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Hallo, ich möchte nach fast abgeschlossenem Bau mein Projekt vorstellen. Zu mir, ich bin 25 Jahre alt, habe Architektur studiert und dabei einen Hang zum Selbermachen entwickelt. Deswegen hab ich beschlossen als erstes, eigenes Projekt ein eigenes Haus für mich alleine zu Bauen. Am besten mobil also auf einem Transporter oder Anhänger. Für einen Anhänger sprach schließlich aber das Gewicht. Da ich mich technisch einigermaßen gut auskenne aber keinen Handwerklichen Hintergrund mitbringe, beschloss ich auf das Material zu setzen mit dem ich am meisten Erfahrung habe. HOLZ! Nach fast eineinhalb Jahren überlegen hatte ich einen Grundriss entwickelt der meine persönlichen Wohnbedürfnisse am ehesten widerspiegelt. Dazu gehört eine warme Garage für zwei Fahrräder und ein komplettes abgetrenntes Badezimmer. Beschränkt wurde das ganze nur durch 3,5t Maximalgewicht, die zulässigen Fahrzeugmaße und 5000€ Bausumme mit Fahrzeug. Als Kniff für die Fahrzeugmaße beschloss ich in die Höhe zu bauen und einfach ein zweites Geschoss einzuziehen. Um die Fahrbarkeit zu erhalten mittels Hubdach. Der Bau der Kabine ging in vier Wochen über die Bühne. Der Einbau der nötigen Hubtechnik dauerte nocheinmal vier Wochen, neben der Arbeit. Der Innenausbau läuft noch. (Brauche eine Duschwanne :) Habe eigentlich ein YouTube Video animiert in dem der bauprozess und der Innenraum verständlich wird. Werde den link erst in zwei weiteren Beiträgen posten, sofern gewünscht. Also erst ein paar Bilder.
Basis ist ein Mercedes Benz 308d Pritschenwagen Baujahr 1992. Freue mich über Feedback.
Wow, Hammer, schade, das es nicht der Unimog aus der Animation geworden ist. Echt toll. Bin auf die Bilder von innen gespannt. Warst Du schon auf der Waage?
AndreasS am 02 Jan 2017 17:41:16
Wie wirst Du das Holz vor Feuchtigkeit schützen? Vor allem vor der Feuchtigkeit die der Fahrtwind reindrückt.
Energiemacher am 02 Jan 2017 17:47:44
Sehr interessant, danke fürs teilen.
Freue mich schon auf weitere Bilder und Info´s.
Grüße Thorsten
cbra am 02 Jan 2017 17:54:33
cooles projekt
willst du das ganze schnell abnehmbar machen, also irgndwo hinfahren, abstellen oder eher als wohnmobil nutzen, stelle ich mir dann von der zulassung her etwas spannend vor.
gewichtsmässig hätte ich auch etwas bedenken dass du hinkommst
aber erstmal probieren- versuch macht kluch
viel erfolg
nager69 am 02 Jan 2017 18:43:56
Den MB gibt es auch günstig als 410 oder 409 mit H-Kenzeichen! Falls das mit dem Gewicht nicht hinhaut
Gruß Alex
gespeert am 02 Jan 2017 23:50:38
Ist die Tuer geteilt wie bei Ausbauern wie Bocklet usw.?
Wie gelangst Du in die Kabine wenn diese in Fahrposition ist, also unten, und die Hubmechanik ausgefallen/gestoert ist?
Das ganze Szenario umgekehrt ist auch denkbar, Du befindest Dich in der Kabine und das System faehrt ein. Kommst Du da noch ueber die Dachluke oder Fenster raus?
Was ist wenn das Fz auf der Seite oder auf dem Dach liegt?
Bendawo am 09 Jan 2017 13:22:03
AndreasS hat geschrieben:Wow, Hammer, schade, das es nicht der Unimog aus der Animation geworden ist. Echt toll. Bin auf die Bilder von innen gespannt. Warst Du schon auf der Waage?
Das mit dem Unimog finde ich auch schade. War leider weder im Budget noch in der Gewichtsklasse. Darf nur bis 3,5t fahren. Deswegen war die erste fahrt auch direkt zur Waage. 2800kg ohne mich, Bad, Küche und Tanks. Wird knapp aber es könnte klappen.
AndreasS hat geschrieben:Wie wirst Du das Holz vor Feuchtigkeit schützen? Vor allem vor der Feuchtigkeit die der Fahrtwind reindrückt.
Das Obermaterial ist lasiert, 5 mm stark und wird vermutlich nach 2 Jahren ausgetauscht. Darunter ist eine diffusionsoffene Folie, die die Wandkonstruktion abdichtet aber austrocknen lässt, sollte Feuchtigkeit reinkommen. Der Wandaufbau besteht noch aus fünf cm xps Platten und Holzständern, einer Dampfbremse und einer inneren Pappelplatte.
Energiemacher hat geschrieben:Freue mich schon auf weitere Bilder und Info´s.
Ich auch. Innenaufnahmen vorallem. Hab seit neuestem ein Weitwinkelobjektiv, das aber in der Probieren-Prioritätenliste erst nach der Gasheizung steht.
cbra hat geschrieben:willst du das ganze schnell abnehmbar machen, also irgndwo hinfahren, abstellen oder eher als wohnmobil nutzen, stelle ich mir dann von der zulassung her etwas spannend vor.
Das Ganze ist "schnell" abnehmbar mit der Hilfe eines Staplers. Das Abstellen ist aber nicht geplant. Nutzen möchte ich das ganze als Wohnung auf Rädern ab dem Frühjahr. Sollte das klappen, gehts damit auf Tour. Die Wohnmobilzulassung kann ich mir wohl schenken. Bleibt ein LKW mit Ladung.
nager69 hat geschrieben:Den MB gibt es auch günstig als 410 oder 409 mit H-Kenzeichen! Falls das mit dem Gewicht nicht hinhaut
Die hab ich mir auch schon überlegt, fahren darf ich sie halt nicht. :D Das Mit der Leistung ist ein viel größeres Problem. Ein 310 wäre die bessere Wahl gewesen.
gespeert hat geschrieben:Ist die Tuer geteilt wie bei Ausbauern wie Bocklet usw.? Wie gelangst Du in die Kabine wenn diese in Fahrposition ist, also unten, und die Hubmechanik ausgefallen/gestoert ist?
Die Tür ist nicht geteilt. Das macht sicherheitstechnisch Probleme wenn ich den Aufbau tatsächlich mal längere Zeit an einem Ort stehen lassen möchte. Im Moment kommt man nur rein wenn das Dach oben ist, ansonsten ist die Tür blockiert. Habe mir die Option trotzdem offengehalten. So kann die Tür jederzeit mit einer Kreissäge teilen. Ich habe eine Weitere große Öffnung in meiner "Garage" durch die ich im Notfall rein und rauskomme. Diese ist doppelt gesichert und außerdem versteckt. Sollte die Hubmechanik versagen wenn sie im Fahrmodus ist, passiert gar nichts. Wenn eine Antriebskette im offenen Zustand reißt, lastet das Dach auf Stützbalken, kracht also nicht herunter. Zum Absenken muss man allerdings erst die Mechanik reparieren oder das Dach mittels Muskelkraft ablassen (geht zu sechst, zumindest haben wir es so raufgehoben)
gespeert hat geschrieben:Was ist wenn das Fz auf der Seite oder auf dem Dach liegt?
:D Rauskommen geht immer außer es steht vertikal auf der vorderen Stoßstange. Ansonsten ist die Kiste Schrott wenn sie umkippt nehm ich an. Ich muss gestehen ich weis nicht was du mir damit sagen willst.
Was ich damit sagen wollte, Manchmal kommt es richtig bloede und man hat ploetzlich ein Problem. Sind diese Situationen beruecksichtigt, ist alles ok Aufgrund meiner rettungs- und feuerwehrdienstlichen Erfahrung kann ich Dir zusichern, dass es manchmal richtig dicke kommt. Es gibt da nen Spruch der da lautet, es gibt nichts was es nicht gibt. Und wenn man an der See mit ausgefahrenem Aufbau umgeweht wird, oder im Gebirge reflexartig ausweicht und dann kaefermaessig auf dem Ruecken in den Bauemen haengt, sollte man dies vorher durchgeplant haben und Plan C in Reichweite haben.
ich beschäftige mich auch schon eine Weile mit "alternativen" und bezahlbaren Lösungen zum reisen. Du hast mit deinem Projekt gute Detaillösungen gefunden. Wie hast du die Hubmechanik gelöst ? Hast du bei den Fenstern Sicherheitsglas verwendet ?
Am liebsten würde ich mir deinen Mercedes vor Ort anschauen... besteht die Möglichkeit ?
Schöne Grüße aus Sachsen
Dirk
kiteliner am 19 Okt 2017 11:19:50
Sehr geiles Projekt und Umsetzung. Wenn unser Wohnbus fertig ist, wird das Zweitfahrzeug ein Allrad-LKW (Magirus steht fest, wahrscheinlich wegen 7,5to ein 130D?, Feuerwehr oder Katastrophenschutz) Damit der bei vernünftiger Stehhöhe (bin ca. 1,9m lang) nicht so super hoch wird, denke ich auf über eine Art Hubdach nach. Daher bin ich sehr an deiner Umsetzung interessiert und werde das hier verfolgen. Viel Erfolg weiterhin!
glasfluegel am 26 Okt 2017 15:13:31
Interessante und kreative Lösung. Erinnert mich ein wenig an Top Gear --> Link nur praktischer :D .