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Konventioneller Aufbau Sondermüll??


kurt2 am 23 Nov 2016 12:45:21

Hallo,
fand gerade diesen Artikel: --> Link

Auszug:
„Seit 1. Oktober darf Styropor, das das gesundheitsschädliche Brandschutzmittel HBCD (Hexabromcyclododecan) enthält, nicht mehr mit sonstigem Bauschutt zusammen entsorgt werden. Stattdessen müssen die alten Dämmplatten separat verbrannt werden. HBCD steckt unter anderem in Polystyrol- Dämmstoffen, besser bekannt als Styropor“.

Mir stellt sich nun die Frage, ob dieses HBCD grundsätzlich in jedem Polystyrol-Dämmstoff (Styropor) enthalten ist, oder nur in für Brandschutz speziell Behandeltem.

Gibt`s hier Chemiker?

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Gast am 23 Nov 2016 13:12:01

Ich bin zwar kein Chemiker, aber ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema "Styropor als Fassadendämmung".
Ich verstehe nicht wie man überhaupt jemals Styropor zur Fassadendämmung erlauben konnte - aber das ist ein anderes Thema.

HBCD ist ein Flammschutzmittel das nur für Polystyrol verwendet wurde, das für den Einsatz an Fassaden und Dächern vorgesehen war.
In Deutschland wird es seit August 2015 nicht mehr zur Herstellung von Dämmstoffen verwendet. Stattdessen wird z.B. das Flammschutzmittel "Polymer-FR" verwendet.
Styropor z.B. aus Verpackungen enthält kein Flammschutzmittel. Halt mal ein Feuerzeug dran dann wirst du schnell erkennen dass es kein Flammschutzmittel enthält.
Ob das Styropor aus Womos mit konventionellem Aufbau HBCD enthält kann ich dir nicht sagen, ich vermute aber nicht.
HBCD ist vor allem während des Verbrennens gefährlich, z.B. für Feuerwehrleute. Deshalb darf es auch nur in Verbrennungsanlagen verbrannt werden die dafür eine Genehmigung haben.

Gruß
Andreas

Stephan2703 am 23 Nov 2016 18:40:23

Da du speziell nach der Entsorgung fragst: Als Privatmann wirst du immer die Arschkarte haben. Am Recyclinghof geht man immer davon aus, dass die angelieferten Materialien die ungünstigste Konstellation an Schadstoffen enthält und knöpft dir den höchstmöglichen Preis ab. Wenn man das nicht zahlen will, bekommt man die Auskunft, man könne ja ein selbst eine Laboranalyse in Auftrag geben um zu beweisen, dass keine Schadstoffe enthalten sind. Macht natürlich keiner und man zahlt.

Ich habe übrigens keine Styropore oder ähnlichers mehr bei der Hausrenovierung verwendet und bin auf Holzfaserdämmplatten ausgewichen. Absolut Schadstofffrei und sehr gute Dämmung. Dazu kaum brennbar durch hohe Verdichtung. Ich wollte reste im Garten, in einem Stahlgussofen verbrennen. Die Dinger brennen nicht.

PS: Habe gerade das hier gefunden: --> Link

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kurt2 am 24 Nov 2016 10:47:34

Hallo,
danke für die Antworten.
Ich denke bei dem Fred natürlich insbesonders an die vielen tausend WoMo- Eigner, die mit WoMo`s in Holzständerbauweise und EPS (Styropor) als Isolierung rumfahren. (Ich auch).

Und weil eben alles irgendwann den Weg ins Jenseits geht, müssten diese Fahrzeuge letzlich als Sondermüll für viel Geld entsorgt werden.
Vorausgesetz jedes Styropor enthält diesen Stoff (HBCD). Wenn er nur zur Brandbekämpfung in besonderen Fällen (z.B. Hausfassadendämmung) beigemischt wird, ist es ja für WoMo`s kein Problem.

Deshalb die Frage an Chemiker, inwieweit HBCD grundsätzlicher Bestandteil von EPS ist?

jochen-muc am 24 Nov 2016 11:29:34

Na ja Kurt ich denke das ist das gleiche wie bei unseren Wannenträgern etc.
ich glaube das die wenigsten WOMO Besitzer Ihre Schätzchen im Moment selber entsorgen, die werden gehegt und gepflegt bis ins hohe Alter oder kommen irgendwann auf die Fähre.

Und wer weis welche Bestimmungen da dann gelten :roll:

kurt2 am 24 Nov 2016 11:46:32

jochen-muc hat geschrieben:ich glaube das die wenigsten WOMO Besitzer Ihre Schätzchen im Moment selber entsorgen, die werden gehegt und gepflegt bis ins hohe Alter oder kommen irgendwann auf die Fähre.

Und wer weis welche Bestimmungen da dann gelten :roll:


Hallo Jochen,
einfacher wird`s sicher nicht! (Ich denke da an meine Asbestdachsanierung vor 25 Jahren und heute :cry: ).

Fest steht jedenfalls, dass der TÜV wohl hundertfach/Jahr zuschlägt. Und die Probleme ins Ausland verschieben ist ja auch nicht toll.
--> Link

korikorakorinthe am 24 Nov 2016 19:49:09

Nur zur Verdeutlichung wie drastisch die Veränderung seit 1. Oktober ist:

die Styropor-Entsorgungskosten sind von ca. 160,- €/t auf bis zu 3000,- €/t hochgeschnellt !!

Manche Baufirmen haben die Abriss- bzw. Sanierungsarbeiten eingestellt bis Sie mit den Bauherren die Kostenfrage geklärt haben (stand heute bei uns in der Zeitung).

Gruß
Stefan

cbra am 24 Nov 2016 20:10:36

korikorakorinthe hat geschrieben:Nur zur Verdeutlichung wie drastisch die Veränderung seit 1. Oktober ist:

die Styropor-Entsorgungskosten sind von ca. 160,- €/t auf bis zu 3000,- €/t hochgeschnellt !!
...


was bei den paar kg die einem Womo verbaut sind aber immer noch egal ist.

70 m² Sandwichfläche, 5cm dick gibt 3,5m³ je 15 kg gibt grob geschätzt 50 bis 60 kg bei einem relativ grossen Womo.

Privat abwracken werden wohl die wenigsten, und bei professionellen Verwertern wird das in die Gesamtkosten gerechnet, und die werden sich die Preise wohl auch immer ausverhandeln.

Betr. Flammschutzmittel ist der Einwand natürlich nicht unberechtigt, aber das gilt ähnlich auch für alle anderen verbauten Materialien, und besonders bei derzeit alten Modellen wirds da kaum vernünftige Aufstellungen über die eingesetzten Materialien geben.

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