Einmal rund um den Bottnischen Meerbusen, die Åland-Inseln besuchen und mal wieder den Polarkreis ankratzen, das war unser Ziel. Also war in der Vorsaison 2016 wieder Skandinavien angesagt. Rund 4.500 - 5.000 km Strecke in drei Wochen, die aber absolut erholsam waren.
Tag 1, Sonntag 29.05.: Bremerhaven - Schleswig
181 km/181 km total
Durch unglückliche Umstände hatten wir gut zwei Jahre keinen richtigen Urlaub, es wurde Zeit und unser letzter Skandinavien-Urlaub mit Ziel Gotland war sogar noch länger her. Da machte es auch nichts, dass wir den Start zugunsten eines Junggesellenabschieds um einen Tag verschoben haben. Aufgeregt waren wir trotzdem, denn wir hatten spontan das Gefährt zwei Wochen vorher getauscht. Also ging es mit der neuen "Pommesbude" auf Tour.
Unser erstes Ziel lag aber noch in Deutschland. Als Kind habe ich die Ausgrabungen in Haithabu so gut verfolgt, wie es ging. Keine Ahnung, wie mir das ohne Internet gelungen war, aber es ging. Allerdings dauerte es Jahrzehnte, bis ich es live sehen konnte. Vielleicht liegt es zu nahe... ;)
Von Bremerhaven aus fuhren wir über Bad Bederkesa, Lamstedt und Hemmoor nach Wischhafen, um die Elbe zu queren. Sonntags war das häufig mit Wartezeiten verbunden, aber durch die neue Verbindung Cuxhaven - Brunsbüttel und das Schmuddelwetter war das kein Problem: Wartezeit etwa 10 Minuten und als vorletzte auf die Fähre rauf. Bezahlt wird übrigens an Bord, die Kontrolleure nutzen die Markierungen an Deck, aber man kann ihnen auch die Länge mitteilen. Könnte aber sein, dass sie wg. Fahrradträger nochmal genauer nachhaken und gucken. Die einfache Strecke kostet für eine WoMo unter 6 Metern 15,50 Euro. Und was nach ungezählten Überfahrten in Fleisch und Blut übergegangen ist: Ab unter Deck ins Restaurant und "Zwei Bockwürste, zwei Pott Kaffee" bestellt. Traditionen müssen gepflegt werden. ;)
In Haithabu angekommen wurde es sogar trocken. Bewölkt zwar noch, aber der Regen war weg. Das sollte das "Schicksal" unseres Urlaubs werden... Regen gab es nur, wenn er nicht stört. Ganz ungewohnt für uns Muschelschubser von der Küste.Vom Campingplatz Haithabu sind wir dann anderthalb Kilometer nach Fahrdorf (links rum vom Platz) gelaufen, um einen Happen im Alten Fährhaus zu essen. Gediegene Einrichtung, lecker Essen und genau richtig für einen kleinen Spaziergang.
Zurück zum Platz war aber doch angesagt. Man war ja immer noch neugierig auf das neue WoMo und wollte sich so einiges angucken. Dumm nur, dass die Gaststätte direkt neben dem Campingplatz doch den Biergarten geöffnet hatte. Da mussten wir dann doch noch das Bio-Bier "Urstrom" probieren. Kann man trinken... Zur Sicherheit haben wir die Verkostung nochmal wiederholt. Ja kann man trinken. :D
Trotzdem... Irgendwann mussten wir los. Die Neugier... Den Abend verbrachten wir dann noch mit gucken, testen, neu verstauen... Und mit Entenbesuch.
(Fotos folgen)

