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Das Thema betrifft nicht nur neuere Reise- und Wohnmobile sondern auch besonders aktuelle Personenwagen mit Keyless-Go-Autoschlüsseln. Funkschlüssel von Millionen Autos sind derart unsicher, dass die Fahrzeuge sich spurlos öffnen und wieder schließen lassen. Geknackt werden kann die Verschlüsselung, mit der die Schlüssel die ans Auto gesendeten Signale senden. Dabei ist die Verschlüsselung offenbar so schlecht, dass je nach Modell schon ein einziges abgefangenes Signal die vollständige Entschlüsselung und Reproduktion erlaubt. Extrem gefährdet sind die Keyless Go-Autos, Kriminelle können Funkreichweitenverlängerer nutzen und damit den Wagen dann auch starten habe ich gelesen.
Gibt es hier im Forum bereits Betroffene? Vielleicht ist alles ja nur Panikmache und Angstmacherei oder sollte man Maßnahmen ergreifen?
Als erste Maßnahme werde ich die Schlüssel mal in einer Blechdose verstauen, wenn ich nicht unterwegs bin.
dafür gips (beim pkw) doch Vollkasko und womos klaut eh keiner! :ja:
und wenn die das Womo per Funksignal öffenen können, werden wenigstens keine fenster aufgehebelt oder eingeschlagen um die wertgegenstände zu finden.
früher gut - heute besser! hartmut
Energiemacher am 11 Nov 2016 16:44:15
reisemobil.online.cx hat geschrieben: Als erste Maßnahme werde ich die Schlüssel mal in einer Blechdose verstauen, wenn ich nicht unterwegs bin.
Moinsen,
was soll Sinn und Zweck dieser Maßnahme sein?
Zum schnellen auffinden einer Sammlung an Schlüsseln wurden doch schon vor ein paar Jahren Schlüsselbretter und Schlüsselkästen erfunden die sich recht ansehnlich in verschiedenen Designs in das vorhandende Interieur einfügen.
Thorsten, der die Schlüssel sowieso immer an wechselnden Plätzen liegen hat.......Wer Ordnung hält ist nur zu Faul zum suchen. ;D
Anzeige vom Forum
gespeert am 11 Nov 2016 17:17:12
Die Schluessel haengen gewoehnlich in Tuernaehe. Es reichen dann 2 Fachleute fuer Umverteilung aus, dein Codesignal zu uebertragen. Einer bei Dir vor der Haustuere, der andere am Fahrzeug. Gewoehnlich nimmt man da eher das Fahrzeug komplett mit.
Beim Hack des K-Go-Systems (kgs) wird keinesfalls der Code entschluesselt, sondern einfach vorgespielt, dass sich der Schluessel am oder im Wagen befindet. Laeuft der Wagen erstmal, ist er dann weg.
Zur Reichweite, aus gewissen Gruenden nur hier unscharf dargestellt. Ein einfaches System wo der Schluessel selbst das Signal abgibt, d.h. der Fachmann simuliert nur das Auto fuer den Schluessel an der Tuere, hat eine Reichweite groesser 10m. Also klappt das bereits bei einer normalen Parksituation wie zu Hause!
Dagegen ist das Duplexverfahren hier wesentlich heftiger. Hier kann man Dir den Wagen ausser Sichtweite oeffnen. Die Systeme selbst sind relativ handlich und unauffaellig, achte hier auf Gegenstaende oder Personen in deiner Naehe, speziell wenn diese bei Standortaenderung diese mitmachen!
Auch ein herkoemmlicher Klau ist in wenigen Minuten vollbracht, Profis brauchen da nur 2-3 Minuten. Selbst erlebt, bei einer Vorfuehrung und danach fuer Interessierte im Selbstversuch beim Jubilaeum einer grossen Sicherheitsfirma. Nicht nur deswegen sollte man wie in Polen oder anderen Laendern ueblich, versteckte Schalter oder Relais verbauen die ein Starten des Fahrzeugs trotz Ueberwindung der Sicherungselektronik verhindern. Oder ein unautorisiertes Auslesen der Schluesseldaten (nach Knacken des Schlosses und Zugriff auf OBD) verhindern. Bspw. durch Blockieren der Daten oder Modifikation der OBD-Schnittstelle durch eine eigene Belegung.
Energiemacher am 11 Nov 2016 17:24:36
gespeert hat geschrieben:Die Schluessel haengen gewoehnlich in Tuernaehe. Es reichen dann 2 Fachleute fuer Umverteilung aus, dein Codesignal zu uebertragen. Einer bei Dir vor der Haustuere, der andere am Fahrzeug. Gewoehnlich nimmt man da eher das Fahrzeug komplett mit.
Dabei sollte man aber auch unterscheiden welches System vorhanden ist. Der noch weit verbreitete Funkschlüssel um die ZV zu bedienen sendet nur bei Betätigung....also kann man sich das einwickeln mit Alufolie oder sonstigem wirklich sparen.
Das ganze kann man also bei diesen Fahrzeugen unterbinden indem man in "gefährdeten" Gebieten eben manuell auf-/zusperrt....den Schlüsselbart kann man auf Distanz nicht auslesen und wo nichst "funkt" gibts für den Besitztransferspezialisten nichts zum scannen, kopieren oder decodieren.
Thorsten.....der sich da keine Sorgen macht.
zezo am 11 Nov 2016 17:28:45
reisemobil.online.cx hat geschrieben:....Als erste Maßnahme werde ich die Schlüssel mal in einer Blechdose verstauen, ....
Meine Kredit- bzw. Bank- EC Karten sind schon lange in einer dünnen Visitenkarten Blechbox, seit es NFC und "Funkfaulheit" gibt ;-)
Servus
brauwe am 11 Nov 2016 17:29:28
Moin,
- Achtung: IRONIE -
Ich hänge mir nicht den Schlüssel an den Schlüsselbund, sondern das ganze Wohnmobil. OK, man ist dann etwas unbeweglich, aber es kann einem wenigstens nicht so einfach geklaut werden.
At thorsten, Du machst Dir keine Sorgen weil Du das noch nicht real gesehen hast. Du brauchst da kein Schluesselprofil zu sehen. Das brauchst Du gar nicht. Mit dem richtigen Werkzeug bist Du ohne offensichtliche Spuren zu hinterlassen, binnen Sekunden oder Minuten im Fz. Dann ist der Drops gelutscht wenn Du die Eigenheiten der Technik kennst. Du bringst einfach deinen Schluessel mit. Um die Fz. die auf den Bestelllisten ganz oben stehen, zu beschaffen, gibt es dann entspr workarounds. So viel zum Thema im oeffentlichen Bereich. Man sollte fragliche Fz. daher mit unueblichen Sicherungen ggf. etwas noch verfeinern.
vemi am 14 Nov 2016 12:24:56
Hallo Liebe Keyless-Go Gemeinde,
ich denke bei diesem Thema unweigerlich an die typischen Sommerlochgeschichten. Wann waren Autos denn sicher. In den 80-igern ließen sich VW mit wenig Aufwand knacken, Wegfahrsperren konnten schon immer überwunden werden und Lenkradschlösser waren nie ein Problem für Diebe.
Einer Bekannten wurde vor einigen Monaten der Q5 entwendet, der Dieb hatte lt. Polizei einen VW-Universalschlüssel, den eigentlich nur Werkstätten besitzen dürften.
Warum habe ich nun keine Angst, obwohl unser PKW ein Keyless-Go besitzt. Die Sendeleistung des Schlüssels ist äußerst gering (hier geht das Video nicht drauf ein). Wenn ich bereits einen Meter vom Auto entfernt stehe, kann ich die Türen nicht mehr öffnen. Stehe ich z. B. am Kofferraum, bekommt meine Frau die verschlossenen vorderen Türen schon nicht mehr auf. Weiterhin müssen die Diebe wissen wo der Schlüssel ist und wo das passende Auto. Um das Fahrzeug zu stehlen, muss der erste Dieb innerhalb eines Radius von 1-2m am Schlüssel stehen. Der 2. Dieb muss sich direkt am Auto befinden. Nur dann funktioniert es im Regelfall. Eine Aufzeichnung des Schlüsselsignals und spätere Verwendung funktioniert nicht, da Schlüssel und Auto miteinander kommunizieren.
Ich vermute einmal, dass es für einen Dieb einfacher ist den Schlüssel zu entwenden, als für viel Geld elektronischen Equipment zu kaufen.
Abschließend möchte ich erwähnen, dass es sicherlich auch diese Art von Diebstahl gibt. Ich habe aber mehr Angst für dem Dieb der ins Auto einsteigt, um z. B. das Navi zu klauen als vor dem Diebespärchen, was meinen Schlüssel ausspäht.
Übrigens: Der nette Herr aus dem Video verkauft für nur 248,- EUR den Secukey 2.0, der vor Diebstahl schützt...... erinnert mich an die im Sommer auftretenden Fachleute, die mit Ihren Systemen vor Gasangriffen schützen wollen.
Gruß Vemi
Energiemacher am 14 Nov 2016 12:46:44
gespeert hat geschrieben:At thorsten, Du machst Dir keine Sorgen weil Du das noch nicht real gesehen hast. Du brauchst da kein Schluesselprofil zu sehen. Das brauchst Du gar nicht.
Moinsen,
nochmal: Man sollte und muß hier unterscheiden!!! Und auch auf dem Bild des TE sehe ich ICH keinen Keyless-Go -Schlüssel (gibts das für den Duc überhaupt?) also kann man sich auch die Blechbüchse sparen, denn es sind übliche ZV-Schlüssel und um die geht es nunmal nicht.
Aber jeder kann natürlich seine Schlüssel verpacken wie er möchte. :-)
Grüße Thorsten
andwein am 14 Nov 2016 13:31:06
Auf einige Punkte sollte man doch einmal eingehen: Hallo Liebe Keyless-Go Gemeinde, ich denke bei diesem Thema unweigerlich an die typischen Sommerlochgeschichten. Wann waren Autos denn sicher. In den 80-igern ließen sich VW mit wenig Aufwand knacken, Wegfahrsperren konnten schon immer überwunden werden und Lenkradschlösser waren nie ein Problem für Diebe. Aber man hat die Ein/Aufbruchspuren gesehen und hatte damit Beweise für die Versicherung. Die Beweislage ist bei "elektronischem Einbruch bedeutend schwerer für den Versicherten!!!
Warum habe ich nun keine Angst, obwohl unser PKW ein Keyless-Go besitzt. Die Sendeleistung des Schlüssels ist gering Ja, das ist richtig, deshalb benutzen die Diebe einen Funkrepeater (so wie beim häuslichen WLAN)
Ich vermute einmal, dass es für einen Dieb einfacher ist den Schlüssel zu entwenden, als für viel Geld elektronischen Equipment zu kaufen. Das Equipment gibt es für billiges Geld im Internet und amortisiert sich durch die Diebstähle. Diebe sind zwar illegal tätig aber nicht unbedingt blöde
Übrigens: Der nette Herr aus dem Video verkauft für nur 248,- EUR den Secukey 2.0, der vor Diebstahl schützt...... erinnert mich an die im Sommer auftretenden Fachleute, die mit Ihren Systemen vor Gasangriffen schützen wollen. Mir stellt sich die Frage, warum bei einem 80.000€ teuren Auto die Übertragung der Daten nicht verschlüsselt und mit Gegenstation-Token stattfindet.
Fazit: Keyless Go ist bei vielen Autoherstellern eine extremen Hackergefahr ausgesetzt, sichere Datentransfers würden bei einem 80.000 Gefährt die Produktionskosten um ca. 50 Cent verteuern. Die Technik ist bereits entwickelt, sie muss nur aufs Auto umgesetzt/eingesetzt werden Gruß aus der Technik-Ecke, Andreas
vemi am 14 Nov 2016 14:02:13
Aber man hat die Ein/Aufbruchspuren gesehen und hatte damit Beweise für die Versicherung. Die Beweislage ist bei "elektronischem Einbruch bedeutend schwerer für den Versicherten!!! Das Problem gab es bereits vor dem Keyless-Go, meine Bekannte kann davon ein Lied singen, den es gab ebenfalls keine Einbruchsspuren.
Ja, das ist richtig, deshalb benutzen die Diebe einen Funkrepeater (so wie beim häuslichen WLAN) Wenn der Dieb mit seinem Repeater weiter weg steht, hilft dieser auch nicht. Ein Signal, was nur 1-2m weit reicht, kann aus 10m nicht verstärkt werden, da es dort einfach nicht mehr vorhanden ist. Aber ich gebe zu, in einem Einfamilienhaus, wo der Schlüssel direkt an der Rückseite der Hauseingangstür hängt ist es möglich.
Das Equipment gibt es für billiges Geld im Internet und amortisiert sich durch die Diebstähle. Diebe sind zwar illegal tätig aber nicht unbedingt blöde Aber auch aufwendiger, da 2 Personen benötigt werden, den Schlüssel kann ein Dieb alleine stehlen. Man kann auch das Funksignal eines Fb blockieren und dann, wenn die Tür noch immer offen steht, mit einem Laptop in wenigen Sekunden über den Zentralstecker das Fahrzeug starten, auch ohne Keyless-Go
Mir stellt sich die Frage, warum bei einem 80.000€ teuren Auto die Übertragung der Daten nicht verschlüsselt und mit Gegenstation-Token stattfindet. Da gebe ich dir gerne recht, gleiches gilt auch für Navis, die mittlerweile ungeschützt und als "ein Teil" in den teuren Autos verbaut sind. BMW Navis sind z. B. in Ostasien sehr beliebt....
Fazit: Keyless Go ist bei vielen Autoherstellern eine extremen Hackergefahr ausgesetzt, sichere Datentransfers würden bei einem 80.000 Gefährt die Produktionskosten um ca. 50 Cent verteuern. Die Technik ist bereits entwickelt, sie muss nur aufs Auto umgesetzt/eingesetzt werden Gruß aus der Technik-Ecke, Andreas[/quote] Auch hier wieder meine persönliche Meinung: Autodiebstahl wird es immer geben, da Diebe jedes System überlisten können. Mit Keyless-Go wird aus meiner Sicht die Diebstahlrate nicht explodieren. Wenn ich sehe wie hoch die Diebstahlrate beim T5 ist, auch ohne Keyless-Go.....
Und für alle, die nun Angst um Ihr Auto haben, man kann Keyless-Go deaktivieren, dann hat man nur noch einen, ebenfalls unsicheren, Schlüssel mit Funkfernbedienung.
Gruß Vemi
rolf51 am 14 Nov 2016 14:19:30
Hallo, ich habe keine größeren Wertgegenstände im Auto, wenn es gestohlen werden sollte, dazu habe ich eine Versicherung. Mache mir deswegen keine größeren Gedanken.
reisemobil.online.cx am 15 Nov 2016 08:57:48
Vielen Dank für die Antworten und Meinungen, die wirklich extrem unterschiedlich ausfallen. Einige machen sich überhaupt keine Gedanken aber andere scheinen es schon gesehen zu haben:
gespeert hat geschrieben:Du machst Dir keine Sorgen weil Du das noch nicht real gesehen hast....Mit dem richtigen Werkzeug bist Du ohne offensichtliche Spuren zu hinterlassen, binnen Sekunden oder Minuten im Fz.
Energiemacher hat geschrieben:Und auch auf dem Bild des TE sehe ich ICH keinen Keyless-Go -Schlüssel
Hallo Thorsten, in der Blechkiste befinden sich 2 Keyless Schlüssel (PKW) und der Ducato-Funkschlüssel, welcher nur bei Betätigung funkt und theoretisch natürlich nur dann gehackt werden könnte. Der Ordnung halber habe ich ihn mit hineingelegt.
Gruß Michael
7xy am 24 Okt 2019 16:24:48
Hallo Zusammen,
ich habe gehört, das bei neueren Fiat Ducato Modellen die Funksignale zum Aufsperren inzwischen einen "Rollcode" haben sollen. Hier --> Link in einem Kommentar unten und hier im Video vom Thitronik Chef --> Link
Kann mir jemand sagen, wo oder wie kann ich feststellen ob mein Fahrzeug diesen "Rollcode" hat oder nicht?
Gruß Hannes
7xy am 25 Okt 2019 21:50:33
Hallo Gemeinde,
Youtube war schneller. Hier die Antwort von Thitronik:
"Erkennbar ist das 19er Modell in der Regel am Klappschlüssel. Hier ist dann ab dem ´19er Modell eine schwarze Kunststofföse anstelle einer Metallöse für den Schlüsselring."
Sieht bei mir so aus:
Gruß Hannes
Mann am 25 Okt 2019 22:08:20
meine Alarmanlage von Thitronik beinhaltet diesen Schutz, da wurde im Schlüssel die Platine getauscht.
Pechvogel am 25 Okt 2019 22:37:52
Mein Duc ist Bj. 2011. Wenn da ein ( neuer ) Funkschlüssel angelernt werden soll müssen alle vorhandenen Schlüssel ebenfalls "vor Ort" sein. Hat der dann auch den "Rollcode" oder warum müßen immer alle Schlüssel gleichzeitig angelernt werden?
Grüße Dirk
7xy am 25 Okt 2019 22:49:35
Pechvogel hat geschrieben:Mein Duc ist Bj. 2011. Wenn da ein ( neuer ) Funkschlüssel angelernt werden soll müssen alle vorhandenen Schlüssel ebenfalls "vor Ort" sein. Hat der dann auch den "Rollcode" oder warum müßen immer alle Schlüssel gleichzeitig angelernt werden?
Den Rollcode haben nur die neuen Schlüssel ab 2019 (oben im Bild)
Gruß Hannes
chrystal am 26 Jan 2020 12:18:30
Einfach fantastisch, wie die eine Verbesserung (Rollcode) gleichzeitig mit einer Verschlimmbesserung (Kunststofföse) neutralisiert wird. Offensichtlich müssen die Materialkosten schon im 0,1€ Bereich ausgeglichen werden um die ganzen Bananen-Rückrufaktionen finanzieren zu können. :lol:
7xy am 26 Jan 2020 15:54:59
chrystal hat geschrieben:Einfach fantastisch, wie die eine Verbesserung (Rollcode) gleichzeitig mit einer Verschlimmbesserung (Kunststofföse) neutralisiert wird. Offensichtlich müssen die Materialkosten schon im 0,1€ Bereich ausgeglichen werden um die ganzen Bananen-Rückrufaktionen finanzieren zu können. :lol:
Man könnte es auch positiv sehen. Kunststoff ist leichter als Metall. :D