichtig: kein Gestank und technisch OK.

rkopka am 23 Jun 2016 12:37:13

xbmcg hat geschrieben:Die 3-4 Punkte kann man sich auch merken.

Bei mir waren es mehr. Vor allem waren es eine Reihe von Punkten, die bei den letzten beiden im Rennen jeweils gegensätzlich waren.

ESP oder nicht
AES oder nicht
Stufe oder nicht
Front Rollo oder nicht
Befestigung in der Garage oder nicht
Händler nah oder etwas weiter

Summe und Erfahrung haben das Bauchgefühl bestätigt. Und der nahe Händler hat 2 Jahre später zugesperrt :-)

RK

DigiMik am 24 Jun 2016 03:08:54

rkopka hat geschrieben:Bei den vorgegebenen Kriterien sind doch kaum welche, die wirklich zu löschen sind. Fast bei allen geht es nicht darum, daß man sowas hat, sondern, wie man es beim entsprechenden Fahrzeug bewertet.

Bei mir nicht...
Nur als Beispiele:
Solar, Aufbauquali, Motorisierung, Badezimmer, Gasanlage, Unterbodenschutz, Isolation, Heizung, Kühlschankgröße u.s.w, alles unabdingbare Punkte oder mit klaren Vorstellungen, die laut Anleitung bei mir gelöscht werden müssten, da hier ein klares "must have" besteht. Falsch finde ich eine Löschung, sondern richtig wäre die Erhaltung mit der höchstmöglichen Bewertung.
Ein Soll- Istabgleich ist nur Beachtung aller Punkte möglich.
Wenn "must have" gelöscht werden soll, kann ich genau so gut auf meinen Zettel oder Hirn zurück greifen, bzw. muss es ja sogar, da ja nur Fahrzeuge in Frage kommen, die die "must have"-Kriterien erfüllen, erst dann ist die Tabelle für das Feintuning anwendbar.

Aber auch hier hakt es...
Welchen Sinn macht es z.B. die Federung mit der Wichtigkeit der Elektroinstallation oder Drehmoment zu vergleichen? Oder Bodenfreiheit mit Badezimmer oder Bettengröße mit Außenfarbe?

Sorry, wenn ich ein Fahrzeug erwerben möchte, habe ich grobe Vorstellungen einer Auswahl im Kopf. Ebenso findet eine Nutzwertanalyse statt in dem man Punkte abwägt und zwar im Kopf oder halt mit einem Zettel.
Diese Tabelle ist für mich viel zu aufwändig und geht an der Praxis völlig vorbei.

LG vom Mikesch

rkopka am 24 Jun 2016 10:02:17

rkopka hat geschrieben:Bei den vorgegebenen Kriterien sind doch kaum welche, die wirklich zu löschen sind. Fast bei allen geht es nicht darum, daß man sowas hat, sondern, wie man es beim entsprechenden Fahrzeug bewertet.
DigiMik hat geschrieben:Bei mir nicht...
Nur als Beispiele:
Solar, ... u.s.w, alles unabdingbare Punkte oder mit klaren Vorstellungen, die laut Anleitung bei mir gelöscht werden müssten, da hier ein klares "must have" besteht.

Dann ist die Anleitung da etwas unklar. Gelöscht werden Punkte, die fix sind und keiner Wertung bedürfen. Bei mir z.B. der Aufbau, da das klar ist. Wenn jemand meint, er braucht eine Automatik, dann bleibt der Punkt, wenn mehrere unterschiedliche Technologien möglich sind (z.B. weniger Punkte für die Fiat Automatik, mehr für die Mercedes...).

Welchen Sinn macht es z.B. die Federung mit der Wichtigkeit der Elektroinstallation oder Drehmoment zu vergleichen? Oder Bodenfreiheit mit Badezimmer oder Bettengröße mit Außenfarbe?

Man vergleicht eben keine Werte oder nur das Vorhandensein, sondern man weist dem Punkt eine Wichtigkeit zu und eine Bewertung. Die Tabelle macht es mit einem Vergleich der Punkte gegeneinander. Ich habe für mich einfach für jeden Punkt eine Zahl festgelegt.

Z.B. KS hat eine Wichtigkeit von 0,7. Der große AES KS bekommt eine Note von 9/10. Der kleine ohne AES nur 3/10. Solar hat eine Wichtigkeit von 0,5 (ist auch wichtig, kann man aber nachrüsten). Ohne Solar 0 Punkte, mit einem kleinen 50Wp Feld 1/10 die große 400W Anlage mit MPPT 9/10.
Nach Summierung aller Werte vergleicht man die Resultate der jeweiligen Fahrzeuge. Der Witz ist ja gerade, daß man die Punkte nicht direkt vergleicht, weil das nur ein einzelnes Ergebnis bringt, das noch keinen Bezug zum Rest hat. Stattdessen bekommt man einen Gesamtwert.

Z.B hatte eines der bei mir in die Wahl gekommenen Womos ESP, das andere den großen AES KS. Das kann man nicht direkt vergleichen. Aber mit allen anderen Punkten zusammengerechnet hat man einen Vergleichswert.

Sorry, wenn ich ein Fahrzeug erwerben möchte, habe ich grobe Vorstellungen einer Auswahl im Kopf. Ebenso findet eine Nutzwertanalyse statt in dem man Punkte abwägt und zwar im Kopf oder halt mit einem Zettel.
Diese Tabelle ist für mich viel zu aufwändig und geht an der Praxis völlig vorbei.

Die grobe Vorstellung hat wohl jeder. Und die Liste wendet man nicht auf jedes Fahrzeug an, das einem unterkommt, sondern nur am Ende, wenn die Vorauswahl auf wenige Möglichkeiten zusammengeschrumpft ist. Ab einer bestimmten Anzahl von Vergleichspunkten funktioniert der Vergleich im Kopf einfach nicht mehr. Das Gehirn kann da unterbewußt mehr als bewußt. Das nennt sich dann Bauchgefühl. Wenn man dem nicht traut, bleibt nur eine große Liste/Analyse oder man würfelt.
Ich bin Techniker. Für eine Entscheidung habe ich gern so viele auswertbare Daten, wie möglich. D.h. nicht, daß ich das Ergebnis 1:1 umsetze. Am Ende kommt auch noch der Wohlfühlfaktor und das Bauchgefühl dazu. Wenn aber bei dem Vergleich ein Womo, bei dem ich ein gutes Gefühl hatte, plötzlich ein deutlich schlechteres Ergebnis hat, dann wird man sich das nochmal genau ansehen und evt. seine Prioritäten hinterfragen.

RK

NuggetG am 05 Mär 2017 09:28:30

Die Exceldatei hat keinen Schutz, so dass alles den eigenen Bedürfnissen angepasst werden kann. Wer also meint die Nutzwertanalyse anpassen zu müssen kann das gerne tun.

pwglobe am 05 Mär 2017 12:35:01

Hallo
Da ein Wohnmobilkauf mit sehr viel Emotion verbunden ist, finde ich die Tabelle ganz nützlich um wieder etwas objektiver zu werden.
Auch oder gerade wenn man beim Händler ist, einen Moment Zeit genommen und mal auf dem Tablett die Tabelle durchgeklickt.
Schützt evtl. vor einem Fehlkauf.
:bindafür:

brainless am 05 Mär 2017 13:03:27

Der Nachteil einer Nutzwertanalyse ist der wie bei jeder statistischen Auswertung:
Je mehr Kriterien ich berücksichtige und je differenzierter ich diese gewichte, desto unklarer wird das Gesamtergebnis.
Ein Kernkriterium, das für mich ursprünglich unverzichtbar war, kann durch eine Menge schwach gewichteter und gering bewerteter anderer Kriterien völlig ausgehebelt werden.

Einfachstes Beispiel für ein bizarres Statistikresultat ist: Chicken for two
- Du und ich haben Hunger
- Wir haben zwei halbe Hähnchen
- Ich esse beide Hälften
- Ich bin satt
- Du hast immer noch Hunger
Im statistischen Durchschnitt hat jeder von uns ein halbes Hähnchen gehabt.

Guten Appetit,



Volker :lol:

Lancelot am 05 Mär 2017 13:19:51

brainless hat geschrieben: Ein Kernkriterium, das für mich ursprünglich unverzichtbar war, kann durch eine Menge schwach gewichteter und gering bewerteter anderer Kriterien völlig ausgehebelt werden.

Eben NICHT, Volker :)
in der klassischen Nutzwertanalyse wird genau das verhindert durch Bewertungskriterien UND die Gewichtung UND den Maßstab :!:
Guck auch "Der Ablauf" : --> Link

Dein Hühnchenbeispiel ist eben KEINE Nutzwertanalyse, sondern simple Statistik :)

brainless am 05 Mär 2017 14:16:30

Nöö Wolfgang,

da bleibe ich bei meiner Meinung.
Sieh Dir die handschriftliche Tabelle für die zwei Sportschuhe an. Dort sind nur die Wichtung und Wertung für die einzelnen Kriterien angegeben.
Aus denen werden (durch Multiplikation) Einzelwerte errechnet, die zueinander addiert das Gesamtresultat ergeben.

Was soll dann an meiner Aussage
Ein Kernkriterium, das für mich ursprünglich unverzichtbar war, kann durch eine Menge schwach gewichteter und gering bewerteter anderer Kriterien völlig ausgehebelt werden.




Volker :?:


Daß das Hühnchenbeispiel eine Nutzwertanalyse sein soll, habe ich nicht behauptet - nur eine bizarre Statistik.

Lancelot am 05 Mär 2017 15:16:49

brainless hat geschrieben:Nöö Wolfgang,
da bleibe ich bei meiner Meinung.

Gut - dann iss die Sache für mich erledigt .. :D

Gebe aber zu bedenken :
Die Methode kann immer dann eingesetzt werden, wenn die Bewertung von Alternativen nicht in erster Linie anhand von konkreten Zahlen und Fakten geschieht, sondern auch subjektive Einflüsse eine Rolle spielen.

Muß halt "richtig" gehandhabt werden ... :ja:
Seit zig-Jahren ein anerkannter Prozeß zur Entscheidungsfindung !

xbmcg am 06 Mär 2017 11:00:30

Also ein WoMo ist (für mich) kein NUTZFAHRZEUG, sondern ein SPASSFAHRZEUG, deswegen
kann ich mit einer Nutzwertanalyse im Zusammenghang mit dem WoMo nichts anfangen,

Man bräuchte wahrscheinlich eine Spassfaktoranalyse... Und hier fängt das Problem mit der Gewichtung
und dem Budget an - wieviel individueller Spass pro Euro so herauskommt.

Die Kriterien sind meist wenig stichhaltig, da man vieles nachrüsten kann, was man so braucht, solange der
Schnitt und das zGG es zuläßt.

Lancelot am 06 Mär 2017 11:15:45

xbmcg hat geschrieben:Also ein WoMo ist (für mich) kein NUTZFAHRZEUG, ...

Nicht verstanden .. :?

Das hat NIX mit "Nutzfahrzeug" zu tun, sondern vielmehr mit "dem individuellen Nutzen", also dem für DICH :!:
DU definierst die Kriterien, DU gewichtest die (warum nicht nach "Spaßfunktion") und DU setzt den Maßstab der Gewichtung an.
:ja:
Schon hast Du Deine ganz individuelle Analyse, nur für Dich, nur mit Deinen Kriterien, nur mit Deiner Gewichtung.

Oder anders : das, was Du normal "aus dem Bauch raus" entscheidest, könntest Du auch durch die richtigen Kriterien/Gewichtung/Maßstab auf eine "wissenschaftliche betriebswirtschaftliche Basis" stellen .. :lach:

xbmcg am 06 Mär 2017 11:20:00

Ja, schon, aber wo bleibt da der Spass???

teuchmc am 06 Mär 2017 12:25:18

xbmcg hat geschrieben:Ja, schon, aber wo bleibt da der Spass???


Also ick kenn da Jemand in meiner Familie, der an den Nutzwertanalysen richtig Spaß hat(ick bins nicht) .......Und zwar für jeden Schxxß.
Und da bleibt der Spaß definitiv für alle Anderen "uffe Strecke" . ;D .
Sonnigen weiterhin. Uwe

PiloteUli am 07 Mär 2017 19:14:24

Ich frage mich auch schon die ganze Zeit nach dem Nutzwert von unserem Wohnmobil :lol:
Wenn es danach geht müssten wir alle mit nem Zelt losfahren oder nem leeren Kastenwagen, vom Handwerker ausgemustert, :roll: dazu ne Luftmatratze und Porta Potti für den Luxus einer Toilette.
Was ich damit sagen will!! Ein Wohnmobil hat keinen Nutzwert es hat einen Spaßfaktor.
Egal ob selbst ausgebauter Kastenwagen oder Luxusliner, jeder nach seinen Wünschen und Geldbörse.
Nicht umsonst gibt es unendlich viele Modelle und Ausstattungen.

Das musste ich mal loswerden, wer Zeit hat so eine Tabelle zu erstellen hat wahrscheinlich sonst keine Hobbys.
Vor allem weil die Kochstelle mehr % in der Tabelle beinhaltet als so Kleinigkeiten wie Motorleistung, Fahrwerk, Betten..... :lol:
Nee echt tolle Excel Tabelle.

Ich fahre dann lieber weiter mit dem Gedanken ob sich unser Wohnmobil irgendwann amortisiert. 8) :cry:

Gruß an alle Unvernünftigen
Uli

rolf51 am 07 Mär 2017 19:24:27

Hallo Uli,
Du hast etwas falsch verstanden, die Tabelle hat einen anderen Hintergrund.

NuggetG am 12 Mär 2017 13:03:51

Es ist schon erstaunlich, dass die Nutzwertanalyse immer solche Diskussionen hervor bringt. Aber ich möchte folgendes festhalten: Ich habe diese Tabelle erstellt, weil nicht jeder nur mit dem Bauch denkt (oder gar nicht) und weil ich denke, dass so andere von meiner Arbeit profitieren. Die Tabelle ist übrigens so aufgebaut, dass man sie nach seinen eigenen Kriterien und Gewichtungen anpassen kann. Wer sich also hier in den Beiträgen beschwert, dass die Küche stärker gewichtet ist als die Motorleistung, ist zu doof zum Lesen und beweist, dass er das Tool nicht verstanden hat.

Wenn ihr diese Tabelle so unnötig findet dann kümmert euch doch nicht drum und lasst die anderen machen. Bloß weil ihr meint die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben müsst ihr ja den anderen nicht ständig sagen dass sie doof sind. Aber das gehört wohl zusammen wenn man sich selber ganz toll findet.

Die Nutzwertanalyse steht jedenfalls nach wie vor zur Verfügung und alle die wirklich eine Unterstützung beim Wohnmobilkauf oder auch anderen Entscheidungen suchen, können sie nutzen.--> Link

teuchmc am 12 Mär 2017 15:41:03

Möönsch Nugget......bleib doch mal logger.......
Sichtweisen und Meinungen sind halt sowat von unterschiedlich.
Irgendwie hab ick jetzt doch mal Bock Deine Tabelle aus zu probieren. Mal kieken wat da so bei rauskommt....
Sonnigen weiterhin. Uwe

NuggetG am 20 Aug 2017 17:23:35

jaaa, is schon wieder gut...

Ist denn was hilfreiches dabei rausgekommen?

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