Sunnys am 15 Okt 2016 08:55:03 Hallo, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Ich habe ein selbstausgebautes Wohnmobil, bin aber was die elektronischen Dinge angeht ein ziemlicher Laie. Ausgangssituation: 12v Steckdose im Kofferraum, die nur während der Fahrt Strom zieht. Plane mehrmonatige Reise nach Portugal, habe aber (noch keine) Bordbatterie, sondern nur Powerbank, die für kurze Reisen ausreichend sind. Idee: Bordbatterie kaufen und einbauen. Was ist für den Fall die beste? Während der Fahrt über die 12v Steckdosen laden. Geht das? Gibt es Ladegeräte, die ich direckt in die 12v Steckdose einstecken kann oder muss ich den Umweg über den Wandler nehmen? Tragbares Solarpanael, mit dem ich am Stellplatz ebenfalls die Bordbatterie nachladen kann. Von der Bordbatterie zusätzliche 12 volt Steckdosen zur entnahme anschließen. Komplette feste Verkabelung mit der Startbatterie erscheint mir als Laie gerade zu Aufwendig (kann ich alleine nicht machen) und teuer, zumal ich die Bordbatterie wahrscheinlich auch nur für die lange Reise nutze. Liest sich das Sinnvoll oder übersehe ich was wichtiges? Vielen Dank Sunny
Roadstar am 15 Okt 2016 09:39:03 Hallo Sunny,
nein, das liest sich nicht sinnvoll !
Aus Deinem Beitrag spricht die fast völlige Unkenntnis in Sachen Stromversorgung. Du solltest das nicht ohne kompetente Hilfe angehen.
Als Erstes solltest Du Deinen Strombedarf real einschätzen, dann kann Dir hier auch etwas geholfen werden.
VG Sven
gespeert am 15 Okt 2016 10:04:45 Mach mal Bestandsaufnahme. Welches Gerät zieht wie viel Strom wie lange. Somit hast Du den Verbrauch pro Stunde. Dann stellst Du fest, wie lange Du autark stehen, bzw. Schlechtwetter abdecken musst. Als Anmerkung, eine Bleibatterie sollte max. 30-50% entladen werden.
Mit den Daten gehst Du zu einem Elektriker
Sunnys am 15 Okt 2016 10:08:01 Oh meinen Stromverbrauch kenne ich genau und kann ihn entsprechend anpassen. Schließlich sind wir im Sommer mit der 22Ah Powerbank 6 Tage ohne Nachladen ausgekommen, es geht also sehr sparsam (nur LED-Licht und Handy). Mit der Zusatzbatterie möchte ich gelegentlich die Powerbank, das Notebook und ggf. mal den e-bike Akku nachladen. Das sind dann so 5-10Ah pro Tag, je nachdem wieviel ich habe oder gerade brauche, das ist ja einfach im Überblick zu behalten. Diese Menge könnte ich auch mal über die Startbatterie abzapfen (da sind auch so 30-40Ah Reseve/zuviel drinn), möchte das aber gerne vermeiden zumal ich im Urlaub keine großen Strecken fahre. Einfach die Powerbanks aufzustocken wird nicht gehen, da ich da den Wandler für Notebook und ebike Akku nicht anschließen kann.
Klar wäre es komfortabler eine schöne große autarke Stromversorgung aufzubauen, aber das ist mir einfach zu teuer, vor allem da ich es auf den normalen kurzen Reisen einfach nicht brauche. Also geht es nur um diesen einen Winter in Südeuropa.
In Portugal könnte ich so alle 5-6 Tage auf einen Campingplatz gehen und alles mit Landstrom nachladen, aber es zieht mich auch auf die Kanaren und da gibt es ja recht wenige Campingplätze. Für diese Monate möchte ich günstig improvisieren.
Die vorhandene 220 und 12 volt Anlage habe ich soweit auch hinbekommen und ich denke sie ist sicher und korrekt.
andwein am 15 Okt 2016 11:23:36 Sunnys hat geschrieben:.... und ggf. mal den e-bike Akku nachladen. Das sind dann so 5-10Ah pro Tag, Diese Menge könnte ich auch mal über die Startbatterie abzapfen (da sind auch so 30-40Ah Reseve/zuviel drinn),
Nur einmal eine Rechnung, die zeigt was die Vorschreiber meinten: 1. Einen E-Bike Akku nachladen sind nicht 5-10Ah sondern bis zu 33 Ah 2. Angenommen, deine Blei-Startbatt hat 70 Ah und das ware schon eine recht große für einen Kastenwagen, dann stünden dir ca 35 Ah zur Verfügung bei einer 50% Entladetiefe. Wenn du dann noch starten willst/kannst ist die Batterie leer! 3. In keiner Startbatt sind 30-40Ah Reverve drin, du brauchst ja auch Strom für die Chassiselektrik! Warum sollten die Hersteller darüber hinaus diese Reserve einbauen??, das treibt nut die HK hoch. 4. Eine Zusatz-12V Steckdose ist in der Regel mit 10A abgesichert. Schon dein E-Bike Lader lässt diese Sicherung zu 99 % schmelzen wie Butter in der Sonne. 5. Einbau einer weiteren Batterie ist sicherlich eine gute Lösung, sie sollte dann aber über ein Trennrelais an direkt an die Lima angeschlossen werden und stabil befestigt sein. Nassbatterien sind in Kastenwagen ohne separate Entgasung durch den Boden nicht erlaubt! Zusätzliche Ladung kann dann über ein Solarpanel erfolgen. 5. Natürlich kannst du über diese Dose auch deine StartBatt laden, z.B. mit einem tragbaren Solarpanel. Aber halt natürlich nur max 8A, sonst hast du wieder ein Problem mit der Sicherung. Mein Rat, lass einen Fachman ran, dann funktioniert es auch nach dem Einbau! Gruß Andreas
Sunnys am 15 Okt 2016 14:38:42 Nur einmal eine Rechnung, die zeigt was die Vorschreiber meinten: 1. Einen E-Bike Akku nachladen sind nicht 5-10Ah sondern bis zu 33 Ah --> Das war auf den durchschnittlichen Tagesverbrauch gerechnet. Ich lade ja nur alle 1-2 Wochen auf, sie hat 24 Ah.
2. Angenommen, deine Blei-Startbatt hat 70 Ah und das ware schon eine recht große für einen Kastenwagen, dann stünden dir ca 35 Ah zur Verfügung bei einer 50% Entladetiefe. Wenn du dann noch starten willst/kannst ist die Batterie leer! 3. In keiner Startbatt sind 30-40Ah Reverve drin, du brauchst ja auch Strom für die Chassiselektrik! Warum sollten die Hersteller darüber hinaus diese Reserve einbauen??, das treibt nut die HK hoch. --> Die Batterie hat 120Ah und ist nagelneu und hat damit eben genau diese Reserve (die ich aber aus Sicherheitsgründen eben nicht ausnutzen will), wie du schon schreibst startet er auch noch mit 70 oder etwas weniger, denn meine alte Batterie hatte sicher keine 70 mehr als ich sie ausgetauscht habe.
4. Eine Zusatz-12V Steckdose ist in der Regel mit 10A abgesichert. Schon dein E-Bike Lader lässt diese Sicherung zu 99 % schmelzen wie Butter in der Sonne. --> Kann nicht generell so sein, da es über die vorhanden 12volt Steckdose funktioniert (mit Wandler) und es genauo auch direkte 12Volt Ladegeräte von Bosch gibt. Werde trotzdem mal nachsehen/testen was das Teil so zieht, aber im Moment funktioniert es ja gut (und bevor wieder so ne Bemerkung kommt, ja die Steckdose ist ordnungsgemäß abgesichert).
5. Einbau einer weiteren Batterie ist sicherlich eine gute Lösung, sie sollte dann aber über ein Trennrelais an direkt an die Lima angeschlossen werden und stabil befestigt sein. Nassbatterien sind in Kastenwagen ohne separate Entgasung durch den Boden nicht erlaubt! Zusätzliche Ladung kann dann über ein Solarpanel erfolgen. --> Natürlich weiß ich das mit der Nassbatterie, hatte ja auch nie vor so eine einzubauen oder habe ich das irgendwo geschrieben???
5. Natürlich kannst du über diese Dose auch deine StartBatt laden, z.B. mit einem tragbaren Solarpanel. Aber halt natürlich nur max 8A, sonst hast du wieder ein Problem mit der Sicherung. Mein Rat, lass einen Fachman ran, dann funktioniert es auch nach dem Einbau! Gruß Andreas
==> Ich merke schon, hier ist es schwer Tips zu bekommen, die einen nicht gleich in die teure Fachwerkstatt schicken.
Trotzdem noch ne Frage. Muss eine zweite Batterie immer direkt an die Lima angeschlossen werden oder kann ich sie auch mit Trennrelais an ein sehr dickes Verbindungskabel zur Startbatterie anschließen (lassen). Das Kabel liegt im Kofferraum und ich habe da im Moment über einen Spannungsschalter die 12 Volt Steckdosen drann. Muss da dann noch was sperates zur Laderegelung dran. Genau an dieser Stelle komme ich alleine nicht weiter und wäre für einen Tipp dankbar. Wenn das dann für mich logisch und nachvollziehbar ist und nicht soooo teuer, ist es schon praktisch eine richtige Bordbatterie zu haben.
Trotzdem noch mal zur Ausgangsfrage: Kann ich eine Bordbatterie während der Fahrt über die 12 volt Steckdose nachladen? Gibt es dafür Ladegeräte? Alternativ kann ich es ja mit einem normalen Ladegerät über den Wandler machen, aber da geht halt viel verloren. Warum erscheint euch das nicht sinnvoll?
Danke Sunny
berny2 am 15 Okt 2016 14:51:11 Sunnys hat geschrieben:Komplette feste Verkabelung mit der Startbatterie erscheint mir als Laie gerade zu Aufwendig
Ich finde, dass das nicht zu aufwändig ist, wenn die Zusatzbatterie möglichst nahe der Starterbatterie platziert werden kann. Bei unserem Selbstbau ist lediglich 1m 6² dazwischen, darin das Trennrelais eingeschleift.
underdog am 15 Okt 2016 18:54:28 Entgasung sicherstellen und die Batterie sicher befestigen. Das Aufladen über die Steckdose kann funktionieren, eventuell wird der Ladestrom aber manchmal die Sicherung killen. Alles was dicken Strom zieht, sollte dann an dieser extra Batterie angeschlossen werden. Das Solarpanel lässt sich sehr gut fliegend an die Batterie anschließen. Das ganze hat einen gewissen Charme und ist nicht perfekt. Aber für kurz wird es gehen. Unbedingt die Batteriepole gut abdecken. Eher eine Sicherung zu viel als eine zuwenig einbauen. Das Thema Kabel-Querschnitte nicht vergessen.
gespeert am 16 Okt 2016 08:57:58 At sunny Ein guter Fachmann fragt erst mal was Du vorhast, was verbaut ist, und einige weitere Parameter ab. Dann geht es an die Auswahl der Komponenten. Hier zeigt sich ob er die Technik auch versteht. Empfiehlt er ein Sorglospaket ohne auf den Grund einzugehen, ist Vorsicht geboten. Integration von fremden Komponenten bedeutet Arbeit und man muss sich auskennen. Auch ein S-Paket einzubauen benötigt Fachwissen. Aber der Händler hat sich deswegen mglw. auf ein System festgelegt oder beschränkt sich aus Kostengruenden auf wenige Marken um die Schulungskosten im Zaum zu halten. Oder man will es sich aber nur einfach machen weil man verkauft ja nur.
Auch wenn man denkt, dass 12V ja keine hohe Spannung ist, aufgrund der Stroeme kann es schnell ein Feuerchen geben.
Auch Händler die nicht das gesamte Spektrum an Geräten kennen (man kann nicht alles auf Vorrat haben), sind mit Vorsicht zu genießen. Zumindest die Kataloge der Hersteller sollte er vorlegen koennen. Und nur teure Produkte machen alleine keinen Sinn. Es muß die Anlage immer zugeschnitten werden. Willst Du dagegen Reserven, so kann es schon mal etwas mehr kosten.
Ich wuerde an deiner Stelle ca. 200W Solar aufs Dach bringen. Verwende Hochvoltmodule, d.h. 24V + um auch in den Uebergangszeiten etwas laden zu koennen. Deine Meinung zu Batterien zeigt, dass Du dringend einen Fachmann hinzuziehen solltest um nicht böse auf die Schnauze zu fallen. Wünsche dir dabei viel Erfolg!
Sunnys am 16 Okt 2016 12:25:22 Wenn ich eine zweite Batterie fest verbaue, lasse ich das von einem Fachman machen/begleiten. Will mich ja weder abfackel noch die Bordelektronik zerstören. Ohne fest installation, gehe ich selber ran.
Lasse eure Denkanstöße gerade auf mich einwirken und schwanke noch zwischen Komplettinstallation, für die ich gerade eigentlich keine Geld habe oder eben der von mir angedachten Bastellösung, die ich ja später auch nicht weiter einbauen kann.
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