BILD 1: Mit Trennschaltern

BILD 2: Mit Trenndioden

Die Skizzen sollen Anregung zur Diskussion sein.
Gerne höre ich auch die Erfahrung anderer.
Viele Grüße
Bernd
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Hier mal zwei Skizzen zum Umgang mit dem Problem, wenn man mehrere Möglichkeiten hat, die Zweitbatterie (undauch ... Starterbatterie) zu laden. Was so einfach aussieht, ist es nicht. Entweder vertraut man den Herstellern, deren Solarregler auch die Starterbatterie versorgt, oder man macht sich selbst Gedanken. Denn auch bein guten Solarreglern für beide Batterien bleibt das Problem, dass es auch noch Landstrom gibt, mit der die Batteriene geladen/frischgehalten werden können. Am besten alles gleichzeitig zuschalten. Aber geht das auch? Dann besteht zumindest auch noch die Frage, ob es Sinn macht, während der Fahrt die Batterien zusätzlich durch Solar zu laden, obwohl sie schon von der Lichtmaschine versorgt werden. Oder ob es sogar schlecht ist, wenn man das tut? BILD 1: Mit Trennschaltern ![]() BILD 2: Mit Trenndioden ![]() Die Skizzen sollen Anregung zur Diskussion sein. Gerne höre ich auch die Erfahrung anderer. Viele Grüße Bernd Ganz schön Aufwendig. Warum nicht über eine Spannungsmessung zb ab 13.8V die Starterbatterie freigeben unabhängig welche Ladequelle gerade dran ist? Ist doch viel einfacher und Automatisch ohne ständig irgendwelche Schalter zu betätigen die man möglicherweise auch noch vergisst wieder auszuschalten?
Mit "Spannungsmessung zb ab 13.8V " meinst du Automatik. Das sind dann keine Schalter, sondern Relais. Oder MOSFETS. Nur durch Halbleiter möchte ich hochstromige 12V-Stromkreise eigentlich nicht schalten lassen. Das Risiko (Sicherheit) ist mir einfach zu groß. Die Technik kann immer nur das entscheiden, was der Entwickler ihr vorher beigebracht hat. Bei drei Stromquellen und zwei Stomkreisen (nur mal theoretisch) sind Kompromisse erforderlich. Angenommen, Landstrom ist eingeschaltet und Solarzellen liegen in der Sonne (liefern also vollen Strom), wie soll sich die Technik dann entscheiden? Wer mich kennt weiß, ich bin ein Technikfreak. Die wenigsten Ausfälle (und damit den wenigsten Stress) hatte ich aber immer noch, wenn so wenig wie möglich automatisch gesteuert wird. Ein Schalter bleibt ein Schalter. Gutgemeint, nicht zeitgemäß und erst recht nicht für mich! Sorry! :) Grüße Gordan :roll: Üblicherweise sind die Dioden an S1 und S3 nicht vorhanden. Die Starterbatterie bekommt dann etwas weniger Spannung, aber als Trennung reicht das. Die Technik "entscheidet" meist gar nicht. Solange die Lader rückstromfest sind, legt man einfach alle parallel. Bei gleichen Spannungen verteilen sich die Ströme, bei unterschiedlichen Spannungen lädt halt der Lader mit der höchsten Spannung. Spannungs- und Strombegrenzung haben sowieso alle Lader. RK
1. Die konventionelle Verdrahtung überlässt die Entscheidung den Batterien, abhängig von deren Ladezustand 2. Die Aufbaubatterie hat Strom/Spannungsmässig Vorrang, weil bei den meisten Ladeausgängen von Solarreglern ein Heißleiter und eine Diode für weniger Spannung und Strombegrenzung sorgen. 3. Die Aufbaubatterie hat, zumindest bei Schaudt-Ladern Strom/Spannungsmässig Vorrang, weil Heißleiter und eine Diode für weniger Spannung und Strombegrenzung sorgen 4. Bei der Lichtmaschinenladung werden beide Batterien von seitens der Lima gleich behandelt. Aber auch hier entscheidet die Batterie über ihren Ladezustand wieviel Strom sie von der Lima aufnimmt. Nur so am Rande, Gruß Andreas
Durch die Gleichrichter dürften alle Lader/Regler rückstomfest sein. Die Lader machen mir daher die wenigsten Sorgen. Sorgen macht mir allerdings der Ausgleichstrom der beiden Akkus. Da können schon mal ein paar Dutzend Ampere fließen. Das macht dann PLOP, und vom Schalter (der nur auf den kleineren Strom vom Lader ausgerichtet ist) ist nur noch der Griff übrig :D
Soweit schon klar. Was mir noch nicht so transparent ist, ist der Zustand, der eintritt wenn Starter- und Aufbaubatterie: a) unterschiedlich groß sind b) unterschiedlich geladen sind c) unterschiedlich alt sind Wie werden Unterschiede der o.g. Art kompensiert, oder wird eine Batterie dann nur teilgeladen?
Womit macht dir der Ausgleichsstrom Sorgen? Mit Recht! Der geht bei mir sogar in die 50 A Größenordnung. Li machts möglich. Daher wäre es an der Zeit, bei mir eine "D+ geht high" Verzögerung einzubauen, damit die Batterien erst, nachdem die Lima sich auf 14,4 V eingeregelt hat, die Wohnraumbatterie zuschaltet.
Es ist lange her, dass ich mich mit Elektro befasst habe. Aber man kommt schnell wieder rein. Diese Verzögerungsschaltung ist mir gestern auch eingefallen :) Allein die Tatsache, dass es schon Jahrzehnte ohne geht, hat mich davon abgebracht, länger darüber nachzudenken: Der Regler der LiMa macht das schon. Den einzigen mir eingefallenen Ausnahmefall habe ich mit "S5" abgebildet. Nämlich wenn aus irgend einem Grund die Starterbatterie schnell geladen werden muss. Dann schalte ich mit "S5" den Wohnbereich ab, so dass das Trennrelais nicht anspricht, und der volle Strom der LiMa in die Starterbatterie fließt. Die Ausgleichsströme machen mir deshalb Sorgen, weil die Schalter größer dimmensioniert werden müssen als der Strom, der da normalerweise durchlaufen soll. Ich schließe noch nicht mal aus, dass mehr Strom fließen kann, als die Lichtmaschine bei voller Leistung liefert (also Richtung dreistellige Ampere) - und dann gibts den oben beschriebenen PLOP. Solche PLOP-Effekte (am Ende noch morgen vor dem ersten Kaffee) möchte ich gerne vermeiden :) Deswegen: Wenn Schalter, dann MÜSSEN sie sich gegenseitig verriegeln. Den ganzen Schalterkram / Dioden kannst Du Dir sparen. Bei den Dioden hast Du immer einen Spannungsabfall von min. 0.2V (Schottky) oder 0.7V (Silizium-Diode), der für Deine Ladeschlussspannung abträglich sein könnte. Wähle die passenden Komponenten, wie Du sie brauchst: 1.) Solarregler: z.B. DuoDigital von Votronic - Vorteil, Erhaltungsladeanschluss für Startbatterie inclusive Landstrom: im EBL ist bereits ein Ladeanschluss integriert für die Startbatterie 2.) Comfort Alternative z.B,. NDS iManager: Verwaltet 3 Batterien unabhängig voneinander (Erhaltungsladen Startbatterie mit bis zu 3A + 2 unabhängige Versorgungsbatterien, Temperaturfühler für die Versorgungsbatterien, Mischen von Kapazität UND Technologie AGM, NASS, GEL möglich) ![]() ![]() 3.) Billigalternative: wenn kein EBL verbaut ist: ein kleines 220V Ladegerät exclusiv für die Startbatterie fest einbauen, so dass bei Landstrom diese mit geladen wird.
Gerne. War ja nur ein Vorschlag, weil ich noch nicht wußte, was es so am Markt gibt. Beim Googlen wird man auch nicht schlauer, sondern kriegt bei der Menge an Alternativen Kopfschmerzen. Ich muss allerdings noch sagen, dass ich mich ungern von Blackboxes abhängig mache. Bei allen Selbstbauten weiß ich, was passiert, und kann mir auch unterwegs helfen, wenn mal etwas nicht mehr funzt. Ja ich weiß, bei moderen Solarreglern ist das ein schlechtes Argument. Einen getakteten Regler baut man nicht mal so nebenbei. Danke jedenfalls für die Tipps :) Gruß Bernd Das Laden der Startbatterie ist eher "nebensächlich", sie ist meist eine Nassbatterie, wo man auch mal Wasser nachkippen kann und wird nur zum Starten benötigt, sie braucht nicht ganz so viel Aufmerksamkeit, wie die Bordbatterien, die viel tiefer und öfter entladen werden. Man kann mhrere Ladegeräte / Ladequellen parallel an den Batterien betreiben, da sie sowieso Halbleiter enthalten und mit Spannungen am Anschluss umgehen können (Die Batterie hängt ja auch dran beim Laden ;-) ), Der Ladestrom wird von der Batterie bestimmt, je nach Kapazität und Ladezustand und teilt sich auf die Ladequellen auf. Eine "besondere" Beschaltung / Umschaltung ist hierfür nicht nötig. Die Startbatterie bekommt ihren Ladestrom von der Lima und das ist völlig ausreichend, außerdem hat das EBL noch den Erhaltungsladeausgang. Notfalls kann man mit einem Ladegerät nachhelfen oder - so wie es die Amis machen - das Trennrelais mit einem Schalter (Nato-Knochen) überbrücken und so Starthilfe geben oder einfach Starthilfekabel von der Bordbatterie an die Startbatterie klemmen. Das verbaute Trennrelais in deutschen WoMos mit 40A...70A kann man dafür aber nicht hernehmen, das würde den Anlasserstrom nicht aushalten. Es gibt aber genug Lösungen am Markt, siehe oben, die alle Batterien im Fahrzeug getrennt laden können, ohne, dass man das Rad neu erfinden muss. Für mein Moped in der Heckgarage hab ich eine Diodenlösung eingebaut, um die Ladeschlussspannung abzusenken und die Nassbatterie über das WoMo Netz / Solar mit zu laden. Das funktioniert sehr gut. |
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